ich muss ein "auch" ergänzen.
Ich glaube auch nicht, dass sich an den Arbeitsbedingungen vor Ort (im Sinne einer Präsenzpflicht) in Deutschland ändert.
Nur, weil man "trackt" ( = irgendwo einträgt, dass man ggf. zuviele Stunden gemacht hat), hat es keinen automatischen EInfluss auf den Arbeitsort.
Beiträge von chilipaprika
-
-
glaube ich auch nicht. Viel zu teuer.
Edit: "auch" eingefügt, mein Beitrag war ohne das Wörtchen (zuviel getippt) missverständlich -
Ich weiß (ehrlich) nicht, ob es tatsächlich moralisch fragwürdig wäre, wenn die SuS die Fahrtkosten der Lehrkräfte mitbezahlen. Man könnte schon auch sagen, dass diejenigen für die Reise bezahlen, die davon profitieren. Wer das nicht will, muss halt auf Klassenreisen verzichten.
Auch hier ist die moralische Ebene nicht von der rechtlichen Ebene zu lösen: in NRW ist die Teilnahme an Klassenfahrten auch für Schüler*innen verpflichtend. Also sollte man schon besser auf deren Kosten achten.
-
Weiß eigl jemand wie das in anderen Ländern gehandhabt wird? ichkann mir nicht vorstellen, dass die ganze Welt in Depundatsstunden rechnet.
Da mein aktueller Job mich mit vielen anderen Schulsystemen in Kontakt bringt (ich spreche jetzt für die Schulen, die ich dort kenne, es sind in jedem Land mindestens 2 (Schweden), eher mindestens 3)
- In Dänemark gilt (seit 2013?) die Pflicht, seine Arbeitszeit in der Schule abzuleisten, die Schulen wurden seitdem stetig renoviert und dafür ausgestattet. Einige Schulleitungen ermöglichen Sonderlösungen für einen Teil der Arbeitszeit (zb. bei Menschen mit Kindern), aber das Ziel ist: jederzeit in der Schule ansprechbar sein.
- In Schweden: Ähnlich
- In England: Was die Ausstattung angeht, weiß ich leider nichts, aber auch Anwesenheit bis 15 Uhr (Ende des Schultages).
- In Irland: Anwesenheit bis mindestens 15 Uhr.
- In Frankreich: Alles nur am Deputat gemessen, keine Arbeitsplätze, keine Anwesenheitspflicht, sowieso gar keine zusätzliche Aufgaben- Privatschulen in Peru: Anwesenheit bis 15 Uhr in der Schule.
- Privatschulen in Namibia und Südafrika: Anwesenheit in der Schule über den ganzen Schultag.
-> Die Nicht-Anwesenheit in der Schule ist an ALLEN Schulen, an die ich deutsche Praktikant*innen schicke (außer Frankreich), eine Reibungsfläche, weil dort immer eine größere Anwesenheit erwartet wird (und die deutschen Praktikant*innen sich - ich formuliere es sehr vorsichtig - schwer tun, vor Ort zu arbeiten und von irgendwas fabulieren, dass sie "zuhause" besser arbeiten könnten (wo sie ja nur den selben Laptop und WLan haben...) )
Warum überrascht es mich denn so sehr? Meine Studis sind schließlich ein Abbild meiner (Lehrer)Kolleg*innen... -
Wenn dein Mann so gut ist, wird er bei derselben Arbeitszeit in der Wirtschaft einfach mehr verdienen, wenn die größere Effizienz vorhanden ist.
Mein Mann ist nicht "so gut", sondern halt erfahrener in einigen Bereichen als ein Kollege von ihm und deswegen betreut er mehr Projekte als dieser Kollege (und möglicherweise verdient er auch mehr, das weiß ich nicht, das interessiert mich nicht. Wir können unsere Rechnungen bezahlen, das reicht mir als Info). Dafür hat vielleicht der Kollege mit einem anderen Hintergrund weniger Schwierigkeiten in anderen Punkten.
Die "Arbeitszeit" pro Task ändert sich im Arbeitsleben (deswegen SOLLTE es so sein, dass man in den ersten Jahren weniger Stunden unterrichtet, zum Beispiel) Ist leider nicht so. -
Aber du arbeitest in einem Abhängigkeitsverhältnis mit einem Zeitvertrag. Es ist wegen des Beamtentums zwar leicht anders als bei Angestellten, aber unser Arbeitsverhältnis sieht eben nicht vor, dass man belohnt werden soll, wenn man früher fertig ist. Wir arbeiten in NRW 41 Stunden die Woche.
Und wenn es in dieser Zeit nicht geht, gibt es vielleicht Möglichkeiten darzulegen, warum und wie anders, aber die Grundlage ist eben nicht das Deputat sondern die Gesamtarbeitszeit, in der (angeblich) das Deputat und der Rest machbar sind. -
Naja, aber wie will man festlegen, wie lange man für eine Arbeit brauchen darf? Wenn einer schneller und routinierter arbeitet und deshalb früher Feierabend macht, soll der dann seine Arbeitszeit aufpumpen, um auf dieselbe Stundenzahl kommt wie jemand, der für alles ewig braucht und sich auch bei Besprechungen nicht kurz fassen kann? Oder findet man da irgendwie ein Maß, ähnlich wie in der Pflege, wo ziemlich minitiös vorgeschrieben ist, wie lang man für was zu brauchen hat?
Wie WillG geschrieben hat: es ist doch ganz normal!
Ich habe keine Ahnung, wie schnell meine (außerschulische) Arbeit erledigt werden sollte, weil es meine Stelle vorher nicht in der Form gab, trotzdem weiß ich, dass ich für die meisten Aufgaben überdurchschnittlich schnell bin. Super, meine Arbeitsstelle bekommt mehr für dasselbe Geld.
Für einige Aufgaben müssen sie dafür in Kauf nehmen, dass ich einige Sachen langsamer erledige.
Das ist ganz normal.
Mein*e Nachfolger*in wird an meiner Arbeitszeit vielleicht gemessen, oder vielleicht auch nicht.
Mein Mann hat (bisher) Vertrauensarbeitszeit, ist in einigen Projekten schneller fertig, in anderen nicht. Da wo er routinierter ist als ein Kollege, bekommt er einen größeren Aufgabenbereich, weil es für ihn eben nunmal weniger Aufwand bedeutet.
Wir haben als Beamten / Angestellten nicht den Status eines Selbstständigen oder Werkverträglers, wir werden für die Arbeitszeit bezahlt und nicht für ein bestimmtes Produkt. (Dass es bei Lehrkräften trotzdem wischiwaschi gemacht wird, das weiß ich, aber es ist eine Schwäche des Systems, die unser Dienstherr ausnutzt (und kultiviert), nicht das, worauf wir uns berufen können. Wenn ich dafür belohnt werden möchte, besonders effizient zu arbeiten, dann mache ich mich selbstständig (oder mache Meditationsübungen zwischen zwei Klausurstappeln) -
Will damit sagen, es ist nicht so eine hohe Summe, dass die Ersparnis durch eine Teilung mit zwei people mehr so einen Unterschied gemacht hätte. Und wie gesagt, die Differenz wird anderweitig locker ausgeglichen.
du meinst es höchstwahrscheinlich nicht so (denn ja, ich glaube, dass du ziemlich naiv an die Sache herangehst), aber die Argumentation ist fehlerhaft. Damit würdest du eine eigene Bereicherung (‚ach, sind nur ein paar Euro pro Schüler‘) rechtfertigen, das geht nicht. Du hast am Ende eine Endabrechnung zu machen, die den SuS /deren Erziehungsberechtigten (bzw. den Geldgebern, wenn etwas vom Amt kam) vorgelegt wird und die Ersparnisse bei guter Wirtschaft zurückgibt.
-
...und deshalb muss ich die vorfinanzieren?
Oder anders gefragt: Wenn ich Klassenfahrten etc. vorfinanzieren muss, wie hoch müssen die Rücklagen dafür auf meinem Konto sein? Auf welcher Rechtsgrundlage?
Habe ich das geschrieben?!
Wie das an jeder Schule geregelt ist, ist nicht Gegenstand meines Beitrags.
-
Dann verlink doch in deiner Linksammlung die Tracking-Apps.
SELBST, wenn ich so wäre, eine Minute tracken zu wollen (unter einer Minute geht nicht): Handy gezückt, geklickt, am Ende wieder geklickt..
Ich klicke morgens beim Reinkommen (ich bin so dreist, noch vorm Öffnen meiner eigenen Tür), klicke mich bei der Mittagspause raus, wieder rein und erst wieder raus, wenn ich das Gebäude wieder verlasse (tatsächlich kann es sein, dass ich nach dem Herunterfahren des Computers noch mit einem Kollegen kurz spreche).
Und wenn ich abends noch Mails beantworten soll: "klick".
Man kann sich auch anstellen, wenn man nur dagegen ist. -
... und nebenbei gesagt (auch hier ist dein Bundesland NRW relevant): Fahrten gehören zum Dienstgeschäft, du kannst es dir also (theoretisch, im Unterschied zb zu Niedersachsen) nicht aussuchen, ob du fahren möchtest oder nicht. Und es ist auch der Grund, warum du alle Kosten dafür erstattet bekommen (außer die Zeitkosten, leider, aber wie soviele Dienstpflichten gilt es eben im Rahmen deines Dienstes als abgegolten).
-
Warum solltest du "aus DEM Grund" nicht mehr fahren?
Du bekommst doch die gesamten Kosten (plus die Tagespauschalen) doch erstattet. Mir fielen einige Gründe ein, warum ich nicht fahren möchte (und einige, warum ich doch fahre), aber doch nicht, weil ich keinen Freiplatz in Anspruch nehme. (und wenn ja: dann ist es ein guter Beweis, warum es in NRW eben nicht zulässig ist: du darfst nicht einen Anbieter danach aussuchen, ob es für dich Kosten gibt oder nicht). -
Ganz genau! Nach all Euren Informationen macht die Schule "Gewinn" – das kommt mir "komisch" vor.
Nein, die Schule macht eben nur Gewinn (was sie nicht darf), wenn du nicht den Schülerbeitrag senkst.
Dass du es nicht JETZT machst, ist durchaus nachvollziehbar. Aber in der Endabrechnung wird es automatisch, da es weniger Kosten gegeben hat.
Unsere Informationen zeigen genau das (meine und die Beiträge von Plattyplus unter anderem) -
Im konkreten Fall würde ich eine Summe XY einzahlen, die mir genau gleich wieder zurück bezahlt würde.
Es würde sich für die SuS nix verringern (was ich wirklich unterstützen würde – darum geht es nicht, um Himmels Willen.)
Das kann nicht sein.
Wenn du Geld / deinen Anteil irgendwo einzahlst, die Beiträge der Schüler*innen aber nicht verringert werden, dann ist irgendwo Geld zuviel und die Schule macht (auf Kosten der Schüler*innen!!) Gewinn.
Dann stimmt auch deine Endabrechnung nicht. -
Wobei es schon einen Riesenunterschied zwischen "mal eine Mail eben" und "eine Idee kam mir".
Beim ersten habe ich bewusst mein Mailprogramm geöffnet (und deswegen auf meine Trackerapp geklickt), beim zweiten habe ich gerade geduscht und mir schnell was aufgeschrieben.
Wenn mir bei der Arbeit eine Idee für meine Einkaufsliste oder eine private Beschäftigung kommt, schreibe ich es auch auf, manchmal dauert es sogar 3-4 Minuten und ich ziehe es NICHT von meiner Arbeitszeit ab. -
Ich nehme mein Busbeispiel noch mal.
Der Bus kostet 2000 Euro. Wenn das Busunternehmen sagt: "Freiplätze", dann fährst du doch nicht in der Luft, sondern die Gesamtsumme wurde nur nicht durch 36+2 (38) sondern durch 36 geteilt und 2 Lehrkräfte fahren frei.
Die Busunternehmen dürfen das machen (ersetze "Busunternehmen" durch Reiseanbieter*innen, Jugendherbergen, usw..), es ist Angebot und Nachfrage, und wie es in deinem Bundesland geregelt ist, ist nicht deren Problem und sie haben ja immer noch die Hoffnung, dass es attraktiv wirkt.
Allerdings will unser (NRW!)Dienstherr eben NICHT, dass es ein Grund sein darf. Du nimmst also alle Kosten der Schüler*innen zusammen und teilst es durch die Anzahl der SuS+Anzahl der LuL. Die Schüler*innen bekommen also eine Art Rabatt durch die Umverteilung der Kosten, wo es einen Freiplatz gab (Es ist nicht überall der Fall).
Umgekehrt darfst du nicht den Museumseintritt des Lehrers umverteilen, wenn die SuS frei oder günstiger reinkommen. Dafür ist ja dein Dienstherr zuständig. -
weil Freiplätze auf Kosten / zu Lasten der Schüler*innen gehen und deswegen in NRW nicht annehmbar sind (oder mein Kenntnisstand ist in NRW nicht mehr aktuell, wer weiß. Deswegen ist das Bundesland immer wichtig).
Es ist nunmal Aufgabe deines Arbeitsgebers / Dienstherrs, deine Arbeitskosten zu bezahlen und NICHT die der Schüler*innen / deren Eltern. (Argumentation) -
PS: Bitte jetzt keine Hinweise, im Sinne von den SuS etwas günstiger machen, indem man durch mehr teilt usw. Das haben wir im Blick. Da kommen schon alle auf ihre "Kosten". (-;
Das ist aber nunmal in deinem Bundesland (NRW, das du vergessen hast, einzutragen, aber zum Glück bist du am BK) die Vorgehensweise.
Der dadurch entstehende Anteil für die Lehrkräfte wird dann als Kostenteil bei der Bezirksregierung eingereicht.
Also: wenn durch die Einbeziehung der Freiplätze der Buspreis von 90 auf 82 Euro sinkt, schreibst du im Formular für "Busfahrt: 82 Euro" hin.Usw usf
-
Welche (kostenlose) App könnt ihr für die Arbeitszeiterfassung (Für IOS) empfehlen? Ich hab auch schon ein paar ausprobiert, aber fand es iwie mühselig...
ich habe ATracker und bin damit sehr zufrieden. Die kostenlose Fassung reicht für glaube ich 4 verschiedene Aktivitäten, du kannst also sogar Unterrichten, Korrigieren usw unterscheiden…
-
Was wäre daran so schlimm? Das müssen doch fast alle anderen Berufstätigen auch. Wenn du nicht für die zusätzlichen Urlaubstage vorarbeiten möchtest, kannst du ja auch um 16.30 Uhr gehen (vollkommen normal) und dann in den Ferien (abzüglich deiner 30 Urlaubstage) zur Schule kommen. Du könntest z.B. versuchen, fast alle Korrekturen in die kleinen Ferien zu verlegen und in dieser Zeit dann entspannt Unterrichtsreihen planen und Orgakram erledigen etc.
und damit würdest du aber Minusstunden abbauen, denn dein Arbeitstag hat nicht nur 8 Stunden, sondern 8 Stunden und 12 Minuten

Werbung