Beiträge von chilipaprika

    aber: es betont noch mehr, dass man vielleicht alle Perspektiven schauen sollte, bevor man auf dem Boden stampft, dass ich nicht jeden Tag meine SL allzeit zur Verfügung habe.
    Zumal ich aus dem ersten Beitrag nicht lese, dass die Abwesenheit zu Fehlleistungen oder Mehrarbeit bei Anderen führt.

    seit einigen Monaten immer mal wieder spontan einen ganzen Tag im Homeoffice.

    ist auch sehr dehnbar ...

    Aber ihr habt das sehr gut dargestellt, es gibt die schulrechtliche Seite und die menschliche Seite. und auch bei der schulrechtlichen Schule weiß wohl kaum jemand, ob es ein HO aus Nettigkeit ist (Krank/Kindkrank) oder aus Bequemlichkeit.
    Und das auch noch mit Teilzeit.

    Da wäre ich schneller aus der kommissarischen Aufgabe als man denken kann.

    Es ist aber doch ein absolut richtiges Signal, die Grundbesoldungen zu erhöhen und die Zuschläge den Einkommensrealitäten der Gegenwart anzupassen. Wo Partner berufstätig sind, gibt es keinen Grund für hohe Zuschläge.

    Ich sehe den Kritikpunkt nicht.. oder übersehe ich was?

    Natürlich übersiehst du was... du bist Single und nur neidisch ;)

    Chili, verheiratet und ohne Interesse am Ehezuschlag.

    aber dann ist die Situation klar.
    Wenn dein Mann "nicht mal" in der Lage ist, ein paar Sachen zu machen, die ihm Freude bereiten, UND es finanziell aufs Selbe kommt (wirklich?): Er soll sich erholen und hoffen halten, sobald es ihm gut geht, ein kleines Ehrenamt auszuüben, um nach und nach die Dienstfähigkeit wieder zu erlangen.
    Für das Mentale: Schnell nach Selbsthilfegruppen suchen, ärztliche / paramedizinische Unterstützung zur Begleitung organisieren. Es unterstützt nicht nur, sondern sind auch Termine zur Rhythmisierung des Alltags, die wiederum auch helfen.

    Weil der Staat einiges nicht macht, was er von privaten Arbeitgeber erwartet:
    - in die Sozialversicherung einzahlen (oder Rücklagen bilden)
    - Zuschuss zur PKV, wenn jemand sich dafür entscheidet
    - Arbeitszeitmessung
    - Verkürzung der Arbeitszeit über die Jahre
    ...

    to be continued, please feel free to contribute

    Ja, Hessen. Das Gespräch mit dem Amtsarzt war wohl recht wirr. Er meinte, Teildienstfähigkeit bei Wiedereinstieg sei sinnlos, man müsse dann mit 50% einsteigen, das stimmt so aber nicht pauschal. Dann redete er davon, Ziel müsse sein, die 22 Stunden zu erreichen. Auf diese Stundenzahl hatte mein Mann vor der Erkrankung freiwillig reduziert. Das hieße aber doch, die Option Teildienstfähigkeit ist gar nicht auf dem Schirm des Amtsarztes. Wir haben den Eindruck, er kannte den Spielraum gar nicht.

    oder will ihn nicht kennen. Ein arbeitender Beamter ist besser als ein zu Ruhe gesetzter, meintest du oben. Ein 22 Stunden arbeitender Beamter ist besser als ein 15 Stunden arbeitender Beamter.
    Ist natürlich schwierig zu entscheiden, welche Karten man wann zieht (glaube mir, ich weiß um die Dilemmata im Kopf), aber ignoriert erstmal die Teildienstfähigkeit und konzentriert euch auf die Wiedereingliederung. Sie ist netter und vorteilhafter (auch finanziell) und sobald er drin ist, kann er ja immer noch den Antrag auf Überprüfung der begrenzten Dienstfähigkeit stellen.
    Und es ist der normale Lauf! Zuerst wieder einsteigen, vielleicht merkt er ja, dass alles gut läuft.
    Alle ärztliche Gutachten entsprechend formulieren lassen.
    Ich hoffe, ich stehe nicht mit der selben Frage in ein paar Wochen da (ich warte täglich mit der Einladung, bin allerdngs schon seit 9 Monaten in der WE) und drücke dir / ihm die Daumen.

    In meinem Bundesland auch. Aber es ging ja darum, ob im Oktober, also in 6 Monaten, Teildienstfähigkeit eine Option wäre und dann Einstieg nicht mit 13 Stunden, sondern mit deutlich weniger. Diese Möglichkeit wischte man auch vom Tisch ohne Begründung. Es müssten 13 sein, was rechtlich falsch ist. Ich kenne Kollegen, die mit wesentlich weniger eingestiegen sind.

    Verwechselst du da vielleicht etwas?
    Bei der Teildienstfähigkeit muss man (wie Bolzbold schrieb) in NRW auch mindestens 50% haben, weitere Ermäßigung wegen Schwerbehinderung, die mir nicht bekannt sind, lasse ich ausgeklammert.
    Bei der Wiedereingliederung aber definitiv nicht.

    Und wenn das "Ziel" sein sollte, bei ca. 60% zu sein, dann kann man bei 20% einsteigen und über 6 Monate die Stufen erhöhen (Tipp: die letzte Stufe muss NICHT die Zielstundenzahl erreichen, sondern darf drunter sein.)

    Ich würde schon mal den Weg einschlagen, den @Franke0123 erklärt hat.

    PS: Die Angabe des BL ist in so einem Fall offensichtlich ganz wichtig. Aus anderen Beiträgen von dir liest man, du bist in Hessen, ist es bei deinem Mann auch der Fall?

    Ihr seid gebeutelt, müsst die Krankheit verkraften, dürft die Hoffnung nicht aufgeben. Der Amtsarzt macht seinen Job, der da lautet, Prognosen zu erstellen. Leider sieht er deinen Mann in 6 Monaten nicht in der Wiedereingliederung. Die übrigens wiederum auch bloß 2 Monate dauern sollte, was umso härter ist, je länger man raus war. Das geht dann etwa so: Erste Woche 3x1 Stunde, zweite Woche täglich 1 Stunde, dritte Woche täglich 2 Stunden. Die Ärzte haben keinen blassen Schimmer, was das bedeutet.

    Das ist nicht richtig, ich behaupte mal: der zweite Teil ist komplett falsch (also nicht verallgemeinbar), der zweite Teil vermutlich auch.
    Also in meinem Bundesland (NRW) darf die WIedereingliederung bei Beamten von Anfang an 6 Monate dauern (und ggf. verlängert werden, aber mit Konsequenzen) und der Plan ist absolut frei wählbar, auch was die Stundenverteilung angeht.

    Auch wenn es in der freien Wirtschaft "Modelle" gibt, die oft benutzt werden: in der Wiedereingliederung ist man als Angestellte*r im Krankengeld, läuft also quasi mit und es gibt definitiv auch länger dauernde Wiedereingliederungspläne.

    Edit: Überschneidung.

    Du kannst einschätzen welche Infos ein Arzt benötigt? Um welche Diagnose zu stellen? Seine oder deine? Ich habe leider selbst sehr viel Erfahrungen mit Ärzten und ich traue mir das nicht zu. Ich habe nämlich kein Medizinstudium und kenne nicht alle organischen und chemischen Zusammenhänge in meinem Körper, auch wenn ich mit mit meinen Problemen sehr gut auskenne.

    Ich kann einschätzen, welche Infos ein Arzt NICHT braucht. Den Rest kriegt er.

    Weil Ärzte Einblick in alle Diagnosen von anderen Ärzten haben.
    Wenn du dir nicht vorstellen kannst, warum es ein Problem ist: das ist super und ich freue mich für dich (ganz ehrlich). Als Frau, der einige Schmerzbeschwerden jahrelang als "Sie bilden sich das ein" ertragen durfte, bin ich nicht so scharf darauf, dass Ärzte weitere Anhaltspunkte für Fehlbehandlungen haben (ich bin erwachsen und schlau genug, den jeweiligen Ärzten alles mitzuteilen, was sie brauchen).

    Im übrigen bietet die elektronische AU der GKV einen großen Datenschutzvorteil, den gebe nicht so einfach her. (Der Arbeitgeber erfährt nämlich nicht welcher Arzt und damit ,welche ärztliche Fachrichtung, die AU ausgestellt hat. Gleiches bei Krankenhäusern).

    !
    Interessant.
    Ich habe (als PKV-Versicherte) SEHR große Vorbehalte gegenüber der elektronischen Krankenkarte (die ja zusammenhängt, oder?), ausgerechnet, WEIL dadurch alle Ärzte alles sehen können und dadurch auch neue Fehldiagnosen entstehen können.
    (Quasi die fiesere Form von "Ach, Ihre Bauchschmerzen kommen nur vom Gewicht, ich gucke nicht weiter, nehmen Sie erstmal ab")

    Aber eine Anonymisierung der ärztlichen Fachrichtung fände ich durchaus SEHR gut.
    chemikus08 Bezog sich dein Satz mit dem Kontrollfimmel darauf? Dass es Sachbearbeiter*innen wurmt, nicht zu wissen (vermuten), warum jemand fehlt?

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