ab nach Irland (oder Malta) für ein Schulpraktikum in einer Grundschule.
(Hohe) finanzielle (Erasmus-)Förderung, Erfahrung in der Grundschule (wenn auch nicht unbedingt 100% mit einer deutschen Schule vergleichbar, auch nicht von der Tätigkeit her), gut für die Sprachkenntnisse.
Sorry, ich ziehe die A..-Karte, aber ein Englischlehrer, der noch nicht (nennenswert) ins Ausland gegangen ist, das gibt es meiner Meinung nach nicht. Du hast jetzt Zeit, die Pandemie ist gar kein Grund mehr.
Ich hatte als Schülerin null Respekt vor meiner Englisch-Lehrerin, keine Ahnung, ob sie schon mal im Ausland gewesen war (sie war mit einem Engländer verheiratet), aber sie hat Fehler an der Tafel gemacht, die ich sehen konnte, hat alles getan, um keine langen "Abschnitte" selbst zu reden.
Da habe ich mir damals geschworen, DAS wird mir nie passieren. Das Studium bestehen ist leider das Eine, die Sprache RICHTIG beherrschen (und ich spreche NICHT (!!!) von C2+, sondern von Flüssigkeit, Redewendungen, kontern können, wenn ein Muttersprachler in meinem Unterricht wäre (ist!) (oder Oberstufenschüler*innen nach einem Auslandsjahr) und Sachen behauptet.
Beiträge von chilipaprika
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Ich verstehe das nicht...
Habe ich einen Knick im Denken, aber was hat die PKV damit zu tun? Du bist doch da schon längst Kunde? Und auch die Probezeit bei Beförderungsämtern: Seit wann muss man in NRW wieder zum Amtsarzt bei einer Beförderung? (Nicht, dass ich es 100% wüsste, aber ich habe es nie gehört und ehrlicherweise bin ich sicher, man würde dann viel öfters davon lesen, wenn man sieht, wie viele sich in der Probezeit der Verbeamtung verrückt machen.
Zum Rest: Man darf auch im Laufe des Lebens krank werden. Sich ein Bein brechen oder Probleme bekommen. Da wird nicht geguckt, ob man früher nicht genug Calcium zu sich genommen hat und die Knochen porös sind...
Und bei den aktuellen Wartezeiten im psychischen Bereich, den Folgen der Pandemie, allen Problemen auf dieser Welt, habe ich Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass unter allen Patient*innen nur Angestellte und selbstzahlende Beamt*innen sind. -
WOW!
Glückwunsch! -
Aber die Mittelstufe ist doch dafür da vorzuselektieren, wer das Zeug für die Oberstufe mitbringt.
Das mag sein. Aber trotzdem ist nicht 60% eines Jahrgangs unfähig, also passt man sich an.
Und liebe "Nebenfach-Lehrer*innen/ Deutsch-/Englisch-LuL", vergesst bitte nicht, was wir in der 2. Fremdsprache (und Mathe) für eine bescheuerte Buh-Situation haben.
Kombi von Lern-/Fleissfach, die Kids müssen im Vergleich zu Englisch voll das Tempo anziehen, die Grammatik ist WESENTLICH komplexer, wir sind also sowieso diejenigen, die den wackeligen 4er-Kandidat*innen in der Unterstufe das Genick brechen, es muss aber für das Gros realistisch sein.
Es gibt keine 1, ganz viele kriegen eine 3 oder 4 ABER es können nicht grundlos Mengen an Schüler*innen eine 5 bekommen (und trotzdem habe ich in Jahr 3 und 4 viele Schnitte "unterm Schnitt". Aber es ist ein Unterschied, ob es nachweislich am Nicht-Lernen der Klasse liegt oder an ungleichen Bedingungen und dem WILLEN, dass sie trotzdem weiterkommt. -
Aber vielleicht ist das auch so ein Fall, wo wir schriftlich aneinander vorbeischreiben, der sich mündlich aber leicht auflösen lassen würde.
vielleicht, aber ich glaube nicht.
Ich bin TOTAL bei dir. In der Theorie.
In der Praxis bin ich in einem System verfangen.
Ich gebe nicht "zu gute Noten", um beliebt zu sein oder mein Fach zu retten (es ändert nichts daran, dass alle abwählen. Zugegeben, einige SuS, die in die Oberstufe das Fach anwählen, würden woanders nicht überleben.
ABER:
Ich muss auch mit den Kindern zurechtkommen, die zu mir kommen. Die von den Voraussetzungen her nicht so sind wie am Münsteraner Privatgymnasium. Und da es bei mir die Mehrheit ist, muss ich eben so arbeiten.
Ich vergebe keine großzügigen 1er, aber ich schätze, mehr als die Hälfte der 4er am Ende der Mittelstufe sind 5er (und ich habe trotzdem noch 5er).
WENN ich mich daran orientieren würde, was offiziell für ein Sprachniveau mit einem "bestanden" bescheinigt wird (B1 am Ende der Mittelstufe, B2 in der Oberstufe), dann müsste ich der Hälfte der Klasse eine 5 geben. Meine gerade aktiven Schulkolleg*innen haben an einem Projekt teilgenommen, wo die Klassen geschlossen die B1-Prüfung als Klassenarbeit schreiben. weniger als eine Handvoll von 60 dürfen überhaupt in den mündlichen Teil (um dann vll 50 von 100 Punkten zu haben). Die beste bisherige Note ist eine 3minus (laut DELF-Skala, ein 1er Schüler) (es hat auch mit der allgemeinen Diskrepanz der offiziellen Niveaus mit der möglichen Erreichbarkeit im Schulsystem zu tun. aber wenn beides zusammenkommt, dann weinen Alle. -
Ich glaube, der Sozialtypus einer Schule kann zwar eine Rolle spielen, muss es aber nicht. Relevanter ist meines Erachtens welchen Selbstanspruch ein Kollegium hat und verfolgt und nicht nur den eigenen SuS vermittelt, sondern auch neuen KuK.
Ich spreche jetzt ausdrücklich nicht von Abiturerfahrungen, aber selbstverständlich muss ich meinen Selbstanspruch senken / der Schule anpassen.
Oder soll ich etwa nach zwei Jahren 50% der Französisch-Schüler*innen eine 5 geben?
Ja, die Sozialnorm spielt eine Rolle und sie ist eben je nach Standort und Umwelt anders. -
ich bin voll bei dir.
Frankreich ist ja in der Hinsicht BaWü sehr ähnlich und ich stehe immer noch unter Schock, wie Prüfungen in Deutschland ablaufen (ich war noch nie in BaWü im Bildungskontext).
Und auch wenn ich es genieße, dass es also beim Abitur doch gar nicht so stressig ist, wie ich es vorher befürchtet hatte ("oh mein Gott, jemand wird rausfinden, dass ich gar nicht unterrichten kann!", "oh mein Gott, jemand wird rausfinden, dass ich nicht korrigieren kann", ... Imposteur-Syndrom lässt grüßen), weiß ich, dass diese falsch gefühlte Sicherheit, mit der ich gelernt habe, zu korrigieren (eben indem ich mich durchaus an KuK orientiere, weil ich zuerst als Zweitkorrektur dran war), eben falsch ist.
Eine Fremdkorrektur hatte ich noch nie, und ich bin sicher, dass es mit einem Gymnasium eines anderen Sozialtyps doch zu Unterschieden führen könnte. -
naja, nur, weil ich weiß, was mein Kollege gepunktet hat, heißt es nicht, dass ich bei Meinungsverschiedenheit nichts sage (gebe aber zu, dass es ein Manko bzgl. Validität ist UND es doch eine Hürde ist, beim Kollegen aufzutreten. Meine Punktunterschiede waren immer innerhalb von 1-2 Notenpunkten, also nicht so, dass wir uns die Köpfe eingeschlagen hätten..
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so ist es.
Leider. -
So dürfen WIR meinetwegen argumentieren und für uns in Kauf nehmen, so dürfte aber nun mal kein Gericht argumentieren.
Ob ich mir "nur" drei mal die Woche "nur" 90 Minuten die Augen anstrenge oder Schulterschmerzen zuziehe, ist trotzdem ein Problem. Jemand in Teilzeit kriegt auch keinen schlechteren Arbeitsplatz, weil er nur einen Tag pro Woche arbeitet.
Ich spiele jetzt Advocatus Diaboli, ich bin sehr zufrieden mit meinem nicht vollständig arbeitschutzkonformen HO-Arbeitsplatz und flexibler Arbeitsgestaltung, aber ja, krass, dass die Kollegin mit Rückenschmerzen mit Antrag einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekommen hat, ein Kollege mit Sehschwäche eine Brille für den Arbeitsplatz.
Und nach drei Wochen mit zwei Bildschirmen hatte ich wirklich ein Gefühl, was ich doch an Erleichterung verpasst hatte, weil ich bisher mit "nur" einem (eigenen) Laptop gearbeitet habe. Seitdem undenkbar.
Ich arbeite gerne und weiterhin am Laptop, aber viele Aufgaben kann ich nur noch am großen Bildschirm erledigenund das wird bei Klausuren- und AB-Herstellung der Fall sein. -
Nicht schlecht. Nach meinem kleinen Ausflug außerhalb der Schule und allen Papieren, die ich unterschreiben musste, was ich alles zuhause erfülle, damit mir Home Office überhaupt genehmigt wird, durfte ich einiges über besagte Mindest-Voraussetzungen lernen, da kann man als Lehrkraft schön staunen.
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Ja, sollte man. Hat man?
Mit deiner Argumentation: An den anderen Schulformen hatte man auch Mathe, Deutsch und (extra für dich) Reli. Warum dann weiter in der Oberstufe und nicht ein britisches Modell mit nur 2-3 beliebigen Fächern?
Die ach so böse Interpretation ist nicht losgelöst von Kommunikation und Spracherwerb. -
Es gibt Schulen ohne Räume mit Tischen, Stühlen, Computern und Druckern?
nur bezogen auf diese Frage:
Ich bezweifle, dass es viele Schulen gibt, die die Kombi Tisch / Stuhl / Computer im Sinne des Arbeitsschutzes außerhalb der Funktionsstellenbüros haben (und selbst in den Büros). -
und zum Thema:
Obwohl ich selbst in meiner Schulzeit ALLES gemacht habe, um kein Englisch zu belegen und/später abzuwählen (und immerhin konnte ich es zur 4. Fremdsprache in der Abiprüfungsfolge degradieren), bin ich dankbar dafür, dass ich einen guten Oberstufenberater hatte, der dies zu verhindern wusste und jenseits der "Fälle" "gerade zugewandert und Englisch kann nicht noch neben Deutsch nachgeholt werden" halte ich dies für fahrlässig, jemanden in unserer globalisierten Welt Englisch abwählen zu lassen. Man muss ja nicht die Sprache einbringen, aber belegen sollte dies jede*r. -
Eine kleine Minderheit. Ich unterrichte nicht Latein, kriege das entsprechend nur über die Kollegen mit. Pro Lateinkurs sind es zwischen 1 und 3, die Englisch zugunsten von Latein abwählen. Bei Französisch ist es ähnlich, wobei ich auch hier seltenst in den letzten 2 Kursjahren eingesetzt bin. Wie gesagt, es kommt vor, ist aber natürlich kein Massenphänomen.
wow, du hast aber echt Turbo aufgesetzt, um das Studium und das Ref in den Fächern durchzukriegen..
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In NRW ist es sogar dieselbe Beurteilung für die zwei Bewerbungen
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Schon klar. Davon sprechen wir aber nicht.
Sondern von den real existierenden häufigen Situationen (in einigen BL und Schulformen), die Fächer zu einem Verbund (GL zb) zu machen und eine Lehrkraft alles unterrichten zu lassen.
Das kenne ich aus Gesamt-, Real- und Oberschulen aus RLP, NDS und NRW.
Bei Hessen (da war ich kurz ‚U+-Kraft‘) kann ich mich nicht erinnern.
Wenn jemand zufällig 2 oder 3 Fächer des jeweiligen Verbandes oder den Verband studiert hat, bringt er/sie die Qualifikation.
Ich bin NICHT in Geschichte qualifiziert und mein Kollege ist NICHT in Politik qualifiziert. Zumindest nicht angemessen nach meinen Qualitätsansprüchen.
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aber ein von einer Lehrkraft unterrichteter Fächerverbund läuft auf das selbe hinaus: 1 oder 2 von 3 Fächern werden fachfremd unterrichtet.
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Ich verstehe auch nicht, inwiefern man als Lehrkraft degradiert würde, wenn man seine studierten Fächer statt unter drei Überschriften unter einer Samnelüberschrift unterrichtet.
Etwas weniger dramatisch ist rhetorisch ggf. überzeugender.

Ich bin womöglich auch (gerne) ein bisschen dramatisch und Zehra meint es vielleicht nicht so, ABER:
Ich fühle mich schon durchaus veräppelt und "degradiert", dass mein Fach (Politik/Wirtschaft) auch an meiner Schulform / Schule dem Klassenlehrer überlassen wird, zum Beispiel gerne in der 5. Unter dem Deckmantel von "mehr Stunden in der Woche" und "sind eh Themen der Klassengemeinschaftsstärkung"...
Komischerweise würde nie Geschichte oder Erdkunde in der Unterstufe einfach so übergeben werden.
Aber der Deutschkollege oder die Mathekollegin kann problemlos Politik unterrichten.
(Da ich kein Interesse an eine 2stündige Lerngruppe in der 5. habe, werde ich nicht dafür kämpfen, trotzdem fühlt es sich halt doof an. Immerhin habe ich ein Staatsexamen in dem Fach, verstehe mein Handwerk und habe schon mehr Fachwissen, als nur ein bisschen über Freunde und Klassenrat zu sprechen. -
kodi Verstehe ich das richtig, dass ihr in NRW frei wählen könnt als Schule, welche Fächer bei euch als Wahlpflichtfächer angeboten werden? Gibt es dabei irgendwelche Vorgaben, wie viele Optionen zur Wahl stehen müssen oder welche Fächer gemeinsam zur Wahl gestellt werden müssen?
(Hier in BW ist das landesweit identisch und vorgegeben.)
Es wird in der (reinen) Sek1 tatsächlich so sein, je nach Schule haben unsere "Wechsler*innen" andere Fächerangebote gehabt und auch im WPII am Gym kann jede Schule entscheiden, was angeboten wird.
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