Beiträge von fossi74

    Daher muss es einen echt großen Teil an Familien geben, die zusammen weit unter 2000 Eur Netto verdienen, damit man im Median dann bei 5000+ auf die 10% kommt.

    Ich glaube eher, der Anteil an Ingenieuren in der Automobilindustrie ist signifikant kleiner, als es Dir scheint :aufgepasst:... ach ja, und à propos Automobilindustrie/Traumjobs/Spitzengehälter: Lass uns da in zehn Jahren nochmal drüber reden, ok?

    In einem Beruf wie dem Lehrerberuf kann man eigentlich gar nicht die 42 Wochenstunden arbeiten. Man kann doch nicht vergleichen 42 Stunden in einem Büro zu arbeiten mit 42 Stunden Tätigkeit als Lehrer.

    Also bitte, das meinst Du doch nicht ernst?! Hast Du echt 56 Deputatsstunden, so dass Du auf 42 Zeitstunden Lehrtätigkeit kommst?

    Föderalismus in Kombination mit kommunaler Trägerschaft bei Schulen ist hingegen so tödlich ineffizient, dass bei allem Geld, das jetzt in die Hand genommen wird, da nur Murks bei herumkommen kann.

    Da kann man nicht laut genug zustimmen! Vor allem ist das in Stadt (wo es eher professionelle Politiker, aber kein Geld gibt) und Land (wo man es halt gern mal mit Laienpolitikern in Entscheidungspositionen zu tun hat) ähnlich schlimm ausgeprägt.

    Oder bei 46 Wochen (52 Wochen - 6 Wochen Urlaub) 76 Stunden pro Woche, also jeden Tag (Mo - So, Feiertage, Geburtstage etc.) knapp 11 Stunden. Jeden Tag.

    Oder 9,6 Stunden an allen 365 Tagen im Jahr. Wer so arbeitet, hat wohl ein echtes Problem mit der Work-Life-Balance. Oder eine unerträgliche Familie.

    Es bleiben mir also etwa 3000€ mehr im Jahr. Dazu kommt noch, dass ich weniger Fahrten habe wegen der Ferien.

    Und: *Mantra* *Mantra* *Mantra* Hinzu kommt die aus Steuergeldern finanzierte Pension, deren Niveau Du mit Rente + Zusatzrente nur dann erreichst, wenn Du frühzeitig massiv eigenes Geld (heißt: einen deutlich zweistelligen Prozentsatz Deines Nettoverdienstes) investierst. Wird beim Beamtennetto gern vergessen.


    Disclaimer 1: Ja, ich weiß, dass kurz nach dem Krieg mal ein paar Prozent am Beamtenbrutto gekürzt wurden, um Pensionsrücklagen zu bilden. Kratzt keinen heute noch lebenden Beamten mehr.

    Disclaimer 2: Ja, ich weiß, dass die Pensionen praktisch ständig von massiven Kürzungen bedroht sind, weil der Staat sparen muss. Nu ja, das muss er seit Kaisers Zeiten (und ich rede da eher von Karl als von Wilhelm!). Passiert ist eigentlich nie was. Die dramatischste Kürzung war die von 75% auf 71,75%.


    Anekdötle: Hierzugegend ist kürzlich ein pensionierter Polizist verurteilt worden, weil er - noch im Dienst - mit seiner dienstlichen Tankkarte privat getankt hat. Ihm wurde tatsächlich die Pension aberkannt, was für ihn jetzt bedeutet, dass er in der RV nachversichert wird.

    Jetzt hat er wenige Beitragsjahre, weil regulär mit 60 pensioniert worden und nur die gesetzliche Rente, die sich zusätzlich noch aus dem geringeren Beamtenbrutto berechnet. Sehr überschlägig gerechnet fällt er jetzt von ca. 2800 EUR Pension auf ca. 1300 EUR Rente. Und das wegen ein paar Liter Sprit... blöd gelaufen.

    Außerdem kommt es auch noch darauf an, welches Lehrergehalt man bezieht. In meinem Fall A12 ohne Aussicht auf Verbesserung, da sieht es natürlich auch wieder anders aus, als bei den meisten hier.

    Da "das hier" mal als Grundschullehrerforum gestartet ist, glaube ich das nicht unbedingt.

    Was ist denn überhaupt reich? Mein Mann und ich können uns mit unseren Gehältern alles leisten, was wir wollen. Zwei Hunde, zwei teure Hobbies, zwei Autos, eine schöne Wohnung, müssen nicht drüber nachdenken ob wir jetzt diese oder jene Ausgabe tätigen können... Ist das jetzt reich?!

    Nein, das ist natürlich Mittelstand... ungefähr so wie ein Friedrich Merz mit >1000 k€ jährlichem Einkommen sich auch als Mittelstand empfindet. Aber Du hast schon recht: Mit "reich" würde ich auch eher den Privatjet und die Drittfinca auf Mallorca assoziieren. Außerdem (zwingend): Nicht für Geld arbeiten müssen.

    Aber die Berliner Lehrer sind doch nicht zufrieden. Sie wollen auch noch verbeamtet werden. Dann aber sicherlich nicht mit weniger Brutto, oder?)

    Ach Sofawolf-Kippelfritze-Pinguin, der fundamentale Unterschied zwischen Angestelltengehalt und Beamtenbesoldung wird sich Dir wohl nicht mehr erschließen. Mit diesem ganzen A und E und Brutto und Netto und GKV und PKV und Beihilfe hattest Du ja schon immer Deine Schwierigkeiten.

    Business Notebooks sind in der Regel robuster als Consumer Notebooks. Allerdings zahlt man dafür auch kräftig.

    Gebraucht ("refurbished") kaufen - Du bekommst für maximal 350-400 Euro ein Spitzengerät, das Dir noch Jahre treue Dienste leisten wird, das auch mal runterfallen darf und das Du Dir (zumindest nach drei, vier Jahren) auch mal klauen lassen kannst, ohne gleich ruiniert zu sein.

    Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Die technische Ausstattung ist nicht so wichtig wie viele angehende Studenten zumeist denken. Wenn die Grundausstattung, Officeprogramme und Internetzugang, vorhanden sind, reicht das locker aus.

    Die oben beschriebenen Geräte sind meist exzellent ausgestattet, oft sogar mit 4G-Modem. Das kannst Du in der Consumerklasse lange suchen.

    Viel eher solltest du dir Gedanken um die Fächerkombi machen: Mit Gymnasiallehrern, insbesondere Deutsch + Gesellschaftswissenschaft, kann man Straßen pflastern. Überlege dir das lieber noch einmal bevor du später nach Duisburg versetzt wirst oder eine Sondermaßnahme wie aus anderen Bundesländern bekannt machen darfst!

    Das ist in der Tat der allerbeste Rat!

    dass ja der Fahrstuhl jetzt repariert sei (ok), und man Dinge, die schwer oder unhandlich sind, wie z.B. Stellwände, darin transportieren könne (danke für die Info)...

    Das hast Du damals falsch verstanden. Gemeint war: Der Fahrstuhl ist jetzt repariert, aber nur so, wie die Stadt es für nötig hielt. Du kannst Dinge darin transportieren, aber Menschen (zumindest die mit Angehörigen oder Mangelfächern) sollten die Treppe nehmen.

    Wenn Du eine gute Idee für ein Buch hast, überlegst Du, welche Verlage von ihrem Programm her dafür passend wären (also z. B. nicht gerade ein Kinderbuchverlag für einen Aktienratgeber) und schreibst oder rufst die an. Herauszufinden, wer Dein Ansprechpartner sein könnte, hilft auch.

    Mehr ist eigentlich nicht dabei. Der schwierigste Teil ist das mit der Idee.

    Es gibt darauf basierend einen Polizeibericht, in dem meine eigenen Aussagen bei Begegnung mit der Polizei unsäglich verdreht wurden.

    Hilft Dir jetzt wohl nichts mehr, aber vielleicht zur Warnung für andere: Es gibt eine, genau eine einzige richtige Reaktion auf den Gesprächswunsch der Polizei, wenn sie mit einem reden will und man als "Beschuldigter" geführt wird: Den Termin der Vorladung telefonisch absagen, Anwalt hinzuziehen und dessen Anweisungen befolgen. Mehr gibts dazu nicht zu sagen.

    Manche beneidenswerten (?) Zeitgenossen kommen mit ihrer selbstbewussten Unverschämtheit recht weit. Ich erinnere mich an einen Ref-Kollegen, der mit dieser Masche problemlos ein ganzes Lehrerzimmer am Nasenring durch die Manege führen konnte. War schon irgendwie faszinierend mitzuerleben, wie zwanzig meist gestandene Kollegen den prahlerischen Ausführungen des jungen Mannes gebannt lauschten. Allerdings war er nicht einfach ein Referendar, sondern vor allem der "Sohn von", in dem Fall der Sohn eines Platzhirsch-Ex-Kollegen, dessen Wirken an der Schule (etliche Jahre vorher schon beendet) sich bereits in zahlreichen Legenden verklärt hatte. Es handelte sich übrigens um ein Landgymnasium fast ohne Fluktuation im Kollegium, das mag dazu beigetragen haben.

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