Beiträge von chilipaprika

    Wahrscheinlich weil "Lernende" keine "Schüler" mehr sind, wenn sie außerhalb der Schule sind. Dass es uns vorher nicht aufgefallen ist... Eine Unverschämtheit, dass wir jahrelang ein Wort benutzt haben, das so ungenau war. Lernen tut man wenigstens immer. Und glaubt uns, wir Lehrer:innen / Lehrende lehren auch immer, egal wo und mit wem wir uns befinden :D

    Übrigens: Aus meiner Sicht gibt es diesen Fall, dass ich früher komme und der Arbeitgeber das nicht als Meldung mitbekommt, gar nicht. Wenn ich mich krank gemeldet habe, wird der Vertretungsplan für meine Stunden was umbauen. Komme ich früher wieder, muss das ja rückgängig gemacht werden.

    Es kann bei uns also nur um die in den meisten Fällen irrelevanten Krankmeldungen in den Ferien gehen. Hab mich da übrigens auch noch nie krank gemeldet.

    Das stimmt auch wieder.
    Diese Ausnahme von mir damals war tatsächlich nur eine Veranstaltung ohne Unterricht. Grundsätzlich habe ich gelernt: wenn der Arzt vermutet, dass ich 4 Tage zur Genesung brauche, dann ist es halt so. Den Stundenplan noch mal zu ändern, KuK rechtzeitig Bescheid sagen, usw.. alles für 4-6 Stunden Unterricht? Nee.
    Anders ist es natürlich bei einer 6-wöchigen Krankmeldung, die man um eine Woche verkürzen will. Aber wie oft so ein Fall in meinem Leben auftreten könnte .. *klopfklopf* ...

    Das wiederum gilt in SN nicht. Man kommt in dem Fall einfach wieder.

    Bist du ganz sicher? Also steht es irgendwo geschrieben oder haben die Beteiligten an deiner Schule einfach keine Ahnung und haben das nicht umgesetzt?
    Die Arbeitgeberin hat von dir eine Meldung, dass du bis XY.YY krank bist. Wenn du vorher arbeitest, lässt er wissentlich eine*n kranke*n Mitarbeiter*in arbeiten. Ohne Gesundmeldung nimmt er also ein Risiko auf sich. Wenn du an dem Tag fiebrig umkippst: wer haftet?

    Mich wies vor Jahren der Sekretär darauf, dass es nicht geht und eigentlich leuchtet es mir ein. In der Welt außerhalb der Schule müsse man "auf eigenes Risiko" kommen und etwas unterschreiben, wobei für den/die Arbeitgeber*in immer noch das Risiko besteht, dass im Falle der Fälle ein Arbeitsgericht unterstellt, die "auf eigenes Risiko"-Unterschrift als erzwungen ansieht.

    Wie das genau ist, weiß ich nicht (und bezweifle es, oft ist es alleine bei den richtigen Klausuren zweifelhaft, ob eine Beschwerde / Klage dagegen durchkäme...), aber: wenn der Test eh nur da ist, die mündliche Note aufzubessern, wo ist das Problem? Die Schülerin hatte ja keinen Vorteil, dem Test fernzubleiben, weil es schließlich keinen Einfluss hätte, wenn sie eine 6 hätte, oder? Oder war es eine Lehrerlüge und doch ein ganz normaler Test? (Sorry, ich hasse diese Formulierung von "zum Aufbessern", oft von SuS gefordert, weil KuK das auch machen. Eigentlich mit Referaten, aber auch mal mit was auch immer. Meine Korrektur- und Arbeitszeit sind wertvoll. Ich korrigiere nicht, damit sich die SuS dann heraussuchen, ob sie lernen oder nicht. (und natürlich gibt es viele unbenotete, angstfreie Lernprozessmöglichkeiten in meinem Unterricht. Aber WENN ich einen Test schreibe, dann weil ich mir etwas dabei gedacht habe. Eine Note von 10 zu streichen, das mache ich gerne, aber einen "wenn ihr wollt, kommt und schreibt" ist absolut unfair, wenn man sich dann wundert, dass einige nicht gelernt haben. (und sie dann bestraft werden)

    Naja, natürlich hätte ich korrigieren müssen. Aber (und da sorry, ist es objektiv betrachtet so) nunmal viel weniger als bei Oberstufengruppen. Und das fanden beide Schulleitungen erwähnenswert.
    Und ja, die Schulen hatten die Möglichkeit, mir aufgrund meines besonderen Mangelfachs A13 anzubieten, obwohl alle anderen Lehrkräfte A12 bekommen. (Das Mangelfach ist in NDS nur in der Sek1 ein Mangelfach (gewesen?) ).

    Aber eyh, eine Musikkollegin von mir hat auch mit der einstellenden Schulleitung verhandelt: Ja, sie kommt, aber nur, wenn sie die Musikklasse bekommt, den Oberstufenkurs und eine Teilzeitbeschäftigung mit Nebenbeschäftigungserlaubnis. Hat sie bekommen. Ist manchmal so, wenn man etwas hat, was andere haben wollen.

    Aber ob ein Gym/Sek1/2-Mensch an der Grundschule glücklich wird? Mich zieht dort kein A14 oder A15. und ich wäre unglücklich gewesen, nur Sek1 zu haben.

    Dennoch sind es nunmal genau die Lehrkräfte, die für ihre Arbeit an der GS besser bezahlt werden, ohne es studiert zu haben

    Ja, und das ist eine Unverschämtheit. Da bin ich absolut d'accord. Wer bereit ist, an der Grundschule zu bleiben, naja, egal, ich weiß es nicht, aber diese 3-6jährigen Abordnungen sind eine Zumutung für alle, am meisten für die SuS und Kolleg*innen der Grundschule, die auch noch Mentoring machen dürfen.
    Trotzdem hilft es nicht deinem Anliegen (grundsätzliches A13 für Grundschullehrkräfte), das ich nebenbei vollumfänglich unterstütze, wenn du "überspitzte" Bemerkungen schreibst, die einen anderen Anschein erwecken. Wir leben im Föderalismus, viele Leute wissen nicht mal, was in ihrem eigenen Bundesland passiert (insbesondere bei solchen Themen), dann lesen NRW-fremde sowas und nehmen an, dass man in NRW A13 für eine feste Stelle an der Grundschule bekommen kann.
    Nebenbei eine der wenigen Fälle, wo NRW nicht eingeknickt ist, soweit ich weiß gibt es nämlich durchaus Bundesländer, wo sowas im Sek1-Bereich passiert. Für die Grundschule weiß ich es nicht, in NDS wurde mir aber (mehrmals!!) eine reine Sek1-Stelle für A13 angeboten (Oberschule = Hauptschule, Gesamtschule ohne Oberstufe), weil sie mein Fach dringend brauchten. Und sogar damit schmackhaft gemacht "A13 und keine Korrekturen". und stell dir vor: ich hab keine dieser Stellen angenommen, im ländlichen Paradies 5km von zuhause, sondern bin 100km weiter gezogen. Weil ich Korrigieren liebe (und einen Knall habe).

    Tja, wie sich alle über die anderen Schularten täuschen.
    [Ironie an]
    Aber du hast schon Recht... Ich bin so froh, dass mene Gymkids einfach nur wissbegierig sind, morgens die Tür einrennen und nach neuen Grammatikkniffeln fragen. Aber mir fehlt schon ein bisschen die Herausforderung, weißt du. Sie sind alle so brav, die Pubertät hinter sich und quasi erwachsen.
    Du hast schon wenigstens Glück, bei dir, nur diese knuffligen, lächelnden Kinder, die immer glücklich sind und lernen wollen. Noch naiv und spielerisch, ihr könnt den ganzen Tag singen und gemeinsam spielen und lernen :)
    Was für ein Glück, dass wir beide nicht an der Hauptschule sind, wo nur Verbrecher*innen ohne Deutschkenntnisse sind. Oder sind es halt nur die handwerklich Begabte? Ach, es ist schon komplex, in einer so einfachen Welt zu leben.

    Wow... Da kennt sich aber jemand echt gut aus.
    Eine Abordnung!

    Die Person ist NICHT glücklich darüber und sie ist nur 3 Jahre an der Schule. Also warum sollte eine Person mit Interesse an Grundschule Gym/Ges studieren (dein Vorschlag), um dann an der Grundschule nur drei Jahre zu arbeiten? und sie setzt noch darauf, dass es in dem von ihr nicht studierten Lehramt ein Mangel gibt... was ihr also die Möglichkeit gäbe, sich mit dem richtigen Abschluss die Stelle auszusuchen, stattdessen setzt sie darauf, an eine Schule zu kommen, die eben NICHT in der Lage war, ihren Bedarf zu decken.

    Tommi: WO in NRW bekommen Gym-Lehrkräfte bei Einstellung an der Grundschule A13?

    Bei den Ausschreibungen steht, dass sie ein einjähriges, verlängerbares Beschäftigungsverhältnis auf E11 vorgesehen ist. Also im Prinzip eine Vertretungstätigkeit mit Parkmöglichkeit an einer anderen Schulform.

    Und ich bezweifle, dass jemand mit Grundschulinteresse das Referendariat am Gym glücklich hinter sich bringt.

    Der Anspruch auf Urlaub ist durch die Schulferien abgedeckt. Wenn du allerdings aufgrund von vielen Krankzeiten in den Schulferien nicht mehr auf deine 30 Tage Erholung im Jahr kommst, dürftest du deinen Weg finden, den Urlaub während der Schulzeit zu nehmen. Es handelt sich allerdings eher um ein theoretisches Konstrukt, als ein regelmäßiges, erprobtes Mittel.

    Ich bezweifle immer noch, dass ein nennenswerter Anteil der Mädchen sich ausschließlich aufgrund gesellschaftlicher Ansichten gegen eine naturwissenschaftlich geprägte Ausbildung entscheidet.

    Und immer wieder wundere ich mich, wo du deine Kurse in der Soziologie oder den Bildungswissenschaften belegt hast...

    WIE die Welt funktioniert, scheint komplett an dir vorbeigegangen zu sein..

    Alle aktuellen Serien (die ich gucke) thematisieren es genau aktuell:
    - Greys Anatomy

    - Parallelserie Seatle Firefighters

    - Bull
    - the good doctor

    Bei allen diesen Serien wurde auch ein Zeitmarker gesetzt mit März 2020... Alle drei spielen weiterhin realistisch mit Maske und bauen es vollständig (Tod von Personen, Arbeitslosigkeit, Maske tragen, Unmöglichkeit, andere Behandlungen vorzunehmen..), bei the good doctor haben sie nach 1-2 Folgen einen Hinweis gehabt mit "Die Pandemie ist noch nicht vorbei, wir spielen in einer pandemiefreien Welt" oder so.
    Ich bin eher davon ausgegangen, dass es überall thematisiert wird, nur bei anderen Serien sind wir 2-10 Jahren im Rückstand :D

    yestoerty: aber durch Mathe hast du nicht plötzlich mehr Englisch, sondern einfach die Korrekturlast neu verteilt?

    Ich habe die ersten 2 Jahre nach dem Ref eins meiner Fächer mit mehreren Lerngruppen unterrichtet, seitdem (es waren dann 5 aktive Jahre in der Schule) wurde ich nicht mehr in der Unterrichtsverteilung berücksichtigt. Es führt dazu, dass die neueren Kolleg*innen, inklusive SL nicht mal wissen, dass ich das Fach unterrichte (für die Überarbeitung des Hauscurriculums wissen aber schon einige, dass ich einen Teil übernehmen könnte). Und da verstehe ich, was du meinst, mit "raus sein". Auch wenn es nicht unbedingt an bösem Willen hängen muss (bin mir bei mir unsicher, aber andere Sache), es ist schwer, dann wieder einzusteigen.

    Meiner Meinung nach gehört es zu einer guten Führungskompetenz der Schulleitung auch sowas im Blick zu haben. Dass kein*e Kolleg*in in die Falle tappt, ein Fach nicht mehr zu "können", oder gar Bedenken / Berührungsängste zu haben, weil man seit Jahren nicht mehr in einigen Stufen oder gar gar nicht dabei war. Gegebenenfalls auch "gegen" den Willen von KuK, die total gerne eine Nische haben. Wenn sich die Personalverteilung ändert, muss jede*r innerhalb seiner/ihrer Kompetenzen (Fakultas) agil reagieren können.

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