1. Man akzeptiert, dass es nun einfach vermehrt Vorbereitungskurse braucht. Soweit ich weiss ist das in Frankreich z. B. doch noch viel mehr der Fall, ne? 2. Man senkt die Ansprüche an der Uni. 3. Man senkt die Abiquote.
An einer französischen Uni war ich das letzte Mal vor fast 20 Jahren, für ca. 6 Wochen und es war ein quasi traumatisches Erlebnis (wirklich). Wer eine deutsche Uni (prä-Bologna) kennengelernt hat und es nicht zu schätzen wusste, teilt nicht mein Verständnis von Bildung.
Was an französischen Unis vor 20 Jahren (im "Bachelorbereich") betrieben wurde, war keine Bildung, sondern Grundlage für die Bildung (DIE habe ich in Deutschland vermisst). 3 Jahre lang alle Epochen durch, und erst danach durfte man anfangen nachzudenken.
Von Vorkursen ist mir ehrlich gesagt weder von damals noch von heute etwas bekannt.
Zitat
2. und 3. wird nicht passieren. Also wäre es wohl besser man akzeptiert 1. und hört auf zu heulen. Ich gehöre ja sowieso nicht zu denjenigen, die ständig klagen, was mit den Jugendlichen heutzutage alles falsch ist. Sie sind einfach wie sie sind und ich bekomme Geld dafür was draus zu machen
1) Es war kein Beklagen über aktuelle Studis, die Leute gab es genauso vor 20 Jahren (Mensch tut es weh, ich habe vor 20 Jahren studiert..). Dass die meisten ökonomisch denken, ist ja logisch.
2) Mein Job ist aber auch nicht, immer das Niveau abzusenken, sondern die jeweiligen Menschen auf irgendwas vorzubereiten. Ja, die Welt hat sich geändert, trotzdem gibt es einige Grundfertigkeiten, die man haben sollte.
und wenn man ohne das Lesen von Büchern ein guter Fremdsprachenlehrer (gemessen an Examensnoten) wird, dann ist es halt so. Gut finden muss ich es nicht. und ein bisschen schlechte Gedanken und Gefühle diesen Menschen gegenüber darf ich durchaus haben. Ich erlaube mir, ein Urteil über Menschen zu fällen. und es ist mir viel angenehmer, Gespräche mit Menschen zu führen, die ähnliche Werte haben (zb Bildung), das heißt aber nicht, dass ich mit den anderen Menschen um mich herum nicht leben kann.