Beiträge von chilipaprika

    Ja, Lehrplan.
    Ich vermute, dass es in NRW auch so ist.
    Trotzdem.


    Schwimmen ist aber tatsächlich eine "Luxusaktivität".
    Viele Länder kennen sie nicht wirklich. Du sprichst den nordafrikanischen Raum an, da weiß ich es auch tatsächlich, sowie auch bei südsaharischen Ländern. Die Leute wohnen 300m vom Strand entfernt oder gar auf einer kleinen Insel und können als Erwachsene nicht schwimmen. Das gehört gar nicht zu deren Horizont, was aber logisch ist, weil: wann würden sie es "brauchen"?

    rechtlich gesehen: wer hat die Aufsichtspflicht verletzt, wenn der ohne Schreiben beurlaubte Schüler während der Stunde beim Überqueren der Straße verletzt wird?
    Als Fachlehrerin würde ich doch nicht wissen, ob der Schüler "legal" beurlaubt wurde. Bei Oberstufenschüler*innen (gehe ich davon aus, wegen "Klausur", einige Schulen haben wohl noch ein Klassenlehrerkonzept, weil mir jetzt einfällt: bei der Oberstufe darf doch der Fachlehrer für eine Beurlaubung während seiner Stunde auch mitentscheiden, oder?) weiß man oft nicht, ob sie abgemeldet sind..

    Ertrinken geht schnell und es gibt einige Länder, in denen nicht jeder 8-Jährige schwimmen lernt.

    Gibt es noch Länder / gar Schulen, in denen jede*r 8-Jährige schwimmen kann? Also jetzt nach Corona?

    Schon vor Corona hatte ich immer mindestens eine*n NIchtschwimmer*in (eher Mädchen) pro Jahrgang in Klasse 6 (oder manchmal gar 8/9), in einer Stadt mit Hallenbad, Freibad und (zugegeben überlasteten) Schwimmvereinen

    warum geht ein Schüler zu Kollege B, um bei Kollege A beurlaubt zu werden, wenn Kollege A sogar der Klassenlehrer ist?

    Also: GEspräch suchen und gucken, dass es besser wird, aber nein, in der Konstellation bist du nicht zu empfindlich, da ist was falsch gelaufen.

    aber man darf eigentlich ohne Schreiben der Eltern (minderjähriger Schüler) keine Beurlaubung "erlauben" oder?

    Ich kann die mögliche Verärgerung des Kollegen verstehen (würde ich vielleicht auch so auffassen), ich weiß aber auch, dass ich sicher auch dem Schüler nebenbei gesagt hätte, dass es vielleicht nicht der beste Zeitpunkt ist, und ob er sich das noch überlegen könne (wäre das schon unkollegiales Verhalten? (dann muss ich mal überlegen, wie furchtbar unkollegial mich KuK finden können, denn Gespräche zu SuS führe ich sehr voll - ich sage ja nicht "die Entscheidung des Kollegen war falsch", aber "willst du die letzte Stunde vor der Klausur verpassen?")

    Ich würde wie Bolzbold vorschlägt vorgehen

    Kinder wollen auch das lernen, was sie sehen.
    Wenn ihr zuhause regelmäßig Einkaufszettel schreibt, Briefe versendet, kleine Notizen schreibt, wird das Kind von alleine die Schreibschrift interessant finden und sie zumindest lesen können (erste Baustelle. Ich finde es auch unmöglich, wenn einige SuS die Schreibschrift nicht lesen können)
    "Baustelle zwei" (selbst schreiben) ist so sehr vom Kind abhängig (Feinmotorik und so), dass du eh noch keine Pläne machen kannst.

    nee, zwei pro Halbjahr halte ICH ("Korrekturfächlerin") für gut und ausreichend. (Die Verwirrung kam von Kris Beitrag #17, da steht (versehentlich) 4 pro Halbjahr)
    Mit drei Arbeiten quält man sich mit der Korrektur und ehrlicherweise habe ich es nie erlebt, dass die 3. Note den Unterschied macht (denn immerhin hat man einen pädagogischen Spielraum, das heißt, die kontinuierliche Steigung sieht man auch so).
    Den Unterschied mit 2 Arbeiten pro Halbjahr konnte ich beim Ref in NDS sehen und es ist echt frappierend. Da hat man mehr Zeit zwischen den Arbeiten an anderen Sachen zu "arbeiten" als "teaching for the test")
    (abgesehen davon, dass es für die SuS auch nett wäre, diesen Kontrast von 6 Arbeiten pro Jahr in den Fächern der Fächergruppe 1 und 0 in der Fächergruppe 2)

    Oft verschwimmt die Grenze zwischen kleinen Geschäften und Kettenläden.

    Nachteil der Kette: das Geld wird womöglich woanders umverteilt.

    Vorteil: auch den Standort sichern.

    Sehr viele Läden wurden aufgekauft (Buchhandlungen, die jetzt Thalia gehören, aber ohne dass es groß an der Fassade steht, Personal ist das alte wie vorher) oder sind eh Franchise-Läden (Bioladen, EDEKA oder ReWe, die zwar oft Teil einer Kette sind, aber im standortgeführten Besitz sind)

    Es ist also nicht nur eine Geschmacksfrage.. es ist _auch_ ein Teil der gesellschaftlichen Verantwortung, die man hat, wenn man die Wahl hat (Mobilität, Finanzen,..)

    Warum sollte man denn (viel, nicht nur Kleinigkeiten) in den inhabergeführten Geschäften kaufen? Die Preise sind meist deutlich höher und sie haben idR weniger Auswahl als die Ketten.

    damit die Städte nicht ausbluten.
    Weil leere Städte nicht attraktiv sind, Bewohner*innen verlieren, die restliche Infrastruktur (Krankenhaus/Ärzte, Bildung, ...) nicht mehr ausgeweitet wird oder gar komplett vernachlässigt wird (was nicht nur auf unsere Jobs auch einen Einfluss hat).

    Je nach Fach und Elternteil wird es als Informationsfluss wahrgenommen oder als Diskussionsplatteforme à la ‚ja, die Berichtsmappe in der 9 ist doch echt aufwändig‘ oder ‚mir fällt auf, dass das Niveau sinkt, oder?‘ (Mama, die selbst Nachhilfe gibt und deren Kinder in höheren Klassen waren)

    Ich finde es weder störend noch bereichernd Demokratie und Zusammenarbeit sind Hürden in meiner Bequemlichkeit aber gut.

    Dafür sass ich zu viele Jahre in Senatsausschüssen, wo Profs der Meinung waren, Studis hätten weder die Kompetenz noch das Recht etwas zu Studienordnungen oder Haushalt zu sagen.

    oh es tut mir total leid.
    Ich hatte bisher in meinen Fächern (und es sind immerhin 4 Fachkonferenzen) ganz viel Glück.
    Entweder Teilzeit arbeitende Eltern, die im Vorfeld Bescheid sagen, dass 15 oder 17 Uhr okay ist, oder eben eine super Kommunikation.
    Immerhin ist es ein freiwilliges Amt und es passiert durchaus, dass einige Fächer nicht vollbesetzt werden. Wir haben nicht die aktivsten Eltern, aber diejenigen, die sich engagieren, sind wirklich zuverlässig, unschön zu wissen, dass es ganz anders sein kann (warum lässt man sich wählen?!)

    Bei mir kommen sie in der Regel. Und es geht um das Recht zu kommen. Wenn man NRW kennt, ist es Gewöhnungssache, die Eltern auch bei den Notenkonferenzen dabei zu sehen, umgekehrt auch (aber das geht schneller weg.

    Ich schreib jetzt auch nicht ‚Lehrkräfte sind auch dabei, außer sie haben am Vortag LK-Klausur geschrieben und schieben ihrem Kind eine Krankheit zu‘

Werbung