Beiträge von fossi74

    insofern wird die übergroße Mehrheit der Kinder von Akademikern (gleich ob Lehrer oder nicht) an Gymnasium und/oder Gesamtschule (gewesen) sein oder diesen Weg künftig noch absolvieren.

    Ja. Isso. Soll ich deshalb jetzt als Lehrer meine Kinder auf die Hauptschule schicken? Ein bisschen klingt das so bei Dir.

    Oh, endlich mal ein Spiel, das ich mitmachen kann. Der Renner bei unserem Straßenweihnachtsmarkt ist nämlich jedes Mal "unser" (das Rezept stammt von Veronique Witzigmann) weißer Birnenglühwein:


    800 ml Weißwein
    300 ml ungesüsster Birnensaft (Bioladen)
    2 cl Birnenschnaps
    4 Gewürznelken
    2 Zimtstangen
    1 Vanilleschote - aufgeschnitten
    Saft und Schale von 1/2 Zitrone


    Alles zusammen in einen Topf geben und zugedeckt etwa 1 Stunde ziehen lassen. Dann den Topf auf den Herd stellen und den Wein-Sud bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen. Anschließend die Gewürze entfernen und servieren.


    Man beachte, dass kein Zucker zugesetzt wird. Mit ein bisschen Augenzusammenkneifen ist das also sogar etwas für kohlenhydratfrei-Esser. Auch sollte der Wein nicht zu süß sein; die natürliche Süße des Birnensafts reicht vollkommen.


    DUum weiß das ultimative Plätzhenrezept dazu.


    Anekdotisches am Rande: Der auf Weihnachtsmärkten ausgeschenkte Glüh"wein" kostet - so sagt man - im Einkauf 10 Cent. Pro Liter, wohlgemerkt.

    Falls Du örtlich sehr flexibel bist: Kündige und bewirbt Dich in Bayern oder Baden-Württemberg. In beiden Ländern hast Du als Hauptschullehrerin momentan beste Chancen. Die bayerischen Haupt- bzw. jetzt "Mittelschulen" sind besser als ihr Ruf.

    Seine Lehrmethoden in Latein waren aus heutiger Perspektive mehr als antiquiert, aber diese ständigen Drills haben dafür gesorgt, dass ich das meiste, was ich bei ihm gelernt hatte an Grammatik, Merksätzen etc. auch über 30 Jahre später noch "runterspulen" kann (die bewundernden Blicke meines Ältesten gehen dabei runter wie Öl...) Für bestimmte Grammatikregeln habe ich diese Methodik tatsächlich in meinen Unterricht übernommen - und es funktionierte.

    Oh ja - ich hatte Latein von 5 bis 11, zum großen Teil bei genau dieser Sorte Pauker. Ich habe Latein nicht besonders gut abgeschlossen (ich meine sogar mit einer 4), aber ich kann es bis heute so gut, dass ich es an der Klinikschule problemlos bis auf GK-Niveau unterrichten kann. Bei Ovid verlässt es mich dann so langsam. Bei der Metrik steige ich aber schon früh aus, das konnte ich weder als Schüler noch im Germanistik-Studium.

    Ich bin etwas älter als der Durchschnitt hier und in der Grundschule waren meistens noch männliche Lehrpersonen, die herumschrien und ohrfeigten.

    Komisch. Bei mir war das genau umgekehrt. Da war das Gymnasium für manche ein echter Kulturschock - herumschreiende, schlüsselbundwerfende Greise, die einen nur mit dem Nachnamen anredeten, im ersten Jahr sogar noch echte Schulbänke wie früher (die Löcher für die Tintenfässer waren immerhin schon verschlossen, aber bestimmt nur, damit da keiner einen Spickzettel drin versteckt und den nur in Bayern bekannten, dafür umso schärfer zu bekämpfenden "Unterschleif" zu verhindern)... war schon ne geile Zeit.

    Zum Thema "Lernen lernen": Dazu machen wir im Unterricht Einheiten mit den Kindern und auch einen Elternabend. Die hier vorher getägtigte Aussage, dass viele Kinder am Gymnasium zum ersten mal wirklich lernen müssen, kann ich absolut unterschreiben. Das sind oft Kinder, die mit Einsen und Zweien von der Grundschule kommen, ohne, dass dafür besondere Anstregung erforderlich gewesen wäre. So geht es am Gymnasium eben nicht weiter, weil das Pensum ein anderes ist. Es passiert auch regelmäßig, dass SuS in Tränen ausbrechen, weil sie am Gymnasium dann zum ersten Mal in ihrem Leben eine drei geschrieben haben.

    Da kannst Du "Grundschule" und "Gymnasium" übrigens locker durch "Realschule" und "FOS" ersetzen. Dort gibts den gleichen Lerneffekt, dann halt für 16-jährige.

    Ich meinte die Relation der Handy-/Festnetznutzung. Für mich fühlt es sich auch nach über zwanzig Jahren und trotz Flatrate immer noch irgendwie falsch an, von zu Hause aus mit dem Handy irgendwo anzurufen.

    Im Telefonbuch zu stehen war übrigens keine bewusste Entscheidung, sondern Nachlässigkeit unsererseits. Jetzt ist es halt so.

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