Beiträge von DFU

    Wenn die Noten immer noch nicht fertig sind, dann eine letzte E-Mail an die Schulleitung, dass sie noch nicht da sind, du aber jetzt ins Wochenende startest und Montag früh ab 7.50 Uhr früh wieder arbeitest.

    Und dann die Dienstmail nicht mehr abrufen.

    Seltsame Interpretation.

    Wenn 2,1 Unterrichtsstunden die Bagatellgrenze ist, dann ist man ab 2,2 Unterrichtstunden über der Bagatellgrenze und müsste nach meinem Verständnis zumindest ab der dritten Vertretungsstunde für alles bezahlt werden.

    Und das gilt auch, wenn die prozentuale Grenze bei 2,6 oder 2,9 Unterrichtsstunden liegt. Das lernen schon unsere Kleinen in Mathematik, dass Wasser für 2,9 Tage eben nicht für 3 Tage reicht. Auch nicht, wenn man es rundet.

    Aber im Dienstplan im Krankenhaus gibt es vermutlich feste Schichten, denen sie dann zugeteilt wird, oder? Es wird der Frühdienst nicht jede Woche andere Zeiten haben. Da wird doch höchstens zwischen Sonn-/Feiertag und Werktag unterschieden.

    Aber Schichtdienst ist ja eh nicht das, was bei Lehrern anfällt. Unsere Schüler wollen ja nicht 24h am Tag beschult werden, sondern maximal im Ganztag. Und eine Klasse soll ja üblicherweise über ein ganzes Schuljahr in einem Fach immer von der gleichen Lehrkraft unterrichtet werden, nicht jede Woche von einer anderen.

    Es bräuchte also jeder seine individuelle Schicht, die nicht regelmäßig mit Kollegen getauscht werden könnte.

    Ich würde zunächst den örtlichen Personalrat / Lehrerrat bitten, das Thema anzusprechen. Und alle munkelnden Kollegen auffordern, das auch zu tun. Wenn der Personalrat keine Namen nennen soll, ist es gut, wenn er zumindest Zahlen nennen kann. Und am besten eine Zahl, die sogar höher ist als die Zahl der direkt durch die Doppelbesetzung betroffenen Kollegen. Vielleicht durch Kollegen, die in der Vergangenheit betroffen waren, oder die befürchten, dass es sie nächstes Jahr trifft.

    Ich bin mir nicht sicher, ob du das so ganz richtig siehst. 75% ist erstmal quantitativ und sagt nichts darüber aus, wann diese Stunden liegen - also dass du jeden Tag um 13.20 Schluss haben musst, ergibt sich daraus nicht. Sicherlich kann es nicht regelmäßige Zersplitterung geben, aber ganz so homogen würde es wohl eher nicht laufen.

    Ich habe ja auch schon Präsenzzeiten von 7.30 Uhr bis 11.40 Uhr bei 50% Teilzeit also Beispiel genannt.

    Natürlich würde diese Zeit anders über die Woche verteilt, so dass beispielsweise ein Konferenznachmittag dabei ist. Trotzdem müsste eine Präsenzzeit ja im Vorfeld festgelegt werden und könnte nicht auf Zuruf wöchentlich geändert werden, weil in der einen Woche ein Elternabend ist, in der nächsten eine Konferenz, und wieder in einer anderen ein Kollege außerhalb seiner sonstigen Präsenzzeiten Vera8 in seiner Klasse durchführen muss oder zur Abitureröffnung um 6.30 Uhr einbestellt wird.

    Mit manchen Sonderterminen (z.B. Abitur) könnte man sich arrangieren, andere Dinge müssten grundsätzlich umgeplan werden, wenn seitens des Dienstherren Präsenzzeiten gewünscht sind. An meiner Schulform sicher die Korrekturzeiträume beim Abitur. Aber auch der Tag der offenen Tür am Samstag oder der Elternabend um 20 Uhr.

    Es wäre dann nicht mehr vertretbar, dass Kollegen außerhalb ihrer dann ja festgelegten Arbeitszeiten zum Elternabend kommen müssen.

    Aber das sind ja alles auch nur Gründe, warum es eine Präsenzpflicht für die komplette Arbeitszeit in absehbarer Zeit nicht geben wird.

    Solche Arbeitszeiten machen dann gegebenenfalls bei einer Wochenendbeziehung Probleme.

    Ich glaube, in diesem Fall muss man wirklich erst die Orte kennen und abwägen, was am realistischen klingt. Schaffen es beide unter der gemeinsam Freizeit zu haben oder nur am Wochenende mindestens einen Tag? Ersteres spricht eher für einen gemeinsamen Wohnsitz mit Pendelei zum Arbeitsort. Zweiteres eher für eine Wochenendbeziehung auf Zeit. Außerdem ist es natürlich Typsache, mit was man besserleben kann.

    Im Referendariat sollte man, wenn es einem wichtig ist, beides hinbekommen.

    Wenn ich morgens um 4 Uhr aufwache und merke, dass ich krank bin, schreibe ich eine E-Mail und bin froh, dann ggf. auch die Absage für mein Elterngespräch um 8 Uhr an die Vertretungsplanung delegieren zu können.

    Ich schreibe sicher nicht mitten in der Nacht eine E-Mail an Eltern. Krank sowieso nicht. Und ich stelle sicher auch keinen Wecker, um krank morgens um 7.30 Uhr zu arbeiten.

    So etwas als Vertretungsplaner kategorisch abzulehnen, halte ich nicht für richtig.

    Wenn ich mich in anderen Fällen fit genug dafür fühle und die Zeit passt, erledige ich solche Absagen natürlich selbst. Erwarten darf man das aber nicht.

    Ist es aber doch. Also ich bin ja nicht besonders oft krank (ca. 1-2 Tage im Jahr, wenn überhaupt), aber ich arbeite gar nichts nach.

    Das glaube ich nicht. Wenn du für einen Tag Korrekturen planst und an dem Tag krank bist, dann erledigt diese doch nicht deine Vertretung sondern du selbst, wenn du wieder gesund bist.

    Wir nutzen es auf eigenen Servern.

    Das Aufzeichnen nutzen wir nicht.

    Bei Bedarf wird für eine asynchrone Bereitstellung gleich ein Videotutorial erstellt. Bei Gesprächen und Konferenzen gibt es das Protokoll, und Onlineunterricht zeichnen wir genauso wenig auf wie Präsenzunterricht.

    Das kann nicht gehen und wird auch anderswo in Berlin nicht gehen, denn die Erzieher haben ja alle Kinder mit Hortvertrag bis 16 Uhr, die Eltern kann man auch nicht früher einbestellen (deshalb findet die Schulkonferenz und die Gesamtelternvertretung ja noch später statt). Also nein, das Umdenken hat nichts mit meiner Schule, sondern den Gegenbenheiten und Vorschriften zu tun, die anders nicht einzuhalten sind.
    Teammeating ist natürlich auch in der Arbeitszeit (wenn auch eine Stunde on top) und Stufen- und Fachkonferenzen liegen auch ab 14 Uhr, aber sobald die Erzieher dazu gehören (und die Schulhelfer) geht eben nichts vor 16 Uhr.

    Wie gesagt, würde es dann anders gehen müssen. Aber wir brauchen das nicht ausdiskutieren, da die Wahrscheinlichkeit für eine Präsenzpflicht so gering ist, dass sich da eher nichts ändern wird. Zumal Frau Feller für dich und mich eh nicht zuständig ist.

    Was ja schon alleine deshalb gar nicht klappen kann, dass bei uns z.B. die Gesamtkonferenzen erst um 16.30 Uhr beginnen.

    Da müsste dann wohl ein Umdenken an deiner Schule stattfinden. Es ist in anderen Berufen auch üblich Teammeetings während der Arbeitszeiten stattfinden zu lassen. Und wenn diese vollständig in Präsenz sein sollen, dann eben während der Präsenzzeiten. Und da braucht man dann auch nicht mit „Das geht nicht.“ anfangen. Wenn die Rahmenbedingungen es so vorgeben, muss es gehen.

    Ich glaube, dass sich durch ein Präsenzmodell die Belastung von Lehrkräften deutlich verringert, weil eben Beruf und Freizeit stärker getrennt werden. Nachteile eines solchen Modells sehe ich vor allem bei den Kollegen, die die Flexibilität genutzt haben, in dem sie am Abend gearbeitet und am Nachmittag Kinder betreut oder Eltern gepflegt haben oder einfach bei Tageslicht ihren Hobbys nachgegangen sind. Oder sich durch Mehrarbeit in Schulwochen Urlaubstage oder Kinderbetreuungstage herausgearbeitet haben.

    Zunächst einmal gäbe es keine Überstunden, denn die kann nur jemand anweisen, der auch über entsprechende Gelder verfügt. Und soweit, ungedeckte Überstunden anzuweisen, wird wohl kein Schulleiter gehen.

    Bei flexiblen eigenverantwortlichen Arbeitszeiten, kann man Stunden verschieben, wie man lustig ist. Kann in Unterrichtswochen mehr arbeiten und es in Ferienwochen abfeiern. Offizielle Überstunden waren das ohne Anweisung aber noch nie.

    Wenn ich von 7 bis 16.30 Uhr dagegen meine Arbeitszeit abgedeckt habe, werde ich den Bleistift, die Kreide, den Rotstift oder was auch immer pünktlich weglegen und am nächsten Tag weiterarbeiten.

    Wie sind dann eigentlich die Präsenzzeiten bei Lehrer in der Abendschule angemacht? Der bei solchen, die in der Abendschule und im Vormittagsunterricht eingesetzt werden?

    Ich glaube nicht, dass da wirklich was kommt.


    Ergänzung: Es wäre auch eine zu große Verbesserung für Teilzeitkräfte. Stellt euch vor, sie könnten sich bei 50% Teilzeit auf Präsenzzeiten von 7.30 Uhr - 11.30/12.00 Uhr berufen. Teammeetings (sprich Lehrerkonferenzen) würden dann natürlich während der Präsenzzeiten stattfinden, oder?

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