Beiträge von Kathie

    Ja aber darum geht's ja. Deine Frau hat dann immer einen Sek2-Lehrer gefunden, der auch noch A15Z (vielleicht mal A16?) Ambitionen hat. Somit hat sie also auch "nach oben" geheiratet.

    Was soll denn das mit "gefunden" immer? Als würden alle Frauen bei der Partnerwahl nur nach geldigen Männern geiern, damit sie am Ende daheim Hausfrauchen sein dürfen. Ich finde es ein sehr fragwürdiges Bild, was hier verbreitet wird, und kann das im Bekannten- und Kollegenkreis auch nicht bestätigen.

    Es gehen meist Frauen wegen der Kinder in Teilzeit, für mich lässt das aber keinen Schluss auf den Verdienst zu. Ich kenne einige Paare, bei denen die Frau mehr verdient, aber dennoch Teilzeit macht, eben weil sie es will. Ich kenne auch Paare, bei denen beide in Teilzeit sind. Ich kenne ganz ganz viele Paare, bei denen es ein gemeinsames Konto gibt und beide gleichwertig für das Familieneinkommen arbeiten. "Der Verdienst der Frau ist ihr Taschengeld" ist doch wirklich aus dem letzten Jahrhundert.

    Ich finde es extrem ungut, wie von einigen über Teilzeit-arbeitende Frauen hergezogen wird. Warum kann nicht jeder sein Leben so leben, wie er will? Warum könnt ihr euch nicht vorstellen, dass es Frauen gibt, die NICHT auf den Verdienst ihres potentiellen Ehemannes schauen und aus Liebe heiraten? Was für ein verkorkstes Bild von Ehe haben hier eigentlich manche? Das frage ich mich. Schade sowas, wirklich.

    Das hat mich irritiert (und zeigt, dass es wohl keine großen Qualitätsunterschiede geben wird, sonst kaufe ich doch für 20-40 Euro den 200 Euro-gebrauchten statt den 70 Euro neu?

    Es gibt Unterschiede in der Passform, Ergobag eignet sich auch für sehr kleine, schmale Kinder, es gibt andere Ranzen, die sitzen besser auf einen breiteren Rücken. Dass sie sich in der Qualität sehr unterschieden, glaube ich auch nicht, aber ich verstehe, dass man seinem Kind einen neuen Ranzen kaufen will zum Schulstart. Oft sucht das Kind im Laden ja auch mit aus, probiert verschiedene an und so.

    Natürlich ist es nicht überlebenswichtig, keine Frage, aber warum sich hier so sehr aufgeregt wird über einen 200€-Ranzen, den das Kind vier Jahre lang jeden Schultag in Benutzung hat, verstehe ich nicht. Ihr wisst schon, was ein ordentlicher Wanderrucksack kostet? Und wie oft im Jahr benutzt man den?

    Das stimmt zwar, die Preise sind aber nicht mehr im Verhältnis. Es gibt auch gute Reiserucksäcke für den selben Preis, die alles auch haben (außer Platz für die Klett-Zusätze und vielleicht nicht immer Reflektoren).
    Die Preise für Kindersachen schießen einfach in die Höhe, ohne dass es einen anderen Grund gibt, als: Eltern geben für Kinder alles aus, solange das Marketing stimmt.
    und der deutsche Schulranzen (in "Scout-Form") ist halt eine kulturelle Sache, daran erkennt man kleine deutsche Schulkinder auf einem Foto.

    Mittlerweile ist Ergobag das It-Piece, aber man sieht alle möglichen Marken und da gibt es auch günstigere darunter, die immer noch besser sind als Billig-Rucksäcke. Ich finde, es gibt viel Unnötiges, was sehr extrem vermarktet wird, aber ein guter Schulranzen gehört meiner Meinung nach nicht dazu. Die Ranzen, die Quittengelee verlinkt hat, kenne ich von meinen Erstklässlern, die sind echt total okay.

    Der Tragekomfort der Schulränzen für Erstklässler / Schulkinder ist enorm. Die haben alle einen Hüftgurt, verstellbare Schulterriemen, Regencover, Reflektoren außen für die Sicherheit etc pp.

    Keinen Tragekomfort haben diese Rucksäcke für 20€, weiter vorne von mir als lapperige Rucksäcke bezeichnet. Ordentliche Schulrucksäcke, wie man sie hier ab der Sek 1 sieht, haben wieder guten Tragekomfort.

    Als Erstklasslehrerin kann ich sagen, dass ein guter Schulranzen schon Sinn macht. Kinder, die einen lapperigen Rucksack haben, der ihnen schief am Rücken oder halb von der Schulter hängt und dauernd runter rutscht, kein Fach für Brotzeit und Trinkflasche hat und keine vernünftige Öffnung zum Einpacken der Hefte, tun sich schwerer.

    Ob es dazu unbedingt noch ein passender Turnbeutel, Federmäppchen, Schlampermäppchen und Geldbeutel sein muss, sei mal dahingestellt (ich denke, da kann man zum Beispiel sparen).

    Und ich finde, vier Jahre kann man ihn gut behalten. Zum Schulwechsel in der 5. Klasse freut sich jedes Kind über einen neuen Rucksack. Soweit meine Meinung.

    Ich habe dieses Jahr mehr Kinder mit massiven Aufmerksamkeitsproblemen und es nervt mich manchmal, muss ich ehrlich sagen. Ich mache m.E. nichts anders als sonst, aber 4 Leute kriegen prinzipiell nichts mit. Einfachste Anweisungen 3-7x wiederholt... "Was soll ich jetzt machen?"

    Normale Phase meinerseits, oder kann es wirklich sein, dass die Hälfte Ritalin braucht? :neenee:

    Ich merke es auch, habe es auf mein Alter geschoben: Ohren sind empfindlicher und ich bin schneller überreizt und ungeduldig.

    Bei uns war es so, dass Eltern sich bei Gesprächswunsch anmelden mussten, man musste also nicht vor Ort bleiben, wenn es keine Termine gab.

    Ich fand das System ziemlich gut, denn es wurde nicht erwartet, spätnachmittags oder frühmorgens vor dem Unterricht noch Elterngespräche zu führen. Die Termine waren klar und grundsätzlich erstmal verbindlich.

    Ich denke, das ist hier auch so. Ich kam noch nicht in die Situation, gehen zu wollen, weil ich meine Sprechstunde wie gesagt immer geschickt legen konnte. Aber hätte ich in der Vorwoche zwei oder mehr Gespräche geführt, auch außerhalb der ausgewiesenen Sprechstunde, und würde ich dann in der Folgewoche gehen wollen, wäre das bestimmt okay, denke ich (weiß das jemand die genaue Rechtslage, was die Anwesenheit betrifft?).

    Vorteil der ausgewiesenen Sprechstunde: man kann Eltern auch sagen, dass man die nächsten drei Wochen keine Zeit hat. Wen man das will. Termin voll ist eben Termin voll... Bei Eltern, die gefühlt alle paar Wochen wegen absoluten Nichtigkeiten kommen wollen, ist so etwas vielleicht ganz gut.

    Die kommt obendrauf... aber das finde ich nicht schlimm, weil man sie legen kann, wohin man will. Ich lege sie also entweder in eine Freistunde, wo ich sowieso anwesend bin, oder ans Unterrichtsende, wo ich sowieso noch in der Schule anwesend bin und kopiere oder ähnliches.

    (Vielmehr stört mich die Frühaufsicht und die Vorviertelstunde, in der man wirklich Kinder beaufsichtigen muss, teilweise durchaus intensiv, und somit pro Woche 1,25 Stunden mehr Arbeitszeit hat, wenn man zur ersten Stunde beginnt, im Vergleich zu den Lehrern, die erst zur zweiten oder dritten Stunde beginnen. Aber da weiß ich auch keine andere Lösung und man nimmt es eben so hin.)

    Ich habe, weil ich in Bayern unterrichte, eine ausgewiesene Sprechstunde in meinem Stundenplan. Die Eltern melden sich vorher an. Dass ich das möchte, sage ich ihnen beim ersten Elternabend. Wenn sie sich nicht anmelden, und ich zu dem Termin schon jemanden dahabe, kommen sie leider umsonst - aber bisher hat sich noch jeder angemeldet.

    Mal angenommen, Sie schreiben Dir per Email/Zettel eine Nachricht. Dann könntest du einfach zurück schreiben "Meine Sprechstunde liegt donnerstags von 12.30 - 13.30 Uhr. Möchten Sie einen Termin von 12.30 Uhr bis 13.00 oder lieber von 13.00 bis 13.30 und an welchem Datum soll ich Sie vermerken?"

    Gensuo mache ich das und so weiß ich immer, wer kommt, und kann mich auch darauf vorbereiten. Wenn es dringenden Bedarf gibt, biete ich auch schon mal mehrere Termine pro Woche an, die eben nicht "meine Sprechstundenzeit" sind. Und ich lasse auch mehrere Eltern pro Woche kommen, wenn nötig, dafür kommt dann in anderen Wochen keiner.

    Zwei Gespräche pro Familie im Jahr sind ein Richtwert, manche kommen deutlich drüber, andere bleiben drunter. Ach ja, und man muss auch auf sich selber schauen. In Wochen, wo nachmittags Konferenzen, Fortbildungen und womöglich noch ein Elternabend liegen, vergebe ich keine Termine. Dann wartet man eben eine Woche. Das ist nicht dramatisch.

    Erreichbar bin ich für Notfälle immer über unser Kommunikationsprogramm, über das Hausaufgabenheft oder auch zur allergrößten Not morgens vor 8 Uhr im Klassenzimmer.

    Es wird erst zum Problem des Dienstherren, wenn ich ihn informiert habe.

    Ich würde befürchten, dass es durchaus zum Problem der die Schwangerschaft verschweigenden Lehrkraft werden könnte, sollte etwas passieren und es stellt sich hinterher heraus, sie wusste, dass man schwanger keinen Schwimmunterricht geben darf und hat die Schwangerschaft nicht bekannt gegeben.

    In meinem Welt- oder Arbeitsweltbild erwarte ich, dass wenn eine Lehrkraft oder erst recht ein REFi der vulnerabel ist und die Zukunft der Bildung ist, die Schule wechselt, dass jemand vom Senat oder sonstiger Stelle Kontakt aufnimmt und fragt, wie es einem geht, aber nein ich wurde komplett alleine gelassen in meiner Ohnmacht und sage, dass ich solch einen Umgang nicht verdient habe.

    Ich habe das Gefühl, dass teilweise bei Reffis recht viel Anspruch herrscht, was Rücksichtnahme auf Befindlichkeiten angeht. Du hast jetzt deine Wunsch-Schule bekommen, das ist doch ein Grund zur Freude. Warum sollte dich jemand vom Senat anrufen und fragen, wie es dir geht? Verstehe ich nicht. Du hast, was du dir gewünscht hast. Wenn der Senat jede Lehrkraft mit erfolgreichem Umsetzungswunsch anrufen würde und fragen würde, wie es ihr geht, wäre zum neuen Schuljahr viel zu telefonieren. Welcher Senat eigentlich?

    Also, von daher, mach dir klar ob du mit Schülern arbeiten willst, ob du gerne unterrichtest, und ob du dem Ganzen gewachsen bist, oder ob du lieber etwas anderes machen würdest. Denn man wird dir, wie du jetzt gemerkt hast, eher keine Sonderrolle zugestehen, nur weil du ein Reffi bist. Und als Lehrer auch nicht. So ist das eben.

    Dein Kommentar über Seph kommt schnippisch rüber, ich hoffe, ich interpretiere das falsch.

    Ich hab kein Problem damit, ich fahre dann entweder im August oder fliege Anfang September tatsächlich ins Warme, aber was ich eigentlich meinte, war, dass "Es ist billiger" kein wirklicher Vorteil sein muss, wenn es gleichzeitig von der Reisezeit nicht mehr so gut passt.

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