Beiträge von fossi74

    Verstehe ich es richtig, dass Dir aufgrund einer absolvierten Therapie nicht eine Planstelle, sondern das Referendariat (und damit der Abschluss Deiner Ausbildung) verwehrt wurde? Das darf eigentlich nicht sein, wie schon aus Art. 3 Absatz 3 GG folgt.

    Wende Dich an einen Anwalt, am besten auch gleichzeitig an die für Dich zuständige Behindertenvertretung (beim Land oder dem zuständigen Schulamt).

    Das Ref kann man in bestimmten Fällen auch als Angestellte absolvieren. Die Begründung Deiner Ablehnung würde mich interessieren. Immerhin geht es für Dich um massive finanzielle Einbußen, die jetzt schon aufgrund der dreijährigen Wartezeit mindestens ca. 50.000 € betragen.

    Absolut nicht. Eine Studienfahrt nach Lissabon bereichert das Leben der Schüler nachhaltig.

    Das war einmal... Welchen Schüler willst Du denn heute noch mit einem innereuropäischen Ziel hinterm Ofen hervorlocken? Eine mehrtägige Wanderung oder Radtour mit Camping und leichten Survival-Elementen - das würde die Kinder von heute nachhaltig beeindrucken!

    Ich bin der Meinung, solange noch ein einzelner Mensch in Deutschland zu wenig hat um sich zu ernähren und zB die Tafeln in Anspruch nehmen muss... in diesem ach so reichen Land... haben wir genug eigene Probleme, die wir erst mal lösen sollten, bevor wir uns um "die Welt" sorgen. Alles der Reihe nach.

    Schon wieder so eine Scheißhausparole... Schau mal, Missy: Ich zum Beispiel betrachte mich durchaus als Teil dieses Landes. Und ich habe zwar genug zu essen und auch sonst von allem genug, aber ich lebe in Unterfranken. Das liegt im rückständigen Bayern, wo ja Deiner Ansicht nach die Hunde mit den Schwänzen bellen, und gilt seit jeher als eine der wärmsten, trockensten Gegenden Deutschlands. Der Klimawandel - den wir hier schon gewaltig spüren! - wird diese Situation nicht verbessern. Momentan kannst Du Dir hier jedes noch so kleine Waldstück (Ok - das kennst Du wahrscheinlich nicht im Pott!) anschauen und stellst fest, dass ca. jeder zehnte bis fünfzehnte Baum verdorrt ist. Das ist eine direkte Folge des Sommers 2018 und eine indirekte der Sommer davor, die allesamt zu trocken waren (deutschlandweit, nicht nur in Unterfranken).

    Du hast also vollkommen recht: Wir sollten uns um unsere eigenen Probleme kümmern. Der Klimawandel ist eines der wichtigsten davon, auch wenn er leider nicht exklusiv uns betrifft.

    Oder anders: Warum sollte ich mir die Lebensweise anderer durch Verbote aufoktroyieren lassen?

    Weil Du nicht allein auf der Welt bist, sondern indirekt auch für das Wohl von ca. acht Milliarden anderen Menschen verantwortlich. Und weil Klimaschutz keine "Lebensweise" ist, sondern eine "Überlebensweise" (Das kannst Du jetzt sehr gerne mit einer Scheißhausparole wie "Klimahysterie" abtun, tu Dir keinen Zwang an). Du bist in allem, was Du hier so vom Stapel lässt, in meinen Augen der typische männliche, gutverdienende Single, der für nichts und niemanden auf der Welt Verantwortung übernehmen muss (und will) außer für sich selbst (und vielleicht nicht mal das). Nach Dir die Sintflut, bis dahin gilt: Hauptsache Spaß.
    Aber ich glaube langsam, das alles geht über Deinen künstlichen Horizont.

    Ob du Donald Trump wirklich ändern kannst, wage ich auch zu bezweifeln, aber es wäre ja ein Anfang, dafür zu sorgen, dass er mit seinen Ideen eben vor ne Wand rennt, bzw selbst die verblödeten Amis (ja ich weiß wie polemisch das klingt) mal merken, dass der eben nur dumm daherredet und Mexiko nie im Leben ne Mauer bezahlt, und sein "America first" inhaltlich nur ein "Trump first" ist, und sie sich durch so einen Eierkopf nur noch weiter ins Aus schießen.

    OT: Die Begriffe "Trump" und "schießen" passen IMHO äußerst gut zusammen. Ich hoffe ja immer noch auf den von der NRA so viel beschworenen "law-abiding citizen with a gun". Leider war der sowohl in El Paso als auch in Dayton anscheinend verhindert.

    Gottseidank herrscht in Deutschland Glaubensfreiheit. Ich glaube nämlich mittlerweile, dass einige Mitforisten trotz akademischer Ausbildung ganz schöne Tiefflieger sind, natürlich nur geistig gesehen...

    Außerdem meine ich - Achtung, jetzt droht mir der Scheiterhaufen - dass dieses Scheiß-Gereise für einen Großteil des desolaten Zustandes dieser Welt verantwortlich ist. "Bleibe im Land und nähre dich redlich" kann man heute ja vergessen. "Fähre in Hinterindien gesunken! Sensation: Keine Deutschen unter den Opfern!"

    Noch zwei Anmerkungen zum Thema Klimawandel: Der Mensch hat natürlich auch diesen unseligen steinzeitlichen Drang nach Wärme und Sonne. Würde der aktuelle Klimawandel die Aussicht auf eine Eiszeit mit sich bringen, die Menschheit wäre schon längst auf den Beinen, etwas dagegen zu tun.

    Außerdem bin ich der Überzeugung, dass sämtliche Anstrengungen, um den Klimawandel aufzuhalten, vergebens sind. Der Prozess hat sich längst verselbstständigt, und wir können entweder zusehen oder versuchen, ihn noch weiter zu beschleunigen, um hier auf der Erde den Sack zuzumachen und den Planeten schnellstmöglich von uns zu befreien. Das wäre dann die "Ende mit Schrecken"-Methode. Und in der Zwischenzeit hätten wir noch ein bisschen Spaß!

    Unsereins geht dann mal mit den Schülern wieder jährlich per Flugzeug durch Europa und seine tolle Bedeutung für den Einzelnen besuchen. Solange meine Schüler die Vorteile unseres Kontinents erkennen und nicht auf AfD-Sprech reinfallen habe ich meine Aufgabe erfüllt. Ökomoral überlasse ich anderen Kollegen.

    Wow. "Ölomoral" und "AfD-Sprech" in einem Atemzug zu kritisieren, ist... mir fehlen die Worte.

    Jetzt wo es ausgelagert ist, können wir nicht eine Sammlung von "klimafreundlichen" Reisezielen für Abschlussfahrten draus machen? Ich muss in zwei Jahren wieder planen, ich könnte Input gebrauchen.

    Ich war anno tobak mit meinem Bio-LK acht Tage am Plöckenpass (Kärnten, an der italienischen Grenze) und wir haben da - nach Anreise mit dem Zug - sehr günstig übernachtet (die Jungs im "Touristenheim" ohne, die Mädels im Grenzgasthof mit warmem Wasser). Wandern, ein bisschen Klettern (so, dass jede/r mitkonnte), abends italienisches Essen bis zum Abwinken zu Vorkriegspreisen. Wäre auch für einen Geschichtskurs interessant gewesen; die Gegend war im ersten Weltkrieg schwer umkämpft. Klimafreundlicher wird es kaum gehen, wenn Du nicht eine Radtour durch die ausgedehnten Schweizer Ebenen vorziehst.

    [Zitat Miss Jones] ja bayrische Landeier noch begeistern können, die ne deutsche Großstadt nur aus Erzählungen oder Bilderbüchern kennen...

    Eigentlich wollte ich Miss Jones' ach so unspießige, polyglotte und cool-urbane Auslassungen über provinzielle Bayern und dumpfbraune Ossis kommentieren... mein Handy wollte das offenbar nicht. Ist mein Handy am Ende klüger als ich? Nun ja, wundern würde es mich nicht. Bin ja aus Bayern.

    Natürlich. Von mir aus könnte es jetzt mal drei Wochen deutschlandweit durchregnen, damit sich das Wasserdefizit wenigstens mal ansatzweise ausgleicht.

    Gehen Dir auch diese dummdödeligen dauerfröhlichen Radiomoderatoren auf den Wecker, die auch nach fünf Wochen mit permanent 40° noch von "super Wetter" sülzen, bevor sie wieder einen Knaller-Achtziger ankündigen?

    Ich habe aber einen Kollegen, der genau das schriftlich hat. Der war schon fast 10 Jahre im Schuldienst und sollte dann, würde er nach Bayern umziehen, sein 2. Staatsexamen noch einmal neu machen.

    Da würde mich die Begründung aber schon interessieren. Wobei wir hier dann wohl wieder im Bereich der beruflichen Schulen sind und möglicherweise die Fächer ein Problem darstellen. Das ist aber dann ein Spezialfall.

    @Karl-Dieter:
    "Normalerweise" geht aber gerade im berufsbildenden Bereich nicht, wenn es die Fakulten so in dem anderen Bundesland gar nicht gibt.
    "Normalerweise" heißt auch, daß jemand, der von NRW nach Bayern will, zwar das 1., nicht aber das 2. Staatsexamen anerkannt bekommt.

    Normal ist da also gar nichts. Normal würde es erst, wenn Bildungspolitik eine Bundesaufgabe wäre und wir keine 16 Kultusministerien in den Ländern mehr hätten.

    Dem zweiten Absatz stimme ich zu, der ersten Satz des ersten auch, die Behauptung, Bayern würde NRW-Abschlüsse nicht anerkennen, ist Unsinn (den Du allerdings hier nicht zum ersten Mal behauptest):

    Außerhalb Bayerns abgelegte Lehramtsprüfungen und erworbene Lehramtsabschlüsse werden als gleichwertig der Ersten Lehramtsprüfung bzw. der Befähigung für das entsprechende Lehramt in Bayern anerkannt, wenn sie den von der KMK beschlossenen Vorgaben entsprechen.

    Ich habe diesen Weg für Ethik gewählt (das geht so allerdings nicht mehr, weil das Fach in Bayern endlich aufgewertet wurde und nur noch nach ablegung von Scheinen als Drittfach anerkannt wird). Jedenfalls besitze ich ein Zeugnis, das mir bescheinigt, die 1. Staatsprüfung im Fach Philosophie (vertieft studiert, höhö) mit Erfolg absolviert zu haben.

    Trotz grottiger Noten bin ich da übrigens stolz drauf, weil es tatsächlich das gleiche Examen war wie für die regulären Kandidaten und ich das neben einer vollen Stelle mit D/E durchgezogen habe.

    edit: Die Noten waren für den Erwerb der Fakultas egal.

    Einfach erschütternd, was man hier so lesen muss. Den betreffenden Fachseminarleitern gehört gehörig der Kopf gewaschen. Oft wird ja dem ehemaligen Osten der Republik unterschwelliger oder offener Rassismus vorgeworfen, dass dieser aber auch in vermeintlich betuchteren Bundesländern vorkommt und nachweisbar ist, ist ein Skandal. :daumenrunter:

    Der Zusammenhang zwischen Betuchtheit, Rassismus und dem Auftreten bescheuerter Fachleiter erschließt sich mir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht vollständig.

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