Beiträge von chilipaprika

    Also: ICH habe durchaus diese Vorlesungen genossen und sehr zu schätzen gewusst.
    Jemand mit deutlich mehr (Spezial)Wissen als ich hat sein Wissen aufbereitet, damit ich es in zwölf Wochen lerne.
    Das ist ein Privileg sondergleichen. Dann kann ich auch mit anderen Menschen genau dazu ins Gespräch kommen, noch mehr lernen. Also das Psychologie-Studium wartet auf meinen Lotto-Gewinn (oder Pensionierung).

    Einige Fächer haben nur andere Namen, aber im Grundschulbereich ist es tatsächlich oft so, dass Wechsel gar nicht so einfach möglich sind. Wer sich mit der Lehrerausbildung beschäftigt, sollte wissen, dass man eher da studiert, wo man danach arbeiten möchte. Nicht desto trotz hoffe ich, dass sowas immer flexibel gehandhabt werden kann.

    Ich finde es auffällig, dass hier so viele die TE damit „vertrösten“, dass man ja eh mit Kindern zukünftig diesdas, obwohl hiervon bei der TE keine Rede ist.

    Ergänzung von mir: ich schreibe als Kinderlose.


    Im Prinzip dreht sich unsere ganze Gesellschaft um die Schulferien.

    Das ist leider so.
    Man muss sich damit abfinden und eben einen anderen Freiheitsbegriff für sich haben.

    ich bin ganz froh, dass die "Partner-Kollegin" meines Mannes keine Kinder hat. Sonst könnte er nicht immer die Schulferien nehmen. Es war eher umgekehrt: Als ich nicht in der Schule war, hatten wir Probleme, Urlaub außerhalb der Schulferien zu nehmen, weil Abläufe und Urlaubspläne so daran orientiert waren. Bei mir ähnlich bei der Arbeit.
    Im Prinzip dreht sich unsere ganze Gesellschaft um die Schulferien.

    Erinnert mich daran, dass ich bei einer Fahrt nach London in einer "Attraktion" weinend rausmusste, Panikattacke. Es gab halbrealistische Effekte mit Licht und Rauch und der große Brand von London hat mir den Rest gegeben. Ich ging durch eine Abkürzung raus, eine Schülerin kam erstmal mit mir (sie hat es im Dunkel mitbekommen!), hat mich beruhigt und lief dann zurück zur Gruppe.
    Draußen habe ich dann brav auf die Gruppe gewartet.
    Hätte ich im Vorfeld nie planen können, ging aber beim besten Willen nicht anders.

    (ach: noch was: deine Schule bekommt ziemlich sicher keine Meldung der AU (sondern die BR/das Land, wie auch immer). Du meldest dich ganz regulär krank, erwähnst in einem Satz, dass die AU bei dir elektronisch ist (das Sekretariat hat ja nicht immer auf dem Schirm, wer welchen Status hat, deswegen müssen wir auch erwähnen, ob eine AU kommt, elektronisch oder auf Papier).
    Schreib wirklich (!), dass es voraussichtlich 4 Wochen sind, oder voraussichtlich verlängert wird. Das ist das Signal, das die Schulleitung braucht, um die Vertretungssituation ernstzunehmen. und DAS wiederum wird dich entlasten.

    Ich möchte hier nur noch betonen und bekräftigen: Gib dir die Zeit, nimm WIRKLICH die 4 Wochen (und mehr!) in Anspruch, kehr nicht für irgendwelche ZP10-Vorbereitungen zurück.
    Die Schule muss es selbst klären, Punkt.
    Und ZP10 wird ja intern korrigiert, im schlimmsten Fall wird ein Auge in deiner Klasse halb zugedrückt.
    Die Erholung (und Arbeit an/mit sich selbst) fängt erst an, wenn du RICHTIGEN Abstand hast. Vorher ist es noch nicht.
    Gute Erholung, gute Besserung!

    Nun steht in 1 1/2 Jahren die amtsärztliche Untersuchung für die Lebzeitverbeamtung an.

    Ihr habt in Hessen doch mehrere Besuche. Wird bei der "letzten" Untersuchung wieder alles abgefragt oder nur "und? Wie sind die Krankheitstage?"
    Damit rate ich NICHT dazu, etwas zu verschweigen aber gebe nur den Rat: nur das erzählen, wonach gefragt wird. Du musst also nicht jetzt den Amtsarzt anrufen, um ihm das zu erzählen ;)
    Zwischen der Beihilfe und den Personalführungen gibt es eine Firewall. Natürlich werden keine Daten ausgetauscht (auch wenn ich die Gedanken nachvollziehen kann)

    Ich habe keinen angegriffen, aber ich finde das Wort lieben problematisch.

    Und das Stockholm-syndrom würde ich niemandem ferndiagnostizieren, aber lustigerweise könnte ich es mir zuschreiben. Allerdings jeder einzelnen Form von Arbeit.

    Und das Wort lieben suggeriert eben, dass man keine Distanz hat, dass man keine Trennung vornehmen kann, dass man sich nicht abnabbeln kann, wenn es notwendig ist (und dazu haben wir gerade auch einen Thread und immer wieder).

    Es kann sein, dass das Wort triggert, ich mag meinen Job, ich mach ihn okay bis gut, ich hab ihn vermisst, als ich einen anderen ausübte (und vermisse jetzt den anderen), aber Liebe sollte es nicht sein.

    Ich bin monogam und Liebe sollte es für etwas Anderes geben. Gut, ich liebe Tiramisu und Kichererbsen, ich liebe Schaukeln und so. Aber nein: ich mag Schaukeln, es gibt mir Glücksgefühle. Genauso wie ich auch Glücksgefühle habe, wenn Schüler*innen was gelernt haben oder Studis eine gute Praktikumsreflexion abgegeben haben. Aber es darf nicht sein, dass ich zusammenbreche, wenn mein Job mir heute die Liebe verwehrt (weil es stressig ist, weil es heute nicht klappt…)

    Und natürlich gebe ich in bestimmten Jobs in Bildung und Soziales mehr ‚von mir‘ als mein Mann als Personaler, ABER es muss ein Job bleiben.

    Ich hake auf keinen rum, aber dieser ‚Liebediskurs‘ befeuert viele Probleme in unserem Feld UND bei den anderen Personen/Kolleg*innen.

    Warum ist es nicht vorstellbar, dass man professionell sein kann, auch wenn es nicht der Lieblingsteil des Jobs ist?
    Die wenigsten von uns mögen korrigieren. Trotzdem machen wir es doch gewissenhaft?
    Ich kann mit der Unterstufe nicht gut und hätte gerne einen ärztlichen Attest, der Vertretungsstunden drin verbietet :-D. Trotzdem bin ich nett und zugewandt, wenn ich dort bin. Ich arbeite an meiner Geduld und so weiter.
    DANACH bin ich so ausgelaugt, wie nach 5 Stunden Oberstufe. Aber trotzdem schreie ich die Kids nicht an.

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