ich habe zwar nicht so den krassen Spagat wie yestoerty in meinen Fächern, genieße es aber SEHR, unterschiedliche Themen, unterschiedliche Zugänge, unterschiedliche Fachdidaktiken und -Methodiken zu haben.
Es ist übrigens auch etwas, was die Schüler*innen lernen sollen: eine Textanalyse ist in Geschichte anders als in Deutsch, ein Gedicht wird anders in Deutsch und in Französisch untersucht, mit dem Vorgehen eines naturwissenschaftlichen Experimentalfachs wird keine Philosophie-Diskussion geführt, aber es kann (und soll) alles gelernt werden. Die Schulfächer bieten nicht nur eine inhaltliche Basis für die (Allgemein)bildung, sondern auch für die Methodik, für die Kompetenzen, mit denen das Leben bewältigt wird. und ich bin seeehr froh, Kolleg*innen zu haben, die den Schüler*innen zeigen: "du kannst beides! Nur, weil du gut in Mathe bist, musst du nicht in Fremdsprachen der Coolos machen, der sich weigert, eine Textanalyse zu lernen". Ich gehöre leider nicht dazu, weil ich eben von Menschen unterrichtet und sozialisiert wurde, wo ich mich entscheiden MUSSTE. Eins der einschneidenden Punkten in meinem Leben. Ich bin froh, dass wir mittlerweile / in Deutschland weiter sind.