Beiträge von chilipaprika

    Was hätte sie sonst machen sollen?

    ... was viele Menschen leider weiterhin tun (müssen) und was viele Generationen vorher gemacht haben: Lügen, Sachen auslassen, usw...
    Ich bin froh und dankbar, (zu glauben) mehrheitlich in einem offenen Milieu zu leben, wo dies vermutlich kein Problem ist.
    Ich bin aber realistisch und weiß, dass es so einfach nunmal nicht ist.

    Zwischen "jede*r darf leben, wie er/sie will" und "aber nicht an meinem Tisch sitzen", "aber nicht mein Kind", "aber ich mache weiter unangebrachte Witze", usw..
    und so sieht es hauptsächlich im (Jugend)Freundeskreis meines Mannes. Ich habe mich schon sehr stark mit einigen gestritten, die die Kitabücher "Emilie hat zwei Mamas" unmöglich finden, weil "darf ja jede*r machen, wie er/sie will" (Genderung durch mich), "aber normal ist trotzdem was Anderes, meine Tochter soll es nicht im KiGa lesen".
    usw..

    Lasst uns nicht von uns auf andere schließen ...

    weil du das Glück hast, dass die wenigsten Menschen (oder gar keine?) auf Nebensätze über dein Privatleben seltsam reagieren und dann ihre Meinung dazu sagen oder auf Distanz gehen.
    Es ist (leider!) nicht so einfach für alle Menschen und solange zwei Männer / zwei Frauen nicht komplett sicher, ohne darüber nachzudenken, Händchen haltend durch die Fussgängerzone rumlaufen können, dann KANN man nie sicher sein, wie ein "Am Wochenende habe ich mit meinem Mann den Film XY im Kino gesehen" von einem Mann gesagt von anderen Menschen, die dabei sind, aufgefasst wird.

    Das mag sein, aber: ich kann zwar keine Jobs am Fließband oder auf der Baustelle vorweisen, kann aber den Vergleich ziehen, wie ich mich direkt vor den Osterferien fühle und wie ich mich nach einem Jahr mit nur 12 genommenen Urlaubstagen (!) fühle (und ich drehe NICHT Däumchen, es gibt einen Grund, warum ich so wenig Urlaub nehmen konnte). Ich bin noch nie so wenig kränklich gewesen wie in den ersten 2 Jahren meiner Bürostelle (gut, die Pandemie und der Teil-Home Office mögen auch eine Rolle spielen).

    Eine GANZ andere Art der Belastung und Erschöpfung :(

    Soweit ich weiß (ich habe die EW-Fakultas, wenn auch nicht am BK), ist der Zug abgefahren. Vor einigen Jahren gab es die Möglichkeit des Einsatzes und von Zertifikatskursen, aber mittlerweile sei es nicht mehr der Fall. Es schließe nicht den tatsächlichen Einsatz hier und da, sei aber nicht systematisch zu verstehen.

    Wenn du erweitern willst: vergleiche alle Modulhandbücher, beleg einfach alles, was dir fehlen würde…

    was ist mit Monetarisierung gemeint? Das außerunterrichtliche Betreuungsangebot kostenpflichtig (für die Schüler*innen) machen (dadurch kommen weniger SuS -> Entlastung für die KuK?) oder den Kolleg*innen dafür (mehr) Geld geben? (wie entlastet es allerdings einen?)

    Ersteres wäre Sache des Schulträgers (womöglich auf Antrag der Schule), zweiteres erscheint mir unsinnig (in Deutschland)

    Ich fände es aber trotzdem seltsam, wenn (nicht eingebettet in einer eigenen Unterrichtsreihe in Sport oder zb. Politik (Medienbildung) ) plötzlich Kugelstoß- oder Bogenschießen-Wettkämpfe gezeigt würden. Das Diskutieren der Diskrepanzen und "gesellschaftlichen Wertigkeit" kann man komplett unabhängig davon einleiten. Keine Ahnung, ob es sogar ein Sport(theorie)thema ist: was ist Sportförderung und wer/wie wird Leistungssport gefördert? (zb. eben: Wer muss gerade (ggf. un)bezahlten Urlaub nehmen, um zu einer WM zu fliegen? Wer arbeitet dienstags um 8 nach einem Spiel am Montag Abend? Welche Sportarten sind bei den Sportsoldaten gut repräsentiert und welche nicht?
    Man kann immer alles pädagogisch begründen, und auch erst jetzt beim aktuellen Wetter 3 Tage vor den Schulferien, aber Unterrichtsausfall sollte schon kriteriengeleitet erfolgen.

    Habt ihr auch die Schwimm-WM diese Woche nachgestreamt? Zugegeben, 1uhr nachts ist uncool, aber immerhin 4 Goldmedaillen (& einmal Bronze) in den ersten 4 Läufen.. nur schade, dass es beim Staffelstart ‚nur‘ zum 4. Platz reichte.

    Die Beckenstarts sind jetzt, für diejenigen, die Mannschaftssport weniger attraktiv finden (wird aber kaum gestreamt, und wenn: nur im Netz)

    ach so, lustige Anekdote:
    Ich wollte mal ein neues Studium anfangen, für das ebenfalls B2 verlangt wird.
    Ich war gerade dabei mein Germanistik-Studium (Staatsexamen) abzuschließen, hatte aber noch kein Zeugnis (und das war Absicht, ich wollte als noch Erst-Bewerberin gelten).
    Ich hatte ein nachgewiesenes "Bachelor" Auslandsgermanistik aus Frankreich, eine Deutsch-Zwischenprüfung aus Deutschland und musste zur Sprachprüfung antanzen.

    Im Endeffekt wurde nach Androhung einer Klage (weil mir die Information mir nicht rechtzeitig gegeben wurde, weil im Endeffekt hatten sie ja Recht), sowie mit Unterstützung des neuen Studiengangs, der mich nach Aufnahmeprüfung genommen hatte, bekam ich den Platz, unter der Voraussetzung, ich könnte innerhalb von 6 Monaten den Abschluss nachweisen :D


    und noch krassere lustige Anekdote (wenn auch gut Off-Topic):
    Ich durfte / musste den Einbürgerungstest machen, weil ich keinen deutschen Schulabschluss hatte.
    Zum Zeitpunkt des Tests hatte ich ein abgeschlossenes Studium sowie ein 2. Staatsexamen im Fach Politik/Sozialwissenschaften UND war vereidigte Beamtin :D

    Das Essen, Kinder, das Essen!!

    Nein, ich liebe die Nordsee.
    Trotz eines traumatisierenden Austausches in Norddeich in den 90ern fand ich den Ort, den Wind, die Meeresluft richtig toll. Mit dem ÖPNV aus Nord-NRW sehr gut erreichbar, ... und mein (Jetzt-)Mann hat sich in Norddeich endlich einen Ruck gegeben, mich zu küssen, als ich ihn dorthin "entführt" habe und ihm die Pistole auf die Brust gesetzt habe :D
    Dort waren wir immer wieder gerne, aber sobald man Meeresnähe haben will, ist es leider außerhalb des (selbstgesteckten) Budgets. Und da ist die Bretagne trotz Anreise günstiger.
    und obwohl wir den Kapitäns Teller in der Bretagne nicht bekommen, sind andere Fischsorten, Crêpes und Patisserie genauso gut. Und die Meeresluft ist dieselbe. Oder die gleiche. Wer weiß schon, wie alles auf der runden Erde hin und her weht.

    Sorry, "wenn die SuS mindestens "ausreichend" haben, dann haben sie das Niveau".

    Auf jeden Fall werden mit einem allgemeinbildenden SCHULabschluss die notwendigen Sprachkenntnisse für eine Einbürgerung anerkannt. Da wird B1 verlangt. (was nicht heißt, dass man nicht mehr bekäme).
    (Genauso wird auch der Einbürgerungstest bei einem allgemeinbildenden Schulabschluss (weiterhin die Betonung auf Schul-) der Einbürgerungstest erlassen. Und trotzdem habe ich Zweifel, dass jede*r Schulabsolvent diesen Test ohne ein bisschen Vorbereitung schafft (obwohl das, was gefragt wird, ein Witz ist, aber ich kenne meine 9- und 10.-Klässler*innen)

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