Ich gehe jedenfalls kein zweites Mal in eine Praxis, wenn dort nicht vernünftig erklärt wird, was warum gemacht wird oder die Leute unfreundlich, belehrend oder ungeduldig sind.
Ich auch nicht (und ich bin eine empfindliche Patientin), aber mir ist es trotzdem lieber, dass der Arzt, nicht "weiß, wie man es googlet", sondern es selbst weiß.
Und zwischen dem, was man angeblich alles an Kompetenzen ausbildet, und was das Minimum ist, gibt es Welten.
Ich finde den obigen Beitrag zutreffend: das meiste geht mittlerweile so sehr auf Präsentations- und Argumentationskompetenz, dass Fakten nicht mehr bekannt sind.
Es geht mir gehörig auf den Senkel, dass irgendwelche Menschen mit Macht die ach so wichtige "Kommunikation" in den Vordergrund stellen, und ich also rein theoretisch gute Noten dafür gebe, dass Kinder kein Verb konjugieren, die Genera verwechseln und die Rechtschreibung nicht stimmt, Hauptsache verstanden. Die Generation der 40-50-jährigen und aufwärts sind nicht sozial inkompetent und ich schätze, gut die Hälfte der SuS, die damals eine 2 in Französisch hatten, können noch kurz was einkaufen gehen und einige SÄtze sprechen.
Heutzutage: Nö.
Nach den Sommerferien ist eh nichts mehr da.
Nach 5 Jahren brauchst du nicht drüber nachdenken.
Es gibt Sachen, die MUSS man auswendig lernen. Mein Vater würde nie im Leben ein "Ich danke Sie" schreiben/sagen, da wurde das "danken + Dativ" genauso wie "aus bei mit nach seit von zu + Dativ" eingeprügelt (bildlich!) und ich kämpfe seit einer Woche mit 80% (aller) meiner SuS, dass sie sich merken, wo kein -s in der französischen Konjugation kommt.