Beiträge von chilipaprika

    ich habe keine Antwort, auch wenn ich vermute, dass JEDE Erweiterung immer sinnvoll ist und Sek 1 immer noch besser ist als nichts.

    Aber: Was spricht gegen:
    1. Staatsexamen Latein/Bio
    ein paar Monate später: 1. Staatsexamen Mathe (egal ob L2 oder L3)

    erst dann ins Ref?

    Vom NIveau der Veranstaltungen das abhängig zu machen, ist für mich eine nachvollziehbare Begründung, vom Zeitpunkt, weniger. Auf die paar Monate kommt es im Leben nicht mehr an, erst recht, weil ihr doch in Hessen "eh" lange warten müsst, oder?

    Angeblich, so war meine Info, würde das Gutachten der Beihilfestelle nicht (!) mit der Personalstelle ausgetauscht. Das wurde auch schon vielfach gesagt. Viel Grübeln über berufliche Nachteile bleibt aber hier sicher auch nicht aus.

    Ist auch so.
    Und selbst, wenn die Personalstelle es erfahren würde (weil du es ihnen sagst oder länger fehlen würdest): bist du nicht schon längst im System?

    Hast du nachgefragt? Ich habe beruflich die Erfahrung gemacht, dass Selbstzahler gebau so gern gesehen sind wie Privatversicherte (unabhängig ob mit oder ohne Beihilfe).


    Ebenfalls ähnliche Erfahrungen.
    Abgesehen davon: Die Praxis weiß doch nichts davon, OB du danach die Rechnungen einreichst. Und wenn du nach den probatorischen Sitzungen sagst, dass du weiterhin selbst brav bezahlst (wie vorher, wo du keine "Genehmigung" brauchtest), wird auch kein Gutachten erstellt (was eh egal wäre, siehe Antwort davor).

    Man kennt die Note des Erstkorrektors doch nicht, oder ist das bei euch anders?


    Ich mache demnächst Screenshots vom Lehrerforum... Mal sehen, ob es ein Sach- und Lachbuch wird, eine Diss über die Unvergleichbarkeit der vergebenen Abschlüsse oder mein Abschiedsbrief aus dem System...

    Ja, es ist "bei uns" anders.
    In NRW sehe ich als Zweitkorrektorin alles: Alle Kommentare und alle einzeln vergebenen Punkte, sowie - natürlich - die Endnote bzw. den Vorschlag.
    Ich sehe sie nicht nur, sondern vergebe meine Punkte in der Spalte direkt daneben ;)

    Naja, PE (ein Fach) in Politik ist technisch möglich (NRW), und auch wenn Politik kein Mangelfach ist: an der Sek1 ist ALLES Mangelfach, also durchaus möglich, dass eine Schule den Weg nimmt, wohlwissend, dass er danach in Englisch (und Deutsch und Erdkunde und Geschichte und Philo etc...) eingesetzt wird.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich es gut finde und empfehle, aber...

    Sorry, aber ich hoffe, dass es in keinem Bundesland ausreicht. Dann kann man auch jeden mit Abitur (C1-Nachweis) mitnehmen. Ein Abschluss in der Sprache sagt nämlich genauso wenig / viel aus.

    Fremdsprachenunterricht ist wesentlich mehr als Sprechen / Schreiben.
    Abgesehen von der Didaktik, die du ja auch in der Seiteneinstiegsausbildung bekämst (hoffentlich), fehlen dir die Grundlagen in Literatur, in Linguistik und in Landeskunde.

    Vor Jahren gab es in NRW den Muttersprachler-Erlass und ich glaube, selbst da musste man eine Art linguistische Vorbildung vorweisen (also Deutschstudium in Frankreich, um Französischlehrer zu werden). Glaube ich.
    und es war eine Einstellung in E11.

    SoWi ist leider nirgendwo ein Mangelfach, die PE wird schwierig. Aber vielleicht in der Sek1, wo du dann mit Kuss für Englisch und alle anderen möglichen Fächer aufgenommen würdest.

    Dann erzähl mal: was ist denn deine bisherige Qualifikation in Englisch? Was würdest du - wem auch immer - vorlegen?
    (außer, ich habe es gelesen, ein Masterstudium in England).

    Puh...
    Naja, nicht das erste Mal, dass mein Glaube da erschüttert wird.
    Unglaublich, wie ein ganzes Bildungssystem unter dem Deckmantel vom Bologna-Prozess (vermutlich, wegen 3 fehlender Kreditpunkte..) nur Murks macht.
    Ich bin froh, dass ich all das umgehen konnte (und ehrlicherweise hindert es mich ernsthaft an einem weitere Erweiterungsfach. Die Vorstellung "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" noch mal besuchen zu MÜSSEN, um alle Pflicht-ECTS haben zu müssen... klar..

    Also:
    Nur als Richtlinie und MEIN Verständnis (aber auch reale Erfahrungen).

    1) Ein Abschluss ist ein Abschluss und das Drittfach ist - wie du es geschrieben hast - den zwei anderen Fächern gleichgestellt (also nicht "kleine Fakultas" oder so.
    Du könntest ja in RLP ins Ref im Drittfach gehen.

    -> Daraus schliesse ICH, dass es keinen Grund zur Nicht-Anerkennung gäbe, du hast ja ein Staatsexamen bzw, etwas, was sich als Staatsexamen anerkennen lässt.

    2) Jetzt meine Erfahrungen, von der prähistorischen Zeit, aber trotzdem gedanklich übertragbar, weil die BL ähnlich sind (ich würde beim Drittfach immer Bayern ausklammern, ggf. auch BaWü, da sind die Bedingungen wirklich andere)

    Ich habe ein 1. Staatsexamen und Drittfach ebenfalls aus RLP.
    Ich habe mich für eine mögliche Bewerbung zum Referendariat das Fach (bzw. alle Unterlagen) in NRW, NDS und Hessen anerkennen lassen (und das Drittfach hat auch einen anderen Namen, also entweder geht es um dasselbe Fach (Sozialkunde/Politik) oder um das andere (Ethik/Philo/Werte&Normen, etc..).
    Ich habe von allen diesen drei Bundesländern eine problemlose Anerkennung erhalten und hätte mich überall fürs Ref bewerben können.
    Das Ref habe ich in NDS gemacht (Fach 2 und Fach 3), meine Planstelle habe ich in NRW erhalten (und das Fach war auch relevant).

    Und jetzt zum Staunen wegen "Erweiterungsfach hat weniger CP": Mein STUDIUM im Erweiterungsfach bestand aus drei "Scheinen" (also drei Kursen). Eins im Grundstudium, eins im Hauptstudium, die Fachdidaktik.
    Ich habe (selbstredend) viel mehr gemacht, die Abschlussprüfung war wiederum IDENTISCH.

    Ein Abschluss ist ein Abschluss.


    (Aber ja, manchmal ist man sehr überrascht, also: nur eine anekdotische Evidenz.
    Als zweite anekdotische Evidenz: Ich habe einen Refi aus RLP, der im BEd/MEd studiert hat, sein Drittfach war in NRW absolut problemlos anerkannt worden.)

    ja, ausgerechnet in den deutschsprachigen "weichen" Fächern mache ich es zu einem unausgesprochenen Kriterium (also: die Schüler*innen wissen Bescheid und ich sage auch immer, dass ich nicht dumm bin und ich keine große Schrift, Doppelform der Geschlechter auch erkenne und drei Beispiele pro Argument nicht dazu führen, dass "Masse gewinnt" (sondern eher umgekehrt Punkte bei der Darstellungsleistung abgezogen werden)

    Auf jeden Fall würde meinem Bauchgefühl klar widersprechen, ihm Abzüge mit der Begründung: "Hättest du mehr geschrieben, hättest du sicher auch mehr Fehler gemacht" zu geben. Das kanns ja nicht sein.

    Ich vermute (bin naiv?), dass der/die TE sich was dabei denkt, wenn er/sie davon spricht, dass es zu kurz ist und nicht nur rein die Spaltenanzahl guckt.
    Ich hatte einen Schüler mit relativ kleiner Schrift, dies auch noch kombiniert mit einer Pointiertheit der Gedanken, gepaart mit echt schwieriger und fast fehlerfreier Sprache, es war unglaublich.
    15 Punkte.
    Und da, wo es schwer ist, in den Fremdsprachen in NRW im defizitären Bereich zu sein: der sehr gute Bereich ist in Französisch wirklich schwierig. Wenn ich gekonnt hätte, hätte er 16 Punkte bekommen. Trotz (oder wegen?) nur der Hälfte an Spalten von anderen guten (plus) Schüler*innen. Qualität kann auch in sehr wenig Platz stehen, WENN man sehr gut ist.
    Aber dann fragt man sich als Lesende*r eben nicht, ob es zu knapp war, man hat es selbst gemerkt.

    Es gibt auch nicht bei 15 Spalten in allen Kategorien der Sprachrichtigkeit die volle Punktzahl, wenn ein Abiturient auf Niveau der 8. Klasse fehlerfrei schreibt.
    Für MEINE Sprache: Wenn da kein einziges Adjektiv ist, nur Präsenz des Indikativs benutzt wird, keine Nebensätze, usw (dann hat man eh schon Probleme beim Ausdrucksvermögen und eindeutig beim Inhalt), könnte ich keine volle Punktzahl geben. Irgendwo ein ganz kleines bisschen "Risiko muss da sein.)

    Aber: selten hat jemand inhaltlich eine halbwegs passable Arbeit und schreibt quasi fehlerfrei (in meiner Sprache). Wenn schon: tja, dann kriegt der Schüler seine 9 von 10 Orthographie-Punkte, und 2 von 10 in Ausdruck.
    Dass der NRW-Erwartungshorizont dafür da ist, dass alle die Fremdsprache dann auf C1 oder so abschließen, die gerade mal auf B1 krepieren.. geschenkt. (oder bei mir B2 mit A2+-NIveau)

    es ist für die Akte in der Bezirksregierung / das Präsidium / die ADD, wie auch immer es in deinem Bundesland heißt. Es muss also nicht schick sein (und nein, die Schule kriegt es ziemlich sicher nie weitergeleitet.)

    Und weil ich tagtäglich Bewerbungen von Lehramtsstudierenden bearbeite: Bitte Fotos mit Hund (in den Armen) / dem Cocktailglas (in der Hand) / dem Freund (Schulter an Schulter) / dem zu knappen Rock (in der knieenden Position am Strand), ... weglassen. ;)
    (auch wenn, ich zitiere, man "seine Persönlichkeit und wahres Ich zeigen will")

    Wie macht ihr das beim Abitur?
    Ich war immer beim Herunterladen und Kopieren von Fächern, die ich NICHT habe. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon bei einem meiner Fächer dabei gewesen wäre (was die Auswahl einschränkt, da Mathe und die Experimentalfächer durch die Fachprüfenden ausgewählt werden, aber es bleiben noch genug über)

    ich glaube mich zu erinnern, dass Bayern vor Jaaaaaaaaaahren nach den Krankheiten der Eltern gefragt hat, aber 1) es ist hoffentlich vorbei, 2) man muss nicht alles wissen, 3) aus Datenschutzgründen gibt es keinen Grund, dass man Auskunft zu Familienmitgliedern geben dürfte.

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