Beiträge von chilipaprika

    DAZ ist NICHT Deutsch!!!!
    Hast du Grundzüge des Schriftspracherwerbs behandelt? Hast du Kinderliteratur behandelt? Hast Grammatikphänomene im Hinblick auf Muttersprachler*innen behandelt?
    Geh an die Sek1, dort wirst du so oder so am Ende viel fachfremd unterrichten (wie an der Grundschule), aber du hast mindestens ein passendes Fach. Da Französisch ein Mangelfach an Sek1-Schulen ist, kannst du zumindest einen guten Teil der Stunden mit deiner ursprünglichen Ausbildung abdecken.

    Daher würde ich mich als afghanischer Flüchtling erst einmal fragen, ob dieses ferne Land namens Deutschland, in dem ich vermutlich noch nie war und nur Bilder im Internet gesehen habe, mich überhaupt aufnehmen möchte. Und bekomme ich dann direkt eine Wohnung und einen Job oder muss ich womöglich jahrelang in einem Flüchtlingsheim verharren, bin zwar dort sicher, aber kann mir gar keine Lebensperspektive aufbauen?

    Du hast (zum Glück!) gar keine Erfahrung als Flüchtling und offensichtlich Schwierigkeiten, dich da einzufühlen (das wiederum ist beeindruckend)
    1) Die meisten Kriegsflüchtlinge gehen tatsächlich in die Nachbarsländer (schon mal von der Aufnahmefähigkeit vom Libanon, zum Beispiel?

    2) Wenn Leute vor Krieg / Armut / Klimakatastrophen fliehen, dann ist es egal, ob sie eine Wohnung "bekommen".
    Mein Gott, wer neben einem verschütteten Haus geschlafen hat, kein Trinkwasser hatte, den Tod von Familienmitgliedern gesehen hat und nicht mehr an sein Hab und Gut kommt, dem ist es doch ziemlich egal, ob er in Deutschland eine Wohnung bekommt. Natürlich kennt er nur die Traumbilder und -berichte von früheren Flüchtlingen, die alles beschönigen und das ist durchaus ein großes Problem (mit dem Nahen Osten kenne ich mich nicht aus, aber es ist ein großes Problem in vielen afrikanischen Ländern). Man hat viel Geld von allen möglichen Angehörigen bekommen, ist die Hoffnung, die alle anderen nachholen soll oder Geld schicken wird, man will nach einer Fahrt übers Mittelmeer, über 1000 Kilometer zu Fuss über den Balkan, usw.. nicht enttäuschen, aber auch nicht sich eingestehen, dass man alles "umsonst" gemacht hat. Immerhin hat man es trotzdem besser als in Syrien, Mali oder Afghanistan.

    Ich weiss nicht, wie viele weitere Seminare sie haben. Aber in meinem Fach hätten sie damit nur eins. Normal braucht man 3 Seminare für eine Klausur, aber in dieser Klausur eben nur ein einziges Seminar. Es sind auch nicht immer 100 Seiten. Mal 60, mal 80, dann wieder 50... Aber ja, lesen muss man viel.

    Ich zitiere es hier, damit man aufhört, sich an dem "100" aufzuhängen.
    Es klingt jetzt durchaus mehr wie 50-80, mit Ausnahme mit 100.
    Und es ist Oberstufenstoff.

    Wer das schon kann, liest quer.
    Wer das nicht kann: tja, dann Pech.

    Und es ist schon geklärt worden, dass es nicht nur Oberstufenstoff ist, sondern auch ein Fach, das kein Mensch abwählen konnte und belegt haben MUSS. (es ist also kein Oberstufenstoff in BWL, das jetzt vorausgesetzt wird, oder ein Pädagogik-LK)

    In NDS kannst du seit etwa zwei Jahren nicht eingestellt werden, wenn du dich irgendwo in Deutschland selbst entlassen hast aus dem Beamtenstatus

    Gibt es für diese Behauptung eine Quelle oder ist das die typische "Lehrerzimmer-Stille-Post".

    Es gibt überhaupt keine Rechtsgrundlage um mit dieser Argumentation einen qualifizierten Bewerber ab zu lehnen, maximal kann ich mir vorstellen, dass man nicht direkt wieder verbeamtet und erst mal angestellt wird.

    So ist es: Eine Einstellung ist möglich, aber halt nur im Angestelltenverhältnis.

    Du kannst diese Information diesem Merkblatt von Eis entnehmen https://www.eis-online.niedersachsen.de/Dokumente/Merkblatt.pdf

    Die Frage ist ja immer die Motivation.

    Interessiert es mich wirklich oder muss ich es machen..

    Wenn man als Erwachsener etwas aus Interesse studiert ist die Motivation eine ganz andere als die eines 20 jährigen Erstsemestlers.

    oh, ich merke, mein Beitrag (falls es sich auf mich bezieht) war missverständlich. Ich bin die naive Lehrkraft, die hofft, dass die Studis die drei Texte gelesen haben werden.

    (in meinem eigenen (parallelen) Studium habe ich aufgehört, naiv zu sein und erwarte keine Diskussionsgruppen mehr, weil kein Anderer die Texte liest. Oder jetzt vielleicht schon. Falls einige die Korrelation zwischen dem Lesen der Texte und den Noten sieht.

    und das wäre auch mein Tipp an die TE: ganz ernsthaft: ihr macht eine Schulwiederholung, um zu unterstützen, nicht weil es an der Uni soviel Spass macht. Dann sollen sie doch alle ihre 5 kassieren, wenn sie den Stoff nicht können. Mein Gott, es ist eine Hochschule und ein Hochschulabschluss am Ende.
    Im hiesigen Lehramtsstudium habe ich da ein paar Fächer im Blick (geisteswissenschaftliche) (ich habe EInblick in hunderte Notenzetteln pro Semester) sieht man es total: die Noten im ersten Semester sind bei 80% zwischen 3 und 4. Ab dem 2. Semester kriegen 50% die Kurve und nehmen es ernst, die Noten gehen nach oben. (ich differenziere: bei den NaWis: die Noten sind bei 4-5, 50% hören auf, 25% bleiben bei 3-4 bis Ende des Bachelors, 25% schaffen es besser ...)

    Es sind Kinder, es sind Schüler*innen, der ganz große Unterschied existiert dabei nicht. Solange du dir selbst Gedanken dazu gemacht hast, was es für deine Fächer bedeutet (werden sie extern differenziert? ab welcher Klasse? unterrichtest du in einem Fächerverbund?) und deinen Unterricht (Arbeitet die Schule mit mehreren Niveaus pro Lerngruppe? Stellst du unterschiedliche Klassenarbeiten her? usw..) und du NICHT den Plan hast, es auszusitzen und so schnell wie möglich das Kapitel Gesamtschule zu verlassen, um dank einer Elternzeit, einem kürzeren Wege, einer neuen Erkrankung zum Gymnasium zu wechseln, wirst du dich an der Schule genauso zurechtfinden müssen, wie an einem anderen Gymnasium.
    Ich habe 5 Gymnasien, 1 Gesamtschule und eine Oberstufenschule kennengelernt (also aktiv als unterrichtende Lehrkraft). Die Unterschiede zwischen den Schulen basieren NICHT nur auf der Schulform. Das Umfeld, die Elternschaft, das Profil, der Träger, soviel hat Einfluss... Lass dich darauf ein, lies die Schulcurricula, die Lehrwerke, aber auch alle Schuldokumente (Elternbriefe, Handreichung für neue Lehrkräfte, ... ).
    Viel Spass!

    Kannst du vielleicht verraten, was es für ein Fach ist? Ich frage mich, in welchem Fach / Studium quasi die Oberstufe im ersten Studienjahr wiederholt wird. Ist es ein Fach, was viele sonst in der Oberstufe nicht haben? Oder hat sich das Studium den Begebenheiten der neueren Abiturient*innen "angepasst" (aber noch nicht vollständig)

    Grundsätzlich stimme ich dir zu. Allerdings geht es um Erstsemester, die neu an der Uni sind. Dass die spätestens im dritten oder vierten Semester ein Lesepensum von 100 Seiten pro Woche in mehreren Seminaren bewältigen können müssen, sehe ich auch so.

    Ich glaube am Guten im Menschen, habe - so wie du? (zumindest lese ich das bei dir heraus) - einige Studiengänge hinter mir und in den ersten Semestern gab es entweder gute Einführungen oder: mittlerweile sind die "Einführungstexte" die Texte aus den Eiführungslehrwerken, die speziell auf Bachelorstudierende (weil oft eben Einführung) gemünzt sind.

    Zitat

    Das spielt bei der Akkreditierung gar keine Rolle. Ich war bei zwei unterschiedlichen Studiengängen bei der Akkreditierung von Anfang bis Ende beteiligt. Die Leistungspunkte, die auf einer Veranstaltung stehen, haben nur wenig mit dem tatsächlichen Aufwand zu tun und danach fragt auch niemand. Eine Akkreditierung bescheinigt nur, dass man ein gewisses Mindestmaß an Ausstattung hat, dass die Bezeichnungen, die auf den Modulen stehen irgendwie zusammen und zum Studiengang passen und dass man alle 5 Jahre 5.000 - 10.000 Euro pro Bachelor Studiengang bezahlt hat.

    Inhalte spiele dabei keine Rolle.

    Es ist sehr schade.Es ist zwar eine Weile her aber ich war an der Akkreditierung von über 10 Studiengängen beteiligt (bundesweit, studentische Vertreterin in der Akkreditierungskommission von Programmakkreditierungen) und in der Vorbereitung von den BEd/Med an meiner eigenen Universität und darauf habe ich IMMER geachtet.Zugegeben, ich war nie in Hessen ;) (und die Akkreditierung kostete eher 12000 Euro, weswegen man alle möglichen Fächer zusammenbündelte...).Der Aufwand IST die Stellschraube für die Studierbarkeit.

    und wenn man vielleicht versucht, davon auszugehen, dass die Angabe stimmt und dass es trotzdem nicht überzogen ist.
    Ich hatte schon mal (im verschulten ECTS-System) eine VL mit einem dazugehörigen Seminar. Für die VL gab es 3 ECTS-Punkte (offiziell nur 1 durch die Anwesenheit), für das Seminar 5 (offiziell nur 1 durch die Anwesenheit) und am Ende war entweder eine HA oder eine mündliche Prüfung oder Klausur (je nach Studiengang/Entscheidung) und dafür auch 2-3 Punkte. (Klausur in der VL, mündliche Prüfung beides möglich, Seminar mit HA, aber nur einmal eine Prüfungsleistung Pflicht)
    Vor- und Nachbereitungszeit war für VL und passendem Seminar dasselbe. Aber klar, einige waren der Meinung: Vorlesung = Berieseln, Seminar = Berieseln aber mit Quatschen (worüber/wozu... egal) und oh mein Gott, ich kriege nur 2-3 Punkte für die Prüfungsleistung. Dass durch das Lesen der 60-100 Seiten jede Woche die mündliche Prüfung / Klausur / Hausarbeit nur noch eine Formsache war, haben die wenigsten gesehen, sondern gejammert.

    Klar, ist es manchmal viel zu lesen, aber sorry, es gibt bestimmte Grundlagen, die BRAUCHT man. In den Naturwissenschaften/Mathe sieht man es gut mit (Algebra / Theoretische Physik / Anorganische Chemie) 1, 2, 3, in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist es aber auch ein bisschen peinlich, Leute im Masterstudium zu treffen, die nur einen Theoretiker in der Soziologie kennen (da haben sie das Wahlseminar gemacht), in der Philosophie die Ideengeschichte vernachlässigt haben oder in den Fremdsprachen keinen Überblick der Literaturgeschichte haben.

    Wenn ein Studiengang bei der Akkreditierung ein bestimmtes Modul als Grundlage mit viel Stoff entsprechend kreditiert haben, kann man davon ausgehen, dass es entsprechend geplant ist und im Semester parallel dazu auch passt.

    Während die NaWis Übungszettel gerechnet haben, habe ich für jedes Seminar in meinem (unkreditierten) Studium 30-50 Seiten zu lesen gehabt. Tja, ich bin realistisch, 80% haben es nicht gelesen und haben dann vor den Sammelprüfungen vielleicht (?) nachgeholt. Vielleicht ist es aber auch okay, wenn man Schüler*innen / Studierenden in einigen Fächern zeigt, dass ihre Antworten nicht alle aus ihren Köpfen kommen können, sondern ein Grundwissen vorher erworben werden muss.

    Wir haben den Auftrag eine Selbstdarstellung zu gestalten. Wir sind 3 Personen und sollen auf kreative Art und Weise uns selbst in max. 15 Minuten präsentieren.

    Ich finde es furchtbar unangenehm, auf Knopfdruck in fremder Gruppe kreativ und lustig sein zu sollen.

    1) nicht auf Knopfdruck, sondern Auftrag

    2) nicht lustig, sondern "nur" kreativ.

    Kreativität ist eine immer wieder geforderte und zu fördernde Kompetenz.
    Es heißt NICHT, dass es etwas super Ausgefallenes sein, sondern, dass man sich Gedanken dazu machen soll, dass es nicht bei jedem/jeder gleich sein soll. Es könnte auch kreativ sein, sich hinzustellen und mit monotoner Stimme den Lebenslauf in 5 Stichpunkten vorzulesen.
    Es geht doch nicht darum, eine Clownrolle zu spielen, sondern einen Auftrag auf SEINE eigene Art auszuführen.

    Ich frage Schüler*innen zb auch mal, dass sie sich anhand des Schlüsselbundes vorstellen (allerdings nur 2 Minuten).

    Im (Sprach-)Studium musste ich ein ca. 10-minütiges Vorstellungsvideo anhand eines Schuhs drehen (ich kann noch zu der Hälfte des Jahrgabgs (wir waren 12) einiges (und deren Schuhe) sagen :D )

    Vielleicht mit dem Rucksack? Gibt einiges über Hobbies, Fächer, Art zu tragen, Wohnort usw her.

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