Zum Thema Rückkehr G9
- Man muss nicht mehr so durch den Stoff hetzen. Das kommt allen Beteiligten zugute, insbesondere denen, die nicht so leistungsstark sind.
- An meiner Schule gibt es Viele, die nach dem Abi (G8 ) noch nicht wussten, was sie machen möchten (ok, ist bei G9 auch der Fall, aber sie haben ein Jahr mehr Zeit um zu reifen, um sich über alles Gedanken zu machen. Das ist gerade in dem Alter wichtig)
Die Modellschulen in BW heißen offiziell G8+, weil der Bildungsplan der gleiche ist und die Gesamtzahl Stunden nur anders auf die Jahre verteilt werden. Damit muss man genauso durch den Stoff hetzen. Der Vorteil für die Schüler ist, dass weniger Stunden auf den Nachtmittag fallen, weil ja im zusätzlichen Jahr weitere 30-35 Plätze für Vormittagsstunden zur Verfügung stehen. Und damit bleibt mehr Zeit für Freizeitaktivitäten.
Ganz genau stimmt das obige natürlich nicht, weil es doch 12 zusätzliche Unterrichtsstunden für G9 gibt. Aber ich halte es trotzdem für einen Fehler, wenn jemand denkt, G9 am Gymnasium ist für ein Kind mit Realschulempfehlung daher machbar. Der Unterricht ist nicht merklich leichter als bei G8. Einzelnen Schülern mag helfen, dass sie am Nachmittag dann mehr Zeit für die Nachbereitung des Unterrichts haben.
Bei leistungsschwächeren Kindern mit Gymnasialempfehlung können die einmalig 12 Stunden mehr (für 7 statt 6 Jahre) dagegen doch helfen. Und in dem Punkt mit der Reife stimme ich dir zu.