Beiträge von chilipaprika

    das Eintrittsalter ist sehr sehr relevant.

    ich war Mitte 30 und bin jetzt mit Anfang 40 und Risikozuschlag 400 EUro und habe KEIN Porsche-Paket :(

    und ich ärgere mich bei JEDER Blutuntersuchung über die Rechnung, aber wenn man nicht vor hat, mehrere Kinder zu haben, 20 Jahre unterhälftig bzw. Teilzeit zu arbeiten, dann lohnt es sich finanziell einfach nicht anders...

    An Gesamtschulen haben auch die Lehrkräfte unterschiedliche Besoldungsstufen, obwohl sie durchaus dieselbe Arbeit machen?
    (zumindets in NRW ist es so)

    Eine Sek1-Lehrkraft _kann_ an einem Gym unterrichten, als Vertretungslehrkraft, aber eine feste Planstelle wird es nunmal nicht geben. (Ja, in NRW gab es zu Zeiten des Stufenlehramts durchaus Sek1-Stellen am Gym, die gibt es aber jetzt nicht mehr)

    Kafka:
    Du stehst seit mindestens 2015 (aber dich schon 2014 danach erkundigt) in den Startlöchern für einen Seiteneinstieg. Mit genau diesen Fächern.
    Wäre es nicht zielführender gewesen, in der Zwischenzeit alles nachzuholen? Keins deiner Fächer (falls man beides ableiten WÜRDE) ist ein Mangelfach...

    Bist du in den letzten Jahren in der Vertretungs-Dauerschleife? Gibt es Schulen, die für dich auschreiben wollten? dich behalten wollen? auch als Deutschlehrer*in? Bzw: in welchen Fächern hast du die letzten 7 Jahre Unterrichtserfahrung gesammelt? und an welchen Schulformen?

    Auch wenn ich die Zweifel teile: eine Sek2-Stelle muss nicht an einer Sek2 sein. Und manch einer mit neu entdecktem Interesse für die Kleineren bleibt lieber an der Grundschule als an einer Sekundarschule ohne Oberstufe aber nur Pubertierende

    die Beliebtheit hat nichts mit der Chance auf einen Platz zu tun.
    Es wird eine Rangliste gebildet und dann von oben nach unten verteilt. Wenn die beliebten Seminare voll sind, dann bekommen die "letzten" Zugelassenen eben nicht mehr Wunsch 1, Wunsch 2 oder Wunsch 3 sondern was Anderes.
    Mit anderen Worten: mit 1,85 und Wunschort Meppen bekommst du nicht schneller einen Platz als jemanden mit 1,6 und WUnschort Hannover.

    Allerdings gibt es andere Kriterien als nur die Note: einige Fächer haben ein anderes Verfahren (gebrauchte Fächer im jeweiligen Lehramt), und Sozialgründe.

    Ob du eine Chance hast, weiß ich nicht, ich bin zu lange raus. Mit der Note war ich vor 10 Jahren im Nachrückverfahren, hatte allerdings keine Kinder. Und es ist eben eine Weile her.

    Ausbildungen zum psychologischen Berater, Lernberater etc werden auch angeboten. Was haltet ihr davon?

    Sowas mag eine Schule interessant finden (wenn sie Bedarf hat), aber 1) dann bist du ja womöglich der Beratungslehrer ( -> willst du das oder machst du es nur für die Stelle?), und 2) es gibt keine offizielle Qualifikation, die man auf der Ausschreibung schreiben könnte, um "für dich" auszuschreiben.
    Also: "Bio/Sport, Erwartet wird eine Qualifikation als Lernberater" wird ziemlich sicher nicht vom Personalrat abgesegnet.
    Das heißt, eine Schule könnte sagen "oh cool", wir schreiben Sport/Bio aus, dann musst du trotzdem durch deine OG in den ersten oben sein. Oder es ist ein "Plus", wenn du irgendwo in den Auswahlgruppen bist, der dich vom Rest abhebt. (Aber wir sind in einem meritokratischen System (husthust) und die Auswahl findet in der Bestenauslese...) (innerhalb der Kriterien, also zb der festgelegten Fächer)

    für die Planstelle an sich helfen nur ein Drittfach und/oder die Bereitschaft zu einem Zertifikatskurs.
    Wenn du einen Trainerschein B oder A hast, gibt es auch (sehr wenige) Stellen, die für bestimmte Sportarten geöffnet sind, aber da bräuchtest du nicht mal ein 2. Staatsexamen oder andere Fächer, also ist es eh eine andere Konkurrenzwelt.

    Womöglich schärfst du durch Fortbildungen dein Profil und machst dich dadurch für eine Schule attraktiv (den berühmten Kanuschein...), so dass eine Schule Sport mit gewünschter / notwendiger Erfahrung in Ski / Kanu / XY ausschreibt, aber 1) dann hast du genau den Bereich an der Backe, 2) du kannst nicht vorher wissen, was Schulen, die demnächst ausschreiben könnten, möchten. Also: mach, was DIR Spass macht bzw. DICH interessiert.
    (oder studier ein sinnvolles Drittfach)

    eben.

    Gegen die Ablehnung der Stelle nicht unbedingt und ja, wir sind nicht in den USA, aber WENN der Spruch wirklich fallen würde, würde ich zwar nicht an der Schule arbeiten wollen, würde trotzdem die Schule und BR verklagen bzw. das machen, was man machen kann.
    Dass man ggf. spürt, man sei nicht der Wunschkandidat, meinetwegen (lieber so, als falsche Hoffnungen haben, auch wenn ich der Meinung bin, bis zur Vertragsunterzeichnung ist nichts sicher), aber sexistische und beleidigende Sprüche, nee.

    Die Nachfrage nach Fächern ist nicht enscheidend, oder? Ich habe zwei NaWi-Fächer, bei denen Mangel herrscht.

    Nein, es spielt keine Rolle.
    Es _kann_ höchstens umgekehrt sein, dass es aufgrund von zu wenig Bewerbungen nicht zu einem Seminar am Standort kommt und alle Chemie-Leute zb woandershin müssen.
    Es war bei mir der Fall (kein Mangelfach in dem Sinne, aber das angebotene Fachseminar wurde doch nicht mehr angeboten und alles zentral zu einem anderen ZfsL verschoben) (ich habe den Platz abgelehnt)

    du bekommst am BK definitiv A13, auch mit zwei allgemeinbildenden Fächern und auch mit Gym/GesAbschluss. Und wenn es mal ums Geld geht (ich unterstelle jetzt nichts, sondern lege Fakten auf den Tisch): die Wahrscheinlichkeit, mal A14 zu bekommen, ist soweit ich es überblicke, höher am BK als am Gym (der Stellenschlüssel muss ein anderer sein).

    ... und leider muss man auch immer einbeziehen, was bei anderen Menschen ankommen könnte.

    Ich habe zu Beginn meines Refs, nachdem ich das Papier mit meinem Wunscheinsatzort ausgefüllt habe (NDS, mein flächenmäßig sehr großes Seminar fragte es eben ab (und gleichzeitig auch die Abiturschule)), Panik bekommen, dass ich an die bischöfliche Schule komme, weil das nicht abgefragt wurde (in NRW wird es eben abgefragt, ob man damit einverstanden ist).
    Also umgekehrt: ich wollte eine Schule ausschließen und im Notfall lieber pendeln.
    Ich rief bei der Sekretärin an, fragte, ob ich etwas übersehen habe und teilte den Wunsch mit. Tja, es ist in NDS nicht vorgesehen, dass man dazu standardmäßig gefragt wird und es kam sicher nicht sooo gut an. Das konnte ich spätestens am ersten Tag merken, als die Bedeutung des christlichen Abendlandes und christliche Werte und so weiter immer wieder und 18 Monate lang geprädigt wurde.
    (Zweiter Fehler, am ersten Tag: wir füllten ein Formular aus, dass / ("ob") wir einverstanden sind, dass unsere Daten in das Jahrbuch des Philologenverbandes aufgenommen werden. Ich schrieb auf, dass meine Religionszugehörigkeit nicht weitergegeben werden soll. (jaja, ich bin kein Fan von religiös geprägten Schulen, bin aber katholische Christin, also die "Konfession" des Studienseminars, und zu dem Zeitpunkt noch "Mitglied"). Dies führte zu einer Diskussion über Stolz und Scham der Religionszugehörigkeit, obwohl im Schulgesetz die Werte drin seien.
    (Neben mir sass übrigens mein (einziger) muslimischer Mitreferendar. Haha).

    Na gut, den Stempel hatte ich wohl auf, lernte aber schnell, dass DIE Frage nicht hätte gestellt werden sollen.

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