Beiträge von chilipaprika

    Hallihallo!

    Fakten:
    * Wenn man in NRW von VZ auf TZ wechselt (oder auf eine niedrigere TZ), dann erfolgt die Anpassung der Bezüge zum 1. August.
    * Wenn man in NRW von TZ auf VZ wechselt (oder auf eine höhere TZ), dann erfolgt die Anpassung der Bezüge zum 1. Schultag.

    Gab es schon mal eine Klage oder was auch immer gegen diesen Unsinn?

    (Ich komme darauf, weil - nein, ich werde aufgrund MEINER persönlichen Situation nicht klagen, aber - ich jetzt die nächste Unverschämtheit erlebt habe.. Ein TZ-Antrag ist immer befristet.
    Seit Februar wurde ich mehrmals gefragt, ob ich verlängere (wohlgemerkt, nie direkt, sondern die BR rief in der Schule an, Sammelfragen für alle, die keinen Nachfolgeantrag gestellt haben, weil wohl 80% einfach schusselig sind..). Ich habe mehrmals gesagt: Nee, ich stelle keinen neuen Antrag und gehe das Risiko ein, auf VZ zu sein. Entweder bin ich gesund, oder ich stelle einen "spontanen" Antrag.
    Ich bin also davon ausgegangen, VZ-Bezüge zu erhalten. Habe ich nicht. Ich habe gerade vom LBV (wegen was anderes angerufen!) erfahren: Ja, das stimmt, mein Antrag war befristet. Ja. Aber wenn ich nicht AKTIV sage, ich will VZ arbeiten, läuft er weiter in TZ.
    WAS EIN BLÖDSINN.

    Wie gesagt, alles nur rein neugierige Fragen, weil ich sehr genervt bin, aber nichts dagegen machen werde. Weder gegen das Eine, noch gegen das Andere.

    solange du nicht die KL' bist, reicht es auch oft, oder?
    Ich rufe auch keine Eltern an, bisher.
    und als Schüler auf dem Flur meinten, mich auf Französisch zu beleidigen, habe ich eine Mail an Klassenleitung und Mittelstufenkoordination geschickt. Es reichte aus. Aufgrund meiner Schilderung erfolgte eine "Konfrontation" am nächsten Tag und der gleichzeitige Versand einer schriftlichen Missbilligung.
    Manchmal geht es schneller als Schüler*innen glauben. Keinen dieser SuS würde ich irgendwohin mitnehmen. Vertrauensverhältnis vorbei.

    Keine Sorge, ich mache zwar keine Klassenbucheinträge, ich schreibe aber fleißig Aktennotizen, die dann in der jeweiligen Schülerakte landen. Ich schreibe auch fleißig Mahnungen und schreibe gerne auch mal eine Mahnung mehr als ich eigentlich müßte. Es gibt also nicht nur die 1. und 2. Mahnung sondern auch noch eine 3. Mahnung bevor ich es weiter eskalieren lasse. ... Nur bekomme ich irgendwann ein Problem bei den Teilkonferenzen, weil es der SL zu viele werden...

    Habt ihr keine Sammeltermine?
    und wird es nicht irgendwann weniger, wenn man konsequent an einem Strang zieht und schnell agiert.
    Ich muss viel weniger Klassenbucheinträge in meiner Lerngruppe machen, seitdem ich ALLES notiere. Auch alberne Einträge wie "musste in der dritten Stunde in Folge zur Toilette, ich empfehle eine ärztliche Abklärung." oder "X hat seine Mappe durchgebissen und weigert sich, auf einem sauberen Blatt zu schreiben".
    Auf sowas reagieren Eltern doch irgendwann.
    Und in der Oberstufe schaffen es immer mehr SuS pünktlich anzukommen, weil ich auch 3-4 Minuten minutengenau eintrage. Summiert sich. Einigen ist es egal, den meisten nicht, weil sie wissen: DIE Minuten kriegen sie nicht entschuldigt. Einmal vielleicht (Stau, Bus, ..) aber nicht zwei mal die Woche.

    Oh, der Meckerthread ist geschlossen.
    Dann suche ich nach einem Grund zur Freude...
    Ist gerade schwierig, aber bei allem, was zur Zeit richtig mies und es ist leider einiges, ... ich habe den besten Ehemann der Welt. Ich weiß nicht, was ich ohne ihn machen würde.
    und ich habe hübsche, flauschige Hunde.

    Dann wäre die nächste Überlastungsanzeige bei nachweislich entsprechend angefallener Arbeitszeit sicherlich gerechtfertigt. Deswegen schrieb ich vorher explizit "wenn man sich in den Sek I Kursen auf Unterricht beschränkt und keine Nebenkriegsschauplätze eröffnet".


    Ich habe übrigens auch den Eindruck, dass das alles in der Regel mehr Zeit und Energie kostet, als angesichts der eintretenden Effekte lohnt. Aus welchem Schüler wurde nach x Erziehung- oder Ordnungsmaßnahmen denn schon jemals ein pflegeleichter Mensch?

    Ich sage nicht, dass es immer klappt, ich sage nicht, dass es einfach ist, aber ernsthaft, ich kann es nicht mehr hören, dass KuK sich über SuS beschweren, aber keine Klassenbucheinträge machen, keine Lust auf Papier haben, keine Lust auf eine Teilkonferenz haben und dann meckern, weil das Kind versetzt wird, weil das Kind auf Klassenfahrt mitkommt, usw.

    "Pflegeleicht" habe ich noch nicht erlebt, aber ich habe einige SuS in einer Klasse, die dank der echt krassen Klassenlehrerintätigkeit eng beobachtet werden, Schüler*innen, die wissen, dass sie angezählt sind, einige, die die Klasse auch gewechselt haben, usw..
    Die meisten Eltern sind nur "nicht interessiert", bis es ernst wird. Von "du du du" werden sie nicht beeindruckt. Wenn Erziehungsarbeit auf Augenhöhe gemacht wird und/oder dann wirklich Konsequenzen drohen, dann drohen auch die Eltern ihren Kindern. Sie wollen ja schließlich auch, dass aus ihren Kindern etwas wird.

    . das volle Programm. Da kommt in der Sek 1 zwar nichts bei raus, weil die Kids ja schulpflichtig sind,

    aha? Es kommt nichts raus oder du meinst, du bist die Kids nicht los?
    Erziehungsmittel und Ordnungsmaßnahmen haben nicht als einziges Ziel, eskaliert zu werden, und SuS rauszuschmeißen, sondern eben zu erziehen. Und ja, oft bringt es was.
    Unser Ziel sollte doch immer sein, die Kids gesellschaftsfähig und mündig zu machen, ihnen was beizubringen, usw.. Also ja, wenn deine Arbeitszeit tatsächlich komplett mit Erziehungsarbeit voll ist, dann stellst du eine Überlastungsanzeige genauso als wäre sie voll mit (angeordneter) Schulentwicklungsarbeit.
    Beides Sachen, die zu deinen Dienstpflichten gehören, nicht nur das Unterrichten in Ruhe.

    Natürlich ist es nicht Nichts, aber wenn ein Umzug außer Frage steht ist es ein normaler Kompromiss und fürs Ref doch echt keine Sache... Da hat man selten von 8-16 Uhr, man kann sich ein System für die Freistunden überlegen und dann aus den Erfahrungen in 18 Monaten entscheiden, was die maximale Pendeldistanz ist, die man für eine Planstelle bereit ist, zu pendeln.

    Was wirklich ein Unding ist... Genauso wie dass der Radius für Abordnungen immer mehr erweitert wird... Einige Kolleginnen fahren 1h und 20 min pro Strecke... Natürlich könnte man jetzt argumentieren, dass man als Beamter immer Verfügungsmasse des Landes ist, aber ob der Beruf dadurch attraktiver wird, wage ich zu bezweifeln...

    bei den Abordnungen bin ich - unter der Ausblendung, dass wir Landesbeamte sind - bei dir.

    Aber bei der Rückkehr aus der Elternzeit: Gab es schon mal Frauen, die je eine Verschlechterung bekommen haben?
    Wer die Elternzeit dafür nutzt / nutzen will, eine sehr weite Versetzung zu nutzen: Sorry, Kinder bekommen ist nicht das Goldene Ticket für eine Stelle vor der Haustür. und nur, weil es in NRW jahrelang paradiesisch war (Irgendeine Stelle 80km weg nehmen, nach einer Zeit oder sofort schwanger werden, dann innerhalb von 35km versetzen lassen (und damit irgendeiner Schule zugewiesen werden, die eine nicht braucht, aber eyh, rechnerisch ist die Stelle besetzt)), heißt es nicht, dass es jetzt mit 50km ein Unding ist.
    Andere BL sind da vieeeeeeeel "Undinger" (Ich weiß, dass es nicht existiert)

    On topic: Wenn du Glück hast und an einer gut organisierten Schule bist, dann fragt der Stundenplaner sicher von selbst aus, ob du eher einen kompakten Plan oder einen mit Hohlstunden haben möchtest. U.a. hängt das sicherlich aber auch von Größe und personeller Ausstattung der Schule ab. Von dir aus würde ich es nicht ansprechen.

    Soll der Stundenplaner alle 6-8 Wochen die Stunden der KuK verschieben, damit die Hospitationen und Ausbildungsunterricht schön kompakt sind?

    Und ob man auch beim Stundenplan selber Einfluss nehmen und Wünsche äußern dart, wie z.B. nicht ewig viele Freistunden dazwischen eben weil man nicht um die Ecke wohnt

    Nein.
    Und komm lieber nicht auf die Idee, das als Begründung einzubringen.
    1) Du hast eine VZ-Ausbildung. Mit Laptop irgendwo hinsetzen und Unterricht vorbereiten, in Stoff einlesen, usw..
    2) Es ist deine Ausbildung: Willst du einen guten Stundenplan, oder die Möglichkeit, möglichst viel zu hospitieren, unterschiedliche Gruppen und Lehrkräfte zu sehen?

    für einmal die Woche? Quatsch!
    35 Minuten Entfernung (Staus berücksichtigt?) ist absolut kein Problem und einmal die Woche 80km, tja, langer Tag...)
    Mein Seminar war 60km entfernt, 2 mal die Woche, es hat mich nicht (zu sehr) gestört und dabei hasse ich Auto fahren. Aber eyh, dafür habe ich mit meinem damaligen Freund (jetzt Mann ;) ) gewohnt.

    Ja. Das ist der Nachteil.
    Der Vorteil ist aber: sonst gäbe es gar nichts. Die meisten solchen Häuser, die ich gesehen habe (wohne selbst nicht mehr auf dem richtigen Land), waren schon an einer bestimmten Stadt angesiedelt und dort wechselten sich zum Teil Fachärzte (Frauenarzt nur ein Tag die Woche, Orthopäde auch, Hausarzt zwar jeden Tag, aber nicht unbedingt immer derselbe...)
    Das erste Mal habe ich es vor über 10 Jahren auf einer Klassenfahrt in Frankreich kennengelernt, aber bei meinen Schwiegereltern in NDS ist jetzt auch das System angekommen und auf dem einen oder anderen Urlaub aufm Land war ich auch krank und durfte es "ausprobieren"... :D

    Japp, aber es gibt auch andere Beispiele, das Rathaus in Warburg oder an anderen Orten, wo es zwischen 2 Städten oder Stadtteilen errichtet wurde.

    Die neu entstehenden Zentralkliniken sind übrigens auch so ein Konstrukt: sie entstehen zwischen den Städten auf der grünen Wiese und die Bewohner der umliegenden Städte müssen in Zukunft alle raus aufs Land zur Klinik fahren, in der Stadt selbst gibt es ggf. noch ein Versorgungszentrum, das aber nur wenige Leistungen anbietet oder ein Ärztehaus mit verschiedenen Fachrichtungen bietet.

    das mit den Versorgungszentren und Ärztehäusern kenne ich wieder. Schön zu sehen, dass Kooperation keine moderne Sache ist.

    Das ist glaube ich "machbar" und politisch gut verkaufbar.
    Dann sind die Beamten, die sich doch für die PKV entscheiden, die Bösen.
    Interessant wäre, ob die PKVen dann die Öffnungsklausel wegfallen lassen und auch, ob es bei Einführung eines solchen neuen Modells alle wechseln können, die möchten (vermutlich nicht).
    Ja, ich hätte definitiv in die GKV gewollt, aber mein Idealismus reichte nicht für AG+AN-Anteile.
    und ja: ich habe aber von der PKV extrem profitiert (und tue es noch), es war also gutes Karma irgendwo in meinem Leben. Bei der Möglichkeit eines Wechsels bin ich dann unsicher, was ich machen würde. Finanziell wäre es aktuell eine starke Erleichterung ...

Werbung