Beiträge von DFU

    Naja, einmal zum Baumarkt fahren für 3€, da lohnt der Antrag finanziell nicht, daran und an der Reisekostenabrechnung hinterher sitzt man mindestens 15 min, da ist mein Stundenlohn höher.

    Aber die 15 Minuten Arbeitszeit bekommst du sowieso bezahlt. Wir alle bekommen doch für unsere Arbeit Gehalt oder Dienstbezüge.

    Wenn du allerdings deine Reisekostenabrechnung in deiner Freizeit machst, stimme ich dir zu.

    Ganz so einfach ist das aber nicht. Die Stifte kaufe ich im Schreibwarengeschäft. Da kaufe ich i.R. nur für die Schule ein. Für Toner fahre ich zu so einem Drittanbieter. Der Baumarkt ist bei mir näher als die beiden. Da "Quatsch" zu schreiben, ist daher nicht passend. Am Ende muss jeder selbst wissen, wo er die Grenze zieht.

    Aber Rotstiifte kaufen, die du privat für dich finanzierst, ist doch keine Dienstfahrt.

    Oder hat der für die Ausstattung der Schule zuständige Schulträger, dir auf Nachfrage gesagt, dass jeder selbst losfahren und für sich Rotstifte kaufen soll?

    Ich weiß, dass es nicht an allen Schulen bzw. nur an den wenigsten Schulen Rotstifte für Lehrer gibt, aber nur weil du sie privat zahlst und von der Steuer absetzt, ist es noch keine Dienstfahrt. Und der Hinweis, dass man leider erst weiterkorrigieren kann, wenn ein Stift dafür gestellt wird, sollte überall dazu führen, dass sie gestellt werden. Niemand wird einen Lehrer offiziell und schriftlich anweisen das Arbeitsmaterial privat zu kaufen. Zumal wenn es sich um Verbrauchsmaterial handelt. Die gestellten Rotstifte wären dann aber sicher ein eher günstiges und nicht unbedingt dein favorisiertes Modell, da die Kosten sicher vom normalen Schulbudget abgingen.

    Der geziehlte Großeinkauf für ein Schulprojekt, dass nicht privat finanziert wird, ist dagegen schon eine Dienstfahrt.

    In BW muss eine Dienstfahrt im Vorfeld bei der Schulleitung beantragt werden. Dazu sind bei uns nicht viele Angaben notwendig: wer?, wann?, warum?, entstehen Kosten? Eine Reisekostenabrechnung kann hinterher dann unter Vorlage der Reisegenehmigung beim LBV (Landesamt für Besoldung und Versorgung) gestellt werden. Wer auf das Geld verzichten möchte, darf das.

    Bei uns gibt es neben dem Vorbereitungsraum noch einen Aufsichtsraum. Schüler A muss da nach der Prüfung noch sitzen, bis Schüler C im Prüfungsraum ist, damit sie sich nicht treffen können. Dabei werden alle Schüler vom Protokollant auf ihren Wegen begleitet.

    Ähnlich wird es überall sein.

    Wenn man eine Vertretung über einen längeren Zeitraum übernehmen soll, ist es immer besser, wenn man statt der normalen Mehrarbeit eine kurzfristige Erhöhung der Deputatsstundenzahl erhalten kann.

    Wenn eine A-Woche ausfällt, fallen gleich zwei statt einer Stunde aus und man sich die Klasse bei eigentlich einstündigen Fächern gleich drei Wochen nicht.

    Wenn man die Wochen mit den Feiertagen hat, ist der extreme Unterrichtsausfall bei Domnerstagsstunden bereits vorprogrammiert. Bei uns mag kaum jemand Doppelstunden in einstündigen Fächern.


    Und zu den Raumewechselzeiten: Wenn die Wechselzeiten bei Teilabordnungen zu lang dauern, kann es dafür Entlastungsstunden geben. Ist aber trotzdem immer ein Minusgeschäft.

    Kreidemeister

    Tut mir leid, dass wir dir keine erwünschtere Antwort geben können. Leider ist es in unserem Beruf oft so, dass wir selbst sehr darauf achten müssen, die rechtlich ausreichenden Pausenzeiten auch zu nutzen.

    Dabei zähle ich für mich die Fünfminutenpausen für den Raumwechsel nicht als Pause. Da bleibt mir manchmal noch eine Minute, mehr aber nicht. Die längeren Pausen ab 15 Minuten muss man sich an so langen Tagen, dann aber bewusst frei halten. Da zähle ich dann für mich aber ebensowenig die einzelnen Minute wie bei den kleinen Pausen. Wenn ich eine Pause wirklich frei haben möchte, gehe ich in ein leeres Zimmer oder raus. Brauche ich sie nicht ganz so dringend, bin ich im Lehrerzimmer, wo man mich auch ansprechen kann.

    Und wie gesagt, die Problematik mit den Prüfungsblöcken ansprechen. Wenn es allen bzw. der Mehrheit zu anstrengend ist, dann solltet ihr es generell ändern. wenn es nur für dich so ist, sollte man dir einen Block Pause gönnen und die Prüfungen auf zwei Tage verteilen, damit auch die letzten Prüflinge noch einen fitten Prüfer haben. Dabei bist du aber wegen der rechtlichen Lage möglicherweise auf Entgegenkommen deiner Schulleitung angewiesen.

    Beim Elternsprechtag gibt es dann auch Möglichkeiten das in den Jahren, in denen du bis 14 Uhr Unterricht hast, selbständig zu lösen.

    Mich wundert der pausenlose Einsatz am Prüfungstag. Wenn du vier Prüfungsblöcke hast, müssen da doch Pausen dazwischen sein, sonst wäre es nur ein Block. Oder hast du zwischen den Prüfungsblöcken noch Aufsicht im Vorbereitungsraum?
    Ich zweifle nicht an, dass du da einen sehr langen und anstrengenden Arbeitstag hast, ich befürchte aber, dass du die Pausen dabei einfach ausklammerst.

    Wenn du am Prüfungstag eine längere Pause benötigst, bitte den Zuständigen, um Berücksichtigung deines Pausenbedarfs. Vielleicht kann man dir entgegenkommen.
    Und wenn du vor dem Elternsprechnachmittag eine längere Mittagspause benötigst, dann bitte um Entfall der letzen Unterrichtsstunde oder blockiere die ersten Gesprächstermine.

    Bei uns sind 30 Minuten Mittagspause aber durchaus üblich. Solche langen Tage sind nicht schön, aber solche Belastungsspitzen sind in unserem Beruf durchaus üblich. Wenn du das schlecht verträgst, musst du konsequent in unterrichtsfreien Zeiten vorbereiten. Und im Unterricht Phasen einbauen, in denen du dich zurücknehmen kannst, weil deine Schüler selbstständig arbeiten können.

    Ich wurde von Unterstufenschülern gefragt, ob ich glaube, dass es wieder zu einem Lockdown kommt. Ich war erst ganz verwirrt, wie sie darauf kommen. Antwort auf meine Nachfrage: „Wegen dem Hantavirus.“

    Wir haben dann über den Virus gesprochen und dass die Übertragung von Mensch zu Mensch viel einfacher einzudämmen ist als bei Corona, weil Händewaschen bei Schmierinfektion viel besser hilft. Das hat sie dann beruhigt. Ich war jedenfalls froh, dass ich den Virus tatsächlich schon vorher kannte, und etwas dazu sagen konnte.

    Ebola war zu dem Zeitpunkt nicht aktuell in den Nachrichten.

    Okay, dass ist dann deutlich mehr als in den fachpraktischen Prüfungen der anderen Fächer.

    Vermutlich bekommt man weniger davon mit, weil es nicht im Schulhaus stattfindet. Die abgeschaltete Stundenklingel für das fachpraktische Musikabitur bemerkt natürlich jeder.

    Geht es tatsächlich um die Klassenlehrergeschäfte oder kommst du nicht mit ihm als dein Mentor, falls er das ist, zurecht?

    Im zweiten Fall würde ich andere Kollegen ansprechen, ob du bei ihnen hospitieren und lernen kannst. Falls es Parallelklassen gibt, kannst du auch die Kollegen dort fragen, wie sie ihre Reihen planen und was sie zu deinen Plänen sagen.

    Dabei musst du aber immer bedenken, dass Mentoren oft zumindest eine kleine Entlastung bekommen, so dass er schon die Hauptlast bei deiner Unterstützung tragen sollte.

    Und du solltest bedenken, dass die Entlastung meist nur klein ist und verfügbare Zeit mit deinem Mentor effizient nutzen.

    Dass ein erfahrener Kollege weniger Zeitaufwand für eine einzelne Klasse aufwenden muss als ein Anfänger halte ich für normal.

    Vielleicht schreibe ich an deiner Frage vorbei, aber ich vermute, dass ein Schulwechsel im OBAS nicht möglich ist, und wollte daher andere Tipps geben. Andere können da aber mehr zu sagen.

    Es ist einfach die Frage, was gerechte Verteilung bedeutet.
    Wie bei der Alimentation jedem, unabhängig seiner Leistung, genau seinen Bedarf zu geben, ist auch eine Art Gerechtigkeit.
    Genauso wenn jeder genau das Gleiche bekommt.
    Und andere halten eine Verteilung nur dann für gerecht, wenn nach Leistung verteilt wird.

    Alles hat Vor- und Nachteile, bei bedarfsgerechter Verteilung wird über die Bedarfe gestritten, bei Gleichverteilung sinkt die Motivation überhaupt etwas zu leisten und bei Verteilung nach Leistung wird diskutiert, welche Leistung jetzt was wert ist. Dass alle zufrieden sind, habe ich noch nie erlebt.

    Kennst du viele?
    MEIN Vorurteil ist, dass die wenigsten Sportler*innen sich 2-3 alte Sprachen antun ;)
    Die Fächerkombi habe ich tatsächlich noch nie getroffen und ich würde mich in meinen Vorurteilen erschüttert sehen :rofl:

    Mit dieser Kombination (Sport-Sport-Religion) kenne ich tatsächlich auch jemanden. Aber ich habe keine Ahnung, ob das aktuell in BW eine zugelassene Kombination ist. Davon könnte die Häufigkeit der Kombination auch einfach abhängen.

    Sport kenne ich aktuell vorallem in Kombination mit Mathematik. Aber natürlich gibt es Sport auch mit Deutsch, einer Fremdsprache oder Biologie.

    Ich kenne auch jemanden, der Sport und KunKunst als Kombination hatte. Geht heute, glaube ich, in BW auch nicht mehr.

    Ich sehe schon, nur weil ich aus der realen Welt berichte, hält man mich für einen Troll, jäh, ok und der Shitstorm war auch vorhersehbar...auch egal...das sind meine Erfahrungen und dass verbeamtete Kollegen ein paar Hundert Euro mehr im Portmonnaie haben, wenn sie Ihr Gehalt bekommen und dass Angestellte die Pension alleine stemmen, das erwähnt hier keiner, bleibt mal schön in der Blase mit dem Trollglauben und so weiter...

    Natürlich kennen wir die Unterschiede zwischen Lohn und Dienstbezügen. Trotzdem ändert das nichts daran, dass du vor Unterschreiben des Sngestelltenvertrags hättest verhandeln müssen.

    Du darfst hier im Forum gerne deinen Unmut darüber äußern, aber wir können hier nicht mehr daran ändern als du. Unsere Kommentare sind daher nicht böse gemeint, sondern erklären einfach die Realität.

    Irgendwann muss man lernen, wie man Schülern etwas vermittelt. Entweder im Selbststudium mit der Gefahr sich schlechte Angewohnheiten anzutrainieren, weil man es nicht besser weiß. Alternativ kann es individuelle Unterstützung durch einen Mentor vor Ort geben, oder zentral durch Fachleiter im Seminar. Einzelunterricht ist wegen des erhöhten Personalbedarfs aber immer teurer als Gruppenunterricht und der Austausch mit den Mitreferendaren kann auch eine große Unterstützung sein.

    Ich sehe den Nachteil des Referendariats einfach nicht, auch wenn man auch ohne Referendariat ein sehr guter Lehrer werden kann.

    Warum kann man mich als angestellte Lehrkraft zur Klassenlehrerschaft verpflichten, obwohl ich viel weniger verdiene als die verbeamteten Lehrkräfte...

    Weil es im Arbeitsvertrag nicht ausgeschlossen ist, sondern in deinen Aufgaben inkludiert ist. Und den Arbeitsvertrag hast du unterschrieben.

    Hast du denn vor der Unterschrift unter deinen Arbeitsvertrag versucht, die Tätigkeit wegzuverhandeln, wenn du der Meinung bist, sie sollte nicht zu deinen Aufgaben gehören?

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