Beiträge von fossi74

    Zitat

    Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
    § 193 Sonn- und Feiertag; Sonnabend

    Ist an einem bestimmten Tage oder innerhalb einer Frist eine Willenserklärung abzugeben oder eine Leistung zu bewirken und fällt der bestimmte Tag oder der letzte Tag der Frist auf einen Sonntag, einen am Erklärungs- oder Leistungsort staatlich anerkannten allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so tritt an die Stelle eines solchen Tages der nächste Werktag.

    Die gilt aber nur in NRW.


    OnT: Ich habe kürzlich meiner Chefärztin mein Leid geklagt, dass es unheimlich schwierig ist, mit den jungen Therapeutinnen irgendwas abzustimmen, weil sie samt und sonders in TZ sind (ohne Sachgrund) und immer nur an bestimmten Tagen im Haus — „jeder zweite Dienstag im Monat, aber nur in Monaten mit ‚r‘“ oder so.

    Ihre Antwort: „Ja, das ist mittlerweile so. Und wenn mir (als Arbeitgeber) das nicht passt, gehen die woandershin.“

    Und immer dran denken: Was die erste Instanz urteilt, hat in Fällen wie diesem, wo es doch um eine gewisse Tragweite geht, eher nicht so große Bedeutung.

    Bist du dir sicher, dass "man" so handelt? Ich glaube nicht, dass jede Lehrkraft solch eine leichte Verletzung als Dienstunfall melden würde.

    Ja, weil Lehrer in rechtlichen Dingen gerne mal zurückstecken. Wenn die harmlose Schürfwunde dann zu einer Blutvergiftung mit schweren Folgeschäden geführt hat, schaut ihro Unbedarftheit gewaltig in die Röhre.

    Man muss übrigens die leichte Schürfwunde nicht bonfortionös als Dienstunfall melden. Ein Eintrag ins Verbandbuch reicht (pst, Hand aufs Herz: Wer weiß, was das ist und wo man es findet?).

    Der Vergleich wäre, dass der Veranstalter bei Sport-Art XY empfiehlt einen Helm zu tragen, da sonst schwere Kopfverletzungen drohen. Nun sagt der 18jährige Teilnehmer, dass er das nicht macht, weil Kopfverletzungen sowieso nur eine Erfindung der Medien sind und wenn sich jemand am Kopf verletzt das nur ein kleiner Kratzer ist. Der TN egal ob Lehrer oder Schüler entscheidet sich also bewusst dafür die Empfehlung des Veranstalters zu ignorieren. Nun stürzt er und erleidet eine schwerwiegende Kopfverletzung. Er verlangt nun vom Veranstalter Schadensersatz. Der Veranstalter weist nun aber darauf hin, dass er empfohlen hat einen Helm zu tragen, wodurch die Verletzungen verhindert worden wären. Der Verletzte sagt, dass es aber keine Pflicht sondern nur eine Empfehlung war

    Und damit haftet der Veranstalter weiterhin, denn eine Empfehlung ist keine Verpflichtung. Das gleiche Problem stellt sich regelmäßig, wenn Radfahrer ohne Helm unterwegs sind und durch Fremdverschulden verletzt werden. Da es eben keine Helmpflicht gibt, scheitern Versicherungen immer wieder, wenn sie dem verletzten Radfahrer daraus eine Mitschuld anlasten wollen.

    Ich überlege, wie ich besonders "konstruktiv" mit der Liste umgehen kann, wenn ich morgen bei meiner Schwester bin...:/

    Kommt auf das Verhältnis zu deiner Schwester an. Von "ach, nimm das alles nicht so ernst" bis "ach, mach dir keine Gedanken, da gibt's ja noch die Förderschule" ist doch eine gewisse Spannbreite. :teufel:

Werbung