Beiträge von chilipaprika

    Hallo!
    Hat jemand diesbezüglich Erfahrung?
    1) Werden Daten automatisch weitergegeben?
    2) Werde ich gefragt, ob ich damit einverstanden bin?
    3) Würde ein zugestimmter Kosten-/Behandlungsplan übernommen werden?
    4) Umgekehrt: Werden vorherige Leistungen angerechnet?
    Viele theoretische Fragen, ein Teil davon wird mich abstrakt oder real betreffen, da ich jetzt wieder die Beihilfestelle wechsle (Beim ersten Wechsel habe ich mir die Frage gar nicht gestellt)
    Vielen Dank im Voraus für Erfahrungen, Wissen oder Vermutungen.
    chili

    die Möglichkeit, die Öffnungsaktion fürs Ref nutzen zu können, ist verhältnismäßig jung, die Quote an Menschen, die diese genutzt haben, relativ klein.
    Frag direkt bei einem Debeka-Berater, am besten per Mail, dann hast du es schriftlich.
    Je nach Alter wird der finanzielle Unterschied zwischen PKV+30% und GKV aber nicht unbedingt soooo groß sein, da würde ich überlegen, ob es mir fürs Ref wert ist (je nach Häufigkeit von Arztbesuchen und so).

    interessant... trotz ab und zu Ungleichverteilung (nie so krass, aber wir "starten" in NRW eh schon bei 25-26 Grunddeputat) bin ich nie auf die Idee gekommen, den Feiertag einer anderen Woche ausgleichen zu wollen :D
    Da wir an meiner Schule keine einstündigen Fächer haben (wenn, dann werden sie epochal unterrichtet), sieht man die SuS definitiv jede Woche und so viele Feiertage auf dem selben Tag gibt es nicht.
    Ich hatte zwar ein Kurzfach in einem 2. Halbjahr Mitte März übernommen, wo ich am Ende kaum Noten geben konnte, aber es lag tatsächlich nicht (nur) an sowas. zwei Mal eine Stunde Politik in der Woche wäre mir - zumal in einer Klasse, die ich nur in dem Fach habe - ein Graus.
    Vermutlich Typsache.
    Und vermutlich habe ich zu selten ein Kurzfach in der Sek1, so dass ich deutlich weniger diese Effekte sehe. Danke für die Perspektive.

    Die Tatsache, dass eine Schule ein Konzept mit A- und B-Wochen fährt, wäre für mich schon genug Grund, mich nach einer Alternative um zu sehen.

    Es wäre vielleicht nicht der Auslöser, eine neue Schule zu suchen, aber ich kann mir das mittlerweile nicht mehr anders (als A- und B-Woche) vorstellen und ich würde eine Rückkehr zum Einzelstundenmodell echt doof finden (bei allen Vorteilen, die es z.B. in der Spracherwerbsphase bringt). Jede Einzelstunde, die es in meinem Stundenplan gibt, verteufle ich immer.

    "die Schulleitung" ist vermutlich: die Zwänge des Stundenplans.
    Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen (bei uns): du hast Kurse, die ungerade verteilt auf A- und B-Woche sind und es sind Kurse in Schienen (und dank deiner Fächer tippe ich darauf, dass du viele Schienen hast), da kann man leider nicht viel schieben.
    Wenn ich (auch in vielen / nur in Schienen) zwei Kurse bekomme, die die Doppelstunde mehr in der A-Woche haben, dann geht es schnell, weil es keine Nachkorrektur-Möglichkeit gibt. Das hat also nicht unbedingt etwas Böswilliges dahinter.

    Unglücklich ist es trotzdem und ich finde 28 Stunden bei 24 VZ schon eine Mehrbelastung, da überlebt man nur jede zweite Woche und kann nur in der anderen durchatmen.

    und so unschön es ist, es ist menschlich.
    Vernetzung und Kontakte sind das A und O.
    Ich musste gerade gestern einen Text drüber lesen. jede*r kann sich an die Kindheitsspiele erinnern: Wer wurde ins Team geholt? Freundschaften und Beliebtheit haben durchaus auch Vorrang vor reiner Kompetenz gehabt (gut, ich hab einfach reden, ich war weder sportlich noch beliebt, aber auch bei irgendeinem Mathe-Wettbewerb wurde ich nicht "freiwillig" in ein beliebtes Team genommen, dabei war ich eine 1er Schülerin und am Ende sogar Schulsiegerin).

    Menschen sind nicht immer die logischsten..

    Das wundert mich überhaupt nicht. Solche Spässe kenne ich auch von italienischstämmigen Doppelbürger*innen, die irgendwann den italienischen Pass einfach entnervt verfallen lassen. "Lustig" wird es dann, wenn z. B. Angehörige im Herkunftsland sterben und es irgendwie ums Erbrecht geht. Es ist nicht mal innerhalb Europas so einfach, wie sich mancher hier einbildet.

    und DAS ist leider der neueste Antrieb in meiner Geschichte.
    (Also noch ohne Anlass, aber irgendwann wird es doch eine Rolle spielen und nachdem ich eh mit dem Prozess angefangen habe, haben mir meine Eltern erzählt, dass sie selbst Maßnahmen einleiten, damit mein Neffe "geschützt" ist (damit meinen sie: alles an ihn geht :-D).
    Sehr OT, aber doch aufregenswert ...

    Das Zivilstandsamt in Basel wollte meine damals 42 Jahre alte Geburtsurkunde auch nicht haben.

    In Frankreich liegt es daran, dass auf der "Geburtsurkunde" auch die Ehe eingetragen wird (und die Kinder und so weiter).
    Deswegen nur 3 Monate alt, um solche Fälle wie meinen zu verhindern.
    Klappt nur, wenn die Daten weitergegeben werden.

    Wenn wir schon bei absurden Papieren sind: Ich habe keine Papiere, die meine französische Staatsbürgerschaft auf Anhieb nachweisen. Mein seit 10 Jahren abgelaufener Perso ist auf meinem Mädchennamen. Aber das Absurde: der deutsche und der französische Staat haben es immer noch nicht geschafft, miteinander zu kommunizieren und Frankreich weiß nicht, dass ich verheiratet bin (und ich kämpfe dafür, aber die Geschichte dazu hat was von Slapstick und Formular A38.)
    Soviel zu unseren gut geführten Dokumenten.

    Von welchen Migranten sprechen wir gerade überhaupt?

    Ich wusste nicht, dass wir von bestimmten Migrant*innen sprechen.
    Aber ich habe die Beispiele gewählt, wo ich weiß, dass ich in diesem Punkt nicht mit einer europäischen Selbstverständlichkeit drangehen darf.

    Dass der Franzose (ich bin nicht doof, ich weiß, den meinst du nicht, aber mir egal) einen Pass und Papiere hat, ist klar. Glaub mir, ich habe oft genug irgendeine Geburtsurkunde hier vorzeigen müssen, um das zu beweisen. [Und trotzdem sind diese Dokumente in Frankreich und Deutschland wenig vergleichbar. Ich vermute, deine deutsche Geburtsurkunde bzw. Auszug aus dem Geburtsregister ist lebenslang gültig. Mein Auszug ist nur drei Monate gültig :D ]

    Andere Länder, andere Sitten und dass einige Menschen im Mittelmeer oder auf dem Fluchtweg einiges nicht dabei hatten, was der deutsche Staat als notwendig erachtet, verwundert mich halt nicht. Ein Freund von mir kommt aus dem Kamerun, er kennt auch nicht sein Geburtsdatum, ist also am 1.01. geboren (Papiere im Kamerun gemacht), die deutsche Ausländerbehörde hat ein anderes Datum (Mitte Januar) eingetragen, weil es "weniger doof" klinge. Bei der Gelegenheit haben sie Vor- und Nachname vertauscht, weil sie den englischsprachigen (!) Pass falsch gelesen haben und bei der Einbürgerung hatte er tausend Probleme, es wieder geradezubiegen, obwohl es über 10 Jahre lang nachweislich bemängelt hat.

    Ein bisschen mehr Interkulturelle Kompetenz und Verständnis dafür, dass alle unterschiedlich sein können, würde nicht weh tun.

    Glaubst du ernsthaft, dass es in Ländern, in denen Krieg, Armut und / oder Hungersnot herrscht, relevant ist?
    Ich habe (sniff, Vergangenheit) die letzten Jahre zum Beispiel mit Schulen in Gambia, Kenia und Tansania gearbeitet, da wissen viele Kinder nicht wirklich, wie alt sie sind, bzw. in welche Klasse sie gehen (und ich möchte die These aufstellen, dass das Alter in "unserer" europäischen Kindheit so wichtig ist, weil es mit wichtigen Ereignissen wie der Einschulung korrelieren soll, von der der Rest abhängt (Einschulung minus 1 Jahr: verpflichtender Kindergarten, oder minus 3 Jahren: Vorschule in Frankreich, etc...).
    In Ländern, wo die Schulpflicht nur auf dem Papier gilt, dann wird es verschoben und reale Bedeutung hat nur "stark genug, um den Weg zu gehen" oder "genug Geld da", nicht, ob es ein Kann-Kind ist oder nicht.
    Und viele fangen dann die Zeitrechnung grob so, wenn sie Richtung Europa gehen "seit 5 Jahren in der Schule".
    Selbst an der Schule in Gambia, wo die europäische Denkweise mitten im Dorf implementiert wurde, weiß der Schulleiter oft nichts und kann nur sagen, wie lange das Kind kommt und dass das Kind vor zwei Jahren laufen konnte, als es mit dem älteren Bruder zur Schulanmeldung kam.
    Oder: Das Schulprojekt schult keinen Jungen aus einer Familie ein, wenn es eine nicht eingeschulte Schwester gibt. Ergebnis: sie werden zusammen eingeschult, selbst wenn die Schwester ein bisschen älter ist.

    Das ist Vorsatz oder kennst du viele Kinder, die selbst nicht wissen, wie alt sie sind?

    also: ich bin nicht überheblich genug, mich auf der ganzen Welt auszukennen, aber in Ländern, wo andere Sachen wichtiger sind, als der eigene Geburtstag und Alter. Sorry, aber es spielt nicht überall dieselbe Rolle.


    # zu langsam getippt bzw. nicht abgeschickt, deswegen Wiederholung von anderen Beiträgen.

    Also: hätte meine Familie fliehen müssen und meine Mutter nicht dabei sein können, auf dem Weg versterben... Mein Vater wäre - ohne Vorhandensein von Dokumenten in der Hand - ganz oft nicht in der Lage gewesen, absolut elementare Angaben ohne Widersprüche zu machen.
    Und ja, auch um Jahre. Geburtsdaten kriegt er für die zwei Töchter gerade hin, für die Pflegekinder, die in der Familie - also bei und mit ihm - aufgewachsen sind, nicht und definitiv nicht das richtige Jahr. Und ich spreche von gerade mal Kindern, die als Baby oder in der frühen Kindheit zu uns gekommen sind und bis zum 18. Geburtstag /darüber hinaus bei uns lebten, nicht von den vielen anderen, die "nur" 2-3 Jahre dabei waren.

    Nichts, die Antwort, die Schule ist ein geschützter Raum.

    Man hat die Wahl zwischen Blockwart und Mitwisser bei Sozialbetrug.

    Oh... wie wichtig es ist, 1) nicht zu schnell zu lesen, 2) unbekannte Wörter im Wörterbuch nachzuschlagen, 3) nicht automatisch anzunehmen, dass Menschen wie einer selbst denken.

    Mein "Danke-Smilie" bezog sich auf "die Schule ist ein geschützter Raum" und darauf, dass ich dachte: Ich mache eben Block nach außen und keine*r kommt an meine SuS, auch wenn das Wort "Sozialbetrug" naja solala ist.
    Sorry fürs "Liken"

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