Ich habe einige Lehrerzimmer erlebt und auch Lehrerzimmer unter verschiedenen SL.
Sachen von oben herab regeln wollen, ist selten eine gute Sache (ach was).
Ich erlebte mal eine SL, die darauf bestand, dass jeden Tag alle Tische perfekt leer waren (obwohl es sich echt wirklich im Rahmen hielt). Auch tagsüber gab es Anmerkungen. (Jede*r hatte einen Platz, aber keine separaten anderen, namentlichen Arbeisplätze. Auf den Tischen waren also mal Bücher für morgen, die Tasse für in zwei Stunden, die kopierten Arbeitsblätter, usw..
Ende vom Lied: die Leute mit Fachraum blieben im Fachraum, diejenigen ohne hielten sich nach Unterrichtsschluss nicht mehr in der Schule. Stimmung: eine ganz andere.
An einer (anderen!) Schule war die "Ordnung" durchaus speziell. Auf Tischgruppen in der Mitte Körbe für Materialien, Korrekturstappel, Tasse, Bonbons, usw.. Ich habe dieses Lehrerzimmer geliebt (nicht wegen der Unordnung, sondern wegen der Stimmung in diesem Kollegium). Ein neu angekommener SL schluckte, kommentierte es amüsiert auf einer Lehrerkonferenz und kommentierte Monate später, dass er nicht geglaubt hätte, dass es zu Ferienbeginn aufgeräumt wäre, er aber sehen würde, dass die einzelnen chaotischen Tische auch eine gewisse Ordnung im Chaos hätten.
Ach, ich vermisse diese Zeit, muss ich geben. Wo es wesentlich mehr Leben im Lehrerzimmer gab.
Beiträge von chilipaprika
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Das wirkt nur so. Dass junge Erwachsene wenige Jahre nach Berufsstart Eltern werden können, ist genauso wenig überraschend wie der Umstand, dass sie dann näher bei ihrer Familie sein möchten. Dass aber jemand Kinder nur deswegen bekommt, um versetzt zu werden, halte ich für einen Mythos.
natürlich nicht deswegen.
Aber in einigen Bundesländern sind die Regelungen so gestaltet, dass man getrotzt jede Stelle annehmen kann und hoffen kann, schnell schwanger zu werden (manchmal klappt es leider nicht, die Natur mag andere Pläne haben).
Genauso kann man dann jahrelang in der Elternzeit oder Beurlaubung wegen Familie bleiben und woanders eine Vertretungsstelle annehmen. (Ich spreche für mein BL und schon alleine die Veränderung des Sprengels 30km auf 50km hat durchaus einige hart getroffen...) -
Liebe Michaela,
Letzte Warnung, noch ein Hinweis von dir und du wirst gesperrt.
Chili/Mod -
Wir haben an der Schule mehrere Begleitungen, zum Teil in derselben Klasse. Ich kenne sie NUR von Vertretungen.
Und auch wenn ich weiß, dass sie NUR für das jeweilige Kind zuständig sind und auch nicht zum Erziehen da, sondern für die Begleitung, muss ich zugeben, dass es gewöhnungsbedürftig ist, einen Erwachsenen in einem Raum zu sehen, in welchem 15 von 25 5.-Klässler*innen NUR Quatsch machen, weil man eine Doppel-/Dreifachaufsicht hat, zum Teil inklusive begleitetem Kind, und die Person sitzt da sehr ruhig. Nicht am Handy oder Buch, nein, sie sitzt da.
Und wenn die Lehrkraft wieder vorne ist und sehr laut wird, erst dann wird Peter gaaaanz ruhig darauf hingewiesen, dass das stille Arbeiten wieder beginnt (obwohl es nie unterbrochen wurde, die Lehrkraft war nur im Nebenraum, wo das Gleiche in grün sich abspielt).
Vor (ca. 15) Jahren hatte ein Schüler von mir im Fachunterricht eine Begleitung, es war damals viel seltener, da hatte ich mich schnell daran gewöhnt, und der Begleiter war WIRKLICH sehr gut. -
Also: Ich will definitiv Gymshark nicht in Schutz nehmen und wie gesagt, seine Definitiv von Bildungssprache ist nicht meine, erst recht nicht mit dem Vergleich zu Mathe, aber:
Meine Kids wissen ganz genau, worauf ich abfahre und für ein Subjonctif (oder andere Form) gibt es ein Herzchen (ja, wirklich) im Text, einen kleinen Freudesprung oder Quietscher im Mündlichen. Weil ich sie darauf konditioniere, die "schöne" oder "komplexere" Sprache zu nutzen (die eben in "Ausdrucksvermögen" oder "Grammatik" mehr Punkte gibt (keine volle Punktzahl für perfekt geschriebene Texte, wenn man sich nicht an das bisher erreichte Niveau orientiert).
Beispiel für meinen Vergleich zu Bildungssprache: Wenn in Deutsch / SoWi / Päda die Kids sich die Mühe machen, nicht mehr, nur "sagen" / "der Autor sagt" zu schreiben, verteile ich auch Herzchen oder andere Verstärker.
Und ja, das tue ich leider je nach Schüler*in oder Klasse bis in die 12. Klasse hinein. Immer auf dem jeweiligen Niveau.
und unter "Fachbegriffe" in Mathe und NaWi fällt sicher eine Menge rein, wenn ich mich nur an die Beispiele meines Seminars zu (u.a.) Bildungssprache erinnere: Die Beschreibung von Vorgängen und Experimenten mit den genauen Wörtern für die Gegenstände und Abläufe ist auch etwas, was eingeübt werden soll. -
Subjonctif am Ende der SEK. I,
... also: SELBST in NRW machen wir den Subjonctif definitiv in der Sek1 am Gym. Selbst an meinem langsamen Gym in der 10 mit dem Band 3 (eigentlich 3. Lernjahr am Ende).
In der 10 kommt regulär das Conditionnel.
Das zählt für mich zwar nicht zur Bildungssprache (weil Fremdspracheneinsatz), aber das wollte ich richtig stellen.
Da Gymshark an der Gesamtschule ist und nicht in NRW, wird er in einem E-Kurs sicher nicht unter unserem Niveau sein. -
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Wie Wolfgang schreibt, die Zahlen aus BW sind schon sehr ernüchternd, insbesondere im Gymnasium. 2023 gab es 1500 Bewerber für 900 Stellen, 2024 1400 Bewerber für 700 Stellen und 2025 1300 Bewerber für 500 Stellen, die meisten davon allerdings an Gesamtschulen. (Alle Zahlen gerundet). Die nächsten 6 Jahre wird es zumindest in BW am Gymnasium sicher keinen Lehrermangel geben.
es ist in einzelnen Fächern auch in den von mir oben genannten Ländern so und trotzdem werden nicht Ältere durch Jüngere (günstiger) ausgetauscht.
Zur Zeit hat der Staat / das Land das Monopol. Bei einem System mit einzelnen Schulen wäre es anders.
Und ehrlich gesagt: Ich bin sicher, viel mehr Menschen würden eine Gesamtschule im Ruhrgebiet (anstatt Arbeitslosigkeit) in Erwägung ziehen, wenn sie wüssten, sie könnten sich jedes Jahr wieder wegbewerben und durch ihre bisherige Erfahrung auch gegen frische Absolvent*innen punkten.
Wie jemand schon schrieb: die vermeintlichen Vorteile sind nicht nur auf unserer Seite. Dem Land gefällt die Situation, darauf zu spekulieren, dass genug Leute sich fangen lassen. Nur kippt gerade die Situation auch, wo genug Menschen sagen: "Nö, nicht in diesen Arbeitsbedingungen". -
Man sollte sich auf den "Schutz des Lehrermangels" nicht auf Dauer verlassen. Auch die "Pensionierungswelle" ebbt bald ab.In welchem anderen Bereich sollte es denn diesen Schutz geben?
WARUM sollte es denn einen Schutz für Menschen geben, die nichts leisten? Wie chemikus08 sagt: auch Angestellte haben Rechte und einfach so kündigen geht nicht.
MIR wäre es tatsächlich lieber, ich könnte mir bewusst meine Schule aussuchen, ein paar Jahre woanders und dann zurück. ich bin mir aber auch bewusst, dass es Leute gibt, die diesen Job nur machen, weil sie verbeamtet sind. (also den ansonsten nicht machen würden). Und ich rede nicht über das Netto-Geld, sondern über den Rest.
Aber es ist hier eine Diskussion und sie lebt für gewöhnlich von verschiedenen Positionen. -
Wobei du der Ehrlichkeit halber die 4 Kinder rausrechnen solltest. Die sind ja ein nicht unwesentlicher Teil deines Gehalts.
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Es gibt viele Länder ohne Beamtenstatus, wo man rein theoretisch jedes Schuljahr selbst kündigen oder gekündigt werden kann (weil die Schule der Arbeitgeber ist).9.
Es passiert nicht.Außer bei Leuten, die es verdient haben (und selbst da schützt der Lehrermangel einen stark.
Dafür hat man als Arbeitnehmer ganz andere Rechte und Hebel. Also: ich würde sehr gerne diese Verhandlungsposition wie in den Niederlanden oder Dänemark haben. (England hat es auch, aber nein, sorry, DIE Arbeitsbedingungen will ich auch nicht) -
Ich meine am Handy...
Dann eben wie geschildert…
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Stimmt!
So mache ich das auch oft. -
Moin, hat jemand eine Lösung für das Phänomen, dass man oft nicht unters Zitat klicken kann?
mmm... ich kann, das Zitat wurde eingefügt und der Kursor war direkt drunter?
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ja. Mist für den Stundenplan, aber es ist so.
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Aber nicht für die zukünftige A15-Bewerbung

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