BW hat bei Einführung (in meinem Referendariat) übrigens gesagt, dass sie es (auch) machen, weil sie eben gleich lange Schuljahre wollen (und da gab es nur diesen Termin, weil ihn sonst niemand wollte). Alles hat Vorteile (gleich lang) und Nachteile (ab Mitte August beginnt auch bei uns oft der Frühherbst, wird es abends (zu) kühl, um lange draußen zu sitzen). Am liebsten wäre es vermutlich allen, von Mitte Juli bis Ende August Ferien zu haben. Im September bin ich entweder schon wieder an der Schule (Chemiesammlung, dieses Jahr Lernbrücke) oder noch einmal im Urlaub im Süden Europas (dieses Jahr halt nicht).
Hallo!
Ich vermute, der gewünschte Ferienzeitraum ist individuell sehr verschieden. Der eine möchte im heißen Juli Ferien, der nächste in den günstigeren ersten Septemberwochen und der dritte möchte rotieren, damit für jedes Reiseziel eine geeignete Reisezeit in ausreichend langen Ferien liegt.
Ich persönlich würde als Lehrer jedenfalls nicht rotieren wollen. Ich finde es gut, dass das Schuljahr in BW immer gleich lang ist. Und privat bin ich mit den baden-württembergischen Ferienzeiten, die sehr gleichmäßig verteilt sind, auch sehr zufrieden.
Was ich nicht verstehe ist, dass die Länderchefs der rotierenden Länder nur meckern, dass BW und BY mitmachen sollen. Alternativ könnten sie auch aus dem System aussteigen und ihre Ferien auch einfach dauerhaft festlegen. Wenn rotieren doof ist, dann ist es doch nicht besser, wenn mehr Länder mitmachen. So hat das etwas von „wenn ich etwas nicht bekommen kann, sollen es BW und BY auch nicht haben“.
Als Schüler habe ich die unterschiedliche Schuljahreslänge eigentlich nicht mitbekommen, ich musste den Unterricht ja nicht planen. Gut war, dass BW zumindest manchmal mit NRW längere Ferienüberschneidung hatte, so dass gemeinsame Ferien mit Freunden von dort möglich waren. Das fiele sicher bei einigen Länderkombinationen weg, wenn niemand mehr rotieren würde. Das ist aber der einzige Vorteil der Rotation, die mir einfällt, und er ist ziemlich außerschulisch.
LG DFU