[...], dass es um eine Zeitpauschale geht.
Deine Zeitpauschale ist aber unrealistisch kurz. In den niedrigsten Klassen schaffe ich das nur manchmal, wenn es optimal läuft. Im Schnitt über mehrere Klassen bzw. Klassenstufen nie.
Wenn man in Pauschalen denkt, warum dann eigentlich so kleinschrittig und nicht einfach weiter in Deputatsstunden?
Da alle Fächer unterschiedliche zeitliche Herausforderungen haben, kommt das am Ende immer noch ungefähr hin. In den Sprachen und Fächern wie Geschichte wird länger korrigiert, der Naturwissenschaftler baut regelmäßig länger auf und ab, der Sportlehrer muss ständig ganze Tage bei Jugend trainiert verbringen usw. (Nur in NRW müsste man da vielleicht einen Deputatsunterschied zwischen Korrekturfächern und Nichtkorrekturfächern machen. Aber als Entlastung und nicht als Verschiebung.)
Meiner Meinung nach müsste man vor allem festlegen, wie viel Zeit für Unterricht samt Vor-und Nachbereitung gedacht ist (z.B Deputatsstunden Zahl mal 1,5 h) und das wegen Inklusion und mehr geforderter Binnendifferenzierung gegebenenfalls noch anpassen. Insbesondere in der Grundschule. Ein höherer Faktor muss dann zu Absenkung der Deputatsstunden führen (dauerhaft für alle).
Aber vor allem sollten die restlichen Dinge zeitlich konkretisiert werden Klassenlehrertätigkeiten werden ja teilweise schon durch Klassenlehrerstunden abgefangen, aber Gutachten schreiben beispielsweise nicht. Und dann muss eben priorisiert werden, was davon noch zeitlich möglich ist bzw. ob dafür das Deputat gesenkt werden soll.
Aber bloß nicht zu kleinschrittige Vorgaben, dann wird es sicher nicht besser.