Beiträge von chilipaprika

    ich verstehe wirklich nicht, was die ganzen Bewertungen soll. Fragt ihr euch auch, ob es beim Bäckereiverkäufer gerechtfertigt ist, wann er seinen Urlaub einsetzt? Keiner will was geschenkt bekommen, es ist nur ein Nachteil im Lehrerjob, dass man eben gar keine Flexibilität hat (und ja, es gibt auch andere Jobs mit ähnlichen doofen Einschränkungen).

    Naja, zum Unterlagen einreichen ein ganzer Tag...?

    Wir wollten einen bestimmten Tag, mein Mann hat tatsächlich für die Anmeldung des Termins einen halben Tag Überstunden genommen, um den Termin bekommen zu können (6 Monate im Voraus kann man anfangen, sich einzutragen, 10 Minuten nach Eröffnung des Standesamts war der Tag voll).

    Dass ich in den letzten Jahren mit Überstunden oder Urlaub meine Arzttermine legen konnte, habe ich als Luxus pur empfunden. Kein schlechtes Gewissen, einfach meine Sache (natürlich im Rahmen der zu erledigenden Arbeit), keine doppelte Arbeit mit Vor-/Vertretungsaufgaben, usw..

    Wie meinst du das?

    Dass man im Regelfall nicht zum Amtsarzt muss? Ja.

    Dass es sei kann, dass man bei vielen Fehlzeiten wieder zum Amtsarzt gehen muss? Ja. (Dafür auch "Probezeit"). Aber in der Regel ist es mit "Sorry, zwei mal Corona, einmal Grippe" abgetan und muss vielleicht nicht mal auftauchen, aber die Möglichkeit existiert. Der Amtsarzt entscheidet dann, ob die Fehlzeiten Einzelfälle waren (körperliche OP, wochenlanger Ausfall), oder zum Beispiel regelmäßige Verlängerungen von Wochenenden oder eigenständiges Ausgleichen von vermeintlichen Überstunden.

    ich habe vom rechtlichen keine Ahnung (bezweifle allerdings, dass man dir eine andere Stelle woanders anbieten würde), verstehe aber einiges nicht:
    Wenn dein aktuelles Attest nicht verlängert wird:
    - wann wurde dein Attest an die BR geschickt? das alte?
    - Gibt es von deiner Seite Bedenken zu deiner Dienstunfähigkeit, dass du direkt über alternative Stellen denkst? Wie lief die Wiedereingliederung?

    Es ist vielleicht pietätslos, aber vielleicht bin ich durchaus arbeitsfähig (also: nicht krank), aber ich muss eine Menge organisieren und würde dafür Urlaub nehmen, weil es gemacht werden MUSS.
    Wenn ich nicht arbeitsfähig wäre, würde ich nicht an den Ort des Geschehens reisen und mit Menschen über die Räumung eines Hauses, die Farbe einer Grabplatte oder so.

    Oder ohne den Tod naher Angehöriger zu nehmen:
    Meine Schwester war eine Zeit lang sehr krank, es gab medizinisch notwendige Familientermine, ich war zum Glück im Studium und konnte das Semester in den Sand setzen, weil ich mehrmals dahin gereist bin (war mir wert), ich hätte heutzutage in meinem Beruf keine Möglichkeit, alle 3-4 Wochen für 2 Tage dahinzureisen.
    Mein Vater war vor ein paar Jahren an Krebs erkrankt, meine Mutter war der Meinung, ich müsse vorbeikommen, ich bin übers Wochenende mit Flixbus gereist. Weder gab es Werktagtermine, noch war es mir das wert, meiner SL meine Lebensgeschichte zu erzählen, ich weiß rückblickend nicht, ob ich für den Fall Urlaub genommen hätte. Eine Krankschreibung und mich dann in einen Nachtbus zu setzen, naja...

    Und ja, ich hab den Deal als Lehrerin eingekauft, darf aber trotzdem doof finden, dass es so ist und MUSS es nicht als gegeben ansehen, es gibt Länder, wo es anders ist.
    (und nein, ICH hätte keine Probleme, auf Zuruf im August Tätigkeiten zu übernehmen).

    Ich hätte auch wie Conni geantwortet, sehe aber: du bist seit 15 Jahren schon im System, dann würde man dir nicht die Möglichkeit der Verbeamtung geben, wenn du soviel fehlen würde.
    Bei Erstverbeamtung ist der Risikozuschlag auf 30% gedeckelt, die Höhe wirst du sicher haben, allerdings bist du jetzt nicht mehr sooo jung, du steigst mit einem verhältnismäßig hohen Beitrag ein und es potenziert sich alles (also der 30%-Zuschlag bleibt und jede Erhöhung ist dann prozentual von den "130%".) (Ich habe in den letzten 10 Jahren natürlich die ganz krassesten Erhöhungswellen der letzten Jahrzehnten mitgenommen, aber mein Beitrag von ca. 300 Euro (mitte 30, inklusive Zuschlag) ist jetzt bei 500 Euro.
    Wenn du nicht gerade VZ- UND kinderlos bist, vermute ich, dass es finanziell ganz klar sein sollte, zumal Berlin die pauschale Beihilfe hat.

    Ich überlege, wie du das gemeint hast. Wer hat das wem um die Ohren gehauen? Das Seminar die Reffis ans Christentum erinnernd oder umgekehrt also kritisch?

    Das Seminar die Reffis erinnernd.
    Gymnasiallehramtsseminar, im allgemeinpädagogischen Seminar immer wieder Fälle / Themen, die darauf gemünzt wurden (Weihnachten ist Weihnachten, nicht Winter, Adventsvorbereitungen sind wichtig für die Klassengemeinschaft, muslimisches Mädchen will nicht schwimmen, was machen Sie, muslimischer Vater will nicht die Hand geben, was machen Sie, Thematisierung von christlichen Festen in allen Fächern möglich), aber eben auch in einzelnen Fächern (in den Fremdsprachen Thematisierung von Bräuchen, in Politik Verantwortung vor Gott (Anmerkung meiner allgemeinpädagogischen Seminarleiterin nach dem Besuch einer Politikstunde, ich hatte vergessen, es anzumerken), usw..

    Aber generell wurde sich sehr viel darauf abgearbeitet.
    Ach, habe ich erwähnt, dass ich als doofe naive Person (aus NRW kommend) erstmal noch vor der Schulzuweisung angerufen hatte, um zu sagen, dass ich mir zwar einen Ort gewünscht hatte, aber bitte die konfessionelle Schule am Ort ausschließen möchte (wie in NRW möglich!) UND beim allerersten Termin am Seminar, als die Liste für das "Adressenbuch" des Philologenverbands (ja) rumging, das ja so wichtig ist, weil daraus auch Schulleitungen Leute aussuchen, wenn sie neue Planstelleninhaber*innen suchen (kann stimmen, aber eigentlich rufen sie am Seminar und fragen "eyh du, haste Mathe? dem geb ich schon jetzt die Stelle für in 12 Monaten"), ich die Zeile "Konfession" (für die ich zu dem Zeitpunkt noch Steuer zahlte) mit einem Strich versah, mit der Bitte, dass die Information eben nicht gegeben wird (also im Prinzip sollten wir nur unterschreiben, dass wir mit der Datenweitergabe einverstanden sind).

    Chili,
    im Glauben (haha) erzogen worden, dass Religion Privatsache sei und man es also nicht in jedem Gespräch als Begründung seines Handelns oder Moralkeule benutzen sollte.

    Ich hoffe, ein kurzer Klugscheiß-Exkurs ist ok...

    Jup.
    Und schade, dass du den zweiten Beitrag, den ich heute morgen am Handy zwischen zwei Hundekuschelattacken gelesen habe, gelöscht hast :(

    Ja, ich bin mir dessen bewusst, dass "normale" Hunde solche Gefühle nicht kennen.
    Aber MEIN Hund ist hochbegabt und bei ihm gelten einfach keine Tier-Regeln ;)

    (Ja, meine Hunde sind Tiere und ich weiß, ich darf sie nicht vermenschlichen, blabla, aber jede*r hat seine Baustellen ;)
    Er weiß ganz genau, wo seine Decke ist, wenn ich ihn darauf schicke, oder welche Regeln im Haus gelten, aber tja.
    Und ja, das Ressourcenverteidigen haben wir immer bei der Erziehung im Blick gehabt, besagter Hund zeigt mit über 10 Jahren keine Aggressivität diesbezüglich, trotzdem würde ich ihn nicht alleine mit meinem Neffen oder anderem Kleinkind lassen, ich weiß, dass es ein Tier ist.)

    Ich glaube nicht, dass es Einfluss auf Beförderungen an, ich lasse aber auch alles, was relevant sein kann, in die Akte packen (irgendwann bewirbst du dich auf XY und jemand schaut in die Akte, was weiß ich..).
    Man muss natürlich unterscheiden, ob es sich um eine Kleinigkeit oder was Großes handelt. In die örtliche Akte würde ich es immer so machen, bei einigen Sachen habe ich danach gefragt, dass es auch an die Akte bei der BR geht (Studienabschluss, mehrjährige Fortbildung).

    Ich habe mittlerweile so viele Videos von anderen Hunden gesehen, dass ich mir nicht mehr zu viele Gedanken mache, aber der erste Hund MUSS mich küssen, wenn mein Mann mich küsst und er in der Nähe ist.
    Der zweite nicht, dafür setzt er sich oft demonstrativ und herausfordernd direkt an meinen Füssen, wenn mein Mann ihn für irgendwas ruft. (und ignoriert mich nicht mal mit dem Arsch, wenn mein Mann Essen bringt.)

    Das ist der Absatz, mit welchem ich zur Schulleitung gehen würde,

    Zitat von §5, Abs. 5 APO-SekI

    (5) Nicht erbrachte Leistungsnachweise gemäß § 48 Absatz 4 Schulgesetz NRW sind nach Entscheidung der Fachlehrerin oder des Fachlehrers nachzuholen oder durch eine Prüfung zu ersetzen, falls dies zur Feststellung des Leistungsstandes erforderlich ist.

    Ich würde dann mit meinen ganzen Notizen, aus denen ich eine Note bilden kann/konnte, fragen, ob ich diesen Passus nutzen kann, und sonst: tja, Pech, da nur noch 2-3 Tage, bevor alles in die Computer eingetragen werden muss.

    Der Absatz ist zwar im Sinne für die Schüler*innen, die viel fehlen, aber ich würde wie gesagt es als Unterstützung für das Anliegen nehmen.

    nein, passiert vielen.
    Das wichtigste: du kannst deine Note bilden und rechtfertigen. An der mangelnden Klassenarbeit zur Abfrage der Stilmitteln wird es nicht scheitern.

    Und wenn das Land Vertretungsreserven hätten, dann würde auch gescheiter Vertretungsunterricht möglich sein (es klingt bei dir nicht so, dass du immer 1-2 Tage weg warst, sondern länger)

    jup, NDS

    Zitat von Schulgesetz, §2

    Die Schule soll im Anschluss an die vorschulische Erziehung die Persönlichkeit der Schülerinnen und Schüler auf der Grundlage des Christentums, des europäischen Humanismus und der Ideen der liberalen, demokratischen und sozialen Freiheitsbewegungen weiterentwickeln


    jede Woche im Seminar um die Ohren gehauen. (also den Teil mit dem Christentum

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