Beiträge von chilipaprika

    Ahh... Ok, aber das hat den ja nichts mehr viel mit meiner Aussage von religiösen Menschen am 24/25/26 Dezember zu tun. Verstehe dann ehrlich gesagt nicht, was du mit Beitrag #201 in Bezug auf mich sagen wolltest.

    Ich dachte, du bezogst dich darauf, dass man 120 Klausuren auch an 3 Tagen korrigieren kann, ob an diesen 3 oder nicht.

    Hat ja nichts mit Hardcore zu tun. Es soll ja auch einfach Leute geben, die an einen anderen Gott/Götter glauben oder an keinen Gott.

    Also: auch an einem gottlosen Tag (also alle Tage im Jahr für mich) und selbst, wenn ich bewusst versuche, nur zu korrigieren, um die angereiste Familie zu ignorieren, nie im Leben schaffe ich 40 Aufsätze an einem Tag.
    Rein zeitlich nicht, aber auch nicht, wenn ich gedanklich überleben will und die Aufsätze auch nur halbernst "würdigen" will (sprich: ich verstehe, was geschrieben wurde und kann bepunkten).

    Okay: Beispiel aus dem letzten Jahrzehnt, hätte mir vorher einfallen können, weil es da GENAU darauf trifft:
    Meine Schule hatte nur einen CD-Satz und nur einen Folien-Satz für unser Lehrwerk, die 3 Lerngruppen des Jahrgangs waren aber parallel.
    Das haben wir den Eltern (Normaler Elternbrief mit Unterrichtsinhalten und Kriterien der Leistungsbewertung aber auch Elternabend am Anfang des ersten Lernjahres) genauso kommuniziert: Es tut uns leid, hier sind die offiziellen Materialien, aber wir können sie oft nicht nutzen, weil wir parallel sind.
    Also nein, der visuelle Impuls und das Hörverstehen gehen ganz oft nicht.

    (Hat nichts geändert, aber Kommunikation ist wichtig. Hat nichts geändert, weil es den Eltern eh egal war oder diejenigen, denen es nicht egal war, haben die CD für zuhause gekauft.
    (Irgendwann habe ich die CD gebrannt und illegalerweise meinen KuK Kopien geschenkt, aber sie hatten seit 10 Jahren keine und eigentlich hatten wir oft auch keinen CD-Player, es löste also das Problem nicht wirklich.)

    In einem normalen Halbjahr habe ich mit ca. 6 Lerngruppen, die Klausuren und Klassenarbeiten schreiben 12-14 Klassenarbeitstermine im Halbjahr. (Ich gehe davon aus, diese Anzahl gilt für alle Lehrkräfte in Deutschland (außer NRW), weil man vielleicht nur 1 Arbeit beim 2-stündigen Fach schreibt, aber 2 beim 3-4stündigen Fach.
    Bei einem Notenschluss Mitte/Ende Januar (oder am "1. Januar" bei der Q2) ist es bemerkenswert, wenn alles in Oktober/November und Januar ist und man also die Adventszeit auslassen könnte.
    Ich korrigiere in der Regel ein Päckchen pro Woche in der Adventszeit und dann noch 2-3 in den Weihnachtsferien.

    Ich bin nämlich voll die langsame Korrigierkröte und brauche mehr als 3 Tage für 120 Klausuren. Mea culpa.

    Ach bitte, lass es.
    Deine Antwort bezog sich auf einen Beitrag, in dem es um mehrere Wochen ging und um 120 Klausuren.
    Wenn du das mit drei Tagen assoziierst, bist du wirklich fernab der Realität.

    WARUM sollen sich die Eltern nicht beschweren sollen?
    Das Problem ist, dass wir viel zu viel von den Problemen verstecken (man will ja nicht, dass die Schule an Ansehen verliert), aber dann glaubt jede*r, dass alles super läuft.
    Wir haben seit Jahren keine Grundreinigung gehabt, aber weh, wir würden es öffentlich machen, es könnte unserer Beziehung schaden. Eyh, ernsthaft: die Eltern dürfen ruhig wissen, dass das, wie ein peinliches Sauhaufen aussieht immer noch die verbesserte Sache ist, weil wir (Kollegium und Klassen) ein Vormittag lang noch geputzt haben. Mir selbst gebrachten Putzeimern und Putzmitteln.
    "Wir": zumindest die Mehrheit, die in der Konferenz dafür gestimmt hat. Ich habe Unterricht gemacht, meine Klasse hätte lieber geputzt (wirft aber alles auf den Boden und kehrt nie), dieser Raum gehörte am nächsten Tag NICHT zu den "vorgezeigten Unterrichtsräumen". (hätte sowieso nicht dazugehört, am Tag der offenen Tür zeigt man nur die paar schönen Räume mit Ausstattung, den Rest nicht).

    Warum korrigierst du überhaupt um die Weihnachtszeit herum? Diese Zeit sollte eigentlich für andere (nämlich private) Tätigkeiten genutzt werden.

    du hast Weihnachtszeit als Wort benutzt, und ich glaube nicht (vermutlich wir alle nicht), dass es eine hessische Besonderheit ist, damit nur 23.-26. Dezember zu verstehen.

    Echt? 40% ist schon arg. Gibt es in NDS keine Lernmittelfreiheit?

    nee. Da bezahlen die Eltern alles.
    Ich kenne auch den Wert von ca. 35%. Drei Jahre war der Richtwert an allen Schulen in meiner Umgebung (also im Gebiet des Studienseminars)

    In NDS machen manche Schulen über die Ausleihgebühren sogar Gewinn. Oder wie würdet ihr es bezeichnen, wenn die Eltern Ausleihgebühren in Höhe von 40% des Neupreises der Bücher zahlen müssen, die Bücher aber nicht 2-3 sondern 5 Jahre im Umlauf sind? In der Zeit haben sie 5x0,4=2, also 200% ihres Kapitaleinsatzes wieder eingespielt. Macht 100% Gewinn bei der Bücherausleihe.

    1) Das ist nicht zulässig, also sicher nur eine Ausnahme.
    (Eltern dürfen sich beschweren... nicht nur in Online-Foren).

    2) Soweit ich weiß, ist nie die Schule Trägerin des Ausleihservices sondern ein separater Verein.

    3) Aus meiner Zeit in NDS (Ref-Schule, andere Ref-Schulen, Seminarausbildung, auch wenn es kein ausdrückliches Thema war, weil 90% aus NDS kamen und es nicht anders kannten..): Die jeweiligen Fachschaften haben eben ziemlich peinlich darauf geachtet, dass sie nach drei Jahren das Lehrwerk wechseln, höchstens vier (ein Fach "musste" aber vielleicht nach zwei wechseln, so war es der Ausgleich), damit der Verein eben keinen Gewinn macht.
    Ich saß da als Referendarin in einer Fachkonferenz und war baff, dass wir ein neues Lehrwerk brauchten... ich kam aus NRW, hatte Bücher in der Hand gehabt, die 6-8 Jahre alt waren (einige jünger, weil immer ein kleiner Teil ersetzt werden musste)...
    Der Paradox (es kann an der Lernmittelfreiheit oder eher an der soziokulturellen Zusammensetzung der Schülerschaften): die Bücher nach 3 Jahren an meiner NDS-Ref-Schule (auf dem "Dorf", behütet) sahen nach 3 Jahren besser als die Hälfte der Bücher an meiner NRW-Schule (NICHT Sozialindex 1) nach 1-2 Jahren. Der Verein hat auch darauf geachtet, dass der Wert beim Ausleihen nicht dramatisch abnahm, unsere Buchausleihe zieht es nicht gut durch und kann es auch nicht (würde eh keiner bezahlen).

    November bis Mitte Januar war an jeder Schule, an der ich bisher tätig war, absolute "crunch time". Alle Klassen schreiben Klausuren und ich muss im Dezember sehr intensiv korrigieren und meistens auch während der Weihnachtsferien. An den Feiertagen selbst arbeite ich aber nicht.

    same here.
    Ich kenne keine weiterführend Schule, wo es anders sein kann.
    Und alle "besinnlichen Tätigkeiten" nur der pure Hohn allen Korrigierenden gegenüber (in NRW nicht alle, aber Gymshark ist in Hessen und hat Fächer der Fächergruppe 1)

    Die Vergleiche zwischen den Trägern verschiedener BL sind auch insofern schwierig, dass (zb. zwischen NDS und NRW) die Lernmittelfreiheit auch eine krasse Belastung der Haushalte der Träger darstellt.
    Ich hab mein Ref in NDS in einem durchaus sehr reichen Kreis, bin jetzt in NRW in einer Stadt mit vielen Schulen und nah an der Haushaltssicherung (was allerdings nicht hinderte, eine sehr sehr sehr kostenintensive Renovierung einer kontroversen Schule zu machen, während es in anderen Schulen zum Teil reinregnet).

    Fällt es unter der Beamtenloyalität, wenn man den Eltern (nachdem der Schulträger sich trotz Androhung geweigert hat, die Sachen zu zahlrn) offen sagt, dass die Schule das nicht übernimmt und es also leider kein Plakat in der Klasse und nur A4-Schwarzweisskopien gibt?

    aber die Kollegin möchte nicht (DIESE Materialien) kaufen.
    Ich bin definitiv jemand, der zuviel kauft und jetzt versucht, aufzupassen, aber es ist ein Unterschied, ob ich mir eine Handreichung mit Reihenvorschlag kaufe, die mir viele Ideen und Materialen gibt, oder ob meine Schule mich zwingen würde, nicht nur das Lehrwerk für mich (auch nicht zulässig, aber okay, wenn selbst entschieden, dann kann man auch drin schreiben, usw..), sondern auch die Bücher für die Kinder (wäre ja für meine Schulform das Pendant).

    Wenn ich als Grundschullehrerin eine eigene Anlauttabelle haben will (ich wäre sicher, ich hätte meine eigene mit Glitzer und schönem Papier laminiert...), dann MEINE selbstgewählte Tabelle.

    Antrag beim Schulträger über die Schulleitung stellen mit Hinweis auf die entsprechenden Urteile, dass das Material gestellt werden soll und dass du sonst keinen entsprechenden Unterricht machen kannst und wirst.

Werbung