Beiträge von fossi74

    Weil wir in einer absoluten Alkoholgesellschaft leben. Egal, welche noch so kleine "Feierlichkeit" es ist, alles in diesem Land beginnt und endet mit Alkohol.

    Frage in die Runde, bitte ohne nachzuschauen: Ab welchem Alter darf man in D Alkohol trinken?

    Warum sehe ich gerade einen "angeditschten" Fiat Punto vor meinem geistigen Auge?


    Falls ich mich täusche und der TE Unrecht tue: Der Besitz einer Fahrerlaubnis ist nicht Teil der Amtspflichten einer Lehrkraft. Sprich mit deiner SL, schildere dein Problem (zur Not hast du eben was mit den Augen) und lass den Stundenplaner das lösen.

    Das mit dem Taxi ist der übliche Lehrerzimmerblödsinn.

    Davon abgesehen wäre es fahrlässig (mein Troll-o-Meter schlägt immer noch an), einen Gebäudewechsel in den Plan zu schreiben, für den nur 15 Minuten Zeit ist. 20 Minuten zu Fuß entspricht 1,5 km, also nicht eben "benachbart".

    Ich kann ja nur für Bayern sprechen... meine Frau ist jetzt Stufe 7, und ein drittes Kind wäre langsam sportlich, aber noch möglich.

    Ja, und eben die Pension. Dafür müsste der ingenieur ca. 1000 Euro im Monat zurücklegen.

    So schaut es aus. Dieses ganze Gerede von engen Röcken und was weiß ich, ich bin ehrlich gesagt befremdet was für einen seltsame Einstellung Manche hier zu Arbeit haben, geradezu calvinistisch. Es gibt auch noch was anderes im Leben und wenn man den Lehrerberuf attraktiv machen möchte ist ein Pochen auf eine Arbeitsmoral wie im 19. Jahrhundert garantiert nicht der Weg nach vorne.

    Ich lese immer "Arbeit". Beamte arbeiten aber nicht. Sie leisten Dienst. Und Geld bekommen sie nicht einmal für ihren geleisteten Dienst, sondern um sich voll ihrem Amt widmen zu können, ohne sich mit dem Erwerb des täglichen Brotes beschäftigen zu müssen.

    Ich wiederhole mich gern: Wer die Segnungen des Beamtentums genießen möchte, muss sich den Nachteilen ebenfalls stellen. Die Bereitschaft, seine ganze Kraft dem Amt zu widmen, ist nicht nur Teil des Deals (wie ich weiter oben schon erwähnt habe), sondern geradezu dessen Essenz.

    Wann immer hier jemand die teils himmelschreienden Unterschiede zwischen der Bezahlung von Angestellten und derjenigen von Beamten anzusprechen wagt, dauert es keine zehn Postings, ehe jemand achselzuckend darauf hinweist, dass das eben dem Alimentationsprinzip geschuldet und damit nicht zu ändern sei. Gut - für all das gibt es am Ende schließlich legitime Gründe. Einer davon ist das Bedürfnis des Staates, verlässlich auf seine Bediensteten zurückgreifen zu können. Ohne lästige Hemmnisse wie ein Recht auf grundlose Teilzeit oder die ständige Gefahr von Streiks.

    Insofern: Ja, es ist völlig legitim, in Zeiten hohen Bedarfs die eigenen Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Dafür gibt es irgendwann auch wieder andere Zeiten. Dann werden wieder viele um ihr sicheres Amt dankbar sein.

    Vor allem: Wenn Beamte krank sind, kriegen sie unendlich lange Geld. Was das bedeutet, kann ein junger, gesunder Hüpfer einfach nicht nachvollziehen.

    Wobei das durchaus zweischneidig ist. Angestellte bekommen ja auch 39 Wochen Krankengeld + -zuschuss im ÖD. Wer länger krank ist, hat auch als Beamter über kurz oder lang ein Problem.

    Zum Einen findet das Mindestlohngesetz nur Anwendung auf Arbeitnehmer und nicht auf Beamte

    Hm, das eröffnet doch Möglichkeiten... und komm mir jetzt nicht mit dem Alimentationsprinzip - "Alimente" sind von der Bedeutung her erstmal nur Nahrung (Quelle: DUDEN, Herkunftswörterbuch). Man könnte den Beamten also statt Geld auch Naturalien geben. Kombiniert mit dienstlich zugewiesenen Unterkünften (mittlerer Standard, Größe je nach Familienstand) ergibt das ganz fantastische Einsparmöglichkeiten! Netter Nebeneffekt: Kein Neid mehr auf die Beamten.

    Muss gleich mal im Finanzministerium anrufen.

    0-5 Jahre Erfahrung 58k€

    5-10 Jahre 63k€

    10+ Jahre 93k€

    A13, Baden-Württemberg, Stufe 8, verheiratet, 2 Kinder: 5099,70 € netto.

    Das entspricht ziemlich genau 7000 € brutto bei einem privat versicherten Angestellten (Quelle: brutto-netto-Rechner.info), also 84000 im Jahr. Die fehlenden 9000 werden durch die Pension mehr als wettgemacht.

    Ich sehe da keinen gravierenden Unterschied.

    Wenn geworben wird, dass wir das Stundendeputat in eigener Entscheidung anpassen dürfen, dann wird es doch sicher niiiemals Einschränkungen bei diesem Punkt geben

    Über die Verteilung der Stunden und die tägliche Arbeitszeit steht da übrigens nichts, auch nicht über Elternsprechtage etc.

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