Beiträge von Kathie

    Das Problem derzeit sehe ich darin, dass die Selbsttests sehr spät anschlagen, aber natürlich ist das immer noch besser als nichts. Ich habe absolut kein Problem damit, mich regelmäßig zu teste und tue das auch. Stört mich weniger als Masken. Und bevor jetzt wieder eine Diskussion entbrennt: Ich darf zugeben, dass mich Masken teilweise stören, und bin deshalb trotzdem kein Maskengegner.

    Zu diesem Puppenexperiment fällt mir eine Geschichte ein. Ich erzählte ja bereits, dass wir jahrelang in Asien gelebt haben und so habe ich meiner Tochter eine asiatisch aussehende Puppe gekauft. In Deutschland übrigens, denn in Asien (möchte das Land nicht nennen, um nicht zu sehr privat zu werden) gab es zu der Zeit tatsächlich nur kaukasisch aussehende Puppen zu kaufen. Als sie das erste Mal mit ihrer asiatisch aussehenden Puppe in den Kindergarten ging, sagte sofort eine (asiatische) Erzieherin zu ihr: "That's a creepy looking doll." Ich war perplex.

    Aber eigentlich klar, wenn alle Puppen weiß sind, kennt man nur das. Auch die meisten Barbies sind ja blond. Da müsste viel mehr Diversität rein, und das passiert mittlerweile ja auch, man kann nur hoffen, dass solche Experimente wie oben verlinkt, oder solche Puppen-Vorfälle wie von uns erlebt, irgendwann anders ablaufen.

    Gerade deshalb finde ich es übrigens sehr positiv, dass die neue Arielle dunkelhäutig ist.

    Wenn ich höre, wie begeistert meine türkischen Schulkinder oft von der Tatsache sind, dass der Nikolaus aus der heutigen Türkei kam, dann kann ich mir schon vorstellen, dass sie einen Lehrer aus ihrem Heimatland mehr als Vorbild nehmen würden als eine deutsche Lehrerin.

    Insofern, wenn die Sprache beherrscht wird und "der Rest passt", spricht absolut nichts dagegen! Eher dafür!

    Ein guter Mix macht es aus. Auch Grundchullehrer, männliche, sind für die Jungen der Klasse ein Vorbild. Ich würde mir ein Kollegium wünschen, das aus Frauen, Männern, Menschen ohne und Menschen mit Migrationshintergrund besteht, sodass jedes Kind ein Vorbild haben kann, das genau seinen Bedürfnissen entspricht.

    Einige männliche Grundschullehrer grenzen sich in ihrem Handeln von Grundschullehrerinnen ab, indem sie beispielsweise keine Handpuppen einsetzen, eine lockere Sprache benutzen („easy-peasy-lemon-squeezy“), im Sportunterricht mit Fußball spielen oder die Parallelkollegin den Tanz einüben lassen. Das könnte dann einen typischen männlichen Grundschullehrer kennzeichnen, dass er sich in seinem Handeln von seinen Kolleginnen abgrenzt.

    Gibt auch genug Grundschullehrerinnen, die keine Handpuppe einsetzen, eine lockere Sprache benutzen und Fußball spielen können. Klischees sind hier im Thread ja zuhauf vertreten, erschreckend.

    Lehrkräfte mit Migrationshintergrund sind immer eine Bereicherung. Der "Rest" muss natürlich auch stimmen.

    Den ersten Satz finde ich auch zu pauschal, aber der zweite Satz relativiert es dann ja wieder.

    "Lehrkräfte mit Migrationshintergrund können eine Bereicherung sein" oder "... sind oft eine Bereicherung" würde ich sofort unterschreiben.

    Meine Kinder hatten schon eine Deutschlehrerin mit türkischem Migrationshintergrund, das hat keinen in der Elternschaft groß interessiert, weil sie eben fließend Deutsch sprach. Und so sollte es ja auch sein.

    Das sind alles ganz witzige Spiele und einige davon kannte ich auch noch nicht, aber gerade zur Teambildung eignen sich doch Spiele mit Verlierern oder Ausscheiden eher weniger.

    Ich hätte noch diese Vorschläge, die den Gruppenzusammenhalt im besten Fall stärken (und ansonsten einfach nur Spaß machen):

    Tornado

    Eigentlich auch ein Kennenlernspiel. Man bildet einen Stuhlkreis, alle sitzen. Ein Kind steht in der Mitte und sagt zum Beispiel "Ich mag Pizza". Alle, die Pizza mögen, stehen auf und suchen sich einen neuen Platz. Bei "Tornado" wechseln alle Kinder ihren Platz.

    Schlange

    Das ist im Prinzip eine Polonaise, bei der die Kinder sich am Vordermann festhalten und nur der Erste die Augen offen hat (wer blinzeln will, darf natürlich). Der Erste führt die Polonaise an, Ziel ist es, dass die Schlange nicht abreißt.

    Dann so leise Stilleübungen wie zum Beispiel eine Glocke möglichst leise weitergeben oder gegenseitige Rückenmassage ("Pizza backen")

    Imho ist es doch so, dass wenn ein Testzentrum ein Test macht, bekommst Du gar keine Rechnung sondern die Teststelle rechnet direkt mit dem Bund ab. Wenn der Arzt im Rahmen einer Behandlung einen Test macht, gibt es eine Rechnung und die Beihilfe zahlt. Wahrscheinlich gab es da Unklarheiten. Ich würde mal vermuten, dass letztere Möglichkeit für den Arzt mehr Geld bringt...

    An unseren Teststellen muss man bei Terminvereinbarung ankreuzen, ob man Symptome hat oder nicht. Bei Symptomen muss man dann "gesetzlich versichert" oder "privat versichert" ankreuzen, und wenn man privat versichert ist, muss man bezahlen und bekommt eine Rechnung, um sie bei der Versicherung und Beihilfe einzureichen.

    Tests ohne Symptome werden, wenn man einen positiven Selbst- oder Schnelltest hat, übernommen - vom Bund (?) - also bekommt man keine Rechnung.

    Tests ohne Symptome und ohne anderen Grund wie einem positiven Selbsttest müssen selbst bezahlt werden.

    So die Lage hier. Es ist echt so überraschend, dass das überall ein bisschen anders ist!

    Jemand erzählte, dass in den Schulen die Heizungen nicht heruntergedreht werden, aber wir wissen nicht, ob es stimmt.

    Ich würde mal hoffen, dass sie nicht heruntergedreht werden, ich hatte die ganzen letzten Jahre (nicht nur im Corona-Lüftungswinter) oft maimal 19 Grad im Klassenzimmer!

    Aber Spaß beiseite, ganz abgesehen davon: Ich habe gelesen, dass die Absenkung der Raumtemperatur in Schulen nicht gilt, habe aber keine Zeit, die Quelle zu suchen. Schulen waren aber meines Wissens nach jedenfalls von den Vorgaben ausgenommen.

    Eure Situation ist sicher speziell. Klar muss man da mit anderen Aufsichtsregelungen reagieren. Aber das ist dann doch zusätzliche Dienstzeit (die andere Schulen nicht brauchen), und das noch unter erschwerten Bedingungen. Da sollte man über einen angemessenen zeitlichen Ausgleich nachdenken.

    Das sagte ich ja bereits vor einigen Seiten.

    Nachdem das aber bayernweit so geregelt ist und ja auch vorgesehen ist, wie laleona schon schrieb, gibt es da wohl keine andere Möglichkeit (außer vielleicht, die "Zur-ersten-Stunde-Beginnenden" im Hinblick auf andere Aufsichten zu entlasten).

    Je nach Einzugsgebiet und Schülerschaft ist so ein Anfang entweder ganz nett und die Kinder trudeln der Reihe nach ein und arbeiten dann leise, so klingt es auch bei Zauberwald.

    Oder er ist derart geprägt von Streitereien in der Garderobe sowie im Klassenraum, dass man da als Lehrerin durchgehend gefordert ist.

    Ja. Das tut den Kindern gut! Zudem spart es Lehrer-Arbeitszeit, weil eben nicht jeder Klassenlehrer seine Klasse selbst beaufsichtigt.

    Im Gegensatz zu den Springstunden (das sind Lücken im Stundenplan, wenn ich es recht verstehe?) kann man bei der Aufsicht ja nicht wirklich konzentriert was wegarbeiten, vorbereiten, kopieren etc.

    Nö - es IST Arbeitszeit - das hat ja auch niemand bestritten. Und es ist Teil Deiner Dienstpflichten.


    Warum muss man für Aufsichten etwas kompensieren, wenn es Teil der Aufgabenbeschreibung meines Jobs ist?

    Ja, es ist natürlich Arbeitszeit und Teil der Dienstpflicht, ich habe mich etwas unglücklich ausgedrückt. Mit "zusätzliche" meinte ich, dass der Stundenplan eben so liegen kann, dass man die hat, oder eben auch nicht, obwohl man das gleiche Wochenstundenmaß hat.

    Man muss es sich einfach mal bewusst machen, finde ich.

    Ich kenne das als "Vorviertelstunde", d.h., wenn der Unterricht um 8.00 Uhr losgeht, hat der Lehrer der 1. Unterrichtsstunde ab 7.45 Uhr Aufsichtspflicht im Klassenzimmer für alle eintreffenden Schüler. Ist an allen Schulen, die ich kenne, absolut normal. Hab ich einen Knoten im Hirn oder ist es hier was anderes?

    Kenne ich auch so, und es ist insofern de facto so, dass Lehrer, die jeden Tag zur ersten Stunde beginnen, somit pro Woche 75 Minuten mehr Aufsicht leisten müssen als die, die jeden Tag erst zur zweiten oder dritten Stunde beginnen.

    Durch relativierende Ansichten wie: "Ich bin ja eh da" oder "Da kann ich dann schonmal was Organisatorisches klären" oder "So geht weniger Unterrichtszeit verloren" wird diese Zeit scheinbar quasi als Bonus gesehen und nicht als zusätzliche Arbeitszeit - insofern wird da auch bei Pausenaufsichten etc. nichts kompensiert und es ist halt einfach so.

    Klar, was soll man sonst machen. Aber du schriebst, dass das sehr angenehm war. Aber es ist halt keine Lösung für alle. Es ist eine Lösung für Maskengegner. Für die Menschen, die sich mehr Schutz wünschen, ist es keine Lösung. Vielleicht gibt es ja bald Flieger/Restaurants/Supermärkte mit Maskenpflicht und welche ohne. So wie bei den Rauchern anfänglich auch.

    Was mich echt ein bisschen stört, ist das sofortige Einwerfen des Wortes "Maskengegner", sobald jemand mal keine Maske trägt.

    Ich erinnere mich, dass auch du nach deiner Coronainfektion eine Zeitlang ohne Maske in der Schule warst (darüber hier aber erstmal geschwiegen hast).

    Was die Passagiere nun dazu bewogen hat, auf eine Maske zu verzichten, können wir nicht wissen. Infektion gerade erst durchgemacht? Impfung gerade erst gehabt? Momentan aus anderen Gründen keine Notwendigkeit gesehen? Das Risiko bewusst eingegangen, da eine FFP2 auf einem Langstreckenflug unangenehm gewesen wäre? Oder eben klassische "Maskengegner"?

    Ich würde mir wünschen, man würde nicht jedesmal, wenn jemand keine Maske trägt oder davon erzählt, dass es angenehm war, dass das Maskentragen kein Thema war, sofort rufen: "Maskengegner" und: "die Leute verstehen immer noch nicht, dass Masken dem Fremdschutz dienen". Ich würde mir wünschen, man könnte einfach mal etwas erzählen, ohne sofort grundlos belehrt zu werden.

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