Beiträge von fossi74

    , aber wie viele Kinder wachsen heute noch so behütet auf wie wir früher?

    Wir? Behütet? Har, har, kann ich da nur mit dem kehligen Lachen eines vom Leben und von Formaldehyddämpfen gegerbten Ü40ers widersprechen. Du Küken hast noch nie das hier gelesen, oder?


    [Disclaimer: Obiges ist fast vollständig ironisch zu verstehen. Insbesondere distanziere ich mich von dem verlinkten Text, den ich für eines der dümmlichsten, selbstgefälligsten Machwerke halte, die im Internet jemals zu lesen waren.]

    Dass Eltern ihren Kindern vorschreiben, was sie idealerweise machen sollen ist doch nicht neu. Im Gegenteil, wer wurde denn früher nach seiner Meinung gefragt? Der Sohn übernimmt den Betrieb, die Tochter wartet auf den Ernährer (also vielleicht nicht mehr in den 70er oder 80er Jahren, aber offenbar soll's hier reißerisch zugehen ).

    Eben. Du sagst es doch selbst: Früher gab es eben nicht die Möglichkeiten wie heute. Da haben die Eltern gesagt, und die Kinder sind gesprungen. Vielleicht unter Protest, aber sie haben es gemacht und mussten sich nicht den Kopf darüber zerbrechen, was sie alles in Shanghai verpassen, während sie ihr Auslandspraktikum in Los Angeles absolvieren.

    Und was das hier betrifft:

    Außerdem, selbst wenn deine Globaleinschätzung 1:1 zuträfe, zöge das nicht automatisch eine psychische Erkrankung nach sich. Hat sich denn in euren Bekannten- und Verwandtenkreisen die schwarze Sicht so gezeigt? Sind Cousinen und Cousins zufrieden im Leben, Nichten und Neffen jedoch magersüchtig?

    , so hilft hier genaues Lesen:

    Ich denke, das komplett Widersprüchliche Anforderungen eine Rolle spielen:

    - relevante Passagen markiert.

    ... heute erheblich weniger als noch vor 30 - 40 Jahren (also unsere Mütter), denn laut Statistik ist der Alkohol- und Tabakkonsum in diesem Zeitraum insgesamt ganz kräftig zurückgegangen.

    OT: Wenn ich mich so im Bekannten- und Freundeskreis umschaue (z.B. auch beim kürzlichen Treffen meines Abijahrgangs, ca. 50 Anwesende), scheint mir speziell das Rauchen mittlerweile eine fast reines Unterschichtenvergnügen zu sein. Ich kenne jedenfalls persönlich keinen Raucher mehr - was ich auch gesundheitlichen Gründen begrüße, aus kulturellen Gründen aber fast bedaure.

    Ich beobachte das Gleiche. Immer mehr SuS haben psychische Probleme... Aber ehrlich, wen wundert das?

    Die Mütter rauchen und saufen in der Schwangerschaft, geben die Babys mit 1 in die Krippe, dauernd wechselnde Partnerschaften, mehrere Kinder von unterschiedlichen Vätern, allgemein komische Familienverhältnisse, die Kids werden mit spätestens drei vors Tablet oder die Glotze gesetzt damit Ruhe ist, sind natürlich jetzt alles Klischees und Allgemeinplätze, aber wie viele Kinder wachsen heute noch so behütet auf wie wir früher?

    Genau [TM]. Bei uns gabs keine psychischen Probleme. Bei uns gabs was auf den Arsch und gut war!

    - Meine Kinder waren übrigens mit anderthalb bzw. mit acht Monaten in der Krippe, weil meine Frau "karriere"technisch und ich finanziell nicht in der Lage waren, jahrelang Elternzeit zu nehmen. Beide Mädels sind altersentsprechend selbstständig, sozial bestens integriert und hoch empathisch. Und zwar nicht trotz, sondern wegen der Kinderkrippe.
    Aber Du hast ja glücklicherweise geschrieben, dass das alles Klischees sind .

    Wow... Schade dass das bei euch offenbar echt nicht gut läuft mit dem Austausch zwischen Ärzten und Schule. Wir haben zumindest bei uns an der Schule da immer recht engen Kontakt und planen auch gemeinsam Wiedereingliederungsmassnahmen.

    Das hängt tatsächlich stark von der ärztlichen Leitung der jeweiligen Klinik ab. Wir hatten früher ähnliche Verhältnisse wie bei Krabappel, sind aber mittlerweile ganz klar auf Augenhöhe mit dem therapeutischen Team und werden entsprechend gehört.
    @Krabappel:
    Natürlich bekommt Ihr meist nicht mehr zu hören als "wir haben Seite 11 bearbeitet ". Was denkst Du, was hier los wäre, würde ich den Heimatschulen viel mehr erzählen... Wir sagen den Eltern aber immer klipp und klar, dass sie mit den Lehrern des Kindes Klartext reden sollen. Leider gibt es aber immer noch jede Menge Kollegen, denen man wirklich besser weismacht, das Kind sei auf "Kur".

    Edit: anderthalb Jahre war unsere Große bei Krippeneintritt alt, nicht etwa anderthalb Monate.

    Jetzt kann man sich fragen, wieso die Wähler das nicht abstrafen...

    Weil sie es nicht kapieren bzw. das Problem nicht sehen.

    Was man zumindest sagen kann, ist das an den Universitäten entsprechend nach Bedarf ausgebildet werden sollte, und da kann ich nur zustimmen

    OT (und gar nicht böse gemeint): Das ist ein schönes Beispiel für einen Satz, den man dank des falsch geschriebenen "dass" zwei Mal lesen muss.

    Flammkuchen (Böden haben wir immer im Gefrierschrank) oder Kässpätzle. Oder Grünkernküchle. Oder eine Gemüsesuppe (mit TK-Gemüse, Wenn's sein muss. Muss aber meist nicht). Oder Spaghetti Bolognese (selbst eingekocht Bolo ist immer da). Oder... ach, man kann so vieles schnell kochen, wenn man ein bisschen vorbereitet ist!

    Neue Anregungen sind natürlich immer willkommen, deshalb gebe ich die Frage weiter.

    Ich habe ja schon als Miesepeter dagestanden, als ich am Ende des Referendariats vorsichtig darauf hinwies, dass es schwierig ist, dem Fachleiter bzw. der Fachleiterin ein großes Geschenk zu machen.

    Nach der Prüfung: Warum nicht? - ernst gemeinte Frage!

    Dass der Einzelne jederzeit die Möglichkeit haben muss, sich da auszuklinken (ich sah im Gegensatz zu vielen Mitreferendaren keinerlei Veranlassung für irgendwelche Geschenke, außer vielleicht für nett verpackte Paketbomben), steht außer Frage.

    und ganz ernsthaft: wenn ich einen Handwerker finde, der gute Arbeit macht, keine Unpreise hat UND sich auch noch zurückmeldet (sprich: Kunden annimmt), dann gehe ich wahrscheinlich lieber zur Schulleitung, um eine Klasse abzugeben, als auf neue Fenster zu verzichten (für die Spassbefreiten: es war nicht ernst gemeint. Aber nach 6 Monaten Suche habe ich das Gefühl: es wird vermutlich nicht ein weiterer Winter mit undichten Fenstern, sondern auch ein weiterer Sommer...

    Einen kleinen Widerspruch entdecke ich da schon :P

    Aber im Ernst: Niemand kann vom Beamten verlangen, sich "auf Krampf" einen Handwerker zu suchen, mit dem er noch nie zu tun hatte. Einen wohnortfernen Handwerker zu beschäftigen, verbietet sich bei vielen Gewerken von selbst.

    ...dass es trotz der immer weiter grassierenden Dummheit immer noch vergleichsweise wenige Darwin-Award-Fälle gibt.

    Wenn man den Darwin-Award auch für "selbstverschuldete unangenehme, aber nicht tödliche Folgen" verleiht, gibt es da schon genug Kandidaten. Zum Beispiel den Typ, der dieser Tage nicht nur verbotenerweise die Rettungsgasse benutzt hat (teuer), sondern auch ohne Führerschein unterwegs war (richtig teuer). Oder die vielen, vielen Leute (steht ziemlich oft genau so in der Zeitung), die betrunken mit dem Auto zur Polizei fahren, um irgendwas anzuzeigen oder (kein Witz!) ihren hinterlegten Führerschein abzuholen. Ist es vielleicht ihr innerer moralischer Kompass, der solche Leute dann dazu bringt, sich bewusst der Aufmerksamkeit der Polizei auszusetzen? Es gibt ja sowas wie ein Strafbedürfnis.

    Kurios finde ich zur Zeit relativ wenig. Es sei denn, ich darf unter "kurios" auch Dinge verbuchen, die mir Brechreiz verursachen.

    Und du?

    Weißwein aus Franken:

    Kein anderer Wein will mir schmecken, und ich bin verdrießlich, wenn mir mein gewohnter Lieblingstrank abgeht.

    EIn schöner Silvaner, oder ein Bacchus, und ach - die Scheurebe! Mist, jetzt muss ich mir noch ein Fläschchen aus meinem 200-Flaschen-Weinkühlschrank von Liebherraus meiner privaten Vinothek aus dem Keller holen.


    Wenn Bier: Eher herb oder eher mild?

    edit: Jetzt war Miss Jones schneller. Ok, also Gebranntes: Früher sehr gern gute Obstschnäpse (also nicht undefinierbaren "Obstler" ausm Edeka), heute nichts mehr dergleichen. Sodbrennen ist die unausweichliche Folge...

    Was soll ich mit 'nem Blumenstrauß?

    Hinstellen, angucken, freuen? Essen wirst Du ihn wohl kaum mögen.

    Wenn ein Grundschullehrer kleine Kinder über Jahre hinweg eng begleitet und regelmäßige Elternkontakte hat, möchte ich als Mutter ihm am Ende dieser Zeit vielleicht gerne meinen Dank aussprechen. Das geht mit einer nett formulierten Karte, aber ich lege dennoch gerne eine Kleinigkeit bei und das geht sicher vielen Eltern so.

    Über eine Kleinigkeit von Eltern beschwert sich auch niemand. Heikel wird es doch erst, wenn eben die gewissen Grenzen überschritten sind. Ein sehr engagierter Klassenelternsprecher eines meiner Kinder (Arzt, nuff said) wollte mal pro Kind 30 Euro einsammeln. In der Klasse waren 22 Kinder. Fairerweise muss man sagen, dass davon Geschenke für drei Leute gekauft worden wären (Zwei Lehrerinnen und eine Mittagsbetreuerin).

    Ein Kellner ist aber in keiner hoheitlichen Position tätig

    Hat Dir schon mal ein echter Wiener Schani die Gnade erwiesen, Dich zu bedienen? Mich schon. Deshalb bin ich mir hinsichtlich der hoheitlichen Position nicht sicher.

    Ich vermute entweder:
    a) Der Kollege muss extrem blauäugig sein.
    b) Es ist so ein Besserwisser-Typ, der einfach mal Spaß daran hatte wieder die Grenzen auszuloten. Meiner Meinung nach ziemlich sinnfrei, da bisher - zumindest laut mir vorliegender Literatur - gleich geurteilt wurde.
    (z.B. amazon.de/Erste-Datenschutz-Gr…1569264902&s=books&sr=1-1 )
    c) Er hatte Ärger mit dem Chef und wollte es "ihm mal zeigen".

    Da er vermutlich studiert hat, halte ich a) und b) eher für unwahrscheinlich.

    Muhaha. Wie lange liest Du hier schon mit?

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