Beiträge von fossi74

    Es gibt - ich habe das schon mehrfach erwähnt - durchaus Schulen, die sogar komplett auf Homeschooling basieren. Dort gibt es aber

    - Schüler, die hardwaremäßig und kognitiv darauf eingestellt sind und keine Hilfe ihrer Eltern brauchen

    - Lehrkräfte, für die das Gleiche gilt

    und

    - eingespielte Routinen, weil man ja ausschließlich in diesem Modus unterrichtet.


    Sicher wären auch Hybrid-Modelle denkbar, also Beschulung teilweise in der Schule, teilweise zu Hause. Ohne die drei oben erwähnten Punkte kann es aber nur halbherzige Behelfs- und Bastellösungen geben. Und genau das erleben wir momentan - ungeachtet der Tatsache, dass es momentan halt keine bessere Möglichkeit gibt.

    Nein, natürlich nicht. Aber den so penetrant erhobenen Zeigefinger (den habe ich auch als Kind schon wahrgenommen) hätte es nicht gebraucht. Und noch eines: Hätte der erste Schwule im ÖR nicht einfach "Klaus Schulze" oder "Thorsten Peters" heißen können? Musste es ausgerechnet "Carsten [mit C, gar keine Frage!] Flöter" sein?!

    So, letzte Folge geguckt - erwartungsgemäß ging die Serie nach 35 Jahren (trotz der Zuspitzung um Anna Ziegler) genauso öde zu Ende wie sie im Grunde immer war.

    Schön nochmal der krampfige Zeitbezug (Helga zu Marion: "Ja, schön, dass du mit dem Zug fährst, das ist auch gut für die CO2-Bilanz!" - kotz!!). Da konnte ich gleich nochmal sehen, warum ich mir den Senf seit fast zwanzig Jahren nicht mehr angeschaut habe. Und auch wenn Geißendörfer das anders sieht - so schön langsam hat sich das Konzept totgelaufen. Jetzt konnte man schon seit etlichen Jahren den Kindern und Enkeln der Stammbesetzung dabei zusehen, wie sie im Prinzip das Gleiche erleben wie ihre Eltern und Großeltern.

    Ich befürchte insofern das Schlimmste

    Das da wäre? Z. B. dass dieser unzweifelhaft im Schnitt besonders dumme Teil der an Dummheit nicht armen Menschheit sich endlich gegenseitig ausrottet? Da vermag ich gar nichts so arg schlimmes drin zu sehen.

    - Ja, das ist menschenverachtend. Nein, ich meine das natürlich nicht ganz so krass wie es jetzt da steht. Aber zu helfen ist den Amis sowieso nicht mehr.

    Ich gehe stark davon aus, dass den Ländern die paar Euro Ersparnis zu heikel wären (zumindest dort, wo die Angestellten deutlich in der Minderzahl sind). Es wäre auch arbeitsrechtlich problematisch, den Beamten ihre Bezüge zu lassen (was alternativlos wäre) und sie den Angestellten zu kürzen. In einem Betrieb kann ich auch nicht den Einen auf Kurzarbeit setzen und den Anderen nicht.

    Du siehst also - auch nach der "Corona-Krise" - flächendeckend Bedarf und Veranlassung für Kurzarbeit im öffentlichen Dienst? Ernst gemeinte Frage. Dass Kurzarbeit grundsätzlich nicht "mal eben" eingeführt werden kann, sondern einer stichhaltigen Begründung sowie einer arbeitsvertraglichen Vereinbarung bedarf, ist Dir ja sicher ebenso bekannt wie (für Deine Argumentation) egal.

    Aber es sind eben nicht alle verbeamtet und komischer Weise würde ich verbeamtet nur durch die drei Kinder genauso viel haben, wie als Angestellter, also kann es doch nicht so gut sein (außer die Pension wäre so hoch).

    ? - Hast Du jetzt als Angestellte (also ohne irgendwelche Kinderzuschläge!) genau so viel wie Du als Beamtin hättest? Das kann ja wohl kaum sein. Dass Beamte in gleicher Position mehr netto haben als Angestellte (wenn auch meist nicht so dramatisch, wie oft getan wird), ist wohl kein Gerücht.

    Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben den Handlauf des Einkaufswagens desinfiziert.

    Eigentlich mag ich Kaufland nicht, schon wegen des kilometerweisen Gerennes, weil immer alles ganz hinten im Laden ist. Aber: Hier haben sie schon seit etlichen Jahren am Eingang einen Desinfektionsspender, dem man sowohl Handdesinfektion als auch Tücher entnehmen kann. Guter Laden.

    Meine Schule mag ein Extrembeispiel sein. Dennoch glaube ich, dass selbstausbeuterische Tendenzen, Mangel an Blick für Dinge außerhalb des Kosmos "Schule", vorauseilender Arbeitsgehorsam, und die Arbeitsphilosophie "der Beruf muss Berufung sein, und wer das nicht so sieht, wird einfach durch Gruppenzwang mitgezogen" generell an den Schulen verbreitet sind.

    Das allerdings kann man nicht dick genug unterstreichen.

    Dann stell Dir nicht einen Polizisten vor, sondern eine ganze Truppe, die mit solchen Sonderwünschen ankommt.


    Ich wiederhole mich gern: Beamte und ihre großzügige Versorgung gibt es nicht, weil der Staat so nett ist. Und auch nicht, weil Zeugnisse zu unterschreiben ein hoheitlicher Akt wäre. Sondern weil der Staat darauf angewiesen ist, eine Truppe zur Verfügung zu haben, die nicht lang fragt, sondern (wichtig: innerhalb des genau festgelegten rechtlichen Rahmens) zu spuren hat.


    Dass an Deiner Schule einiges im Argen zu liegen scheint, was gute, effiziente und ressourcen- aka mitarbeiterschonende Organisation angeht, steht auf einem anderen Blatt.

    Firelilly: Dein Denkfehler ist hier die Bezeichnung des Lehramts als Beruf. Das ist es nämlich nicht, sondern - wie der Name schon sagt - ein Amt, für dessen korrekte Ausübung Du nicht bezahlt, sondern besoldet wirst. Der Sold ist dabei nicht als Lohn zu betrachten, sondern soll Dir ersparen, für Deinen Unterhalt (zusätzlich) arbeiten zu müssen. Deshalb gibt es auch die ganzen beamtentypischen Privilegien wie Familien- und Kinderzuschlag oder Beihilfe.


    Dass der Beamte zusätzlich arbeitet, ist in dem System eigentlich nicht vorgesehen. Stell Dir einen Polizisten vor, der nur noch Spätschicht machen will, weil er noch einen Job hat... Daher rühren die recht strengen Vorschriften für Beamte, was eine Nebentätigkeit angeht. Begriffe wie Spaß, Selbstverwirklichung und ähnlicher neumodischer Firlefanz sind in dem System (das in seinen Geundzügen aus dem 19. Jahrhundert stammt und sich nicht wesentlich verändert hat) natürlich nicht vorgesehen.


    Das passt Dir alles nicht? Verständlich. Stelle ein Entlassungsgesuch (wieder so ein beamtisches Ding) und sei frei.

    Das ist aus Sicht von nicht vorhandener Empathie auch immer so herrlichst einfach. Wahrscheinlich seit 25 Jahren verbeamtet, finanziell schwebend und sorglos, Familie um sich, es läuft einfach alles. Kurzum gesegnet. Dinge ändern und überhaupt etwas ändern ist aber eventuell aus dem hohen Turm nicht so naheliegend.

    Du irrst. Ich bin Angestellter einer privaten Klinik und habe - wie passend - heute eine Zusatzvereinbarung betreffs eventuell anstehender Kurzarbeit unterschrieben. Soviel zu "schwebend", "sorglos" und "gesegnet"...


    Dennoch bleibt das, was ich bei wossen als Unsinn bezeichnet habe, genau das.

    Auseinanderbrüllen sich auf der Straße vor der Schule knuddelnder Schüler*innengruppen

    Würde ich konsequent Polizei und Ordnungsamt überlassen, das ist deren Aufgabe.

    Anrufe empörter Eltern, die wollen, dass es sofort gestoppt/unbedingt weitergeführt/für ihr chronisch krankes Kind in einem Einzelraum durchgeführt wird/überhaupt ganz anders durchgeführt wird

    Rufumleitung ins KM, und Ruhe ist. :teufel:

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