Beiträge von raindrop

    Unser Schulsystem ist seit dem 19. Jhd. extrem erfolgreich, nahezu ein Exportschlager in anderen Ländern, hat etliche Nobelpreisträger hervorgebracht und hat eine Blütezeit mitgestaltet.

    War es das Schulsystem oder einfach der Geist der Zeit? Andere Schulsysteme wie in Frankreich, den USA usw. haben noch mehr Nobelpreisträger hervorgebracht oder tun es noch.

    Warum sträuben wir uns eigentlich so sehr gegen "Ungleichheit"? Was ist so schlimm daran, dass es Ungleichheit gibt?

    soziale Ungleichheit? Das also der soziale Status deiner Eltern bestimmt, was aus dir werden kann, welche Schulform du besuchen wirst? Denn das war bei Gründung der verschiedenen Schulformen ebenfalls ein Hintergedanke, die Klassen sollten schön getrennt untergebracht werden. Das kann in einer modernen Gesellschaft eigentlich nicht das Ziel sein und kann sich eine moderne Wirtschaft auch nicht leisten.

    Wenn wir es mit dem bestehenden System schaffen, diese soziale Ungerechtigkeit abzuschaffen und die Kinder ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend zu fördern oder zu fordern, bitte schön, ich will euch euer Gymnasium bestimmt nicht wegnehmen.

    Aber wenn es in NRW in den 80er Jahren keine Gesamtschulen gegeben hätte, hätte ich Kind aus einer Arbeiterfamilie nicht das Abitur gemacht und erfolgreich studiert.

    Doch, ist es. Man wird in der Mittelstufe von der Abteilungsleitung aktiv genötigt, die bessere Note zu erteilen, damit min. 1 Abschluss besser als angepeilt erreicht wird, denn "das arme Kind" und "Kein Abschluss ohne Anschluss", "Zukunft verbauen blabla" oder solche Parolen.

    Das Problem kann ich verstehen, ist aber immer noch kein Argument gegen die Gesamtschule, sondern eins gegen politische Vorgaben, die in der Schule nichts zu suchen haben.

    Die Gesamtschule in NRW ist ein - auf Leistung bezogen - auf ganzer Linie gescheitertes ideologischer Projekt.

    Die Behauptung ist sehr oberflächlich. Die meisten gegründeten Gesamtschulen in NRW sind aus Hauptschulen und oder Realschulen entstanden. Dass das Niveau dann nicht sprunghaft ansteigt war zu erwarten. Daraus lässt sich kein scheitern ableiten.

    Das heißt nicht, dass man dringend etwas gegen soziale Ungleichheit in Schulen tun müsste

    aber zu behaupten dass Gesamtschulen dabei helfen, ist weit hergeholt und durch die Forschungslage nicht gedeckt...

    das die Gesamtschulen dabei helfen, ist vielleicht nicht durch die Forschungslage gedeckt, das ist richtig, aber evtl. anzunehmen, da die meisten Länder mit solch einem System nicht solch eine Ungleichheit wie bei uns im System haben und damit auch Schlagartig die Durchlässigkeit gefördert würde.

    Es ist aber durch die Forschungslage gedeckt, dass die frühe Selektion die soziale Ungleichheit verstärkt und es ist schon ziemlich ideologisch das einfach zu ignorieren.

    leider vergeuden sie damit wichtige Jahre, sie stünden besser da, wenn sie mit einem guten Realschulabschluss nach Klasse 10 in die Lehre starten würden. Das gilt im Prinzip für 90% unserer Schüler.

    aber das ist doch kein Argument gegen eine Gesamtschule. Dann läuft bei der Umsetzung doch was schief. Sie hätten doch einen guten Realschulabschluss an der Gesamtschule machen können, wenn sie die entsprechenden G- oder E- Kurse belegt hätten. Warum haben sie den dann nicht?

    Und warum lasst ihr die dann in die gymnasiale Oberstufe rein, wenn sie die Voraussetzungen nicht erfüllen?

    Das ist doch etwas was ihr als Lehrkräfte steuert.

    Abschaffung der politisch-ideologisch gewollten "Einheitsschule"

    Dazu hatte Palim schon geantwortet, es ist keine "Einheitsschule" politisch gewollt. Und was verstehst du eigentlich unter "Einheitsschule?" Die Gesamtschule ist keine Einheitsschule. Das Grundkonzept sieht auch Leistungsdifferenzierung vor und nicht das alle das gleiche lernen...

    das bewährte 4-gliedrige Schulsystem stärken, Ernst nehmen und es nicht gewaltsam unterminieren, weil angeblich ja Ausgrenzung nach Klasse 4 stattfindet.

    Es ist bekannt, aber nicht bewährt oder erfolgreich. Das bestätigen die PISA Tests immer wieder, schon seit Jahrzehnten.

    Es geht auch nicht um Ausgrenzung nach Klasse 4 sondern die Sortierung nach den drei klassischen Schulformen ist schlichtweg zu früh. Auch das ist schon so oft in Studien nachgewiesen worden. Es scheint auch schlichtweg völlig unnötig zu sein, da es viele (die meisten?) Länder in der Welt überhaupt nicht mehr oder zumindest später (z.B. erst nach der 6. Klasse) machen und damit auch noch erfolgreicher sind als wir. Warum sollte man das dann beibehalten?

    Das ist gelebte Vielfalt, gelebte Bildungsgerechtigkeit, weil eben nicht alle über einen Kamm geschert werden.

    Auch das wird unserem Bildungssystem regelmäßig immer wieder bescheinigt, unser Bildungssystem ist nicht gerecht und nicht durchlässig.

    damit sich am Ende im Sammelbecken Einheitsschule nicht nur die Lautesten durchsetzen, sondern jedes Kind ein geeignetes Angebot vorfindet.

    Das lässt sich ohne Probleme in einer "Einheitsschule" organisieren. Man kann differenzieren und jedem Kind ein individuelles Angebot geben. Wird schon in anderen Ländern praktiziert. Wird auch hier in Niedersachsen an unseren Gesamtschulen, die ich in unserer Stadt kenne, praktiziert.

    Differenzierung findet ja immer statt. Entweder vorab von außen, oder später höchst umständlich und unpraktisch im Inneren. Dann können wir auch mal ehrlich sein und es lieber direkt richtig machen.

    Sehe ich auch so, aber deine Schlussfolgerung ist falsch. Eine innere Differenzierung ist um längen effektiver, als das umständliche Vorhalten der verschiedenene Schulformen. Was wir uns da alleine an Verwaltungegebühren sparen würden. Gelder könnten effektiver da eingesetzt werden wo es gebraucht wird, nämlich bei den Schwachen, die mehr Förderung brauchen und es würde wahrscheinlich noch genug übrig bleiben, um auch die Starken effektiv Fordern zu können.

    Ich denke, längeres gemeinsames Lernen funktioniert in sehr homogenen Gesellschaften mit gut erzogenen Kindern, in denen man Bildung und Leistung hohe Priorität einräumt, deutlich besser, als bei uns.

    Auch in nicht homogenen Gesellschaften funktioniert das längere gemeinsame Lernen deutlich besser als in Deutschland. Das ist also nicht der Punkt.

    Kommen die Spieler wieder zurück bzw dürfen sie überhaupt einreisen?

    Wahrscheinlich werden sie für die Dauer der WM eingesperrt, damit die amerikanische Mannschaft auch mal den Pokal gewinnt.

    Denn es sind ja schließlich Amerikaner, die müssen einfach die Besten sein.

    In vielen, vielen Berufen arbeitet man nicht 12 Wochen am Stück, sondern nimmt sich mal frei an einem Brückentag und hat ein langes Wochenende, baut Überstunden ab und hat dadurch mehr Tage frei als die 30 Urlaubstage, und man verteilt seinen Urlaub in der Regel einfach so, wie man ihn haben möchte. Wer gern 5 Wochen am Stück verreist und ansonsten durcharbeitet, tut das, und wer alle 6-8 Wochen eine Unterbrechung braucht, macht das.

    Das muss in der freien Wirtschaft ja das reine Paradies sein. Dir ist schon klar, dass das so für die große Masse nicht passiert?

    In vielen vielen Berufen hat man zwischen Neujahr und Ostern keine Brückentage, mangels Feiertage, zumindest hier im Norden. Wenn sie Brückentage nehmen, sind das wahrscheinlich die gleichen, die auch wir aufgrund von beweglichen Feiertagen oder vom KM festgelegt, haben.

    Man kann seinen Urlaub auch nicht so einfach festlegen, wie man das möchte, schon aufgrund von Kindern ist dies nicht möglich. Und dann noch die Absprachen mit Kollegen, wenn nicht alle gleichzeitig weg sein dürfen.

    5 Wochen am Stück verreisen? Das werden die allermeisten ArbeitnehmerInnen nicht machen können. Das ist schon ein großes Privileg von uns Lehrkräften.

    Und dann noch die vielen Überstunden, die dann doch nicht so viel sind, dass sie Wochen an Urlaub zusätzlich wären. Im Schnitt waren es 2023 32 Überstunden pro ArbeitnehmerIn, die wahrscheinlich als Brückentage genommen werden müssen, da die Kinder mal wieder unterrichtsfrei haben.

    Versteh mich nicht falsch, ich stimme den meisten deiner Argumente bezüglich Belastung zu und Berechtigung unserer Unterrichtsfreien Zeit. Aber wir stehen mit den 12 Wochen im Vergleich der ArbeitnehmerInnen in der Wirtschaft doch besser da, schon aufgrund der Tatsache, dass für Lehrkräfte mit Kindern zumindest die Ferienbetreuung immer abgedeckt ist.

    lternativ Kauf einfach irgendeines das für euer Bundesland zugelassen ist. Gerade in Mathe kann man da wenig falsch machen. Die Aufgaben sollten ja alle zum Lehrplan passen.

    Grundsätzlich vom Lehrplan gedacht richtig, aber gerade an Gesamtschulen werden sehr unterschiedliche Konzepte und sehr unterschiedliche Lehrwerke genutzt.

    Wie Milk&Sugar im ersten Satz geschrieben hat, der beste Weg, frag nach, welches Schulbuch genutzt wird, kauf das passende Arbeitsheft dazu.

    Schulbuchverlage sind immer eine Option, da wird aber viel mit Lehrkräften gearbeitet, die das für schmales Geld nebenher machen sollen und weniger mit VZ-Angestellten. Die gibt es aber auch. Ob da der Arbeitsmarkt so groß ist?

    Als AutorIn wird man da eher nicht genug verdienen, ausser man hat das Glück bei einem der etablierten Schulbücher mitarbeiten zu dürfen. Aber die Verlage haben doch einige Angestellte in der Redaktion oder im Außendienst. Ich kenne einige, die damals nach dem Ref keine Stelle bekommen haben und dort angefangen haben. Es gibt halt nur drei große Verlage.

    Bei den kleineren Verlagen wird die Bezahlung wahrscheinlich wirklich schlecht sein, aber wenn man sonst nichts findet...

    Ohne UN gibt es in Palästina keine Lösung, sondern nur Massengräber.

    Na dann soll sie mal loslegen, oder gibt es da vielleicht zu viele Staaten, die kein Interesse daran haben, das Problem zu lösen? Die UN ist leider zu machtlos, um irgendetwas zu ändern, sonst hätte sie das vielleicht schon in den letzten Jahrzehnten machen können.

    Solange das nicht möglich ist, müssen wir davon ausgehen, dass die Informationen stimmen und dürfen das Handeln einer Regierung kritisieren, völlig ungeachtet der Religion der Politiker.

    Was die Kritik angeht, gebe ich dir Recht, natürlich darf man eine Regierung bezüglich ihres Handelns ungeachtet der Religion kritisieren.

    Was die Informationen angeht, denke ich, ist es nicht so so einfach. Gerade bei dem Gemengegelage, dass die Hamas ebenso wie Israel, Informationen und Nachrichten manipulieren, kann man nicht so einfach jeder Information glauben und davon ausgehen, dass sie stimmt. Und ich persönlich sehe Israel hier deutlich im Nachteil. Die Kriegsführung auf Seiten der Hamas, die sich an keine humanitären Regeln halten, führt unweigerlich dazu, das unverhältnismäßig viele Zivilisten sterben.

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