Beiträge von fossi74

    Ist schon Jahre her und auch eher anekdotisch, aber ich erinnere mich zu gut, wie mich mal eine asiatische Frau fragte, warum ich nur Lehramt studieren würde. Das "nur" fand ich in dem Moment sehr schade, von der Direktheit der Frage mal abgesehen.

    Asiaten haben - was Bildung angeht - einen Knall. Sorry, wenn ich das so direkt sage. Die Tigermoms mögen ein Klischee sein, erfunden sind sie nicht.

    Lange Rede, kurzer Sinn: ich glaube nicht, dass du dir als angestellter BBS-Lehrer Sorgen machen musst, dass du irgendwann von Arbeitslosigkeit betroffen sein wirst!

    Zumal die Länder hier zunächst bei den Beamten ansetzen würden - so seltsam das auch scheint. Bei Beamten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Arbeitskräfte umzuverteilen, von der landesweiten Versetzung über die Verwendung in anderen Bereichen bis hin zur mehr oder weniger sanft nahegebrachten Frühpensionierung (ja, es gibt Länder, da reicht ein Dreivierteljahr Krankheit mit entsprechender Prognose, und der Kollege ist erstmal raus).

    Bei einem Angestellten hingegen greift, wenn "betriebsbedingte Kündigungen" geplant sind, der Grundsatz der Sozialauswahl, und zwar immer über die ganze "Firma" hinweg. Heißt: Wenn Stellen abgebaut werden sollen, müssten die sozialen Verhältnisse aller angestellten Lehrer nach den üblichen Merkmalen (Alter, Betriebszugehörigkeit, Unterhaltspflichten, Schwerbehinderung) landesweit verglichen werden. Das ist unmöglich.

    Um auch eventuell anwesende Beamte nicht allzu sehr zu beunruhigen: Es dürfte in der Bundesrepublik noch nie vorgekommen sein, dass der öffentliche Dienst Arbeitskräfte betriebsbedingt entlassen hat. Wäre interessant zu recherchieren, ob solches während der Weltwirtschaftskrise in der Weimarer Republik vorgekommen ist, aber ich glaube, selbst dazumal war das nicht üblich.


    Was Deine Krankengeschichte angeht: Lass Dich bei einer guten Gewerkschaft beraten. Da geht möglicherweise mehr als Du denkst.

    Ja, Fazit: mein Kollege und ich gehen da morgen früh hin, wissen nicht, wieviele und welche Art von Schülern uns erwartet, was die von uns brauchen, wir haben kein Konzept bekommen, es gibt keinen Plan und keinen Ansprechpartner,

    Und was ist da jetzt anders als sonst? Jetzt stell Dich mal nicht so an! :pfeifen:

    Und mit 40 ist man alt?! Meine Schüler versuchen mir schon seit Wochen zu erklären, dass das nicht so ist. Ich hab nur noch ein paar Wochen um mich mental drauf einzurichten. ^^

    Das kommt sehr darauf an - mein Vater ist mit 82 deutlich fitter (sowohl ober- als auch unterhalb des Halses) als meine "Lieblingskollegin" mit 67. Meine Frau ist 44, sieht für mich aber immer noch aus wie mit 26, als ich sie kennengelernt habe. Und Philipp Amthor sieht aus wie 18, ist aber in Wirklichkeit ein Greis, gefangen im Körper eines Kindes.

    Ich hab bei dem Metzger heute für 4 Weißwürste 3,78 bezahlt. Das ist genau doppelt so teuer wie beim Aldi (1,89). Dafür, dass die Schweine vor Ort aufgezogen und geschlachtet wurden und die Würste mindestens doppelt so lecker sind wie die bei Aldi, müsste das zumindest eigentlich für jeden Durchschnittsverdiener drin sein.

    Aber nur wenn man generös darüber hinwegsehen kann, dass Weißwurst aus Kalb bestehen sollte...

    Schließlich geht es in erster linie ja auch darum, möglichst gesund zu sein

    Nun ja, ob ein Amtsarzt darüber wirklich befinden kann *hüstel*... sind ja für gewöhnlich nicht die Besten ihrer Zunft.


    Ich würde übrigens abweichend von meinen Vorrednern nichts sagen. Bislang bist nur Du selbst es, der hier einen Verdacht hat. Dein Hausarzt hat nur mal gemessen, aber nichts gefunden, und der Termin beim Internisten ist erstmal nur ein Termin. Solltest Du also nicht explizit nach bevorstehenden Arztterminen gefragt werden, würde ich schön die Klappe halten.

    Ich? Kann sowohl auf das eine als auch auf das andere gut verzichten und bin außerdem der Meinung, dass entweder mit dem Brötchen oder mit dem Fisch etwas nicht stimmt, wenn Du am Fischbrötchen "knabbern" musst. :aufgepasst:


    Ansonsten: Keine Sommerferien, deshalb auch keine Pläne. In den zwei Wochen Sommerurlaub, die ich mir nehme, fahren wir in die Uckermark, unter anderem zu einer Hochzeit.


    Du?

    Hallo Federball,


    ich denke, Du solltest hier nicht (vorschnell) die Flinte ins Korn werfen. Hier sind es zwei Ebenen, die Du bedenken musst:

    Zum einen ist Verbeamtung in erster Linie eine juristische Angelegenheit, keine zwischenmenschliche. Wenn Dein Vorgesetzter Dich "wegprüfen" will, muss er - spätestens dann, wenn Dir die Verbeamtung versagt wird - Farbe bekennen und wasserdichte Begründungen liefern.


    Und hier kommt die zweite Ebene ins Spiel - hier ist Ehrlichkeit (Dir selbst gegenüber) gefragt: Bei der Lebenszeitverbeamtung geht es nicht darum, ob Du tolle Showstunden halten kannst. Die Kriterien sind hier andere als im Ref. Wichtig sind eher Punkte wie korrekte Ausübung der Dienstgeschäfte (Einhaltung von Terminen und Formalien, korrekte Notengebung), lehrplankonformes Unterrichten etc.

    Hast Du hier Defizite? Diese müssten außerdem recht massiv sein, damit sie die Verbeamtung gefährden. Nach acht Jahren als Lehrer sollte man eigentlich halbwegs wissen, wie der Hase läuft. Wie gesagt - sei ehrlich zu Dir selbst! Die Feststellung der Nichtbewährung ist ein scharfes Schwert, das ziemlich selten angewendet wird (und schon gar nicht leichtfertig aus irgendwelchen Animositäten heraus).


    Solltest Du das hier

    Und jetzt sitze ich da und habe das Gefühl, dass ich mich eigentlich an niemanden wenden kann, ohne selbst am Ende die Leidtragende zu sein. Ich habe schon überlegt mich an die GEW zu wenden, wodurch das Verhältnis zwischen mir und meinem Vorgesetzten aber sicher nicht besser werden würde.

    allerdings ernst meinen, wärst Du eigentlich der ideale Untergebene. Meinst Du wirklich, das Verhältnis zu Deinem SL wird besser, wenn Du Dich nicht wehrst??

    Oh, so vieles... Wenn ich mir das so überlege, fällt mir eigentlich nicht vieles ein, das besser gewesen wäre. Liebesleben? Check. Einkommen? Haha! Check. Ladenöffnungszeiten? Hm, die waren glaube ich in Bayern damals schon so wie heute. Trotzdem, gegenüber "Samstag bis 12.30 Uhr, draußen nur Kännchen"? Check. Kaffeequalität? Check. Und da gäbe es noch einiges.

    Ah, ok, eines fällt mir ein: Den damaligen Kanzler fand ich vor 20 Jahren noch besser als die jetzige Kanzlerin. Hat sich mittlerweile auch gründlich geändert.


    Edit: Ich weiß noch was. Lautstarkes Telefonieren auf der Straße war vor 20 Jahren noch herrlich verpönt.

    Das kann x Gründe haben. Z. B. den, dass die artgerecht gehaltenen Freilandhühner derzeit nicht legen, der Bauer den Automaten aber nicht leerstehen lassen kann, weil die Kunden dann denken würden, es gibt nix mehr und nicht mehr kommen würden.

    Geht nicht immer von Euch als gebildeten, kritischen und preisbewussten (im Sinne von "sich bewusst sein, dass Qualität ihren Preis hat") Verbrauchern aus. Der Kunde an sich ist ein sensibles, unberechenbare Wesen, das man nicht verwirren darf.


    PS. Ruf doch dort mal an und frag nach.

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