In NDS machen manche Schulen über die Ausleihgebühren sogar Gewinn. Oder wie würdet ihr es bezeichnen, wenn die Eltern Ausleihgebühren in Höhe von 40% des Neupreises der Bücher zahlen müssen, die Bücher aber nicht 2-3 sondern 5 Jahre im Umlauf sind? In der Zeit haben sie 5x0,4=2, also 200% ihres Kapitaleinsatzes wieder eingespielt. Macht 100% Gewinn bei der Bücherausleihe.
1) Das ist nicht zulässig, also sicher nur eine Ausnahme.
(Eltern dürfen sich beschweren... nicht nur in Online-Foren).
2) Soweit ich weiß, ist nie die Schule Trägerin des Ausleihservices sondern ein separater Verein.
3) Aus meiner Zeit in NDS (Ref-Schule, andere Ref-Schulen, Seminarausbildung, auch wenn es kein ausdrückliches Thema war, weil 90% aus NDS kamen und es nicht anders kannten..): Die jeweiligen Fachschaften haben eben ziemlich peinlich darauf geachtet, dass sie nach drei Jahren das Lehrwerk wechseln, höchstens vier (ein Fach "musste" aber vielleicht nach zwei wechseln, so war es der Ausgleich), damit der Verein eben keinen Gewinn macht.
Ich saß da als Referendarin in einer Fachkonferenz und war baff, dass wir ein neues Lehrwerk brauchten... ich kam aus NRW, hatte Bücher in der Hand gehabt, die 6-8 Jahre alt waren (einige jünger, weil immer ein kleiner Teil ersetzt werden musste)...
Der Paradox (es kann an der Lernmittelfreiheit oder eher an der soziokulturellen Zusammensetzung der Schülerschaften): die Bücher nach 3 Jahren an meiner NDS-Ref-Schule (auf dem "Dorf", behütet) sahen nach 3 Jahren besser als die Hälfte der Bücher an meiner NRW-Schule (NICHT Sozialindex 1) nach 1-2 Jahren. Der Verein hat auch darauf geachtet, dass der Wert beim Ausleihen nicht dramatisch abnahm, unsere Buchausleihe zieht es nicht gut durch und kann es auch nicht (würde eh keiner bezahlen).