Irgendwas sagt mir aber, dass viele aus meinem Jahrgang bis heute felsenfest behaupten würden "solche Probleme" habe es früher noch nicht gegeben als wir noch Schüler:innen gewesen wären.
Ja, wahrscheinlich. Vielleicht bin ich einfach im falschen Umfeld aufgewachsen, um da allzu schlimme Auswüchse mitzuerleben. In der bayerischen Kleinstadt habe ich jedenfalls weder drückende Armut erlebt (geistige aber schon!) noch Selbstmorde von Mitschülern oder Lehrern.
Ich wollte dennoch mit meiner Aussage zur Scheidungsrate nicht die Vergangenheit glorifizieren. Viele Paare sind nach der Scheidung besser dran als vorher; manchmal gilt das auch für die Kinder. Es fällt nur auf, wie sehr das zugenommen zu haben scheint.
Was es bei uns natürlich gab:
- ignorante Deppen-Sportlehrer (gibt es die eigentlich noch? Mir scheint, die ganz Schlimmen sind ausgestorben)
- eine nach der 6. Klasse plötzlich recht homogene Schülerschaft (nachdem die Schmuddelkinder aussortiert worden waren)
- schlüsselbundwerfende, ohrenziehende, backpfeifenverteilende oder schlicht herumbrüllende Lehrer mit schlimmem Mundgeruch (tatsächlich verbinde ich viele Erinnerungen an meine Lehrer damals mit den Miasmen, die ihnen beim Sprechen entströmten).
Als Alleinstellungsmerkmal biete ich noch einen Schulleiter, der zwischendurch mal mit Haftbefehl gesucht wurde.