Beiträge von chilipaprika

    und zumindest für die Modellreihen oder so gibt es schon die (Teil-)Abordnungsmöglichkeiten.
    Das machen Fachberater*innen.

    Wenn ich mir allerdings einige Sachen angucke, frage ich mich, an was für Schulen sie sind. Wenn es noch jemand wäre, der nach 2 Jahren zum Job Vollzeit gewechselt wäre, dann will ich die Aufgaben nach 10 Jahren nicht sehen.
    und nur, weil jemand nicht mehr vor der Klasse stehen kann, ist er ein organisatorisches oder didaktisches Genie. Da sollten die paar Stellen weiterhin nach Kompetenz besetzt werden.

    Warum?
    Ich sage nicht, dass ich die Risiken (keine neue Schule zu finden, zwischen zwei Phasen arbeitslos zu sein, ...) nicht in Kauf nehmen würde. und natürlich kann ich mich jetzt aus dem Dienst entlassen werden und in 5 Jahren wieder in Stufe 1 als Lehrerin anfangen. Aber das ist der Punkt, das System ist so ausgelegt, dass das massiv erschwert wäre.

    Und ich lebe nicht bei den Schlümpfen, mir ist klar, dass es Grenzen an der Freiheit gibt, aber MIR wäre es lieber, wir wären keine Beamten (natürlich am liebsten alle mit dem selben Netto trotz Angestellten).
    Ich verstehe nicht, warum Maylin und mir ausgeredet wird, dass wir woanders auch Jobs finden könnten und zufrieden wären. Ich rede auch nicht den Menschen rein, die gerne ihr Leben lang an der selben Schule sind, wie dämlich ich das finde/fände.

    Und jetzt auf der Meta-Ebene: es gibt doch gute Gründe fürs Beamtentum auf der Landesseite: sie wollen EBEN nicht, dass wir so einfach kündigen und zurückkommen, es gibt kein Altersgeld, damit kein Mensch so einfach rausgehen kann, usw..
    Das Land hat nämlich kein Interesse daran, dass Lehrkräfte, die unzufrieden sind, nach 4-5 Jahre kündigen und eine neue Schule suchen oder woanders arbeiten.
    Ich habe soviel Selbstvertrauen in meine Fähigkeiten (die ich ja auch fort- und weiterbilde), dass ich auch woanders glücklich sein könnte. Aber ich habe auch was dafür getan, habe meinen Werdegang nicht bei 2 Lehramtsfächern und einem BiWi-Begleitstudium aufgehört. (Haha, ich hatte schon von Anfang an mehr...)
    Wenn ich wüsste, meine bisherige Erfahrung wird mir im TV-L 13 anerkannt, wäre ich trotz Pensionsverlust vermutlich schon weg gewesen (und hätte es vielleicht bereut, who cares..)

    Dann lasse dich beurlauben. Einen Job kannst auch machen im Rahmen des Erlaubten. Das bekommst du nicht einmal in der freien Wirtschaft…

    Ich bin sicher, selbst in deinem Bl ist dies nicht möglich. Man braucht für die Beurlaubung einen Grund, den ich nicht habe, und wenn ich einen Beurlaubungsgrund hätte, könnte und dürfte ich nicht VZ arbeiten.


    Es gibt viele Vorteile am Beamtentum, man muss keine weiteren erfinden.

    Klar geht das. Kenne einige die mehrmals als ADLK in der Welt unterwegs waren.

    ich befürchte, mein Horizont ist breiter als deiner, denn unter "woanders arbeiten" verstehe ich nicht die Möglichkeit, sich innerhalb des Systems für einen der begehrten Auslandsposten zu bewerben, sondern WOANDERS, nicht in der Schule.
    Die systeminternen Möglichkeiten wie Abordnungen und Auslandschuldienst sind mir bekannt, ich nutze gerne das, was zu mir, meinen Kompetenzen und meiner Familiensituation passt, aber eine komplette Freiheit ist es nicht.

    Ich liebe die Funktion in WebUntis: einfach eintragen.
    Wer einmal im Leben die HA vergisst, wird ja auch keinen Ärger von den Eltern bekommen (wenn sie überhaupt nachgucken), und sonst sammelt sich das und die anderen Lehrkräfte es auch sehen, können wir viel schneller eingreifen.
    Ich habe in einer Klasse zur Zeit SuS, bei denen ich schon sowas wie 4-5 Einträge für die letzte Woche lesen konnte (mehrmals keine HA, Handynutzung und kein Sportzeug ..). Einmal vergessen wäre da absolut irrelevant geblieben.

    aber es ging nicht um die Kinder und deren Kosten, sondern um den Vergleich Angestellte/Beamte.
    Und da wo es als lediger Kinderloser eventuell nicht mehr soooviel Unterschied macht, macht es für jemanden, der eine Familie plant und in Düsseldorf leben möchte, sehr wohl einen seeeeeeehr großen Unterschied.
    Kein Mensch bekommt deswegen Kinder (hoffentlich), aber wenn ich eh plane, eine große Familie zu haben, ist es ein sehr netter Nebeneffekt (neben den weitestgehend terminenfreien Schulferien).

    Ist es ein Käfig, weil man nach dem Ausscheiden diese Privilegien wo anders nicht mehr bekommt oder wie soll ich das verstehen?

    Es ist (für mich!) ein Käfig, weil ich gerne Abwechslung hätte und weder die Möglichkeit habe, ein paar Jahre lang die Schule oder Schulform zu wechseln und zurückzukehren, oder woanders zu arbeiten (also komplett freie Wahl) und dann wieder als Lehrerin zu den selben Konditionen zu arbeiten (denn wir wissen alle, dass es nicht glücklich machen kann, für E13 (zumal sicher wieder Anfangsstufe) zu arbeiten, wenn fast alle Anderen A13 erhalten.
    Wobei mich am meisten stört, dass ich in die Anfangsstufe zurückkäme, mit der Endstufe E13 (wäre für mich gleichauf wie jetzt) hätte ich keine Probleme.

    Wie oben geschrieben: es ist ein GOLDENER Käfig, weil viele Kompromisse und Privilegien mit einhergehen. Umso bemerkenswerter, wenn Menschen, die an sich gerne Lehrkräfte gewesen sind, aussteigen.

    Nachdem ich jetzt die alten Beiträge lese: @Franconian, meiner laienhaften (zugegeben, sehr ängstlich geprägten) Meinung nach kannst du sicher froh sein, dass man dich nicht aus dem Dienst entlässt.
    In deinem ersten Beitrag (Mai 2023) sprichst du davon, dass du schon ein Jahr Probezeit hinter dir hast. Selbst bei super guter Auslegung, dass du nicht ein Jahr Probezeit beim Wechsel und nicht in Mai eine Stelle bekommen hast, sondern im Februar, bist du seit Februar 2022, allerallerhöchstens August 2021 im Dienst.
    Du fällst seit Frühling 2025 aus, bist offensichtlich auf Lebenszeit verbeamtet (sonst würde dein Beitrag anders klingeln), aber vermutlich gerade erst.
    Hast du überhaupt die Mindestversorgung erreicht?
    und hat deine Therapeutin /deine Ärzte nicht die Sorge, dass nachgeguckt wird, ob eine andere Erkrankung bei den Amtsarztbesuchen verschwiegen wurde?

    (Ich merke wieder und wieder, ich bin manchmal eine überängstliche Persönlichkeit)

    Ich hatte als Vertretungslehrkraft (an drei Schulen und zum Teil über ein Schuljahr) nie UBs, unsere Vertretungskräfte (4 SL erlebt) auch nie.


    Natürlich kann man jederzeit kündigen. Und die Schule wechseln, das fand ich als Vertretungslehrkraft einfach schön. ABER: ich war mir meiner Attraktivität auf dem Arbeitsmarkt bewusst und ich hatte kein Interesse an VZ. 15-20 Stunden liessen sich immer finden.

    Für mich ist das Beamtentum ein goldener Käfig. Ich hadere damit, aber geniesse gerade krasse Vorteile davon und das weiß ich auch. Da ich auch realistisch bin (jede Schule ist ein Kompromiss), arbeite ich eher daran, dass der Job ein Job ist, als daran die perfekte Schule zu finden und zu gestalten.

    Und wenn ich wieder eine Wegbewerbungsphase habe, dann ist es halt so, ich bleibe selbst gespannt, wie es wird und so lange bezahle ich den Hauskredit eben ganz ganz schnell ab, um mir später mehr erlauben zu können.

    Weil man die ‚Fesseln‘ erst merkt, wenn man sich bewegen will und es nicht kann.

    Nicht jeder hat die Kompetenzen und/oder das Glück, um Nebenwege einzuschlagen.

    Und trotzdem sind die Gefühle von Menschen, die einen Teil ihrer Freiheit, weder erfunden noch falsch und zum Belächeln.

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