Beiträge von chilipaprika

    Für meinen Partner läuft mir natürlich nie was über den Weg (das ich lange genug aushalten würde, nicht zu schenken, es gibt leider genug andere Anlässe zum Spontanschenken (" es ist Herbst" :-D.) Dieses Jahr frage ich mich nur, ob er sich bis Weihnachten merkt, was ich im Juli "schon immer wollte", oder ob ich es mir selbst kaufe (ist keine große Sache, ich stehe aber total auf mit Liebe geschenkte Sachen, auch wenn ich sie nie gekauft hätte... das führt dazu, dass ich mal ein Federmäppchen geschenkt bekam, das ich fast genauso unhübsch fand wie eine kleine Tasche, die ich mal geschenkt bekommen hatte, und deswegen immer dabei hatte. Dann hatte ich jahrelang Mäppchen und Täschchen im Gebrauch :D Beide sehr ähnlich, beide nicht mein Ding. Das Mäppchen ist jetzt Badetasche geworden, war mir zuviel Risiko, dass andere Menschen auf die Idee kommen :D

    Okay, ein guter Trick für das Partnergeschenk: etwas, was kaputt geht. Mein Papa bekam JEDES Jahr eine neue Frühstücksschüssel zum Vatertag, manchmal auch zu Weihnachten. Und besaß nie mehr als 2...
    Ging in der Spüle kaputt, fiel runter..
    Ich habe schon zwei super kuschelige, richtig richtig lange breite Schals gestrickt (zum Glück mit dicker Nadel, es waren aber trotzdem mehrere Monate Zugfahrten, damit er es nicht merkt), beide wurden schon vor je einem unterschiedlichen Hund (mit Jahren Abstand) auseinandergenommen. Ich könnte also neu stricken. Aber irgendwie verlässt mich da die Motivation, gilt "Reparieren" als Geschenk?

    aber wann kommen die Ergebnisse? Man muss nicht lügen, aber wer am 1. Juli keine Ergebnisse hat, wenn er sich bewirbt, hat die nunmal nicht.

    Abgesehen davon: das Risiko würde ICH persönlich nehmen, statt ein so langes Studium knapp vor Schluss aufzugeben.
    Argumente habe ich schon zahlreiche aufgeschrieben, andere hier auch, das Argument von Piksieben der Studienkosten für die Allgemeinheit finde ich auch nicht unrelevant. Ich bin eine ganz klare Gegnerin von Studiengebühren (ob Erst- oder Zweitstudium), aber man sollte auch die Ressourcen, die einem gestellt werden, mit Bedacht nutzen und nicht verschwenden. (und NICHT als Arzt zu arbeiten, ist KEINE Verschwendung. Das Wissen ist da, der Abschluss ist da und es gibt dafür höchstwahrscheinlich irgendwann eine Verwendung. Für "4 Jahre von 6" gibt es außer eine Scheinanerkennung nichts, nur mitleidende Blick, sei es, weil man es nicht geschafft hat, oder weil man kurz vor knapp aufgegeben hat.

    ich habe zumindest Listen mit Plänen, zählt es?
    Ich glaube, dieses Jahr gibt es viele selbstgemachte Sachen, und hauptsächlich in der Adventszeit, irgendwie schenke ich fast nur meine Zeit (und die Kosten für Selbtgemachtes, natürlich), die meisten Menschen um mich herum haben eh schon alles, was sie brauchen.

    Wie sieht es mit der Möglichkeit aus, dein Medizinstudium in drei, vier oder fünf Jahren zu Ende zu bringen, falls sich das Lehramtsstudium als der falsche Weg erwiesen hat?

    Da wäre ich sehr sehr sehr vorsichtig und mich seeeeeeeeeeeeeeehr ausführlich (und rechtssicher) beraten lassen...

    1. Wenn man N Semester eines NC-Studiengangs studiert hat, kommt man nur in N+1 (oder durch umfangreiches Anerkennen höher, aber normalerweise geht nicht nach unten). Wenn man sich fürs N+1. Semester bewirbt, muss eine Kapazität frei sein (durch Abbrüche von Studierenden, die nicht schon durch Hochschulwechsler*innen gefüllt wurden).
    -> Kann man sich überhaupt in dem Stadium des Medizinsstudiums "bewerben"? (also kann man rein theoretisch von woanders kommen)
    -> Wie gut sind die Chancen, dass es noch freie Plätze gibt? (so einfach wie "es brechen eh 10% ab" ist es nicht, weil vorher überbucht worden ist und die Kapazitäten in höheren Semestern strenger kalkuliert werden...)

    2. Änderungen von Studien- und Prüfungsordnungen können in 3-4 Jahren echt einiges kaputt machen.

    3. Wenn man nicht mehr im Lernrhythmus ist, ist (meine Vorstellung) der Medizinstoff sicher eine andere Nummer, als die Wiederaufnahme eines Literaturstudiums...

    Punkte 1 und 2 würde ich vor einem solchen Schritt aber wirklich abklären (und dann ggf., wenn man es durch Uni und PH zugelassen wird, wovon ich aber NICHT ausgehe, eine Doppelimmatrikulation haben, um den Medizinplatz nicht zu verlieren und die Studienordnung nicht wechseln zu müssen)

    einen Kurs vielleicht ? ;)
    und das, wenn man großzügig ist, denn: oft werden die Grundschulveranstaltungen (und sicher erst recht an PHs) mit fachdidaktischen Anteilen vermischt und dann kann keine Anrechnung gemacht werden..

    Davon würde ich es nicht abhängig machen. Aber das finanzielle (ein Semester mehr oder weniger) schien nicht das Problem zu sein.
    Ich sage es mal so (in Unkenntnis der Studienorganisation an PHs): wer ein Medizinstudium geschafft hat, wird wohl gut genug organisiert sein, um - wenn es möglich ist - das Studium straff durchzuziehen.
    WENN man aber sowas kann (und keinen Stress im Nacken, wo die Eltern sagen "du hast nur 4 Semester von 8 Semester Studium eine Förderung") - und eigentlich sogar auch wenn man Stress hat, würde ich trotzdem empfehlen, die Studienzeit auch zum Kennenlernen des Berufsfeldes zu nutzen: Ganztagsangebote, "Aufholangebote" nach Corona (mir schon klar, dass sie in 3 Jahren anders heißen), "Sprachbegleitung für Neu-Ankömmlinge".
    Erfahrung, Schnuppern und eigenes Profil schärfen sind 10 mal mehr wert als das eine Semester.

    Jetzt bin ich irritert. "Biologie" gibt es doch gar nicht als Fach an der Grundschule!?

    Es gibt Bundesländer, in denen man sich im Fach Sachunterricht auf eins der Fächer spezialisiert, also doch: Biologie / biologische Sachthemen gibt es in der Grundschule, wenn eher innerhalb von Sachunterricht. (Andere Fächer: Geschichte, Erdkunde, Physik...)

    Doppelstudium ist (in der Regel?) nur möglich, wenn die betroffenen Studiengänge in den jeweiligen Semestern keinen NC haben.
    Da Medizin bis zum letzten Fachsemester einen NC hat und Grundschullehramt überall im ersten Semester einen NC haben müsste, wird es schwer fallen.
    WENN der TE freie Kapazitäten hat (um Kurse in einem Doppelstudium zu machen, muss man welche haben), empfehle ich Langzeithospitationen oder Arbeit in der OGS. Vielleicht merkt man auch, dass es nicht DER Traumjob ist.

    (Ich lese aus dem Beitrag nicht unbedingt heraus, dass es eine rein spontane Idee ist, aber auch nicht die typische Geschichte "eigentlich wollte ich immer Lehrer werden, aber mein Umfeld wollte nicht, jetzt bin ich fertig und will doch immer noch"...
    Auch wenn es am Ende so ist, dass der TE tatsächlich Grundschullehrer ist, halte ich es jetzt nach ein paar Wochen für verfrüht, alles hinzuschmeißen und vermute, dass die Sinnkrise in einem so langen Studium quasi unausweichlich ist. Ich oute mich, ich hatte mehr als eine und wo ich mit 60 sein werde und worauf ich zurückblicken werde, weiß ich immer noch nicht. Aber ich glaube, dass alles, was man mal gemacht hat, für etwas gut ist und in unserer Gesellschaft, in der man nicht mehr sein Leben lang einen bestimmten Beruf ausüben muss, lassen sich Kompetenzen sehr gut vernetzen, kombinieren und aufeinander aufbauen.)

    Mach dein Studium zu Ende.

    - Du bist da (erst recht, wenn man die zwei Jahre Ausbildung nimmt) viel zu lange drin, dass du sagen kannst "ist ein Fehler gewesen", wenn du irgendwann gefragt werden solltest (weil du nicht Lehrer wirst und dich irgendwo bewirbst),

    - du hast einen Abschluss, mit dem du dich jedes weitere Studium finanzieren kannst

    - Kleine Kinder sind nett, aber wenn ältere Schüler*innen dich auch begeistern sollten, kannst du ja auch in die Pflegeausbildung, in die Medizinpädagogik gehen.

    - man weiß nie, wofür es gut ist und wir reden nicht bei dir von 2 Jahren von 3, sondern 2 von 6. Mit 29 ein Zweitstudium anzufangen ist hart, aber nicht härter als mit 27, und mit 27 komplett ohne Abschluss zu sein, ist ein sehr hoher Druck, wenn du nach 1-2 Semestern anfangen solltest zu zweifeln, ob Lehramt wirklich das ist...

    Kein Studium führt NUR zu EINEM Ziel. Mach deinen Medizinabschluss, informier dich über alle Möglichkeiten, die es geben könnte (es gibt garantiert mehr als Kinderärzte und Kinderpsychiatrie) und vielleicht kombinierst du es mit Lehramt, vielleicht machst du dann einen Pädaabschluss in irgendwas und leitest einen Kinderkurort, wirst der Arzt an einer Krankenhausschule, machst dich in einem bestimmten Bereich teilselbstständig, ..

    (Fast) Jeder Punkt, und das sieht man an deinen Markierungen, ist eine Kompetenz, die sich spiralartig bis zum Ende einer Bildungslaufbahn durchzieht. Die Geschichte in der richtigen Reihenfolge und in ganzen Sätzen, die Sinn ergeben, erzählen, ist etwas, was noch zigmal in allen Fächern vorkommt.
    Wie sollen die Eltern einschätzen können, was das Niveau der frühkindlichen Bildung ist? Dafür hat man eben eine Ausbildung oder ein Studium, damit man das weiß.
    "Ich beende, was ich beginne" hat soviele Ebenen. Sind diejenigen, die eine Doktorarbeit abbrechen, nicht in der Lage, in die 1. Klasse zu kommen? :D

    Ach... da sieht man, wie unser Bildungssystem krankt. Wenn man Bildungspläne für die "Vorschule" hat (was supi wäre, wenn man sie durchführen könnte), dann braucht man auch die Kapazitäten.
    Wenn man aber die Sätze als "Leitlinien" nimmt und davon ausgeht, dass nicht jede*r eine 1 braucht, sondern überall eine 4 reicht, dann nimmt es doch sicher den Druck weg.

    Bei einem Dienstwegeunfall wusste ich von 6 Monaten.
    (und jetzt überlege ich, meine Juni-Coronainfektion als Dienstunfall aufschreiben zu lassen, ich kämpfe nämlich immer wieder mit Leistungskurven, keine Ahnung, ob es damit zusammenhängt).

    aber ist es nicht auch eine Orientierung, wenn man noch ein Jahr hat? (ich mache mal Advokatus Diaboli)

    20 Minuten konzentriert arbeiten und Tasche perfekt packen sind sicher zu hoch gegriffen, aber sowas wie "ich kann auch ruhig an einem Tisch sitzen und eine Weile nicht stören" muss auch geübt werden und es ist doch für die Eltern wichtig, dass sie wissen, dass es notwendig sein wird?

    Ich bin natürlich total fach- und altersgruppenfremd. Ich war vor ein paar Wochen 3 Tage bei einem fast-Schulkind (also letztes Kitajahr) und mein Kopf brummt noch davor. Das Kind ist lieb und aufgeweckt, ziemlich schlau und in vielen Punkten gut voraus (kann viel schreiben und lesen), kann aber nicht alleine auf die Toilette gehen, und - mein Kopf :( - kann sich NICHT alleine beschäftigen. Keine 3 Minuten. Zumindest nicht, wenn es beschlossen hat, ins Zentrum der Aufmerksamkeit, miault als kleine Katze, zeigt ständig ihr Spielzeug und Zeichnungen...
    Mir ist klar, dass es auf sehr viele 5-jährige zutrifft, aber ich kann mir vorstellen, dass einige Eltern da kein Problem in der Sache sehen (beide Eltern sind Lehrkräfte, der Papa ist Grundschullehrer, ich hoffe, sie tun was in den nächsten 8 Monaten).

    tja, die Mathe-Physiker müssen nicht irgendwelche Schulflyer falten und AGs anbieten.

    (Ich finde die Praxis zwiespältig. Ist doof, aber ich finde es - sorry - auch doof, wenn Kolleg*innen sich in der Schule nicht beteiligen. Und da meine ich nicht etwas zum Glänzen lassen der Augen, aber auch den Teil der Dienstpflichten, die auf alle entfallen, und wo so viele es als "Spassveranstaltung" wahrnehmen und auslassen.)
    Aber als Mathe-Physiker stehst du drüber und du hast jetzt das "Glück", dass du es an deiner Schulform anders sehen und ausleben kannst, an vielen Schulen ist aber wichtig.

    Mir fallen da nicht so krasse Unterschiede auf. Als ich mein 2. Staatsexamen gemacht habe, gab es sowohl Mit-Refis mit 1,x-Schnitt, als auch welche mit 2,x und 3 vor dem Komma. Ähnliches sehe ich bei den Refis an meiner Schule, wo ich ja nun auch schon 18 Jahre tätig bin. Von 1,x bis 3,9 war da in diesen Jahren alles dabei. Der letzte Refi aus meiner Abtelung, der gerade erst seine Prüfungsunterrichtet und mündliche Prüfung hatte, hat als Gesamtnote eine 3,0.

    Ich weiß, du bist nicht da, wo ich war (schon alleine wegen des Lehramts), aber wir waren Nachbar*innen: es gibt auch "konservative" Seminare, die diesen "Anspruch" haben.
    O-Ton meiner Studienseminarleitung: "wir haben den Anspruch, dass eine 2,0 aus 2012 (Start meines Refs) sich mit der 2,0 aus 1992 vergleichen lässt.
    2,0 heißt gut und dass es den Anforderungen voll entspricht. Die Note solle man nicht verschenken.
    "Im Allgemeinen den Anforderungen entsprechen" (3) oder "im Ganzen noch" (4) sei nunmal der "Normalzustand".
    Über die 1 hat man nicht wirklich gesprochen :D (die 5 und 6 wurden häufiger verteilt als die 1).

    Wenn man in der Region bleibt, ist es okay, die Schulen wissen, was eine 2,X vom Seminar bedeutet und NDS erlaubt in einer gewissen Grenze "leistungsschwächere" Bewerber*innen einzuladen. Wenn man das BL wechselt, doof.
    Aber wenn es nach der Seminarleitung gegangen wären, wären wir alle geblieben...

    Ich habe eine hohe Zahl hinter der 1 und bin damit nicht ‚sehr gut‘, das wurde bei der Zulassung zum Ref sogar von der Landesschulbehörde belächelt, wie ich auf die Idee käme, dass ich ohne Wartezeit reinkäme (ich kam zwar beim ersten Antrag aber tatsächlich Nachrückverfahren rein).

    Und ich habe genug Referendar*innen dann gesehen (NRW), die NUR mit 1,x abschliessen und deren Welt zusammenbricht, wenn es nicht über 1,3 ist.

    Je nach Fach reicht 1,0 nicht mehr, es wird bis OG 2 geguckt (1,0 in beiden Examen und soviel Vertretung, dass man sich um 8 Ordnungsgruppen verbessert hat.

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