Beiträge von chilipaprika

    Die Sprache im Beitrag deutet auf NRW ("5 Jahre", "Personalrat", ..) und alte Beiträge deuten darauf, dass der TE gerade in Siegen ist und nach Köln will.
    Du bekommst wohl bald bestätigt, DASS du die Freigabe hast (Es wäre eine Glaskugel aus dem Internet und was bringt es dir, wenn selbst der Dezernent und PR gesagt haben, dass sie nicht gegen die SL arbeiten?). Da du definitiv keinen Versetzungsantrag im Ref gestellt hast, ist es höchstens dein 3. Antrag. Da du scheinbar "wenig Ahnung" hast: Es ist vermutlich dein erster Antrag, du hast wohl keine Mangelfächer in einem total unversorgten System, sonst würde deine SL nicht beim ersten Mal das Risiko eingehen, dich zu verlieren. Also ist es sehr wahrscheinlich, dass kein Dezernent ein Veto einlegt.

    OB du dann am Ende versetzt wirst, hängt aber vom aufnehmenden System ab. Das kannst du dann ab der offiziellen Freigabe (jetzt?) beeinflussen, indem du vor Ort eben Schulen kennenlernst, die dich dann "anfordern". Vor Ostern wird es aber keine offizielle Information geben.

    Das habe ich noch nie erlebt, vielleicht bin ich zu jung für Winter, bei denen man nicht aus dem Haus kommt.

    Ersetze "Winter" durch "Mein Auto ist drei Tage in der Werkstatt" oder "ÖPNV streikt".
    Da gibt es - unter Lehrer*innen aber auch in anderen Berufen - Leute, die auf Bus umsteigen, ein Auto mieten, eine Lösung finden bzw. ganz viel Puffer einbauen und eine nicht gestreikte Verbindung nehmen und diejenigen, die dann sagen "ich kann nicht kommen".
    Und wenn sie fragen würden, dann muss man antworten "dein Pech", egal wieviel Verständnis / Mitleid oder was weiß ich man hat.
    Der Bauernstreik vor ziemlich genau zwei Jahren, kombiniert mit Baustellen mit nervigem Schienenersatzverkehr auf meiner Zugstrecke, hat mich 5 Wochen lang immer eine Stunde früher fahren lassen. und hat mir die Einsicht gegeben, dass frühes Anfangen zu arbeiten auch echt Vorteile hat (habe ich beibehalten). Und dass ich abends 2 Stunden statt eine Stunde Zug hat, war halt so.

    Ich finde es nach wie vor merkwürdig, dass sich hier so viele über die TE aufregen. Sie hat eine Frage gestellt, die wurde ihr beantwortet und gut ist es.

    Es ist ein Forum und es entwickelt sich. Ich nehme es auch so wahr, dass nicht mehr über die Kollegin aufgeregt wird, sondern allgemein über diejenigen, die der Meinung sind (hier oder woanders), man könne schließlich nicht verlangen, dass man zur Arbeit komme.

    Ja, bei dir ist es auch nie, wie es woanders ist.
    Und wir reden auch von unterschiedlichen Schulformen. Wo es vermutlich weniger Aufsichten gibt. Wo es vermutlich weniger Elternabende gibt (wobei es in meinem Fall an meinen Fächern liegt). Wo Schüler*innen nicht unbedingt alle am Schulort starten müssen (zumindest bei einigen Klassen).

    Und selbstverständlich sind es eine Minderheit. Aber wenn ein Teil dieser Minderheit meint, sich in einem Forum zu melden und rechtlich fragt, ob und wie sie zur Schule kommen muss, ist halt die Antwort: genauso wie die Bäckerin und der Bäckereifachverkäufer: Sorg dafür. Und sie wohne vermutlich sogar nicht näher, denn sie können sich womöglich mit ihrem Lohn weniger Auswahl leisten.

    Ich wette eine Pausenaufsicht, dass keiner von euch jemals im Schulort übernachten würde, um morgens als erster da zu sein.

    Du kannst meine ganzen Aufsichten bis Lebensende übernehmen.
    Ich bin an den Schulort gezogen, WEIL mich der Schulweg morgens extrem gestresst hat. Und auch wenn mein Gehirn schräg sein mag, war der Gedanke "Erste!" nicht existent. In der Tag war ich aber jahrelang (nach dem Hausmeister) als Erste da. In Ruhe ankommen und auf keinen Fall zu spät sein. Mittlerweile kommen zwei weitere Kolleg*innen auch ziemlich früh an.

    Ich biete mich für solche Situationen gerne an, wenn es mir passt (und es ist sehr oft!), habe aber definitiv ein Problem, wenn es eine Selbstverständlichkeit wird. Bei der TE scheint es schon mehrere solcher Tage zu geben und zu rotieren. Dann ist es halt fair, dass nicht immer dieselben für Karmapunkte Dienste erledigen. Denn ernsthaft: diejenigen, die weit wohnen, sind auch diejenigen, die vielleicht tauschen, wenn sie nur eine Stunde haben. Die vielleicht auf dem Weg zum Ausflug nachkommen. Die den Elternabend XY nicht machen (bzw. ich am Wohnort "kann doch schnell"...). Und wenn sie auch noch Kinder haben, und die Person am Schulort nicht, dann ist das Ungleichgewicht echt nicht mehr herzustellen.
    Pausen übernehmen wäre ein guter Deal. Aber nicht die Frühaufsicht "wegen der Verkehrslage, ich weiß ja nie" / "Wegen der Kinder, weißt du..." und auch nicht die letzte Aufsicht "Ich muss ja schnell nach Hause, Kinder abholen, verstehst du"...

    SELBSTVERSTÄNDLICH sind nicht ALLE, die nicht am Schulort wohnen, so!!! und auch nicht alle Eltern!
    Aber diejenigen, die eine solche Frage wie hier stellen, passen ziemlich sicher gut in den anderen Kategorien.


    Zur Begründung gab ich einige gesundheitliche Probleme an

    Das ist nicht voraussetzungslos sondern aus gesundheitlichen Gründen.

    "Aus gesundheitlichen Gründen beantrage ich zur Erhaltung meiner Dienstfähigkeit Teilzeit in Höhe von X Wochenstunden. Anbei finden Sie das Attest." (Das Attest vom Arzt ist genauso ein Zweizeiler. Keine Diagnosen und Begründungen notwendig.)



    Frage 2: was könnte man, außer Teildienstfähigkeit erreichen, noch machen, wenn die Genehmigung versagt wird?

    Das ist doch eine andere Hausnummer.
    Wenn du über Teil-DU auch nur realistisch denkst, dann ist der obige Antrag doch gar kein Problem.

    Oder ist es eine Verharmlosung der Teildienstfähigkeit, die du auch als

    bessere Work-/life balance

    gleichstellst?

    Begeistert mich auch nicht, gleichzeitig war für mich allerdings auch nie nachvollziehbar, wieso hier überhaupt ein Unterschied zwischen Vollzeit und Teilzeit gemacht wird - fairer ist es so, wie es jetzt geregelt ist.

    Nee, fairer wäre das Andere: keine Bagatellgrenze mehr. Überhaupt.
    "Schwächere" auch zu belasten, weil "Stärkere" schon belastet sind, ist nicht die Lösung.

    Ich weiß. Ich sage nicht, wie ich finde, dass es sein müsste, sondern wie es ist.
    Eine Bekannte von mir hat monatlich 5-stellige Medikosten. Seit 20 Jahren.
    Ist halt so. Die PKV rechnet direkt ab, die Beihilfe nicht. Seit 20 Jahren nicht.

    Süß.

    Ich rede von mehreren Kolleg*nnen, die teilweise Jahrzehnte im Job sind und immer wieder alles neu machen und ja, für jede Klausur mehrere Stunden brauchen. Die sind natürlich in massiver Teilzeit, ich denke das ist klar.

    Ja, die mag es gehen, aber es gibt überall solche Leute und wenn die weisungsbefugte Person nicht eingreift, da kannst du nichts machen. Ich hatte auch in der Verwaltung eine Kollegin, die (angeblich) 16 Stunden an einer ppt gesessen hat. Ja, diese war hübsch. Jetzt wo ich ein bisschen mehr Ahnung habe, schätze ich den Aufwand auf ca. 3-4 Stunden (weil Formen / Diagramme aus verschiedenen ppts sich immer wiederholen) und sie hat sich schöne Zeiten dadurch gegönnt. Das führt zu schlechter Stimmung, da muss halt der Chef eingreifen.
    Da aber bei Lehrkräften kein anderer meinen Job macht, wenn ich zu lange an einer Aufgabe sitze, kann ich damit nicht rumspielen. Und deswegen bin ich sicher, dass es wirklich nur Ausnahmen sind.
    Und aus deiner Position mit kleinen Gruppen, weniger Wochenstunden und schnell zu korrigierenden Fächern in einer kleinen Nische des Systems solltest du dir Pauschalurteilen über das restliche Schulsystem nicht erlauben. Oder hast du nur Angst, dass eben auffällt, dass ihr trotz zweijährlichem Abitur und zum Teil Abendunterricht am WBK echt keinen Grund für das niedrige Deputat habt?

    Du willst es nicht hören (weil es auch unverschämt ist): Dein Problem, deine Orga, du musst für ein gut gefülltes Durchlaufkonto sorgen. (oder automatische, vereinbarte Verschiebung bzw. Verlängerung des Zahlungsziels)
    Leider gibt es keine andere Lösung. Der Beihilfe ist es reichlich egal, da sitzen ganz normale Menschen, die nicht schneller arbeiten können, als das, was sie schon tun und selbst bei einer 1000er Rechnung denken, dass es eine kleine Summe ist, die man vorstrecken kann. Die meisten gesunden Menschen haben ein Jahr lang für ihre Einreichung gesammelt und haben dann 600 Euro, und es kommt nicht auf den Tag an (sie haben ja 10 Monate gesammelt), kein Sachbearbeiter kann (voraus)sehen, dass die nächste Rechnung in selber Höhe in drei Wochen kommt.

    Doof gesagt: Viele sind vom GKV-System "verwöhnt", in welchem alles hinter unserem Rücken ablief. Das mit der Beihilfe ist eigentlich eher das Regelsystem.

    Mich stört die von Lehrkräften genutzte Sprache.
    "Stundenlang an einem Arbeitsblatt basteln". Es geht bei solchen Beschreibungen um Ausnahmen. Wir sitzen nicht unsere Zeit in einem (zeitlich) überwachten Raum ab, wo wir also daran interessiert sind, "irgendwas" zu machen, sondern jede Minute zuviel irgendwo, ist verschenkte Freizeit.
    Lass uns die chronischen Idealisten rausnehmen und auch versuchen, die superduper NRW-Ausnahmesituation wegzudenken, in welcher die Korrekturlast einfach krass unterschiedlich verteilt ist (und DAS wird definitiv eine Baustelle werden).

    Wenn man an einigen Materialien besonders / überdurchschnittlich lange sitzt, dann oft aus guten Gründen (Reihe zum ersten Mal, nachhaltiges Planen für die darauf folgenden Jahre, besondere Reihe des Jahres, usw.. (ich habe schon mal den Tipp gehabt: Nach dem Ref zu versuchen, EINE besondere Stunde pro Woche zu haben. Ich persönlich (12 Jahre aus dem Ref raus) brauche für meine Berufszufriedenheit das Gefühl, neben dem ganzen pragmatischen Buchunterricht ab und zu eine Reihe zu planen, mit der ich auch wirklich zufrieden bin (und natürlich suche ich mir eine aus, die ich dann wieder verwenden werde).

    Wenn man besonders lange an Klausuren korrigiert, dann sicher nicht aus sadomachistischen Gründen, sondern weil es vielleicht die erste Klausur der Lerngruppe ist und sie daran etwas lernen sollen, oder weil die Klausuren besonders schlecht ausfallen, oder weil man es selbst nicht besser weiß (Mein Gott, ich hatte vielleicht 2 Stunden zur Klausurherstellung und -korrektur im Ref. Ohne eine gute Mentorin hätte ich nicht schnell genug reingefunden).

    Die Schulleitung hat nicht nur eine Fürsorgepflicht uns gegenüber, sondern wird schon schauen, dass keine*r Stundenzettel einreicht, wo 25,5 Wochenstunden "in Ref-Stil" gehalten werden.
    Die Arbeitszeitserfassung wird meiner Meinung nach eher aufzeigen, dass unsere Stundenpläne nicht dafür geeignet sind, effizient oder überhaupt zu arbeiten. Und (in NRW!) dass es zwischen den Fächern und Funktionen (Klassenleitung) solche Unterschiede gibt, dass man da ran müsste (was man nie tun wird).

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