Beiträge von chilipaprika

    aber du weißt nicht, ob sie kommen ;)
    (und ja, es gibt in bestimmten überlaufenen Lehrämtern, wo sich Absolvent*innen vieler BL bewerben (ist es in der Grundschule nicht so?) eine recht hohe no show-Quote. Das macht ggf. einen Dominoeffekt..
    Dazu kommt, dass einige Schulen vielleicht auch gucken, wie der/die Ref'in ist, um zu wissen, was er/sie für Kurse bekommt (auch wenn das Leben kein Wunschkonzert ist, ist es manchmal durchaus sinnvoll. Auch um keine 3 Reffis in eine Klasse zu stecken, keine 2 Reffis nacheinander zu haben, usw...)

    Mittlerweile geht Vertretungslehrkraft sogar bei endgültigem Nichtbestehen der 2. Staatsprüfung - mal schauen, was der Lehrermangel noch so möglich macht 😒

    Seit wann?! Ich habe die Info noch vor ein paar Wochen von einem ZfsL bekommen? (also über eine dritte Person, der das gesagt wurde und der ein Trick gegeben wurde, damit sie nicht als endgültig nicht bestanden gilt (um eben noch als Vertretungslehrkraft arbeiten zu können)

    Siehste, wir sollten doch kreativ brainstormen, hat geklappt!

    Also: eine Bekannte von mir (Förderschullehrkraft) hat eine Ausbildung mit ihrem Hund gemacht.
    1) der Hund darf ab und zu mit in die Schule.

    2) Eine Stunde Spaziergang und Streicheln (und natürlich ein bisschen mehr) bringt 80 Euro ein. (Ein Tier sollte aber maximal (!) 3-4 solche Stunden in der Woche machen.)
    3) komplette Absetzbarkeit.

    Ich würde trotzdem programmieren, wenn ich es könnte (und weiter meinen Hund streicheln)

    Ich frage mich gerade echt warum sich manche Mitmenschen so über die paar Böller aufregen? Will hier jemand ernsthaft in einem Nanny-Staat leben, in dem alles verboten ist? :crying:

    Laßt den Leuten doch ihren Spaß nach insg. 3 Jahren Pause.

    Oder sollte man etwa Haustiere generell verbieten, weil sie unnötigerweise co2 und Methan in die Atmosphäre blasen sowie die Mitmenschen mit Kot auf den Gehwegen ärgern?

    War doch klar, dass du den Gegenbeitrag schreiben müsstest.

    Genau, die Leute, die gegen Böller sind, sind alle gegen Spaß. Sie wollen alle nur eine spaßfreie Diktatur.

    Ein Böller direkt neben dem Lebensraum von Tieren, und das noch in einem brandriskanten Kontext, das sollte selbst dir einleuchten, dass es nicht Spaß ist, sondern dämlich und asozial.
    Man hat keine gute Sicht, ob man Menschen oder Tiere erwischt, ziemlich uncoole Sache, wenn unbeteiligte Wesen so einen Böller ins Gesicht bekommen. Man kann einen Brand auslösen, was jetzt auch nicht sooo cool ist.
    Selbst wenn du Spaß an Böllern hast, wird dir einleuchten, dass es bessere Zeitpunkte (der 31. Dezember ist zulässig, nicht der 29.!) und Orte gibt als tagsüber im Wald.

    Edit: sorry, hatte nicht alles gelesen. Aber doppelt hilft vielleicht

    Ich schlage mal noch Rassehunde züchten vor. Spanische Wasserhunde sind gerade in Mode, da kostet aktuell ein Welpe um die 2000 Eur. Und wenn ich mich so umgucke, tut es auch an guten Hundeschulen not...

    Ich spreche nicht mal von Investitionen (Hund mit Zuchterlaubnis, Material, Fortbildungen, ...) und ständigen Kosten (Hunde essen nicht wenig und wenn man mit denen sein Leben "verdienen" will, sollte man - noch mehr - auf gute Bedingungen achten), aber: ein Wurf braucht viel Aufmerksamkeit, es ist schwer mit einer Vollzeittätigkeit vereinbar. Außer man schafft es, die Geburt eine WOche vor den Sommerferien zu planen, die erste Woche einen Babysitter zu haben (da robben die Würme kaum aus der Kiste), sicher sein, kein Flaschenkind zu haben, ...

    Wenn schon mit Tier Geld "verdienen": mit dem Tier ein Ehrenamt, eine Begleittierausbildung machen: dann kann man sogar alle Kosten von der Steuer absetzen (und hat trotzdem einen kuscheligen Hund auf dem Sofa oder einen süssen Alpaka im Garten) und die Stunde "tiergestützte Pädagogik" bringt nicht wenig ("Therapie" darf nur ein Therapeut anbieten, wäre aber das selbe)

    In vielen Bundesländern gibt es keine "Erlaubnis" mehr, nur noch eine Meldung und ggf, eine Untersagung, die aber aber auch nur ausgesprochen werden kann, wen ein Untersagungsgrund vorliegt. Dort, wo es noch die Genehmigungspflicht gibt, kann die auch nichts so einfach nach Nasenfaktor verweigert werden.

    Kurz: Nebentätigkeiten sind immer möglich, so lange es keinen objektiven Konflikt mit der Haupttätigkeit gibt un der zeitliche Rahmen gewahrt bleibt.

    Da ich gerade die Absage hinter mir habe (und genug Kraft verloren habe, dass ich eben nicht "klagen" werde), wollte ich es nur in den Ring werfen.

    die 50 km gelten schon zum nächsten Versetzungsverfahren.
    Sieh es positiv: "dank Frau Feller" gibt es noch eine Grenze ;)

    Warum die Rückkehr aus der Elternzeit eine besondere Bedeutung bei einem Versetzungsverfahren im Vergleich zu anderen Gründen, ist quasi eine NRW-Spezifikum. Frag mal die pendelnden Bayern (ja, ich weiß, man muss sich nicht am Schlechten orientieren, aber vielleicht endet auch die Instrumentalisierung der Elternzeit)

    Lag aber häufig auch daran, dass in NRW ab dem WS 2006/2007 Studiengebühren erhoben werden konnten, die man aber bei Engagierung in den universitären Gremien (z.B. Fachschaftsrat) nicht zahlen musste bzw. nur teilweise.

    Nein.
    Ich habe den Hauptteil meines Studiums vor 2006 gehabt (und die Endverzögerung kam bei mir nach der Entscheidung des BVerfG, um eben den Kampf gegen Studiengebühren anzusagen), ich studierte aber nicht in NRW und in meinem Bundesland kamen Studiengebühren auch ohne jedwedes Engagement wirklich sehr sehr sehr spät (1,8 Regelstudienzeit glaube ich), wir hatten Studienkonten (RLP), ein Segen an Herrn Zöllner, den wir aber trotzdem sehr gerne an Berlin abgegeben.

    Die Regelstudienzeit ist eine Messgröße, die den Studierenden garantiert, dass die UNI dafür sorgt, dass das Studium in der Zeit machbar ist. Also: wenn die Überschneidung von bestimmten Veranstaltungen eine Verlängerung zur Folge hat, wenn das Freisemester von einem Prof zu einem Problem führt, oder ganz einfach: wenn ich meine Veranstaltungen nicht bekomme, weil es nicht genug Kurse und Personal gibt, dann drohe ich zu klagen, weil ich als Studentin Anspruch darauf habe, in der Regelstudienzeit fertig zu werden. Wenn nicht, klappt es nicht mit der Finanzierung und dann wird das Bafög-Amt schon was husten.

    In meinem damaligen Studium haben NUR die Bafög-Empfänger*innen die Regelstudienzeit eingehalten. Nicht nur, weil es nicht anders machbar gewesen wäre (wäre es gewesen), sondern, weil es eben "selbstverständlich" war, entweder mehr zu schauen, oder 1-2 Semester zu machen.
    und sehr viele Bafög-Empfänger*innen (von denen es so viele auch nicht gab..) haben trotzdem die Möglichkeit benutzt, sich zu engagieren (Fachschaftsarbeit...) und dadurch eine längere Förderung erhalten (ein Semester, glaube ich).

    eben, sag ich ja: ich hatte das Doppelte an SWS am Ende in meiner Liste für die Anmeldung beim Examen. der falsch verstandene /umgesetzte Bologna-Prozess führt dazu, dass 1) 99% der Studis nur noch etwas machen, wofür sie Punkte bekommen, 2) die Unis nur noch Sachen mit Punkten anbieten.

    und weil die Unis sich mit ihren Modulhandbüchern überfrachtet haben, gibt es oft fast nur noch feste Kurse und weniger "Neuere Literatur", wo man im WS einen Kurs zur Gruppe 47 besucht, im SoSe einen Kurs zu Dürrenmatt, eine VL zu Kriminalliteratur oder eine Übung zur expressionistischen Lyrik.. (natürlich gibt es das auch, aber ein Großteil wurde so sehr standardisiert, weil man nicht mehr davon ausgeht, dass die Studis das Wissen aus vielen VL zusammenpuzzeln, sondern viele Überblickskurse angeboten werden (durchaus ein Vorteil, aber eben ein anderes Verständnis, was ICH auch bedauere)

    Ähm? Ob ich das Studium in der Regelstudienzeit schaffe oder auf 30 Semester hinziehe: Die Menge an Leistungspunkte bleibt doch gleich.

    Nee, da widerspreche ich.
    Es mag jetzt für diese bepunktete Gesellschaft schwerer sein, aber ich habe nicht semesterlang immer wieder den selben Stoff gehört und gelesen, sondern statt 3 VL in "Literatur" am Ende 9 VL und 4 Übungen gehört, zum Beispiel.
    Durch diesen wunderbaren Umgang mit Bildung (damals.. vor der ECTS_isierung..) habe ich sehr vielen VL beigewohnt und mein Drittfach entdeckt, zum Beispiel. Wenn es Punkte gegeben hätte, hätte ich also definitiv das doppelte an Punkten gehabt (ich hatte auch fast das doppelte an SWS)

    Es gibt Korrekturfristen (zumindest in einigen Bundesländern in einigen Stufen) und auch wenn es kein Weltuntergang ist, wenn man drüber ist, ist es durchaus problematisch, das Doppelte der Zeit zu brauchen.
    Ich verstehe übrigens den kulturellen Blick von Calmac. Ich hatte in meinem ersten Studienjahr in Deutschland dank Anrechnung von 2 Seminaren meine Zwischenprüfung, war brav in meinem französischen Tempo und hätte quasi nach 6 Semestern locker fertig sein können. Und dann habe ich das deutsche Studium entdeckt, mir Zeit für links und rechts genommen und genossen (bis dahin finde ich es super, ich habe BILDUNG inhaliert und nicht mehr UNTERRICHT "konsumiert"...), bis ich dank dem deutschen System mein Hochstaplersyndrom sowas von befeuern konnte, die Prüfung schob und schob, um nur noch mehr links und rechts zu lesen und noch mehr Themen zu kennen, die nie im Leben in die Prüfung kämen, und kombiniert mit Prüfungsangst doch lange zum Abschluss brauchte.
    Im Ref war genau das für mich auch ein Problem. Kein Problem, weil ich das nicht konnte, nein. Ich hatte zwar die "üblichen" Probleme und viele Heulkrämpfe aber objektiv und rückwirkend gesehen stand nie in Durchfallgefahr. Nein, ich BRAUCHTE mehr Zeit, weil ich das Gefühl hatte, durch mehr Zeit könnte ich mich sicherer fühlen. Und dieses Gefühl habe ich noch nie vor dem Studium gehabt. Ob es am Studium oder am Landwechsel gibt, gute Frage. Aber es spielt sicher auch eine Rolle, dass ich zwar meinen Eltern sagen konnte "ja, ein Staatsexamen ist ca. 5 Jahre in Deutschland" (da ich mich 100% selbst finanziert habe, ging es nur darum, dass meine Nicht-Akademiker-Eltern gar keine Ahnung hatten, "wie lange ich denn noch lernen möchte"), aber auch wusste "6 Jahre würden keinen interessen".

    Edit: Im Beruf hatte ich noch nie Probleme, abgesehen von den Staus, die jede Doppelkorrekturfachlehrkraft regelmäßig hat. Ich funktioniere mit Druck, Fristen und Deadlines jeder Art hervorragend, ich tue mich eher mit schwammigen Regeln schwer.

    (als Externe, die nicht suuuuper viel Einblick in das System hat, aber ich war bei entsprechenden Fortbildungen und arbeite zur Zeit mit einigen FL)

    Aus der anfänglichen "Nur"-Fachleitertätigkeit kann sich schnell/mittelfristig auch einiges mehr entwickeln: auch Praxissemesterstudierende brauchen eine Betreuung, dann Moderationstätigkeiten, usw.. so dass die Schwerpunkte sich auch verlagern können, wenn man Interesse hat.

    Wenn du jetzt noch in der Phase bist "ich hätte Interesse, weiß aber nicht so genau", empfehle ich dir die entsprechende Fortbildung deiner Bezirksregierung. Bei mir hieß sie sowas wie "Fachleitung - eine Perspektive?", es waren insgesamt 3 mal ein Tag und am Ende war einiges klarer für mich.

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