Beiträge von chilipaprika

    Das Problem ist eher vermutlich, dass deine Frage auch seltsam konstruiert ist.
    Also nicht, dass er plötzlich 2 Minuten (oder länger) "alleine" im Klassenraum ist, sondern die Frage nach dem "besonderen Verhalten".

    Ich habe bei den meisten Praktikant*innen das Problem, denen abzugewöhnen, sich mit "Hi, ich bin Paul und habe letztes Jahr Abi gemacht, ich mache jetzt ein Praktikum (oder: ein Praktika..) und freue mich total, weil ich einige kenne" vorzustellen.
    Ein "Guten Morgen, mein Name ist Herr Müller, ich studiere Lehramt mit den Fächern Chemie und Kunst und hospitiere in den nächsten Wochen hier an der Schule" ist absolut ausreichend. Da muss weder an der Tafel was geschrieben werden, noch über Rechte und Pflichten von Praktikant*innen aufgeklärt werden.

    Wenn ich als verantwortliche Lehrkraft meinen Raum verlasse, während ein Praktikant sich drin befindet, dann handelt es sich nur um eine Situation, wo ich eh "kein Problem" damit hätte, DIESE eine Lerngruppe im normalen Fall auch alleine zu lassen (schnell was nachkopieren, auf die Toilette gehen, weil vorher Hofaufsichten und fragende Kolleg*innen mich gehindert haben, ..).
    Das würde ich NIE in einer problematischen Klasse oder am Anfang eines Praktikums machen.
    Im Idealfall hat der Praktikant so oder so eine Rolle im Raum "Herr Müller, wenn Sie wollen, gehen Sie gerne herum und helfen Sie bei der Grammatikübung" oder "Sie haben heute Glück, wir haben einen zweiten Ansprechpartner in der Klasse, der bei der Formulierung der Erörterung helfen kann".

    und WENN ich die Klasse verlassen würde bzw. so tue, als würde ich sie aufteilen (wie ich es auch alleine tun würde, Gruppenarbeiten dürfen ja auch außerhalb des Klassenraums sein und ich gehe zum Gruppenarbeitsraum, zur Treppe, usw..), dann formuliere ich es auch. "Herr Müller und ich gehen von Gruppe zu Gruppe, Sie können also auch Fragen stellen", "ich muss kurz zur Schulleitung, ihr wisst Bescheid und arbeitet an der Aufgabe weiter. Herr Müller ist eh da".

    und SELBSTVERSTÄNDLICH darf Herr Müller SuS Bescheid sagen, wie man sich zu verhalten hat.

    Disclaimer: ich habe KEIN Experimentalfach mit Fachräumen, keinen Sport und meine Schüler*innen sind zwar keine Gymnasialengel, aber in den allermeisten Fällen bricht keine Welt zusammen, wenn man sich kurz entfernt. Und eine Klasse, die "problematisch" ist, überlässt man auch nicht einem Praktikanten, ohne der Klasse deutlich zu machen, dass man da steht und weiter beobachtet.

    Debeka und bin "zufrieden".
    Aber was heißt "zufrieden"? Ich habe Vorgeschichten und die Debeka nahm mich am schnellsten mit der Öffnungsaktion mit, zahlt fast alles (und mit den Jahren habe ich auch gelernt, was auf der Abrechnung stehen muss, damit besser bezahlt wird), wobei ich es nicht jedes Jahr weiß, weil ich in der Regel unter der Beitragsgrenze liege.
    Die Beihilfe ist das deutlich größere Problem, denen ist es absolut egal, ich muss denen fast jedes Jahr noch mal erklären, dass ich nicht aus Spass zu einigen Ärzten gehe.

    Kurzfassung, ohne zuviel zu suchen:
    Es wurde ja gerichtlich geklärt, dass die "Bahnarbeiter*innen" sich in unterschiedlichen Gewerkschaften organisieren dürfen (was in Deutschland eben sehr ungewöhnlich (oder gar Einzelfall) ist.
    Die Macht der Lokführer*innen ist dadurch geschwächt, weil die EVG (?)-Mitglieder viel weniger zum Arbeitskampf greifen würden bzw. viel weniger Macht haben. (Ohne Lokführer, kein Zug. Ein Schaffner ist erstmal entbehrlich auf vielen (Teil-)Strecken)

    Dafür sind die 1800 € in NRW schon auf dem Konto. Kam gestern.

    (Ich habe ausnahmsweise mal versehentlich in meinen Kontostand geguckt, weil ich eine Autowerkstatt-Rechnung überweisen wollte.)

    oh krass. Hätte ich auch nicht gemerkt / erwartet. Hätte gedacht, es kommt mit den Bezügen (da nicht jede*r die volle Summe erhält, ist es ja komisch, dass es getrennt vom Rest kommt (oder wurde mir gekündigt und ich kriege einfach keine Bezüge mehr?)

    Nein. Wenn du ein Stahlwerk bestreikst, die Industrie bestreikt, betrifft es erst einmal direkt den Arbeitgeber. Und der ist das Ziel eines Streiks.

    Es arbeitet aber auch nicht jede*r im Stahlwerk.
    Ein Streik will auf etwas aufmerksam machen (vgl. Streiks der Apotheker*innen und Ärzt*innen in letzter Zeit).

    Du sagst es. Deswegen frage ich mich ja immer, was ein Streik im Dienstleistungsbereich bringt. Der wurde nun einmal erfunden, um den Arbeitgeber zu treffen.

    Ich glaube, wir hatten beim letzten Bahnstreik hier schon einmal das Thema: man könnte es so machen, wie in Japan (?): der Kunde wird bei der Fahrt nicht kontrolliert, fährt also kostenfrei. Das würde den Arbeitgeber schädigen, aber nicht den Kunden. Wobei: ich meine, wir hatten damals auch gesagt, dass es in Deutschland mehr Dauerkarten-Inhaber gäbe. Da hilft das dann nicht.

    Ein Zug, der nicht fährt, erbringt die Leistung nicht, ich kann also meine Bezahlung zurückholen.
    Großkunden können der Bahn drohen, sich anderweitig zu orientieren (LKWs), wenn sie (Bahn) nicht das Ganze schnell regelt, Rabatt gewährt (Kosten für die Bahn) oder Rückerstattung für Verluste (Kosten für die Bahn).

    SO erreicht man auch die Arbeitgeber*innen.
    Es gibt immer weitaus mehr Stakeholder als diejenigen am Verhandlungstisch.

    Ich mag mich wiederholen: ja, es soll weh tun. Dem Arbeitgeber. Nicht dem Kunden. Der ist dann im Dienstleistungsbereich ein "Kollateralschaden", der von der Gewerkschaft bewusst in Kauf genommen wird.

    es soll so weh tun, dass die Leute es merken.
    Die Kund*innen sich beim Arbeitgeber beschweren.
    Die Kund*innen sich der Situation bewusst werden (vgl. O. Meiers Beitrag) und auch darüber nachdenken.

    Das was Eisenbahner*innen jetzt erkämpfen (Arbeitsrechte und so weiter) ist vielleicht das, was uns in anderen Branchen irgendwann schützt.
    Die 48-Stunden-Woche, die 6-Arbeitstage-Woche, alle weiteren Stufen, das Wochenende, der bezahlte Urlaub, usw.. ist nicht von ALLEN Branchen gleichzeitig (oder überhaupt) erkämpft worden.
    Die Streikenden verlieren bei jedem Streik eine Menge Geld (die Streikkasse übernimmt sicher nicht alles) und sie tun es zwar für sich, aber auch für uns.

    Vollste Unterstützung von mir.
    (und ich bin tägliche Zugpendlerin)

    Es handelt sich nicht um echte Tiere, sondern um Maskottchen!

    Wenn die Haltung so ist, können wir direkt den Tierschutz anrufen.
    Nicht nur, dass diese süßen Plüschtiere quasi umsonst arbeiten, oft von Schüler zu Schüler "wandertn" und was weiß ich wo übernachten, sich alle Sorgen und Freuden anhören dürfen, sowohl Grammatik als auch Mathe "spannend" finden sollen, bevor sie nach ca. 4 Jahren dann in eine Kiste gepackt und ignoriert werden, NEIN, jetzt wird denen sogar abgesprochen, "echt" zu sein?!
    UNGLAUBLICH, sage ich nur.

    Jein.

    Oh ja, ich sehe, das Wort "abgestimmt" ist mehr als irreführend.
    Nicht von Menschen mehrheitlich abgestimmt, sondern ggf. stimme ich mit den neuen Information etwas ab / Abstimmung von Ergebnissen nach Abgleich mit anderen Menschen.

    Ich finde es unmöglich und für unguten Professionalismus, aber es gibt womöglich Situationen, die ich gerade nicht im Blick habe, die dafür passender sind, als dieses "5 Lehrkräfte haben eine (ungerechtigte) 4minusminusminus gegeben, weil sich keine*r traut, aber WENN sich eine*r traut, dann hat das Kind 5 mal die 5 auf dem Zeugnis", die ich ein paar Mal erlebt habe.

    Rein technisch kannst du keine Zeugnisnote mitteilen, weil die Zeugnisnote erst auf der Notenkonferenz festgelegt und abgestimmt wird.
    Dein Notenstand (also das, was du mitgeteilt hast) könnte sich - mit anderen Informationen - ändern.
    Wie oft das passiert, hängt von sovielen Parametern ab, aber es ist eben die Rechtslage.

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