Beiträge von chilipaprika

    Tja, kann sich auch nicht jeder eine Kinokarte kaufen.
    Sorry, wir driften ab, aber die Schulträger*innen sind nicht für die Sozialpolitik zuständig. Dafür gibt es Regierungen.
    Internet/Telefon sind ein Teil des Regelsatzes bei Transfertleistungen, Prioritäten setzen zwischen: Anschluss zuhause mit WLand oder Handys für jeden sind natürlich eine Sache (und ja, ich bin durchaus für eine Anhebung der Sätze und eine Entkriminalisierung von ALG2-Bezieher*innen. Aber ich bin auch gegen diese ständige Vermischung von Ansätzen. Individuelle Gewinne privatisieren, Anreize setzen, damit jede*r eigenen Reichtummaximierung hat, aber Probleme vergesellschaften und alle Verluste bzw. Kosten durch den Allgemeintopf bezahlen lassen, geht nicht.)
    Bildung ist nicht Freizeit.
    Freizeit wird durch Bildung- und Teilhabepaket abgedeckt.

    Mein Schulträger soll mir und den SuS vernünftige Arbeitsbedingungen ermöglichen.
    und aus dem Freizeittopf das Freibad aufpeppeln (zu welchem man in meiner Stadt zum sagenhaften Preis von 10 Euro für die ganzen Sommerferien als Schüler*in gehen kann). Für BuT-Kinder ist es frei.

    Anders gefragt: wenn die Eltern es auch nicht wollen (die Entscheidung getroffen haben, keinen Internetanschluss oder kein internetfähiges Gerät zu organisieren) oder auch nicht können, ist es Aufgabe der Schule / des Schulträgers, dies zu ermöglichen? (Durch Bereitstellung des Geräts UND des Datenvolums / Bildungsflatrate)
    Ich bin vielleicht eine Spaßbremse, aber es gibt auch eine gewisse Grenze bei den "staatlichen Aufgaben".
    Und ehrlich gesagt denke ich eher an die Gruppe der "bewusst nicht wollen" als an die "können nicht".

    Fallen Angel Nee, ich persönlich finde es okay.
    Also: ich finde es nicht unbedingt okay, DASS es ein unterschiedliches Deputat gibt, aber WENN, dann finde ich nicht, dass man für eine Arbeit, für die man gar nicht ausgebildet ist (Studien- und Refabschluss) in dem Umfang (Stunde anteilig des Deputats, Lohneinstufung) bezahlt wird, wie jemand, der eben voll qualifiziert ist.
    Ich hatte als Vertretungslehrerin vorm Ref E13. Da ich fest davon überzeugt war, nicht verbeamtet zu werden, hatte ich also, trotz Sek1-Unterricht und kein vollständiges Staatsexamen dasselbe Geld wie einige KuK an der Schule (okay, vielleicht ohne Z? sowas habe ich mir nicht gemerkt). Das geht gar nicht.

    ich weiß nicht, wer "ihr" ist und ob ich drunter falle, aber von meiner Seite kann ich behaupten, was ich seit Jahren denke und auch sage: ich finde es eine Unverschämtheit, dass in NRW Gym/Ges-Lehrer*innen sich für 3-6 Jahre an eine Grundschule / Sekundarschule verpflichten können, während der Zeit A12 / A13 ehrlich gesagt, es ändert sich immer wieder und es ist mir fast egal, bekommen und dann ANSPRUCH (!!) auf eine Sek2-Stelle in einem Umkreis um die angenommene Stelle haben.
    und ich glaube wirklich, dass es mal eine solche Maßnahme mit A13 gab.

    Ich finde es unverschämt, dass es ohne Begleitung an die Sekundarschule und jetzt Grundschule gehen kann.

    Ich finde es unverschämt, dass es nur für einen "kurzen" Zeitraum ist.

    -> kein Anreiz / Druck, sich fortzubilden / nachzuqualifizieren, man kann es quasi absitzen (auch wenn es dann furchtbar unangehmehn sein sollte, stelle ich mir vor

    -> auf Durchreise, nach mir die Sintflut kann das Motto sein

    -> nur eine Verschiebung des Mangels. Bis dahin werden nicht plötzlich Hunderte Sek1- oder GS-Lehrkräfte auf dem Markt sein, und woher sollen plötzlich die Hunderten von Stellen von Deutsch/Geschichte-Sek2-KuK kommen? Also dann zum Nachteil der Schulen, denen sie plötzlich zugeordnet werden.
    -> und währenddessen haben die grundständigen GS-/Sek1-KuK die Arbeit an der Backe, Leute zu begleiten, zu unterstützen, usw..

    und ja: es gibt auch die super motivierten KuK, die trotzdem das Beste aus sich geben. Aber ernsthaft: nach 18 Monaten Ref-Gezitter, UBs in der Mittel- und Oberstufe, Entwicklung von Oberstufenreihen (immerhin 3 von 5 UBs pro Fach in der Oberstufe) soll man plötzlich Anfangsunterricht in der 3. Klasse machen? Der Berufsanfang ist EH Horror und dann ungelernt? Wer denkt an die Kinder?! aber schön locken mit Planstelle, Beibehaltung der Besoldungsstufe, usw..

    Es ist aber mitnichten so, dass 1) alle Sekundarschulen eine Oberstufe haben (die meisten haben keine), 2) alle Sek2-Kolleg*innen in der Oberstufe unterrichten (genauso wie es am Gym Leute gibt, die seit 10 Jahren keinen Oberstufenkurs hatten...). Dafür darf aber auch ein*e Sek1-Kolleg*in auch mal eine EF oder den "Gym-Kurs" (alle Sek1-KuK verzeihen mir den Ausdruck, je nach Gesamtschule, den erweiterten differenzierten Kurs) unterrichten, während der Sek2-Kollege den Grundkurs in der 8. Klasse hat.
    Also gleiche Arbeit, unterschiedliche Besoldung.
    Ein Schlüssel nach Hamburger Modell, oder wie in Hessen (hing an der Wand der Gesamtschule, wo ich vor ca. 20 Jahren U+ war), wo die Unterrichtsverpflichtung je nach Stunden in der Oberstufe variiert (ist es noch so?) wäre meiner Meinung nach wünschenswert. Nur dass ich nicht naiv bin, so ein System wird nicht zur ENTlastung derjenigen gewählt, die im jetzigen System belastet sind (Deutsch-Englisch-Kollege mit 6 Oberstufenkursen), sondern zur BElastung der Anderen (und plötzlich unterrichtet der Deutsch/Sport-Lehrer mit nur 1 Oberstufe 28 Stunden)

    Exakt die gleiche Arbeit? Gleiche Stundenanzahl? Dann finde ich es (als angehende GymGe-Lehrkraft) sehr ungerecht. Dann sollten alle GMS-Lehrer A13 bekommen und nicht nur die, die Gym-LA studiert haben.

    das ist doch an der Gesamt- und Sekundarschule in NRW genauso: Sek2-Stellen werden mit A13Z besoldet, 25,5 Stunden, Sek1-Stellen (egal wer sie besetzt) mit A12 (oder E11, je nach "Deal"), 25,5 Stunden. (Sek1-Lehrer an der Realschule: 28 Stunden)

    Zauberwald: Ist es so? Gibt es da keine Unterscheidung, je nachdem ob sie - theoretisch, nicht unbedingt in dem laufenden Jahr - in der Sek2 sein können (hat die Gemeinschaftsschule eine Sek2 in BaWü?).
    In NRW verdienen die Sek1 und Sek2-KuK auch an der Gesamtschule unterschiedlich, es liegt aber nicht (nur) an der Ausbildung. Wenn ein Sek2-Kollege sich auf eine Sek1-Stelle an der Gesamtschule bewirbt, dann wird er tatsächlich A12 entlohnt (und es kann auch sein, dass er auch einen Oberstufenkurs hat, aber ich vermute, nur wenn notwendig)

    Aber die Leute bewerben sich doch bewusst auf die Mittelschulstelle oder? Es ist nicht so, dass sie sich auf eine Gymnasialstelle bewerben, eine bekommen und dann keine Wahl mehr haben "Überraschung, es wird doch eine Hauptschule"...
    Sie können ja abwarten, dass es einen Platz beim Gymnasium gibt (ich hatte es so verstanden, dass man in Bayern nach dem hochgehaltenen Leistungsprinzip von oben auf der Liste nach unten die Plätze vergibt und wenn es keine Plätze mehr gibt, dann Schluss. und danach gibt es nur Angebote für Vertretungsverträge oder Umschulungen...
    Oder "einfach" das Bundesland wechseln.

    Nein, ein BL kann nicht erst seine Leute versorgen und dann die Anderen. Es wäre nicht verfassungsmäßig.
    (Was es machen kann, ist zb wie Bayern mal gemacht hat / macht, sagen, dass jede*R, der/die den Kurs "bayrische Landeskunde" nicht besucht hat, kein*e Grundschullehrer*in werden darf, oder die Fächerkombination einschränken oder einen Malus / Bonus verteilen (aber da ist es mir glaube ich erst zur Planstelle bekannt).)

    1) Es ist grundsätzlich immer möglich zu wechseln, Schwierigkeiten ergeben sich zb darin, dass die Zeitpläne immer nur innerhalb eines Bundeslandes abgestimmt sind. Sprich: keiner in BaWü wird Rücksicht darauf nehmen, wann du dein Zeugnis in Berlin bekommst, DU kannst dich aber erkundigen und alles in deiner Macht machen, damit du es hinkriegst. Manchmal ist es auch machbar. Nur nicht, wenn man 1 Woche nach Abgabe der Masterarbeit anfängt zu recherchieren und feststellt, dass man die Möglichkeit gehabt hätte, sich zu bewerben, wenn man in 4 Wochen die Note hat und jetzt auf den bösen Korrektor schimpft (obwohl man selbst früher hätte anmelden / abgeben können...)

    2) Wenn du Zweitbewerber*in bist: Hattest du schon vorher Erdkunde? Zum Hochstufen in ein höheres Semester? Damit erhöhst du deine Chancen ...

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