Beiträge von chilipaprika

    Oder gehen Geographie- und Grundschullehrerinnen auf LAN-Partys, um gezielt nach potentiell später gut verdienenden Informatikern zu suchen?

    Ich höre gerade einen Podcast (Alles gesagt von der Zeit, immer zu empfehlen), wo Christiane Nüsslein-Vollhard (Nobelpreisträgerin in Medizin) von ihrer Studienzeit erzählt hat, wo die Physiker (400 Studis, 3 Frauen) ihre Partys mit den XX (Ökotrophologen? Landschaftsökologen?) machen mussten, damit es mindestens ein paar Frauen gibt. Es ist natürlich sehr lange her, aber auch in meiner Studienzeit waren Doppelfeten nicht nur aus finanziellen Gründen...

    Hmm nein. Wir haben auch nur sehr sehr selten gleiche Interessen. Gemeinsam haben wir, dass wir so ziemlich alles zusammen machen können, wir können gut streiten ohne nachtragend zu sein. Keiner muss sich verstellen. Wir vertrauen uns eben ohne Bedingungen. Da brauche ich keine gemeinsamen Hobbies oder Interessen. Das kann ich auch mit Freunden machen.

    Ich kann das nachvollziehen, was du meinst, es ist seltsamerweise bei meinem Mann und mir auch so.
    Trotzdem wurden wir nicht von einer höheren Macht gematcht, sondern haben eben IRGENDETWAS gehabt, was uns zusammengeführt hat. Und es ist über das biologische Geruch-Ding hinaus (sowieso), weil es eben hält.
    Und dieses Unbegreifbare ist eben eine Mischung aus Werten, Kultur, Milieu.
    Das schließt nicht aus, dass Menschen sich über Werte, Kulturen oder Milieus kennenlernen, aber eben weil beide da eine gewisse Offenheit haben.

    Ach....
    "aus Liebe"...
    Natürlich ist man mit jemandem aus Liebe und natürlich denken die allerwenigsten bei der Einladung zu einer Party, ob die gerade begangene Ausbildung des Eingeladenen irgendwann einen Abschluss mit Aufstieg bedeutet.
    Trotzdem trifft man seine Entscheidungen nicht aus der Luft gegriffen, sondern würde dann aus einem Pool an Möglichkeiten wählen. Diese Möglichkeiten bewegen sich milieunah. Und wenn man zum Beispiel nach Sicherheit strebt , dann guckt man nach sicheren Berufen. Leute trifft man entweder in Real Life bei Hobbies, die auch etwas über einen aussagen oder im nicht realen Leben nach Stichworten, die eben auch gemeinsame Interessen oder Werte aufzeigen.

    Nein, Wegen Fortbildung wird nichts abgezogen.
    Wenn meine Klasse auf Wandertag ohne mich ist, dann habe ich an dem Tag eine "Freistunde". Wenn ich da keine Vertretung mache, habe ich eine Minusstunde (bzw.: ich habe immer eine Minusstunde, die aber mit einer Plusstunde sofort oder später verrechnet wird.)

    Schulinterne Maßnahmen: Wandertage, Theaterstück in der Aula (gut, da haben wir meistens Aufsicht...), Aktivitäten mit einem externen Partner ohne Aufsicht.

    Und SELBSTVERSTÄNDLICH gibt es keine Plusstunden für Fortbildungen, Wandertage, Prüfungstage oder sowas, die länger als den Unterricht dauern. Wo kämen wir denn hin...
    Plusstunden sind NUR gehaltener Vertretungsunterricht.

    Für das Land geht das doch gar nicht. Also geht schon, man könnte Gesetze erlassen, die alle dazu zwingen Kinderzuschläge zu zahlen. Ich bin mir sehr sicher, dass sowas politisch niemand durchkommt.

    Kindergeld auf 500 Euro im Monat erhöhen, auf 800 ab dem dritten Kind.
    (NICHT meine Meinung, ich bin für weitestgehende Streichung des Kindergelds und Auffangen auf ganz anderen Ebenen), aber so meinte ich das "für Alle".

    Meiner Meinung nach sind die hohen Zuschläge rauseilender Gehorsam der Länder wegen den Verfassungsklagen gegen die Besoldung an sich. Dass sowas auch andere Probleme erzeugt verstehe ich.

    Da sind wir uns einig. Es ist einfacher, weil damit alle mit Kindern (durchaus die Mehrheit) erstmal keinen Grund sehen, es zu ändern (und dabei nicht daran denken, dass es nicht pensionswirksam ist, usw..

    Sicher wandeln sich Gesellschaften und damit die rechtlichen Normen um dem gerecht zu werden.

    Spielt es denn eine Rolle in der Fragen wieso Lehrkräfte beamtet sind? Ich finde nicht.

    Nö. Für mich zwei verschiedene Baustellen bzw. Diskussionen.

    - Alimentationsprinzip an sich noch zeitgemäß in der Form?
    - Verbeamtungsnotwendigkeit für welche Tätigkeiten.

    (und wenn es um die Zuschläge in NRW würde ich auch noch einige Diskussionsbaustellen sehen, natürlich ist alles ein bisschen verknüpft...)

    Dein Auffassung ist im rechtlichen Sinne ziemlich egal. Es ist ganz klar, dass es hier einen riesigen Unterschied gibt zwischen Beamten und Angestellten gibt. So lange das nicht gerichtlich überprüft wird, bleibt es dabei wie es deine Landesregierung vorgesehen hat. Von sich aus wird da kein Politiker dran gehen.

    Zum Glück (jetzt unabhängig von DIESER Diskussion) ändert sich das Rechtssystem.
    Ich darf heutzutage in vielen Ländern nicht mehr jemandem sagen "deine Auffassung ist im rechtlichen Sinne ziemlich egal, du bleibst mein Leibeigener", obwohl ich es früher konnte. Ich darf heutzutage Schwule nicht mehr von der Ehe ausschließen, obwohl es vorher gesetzlich anders war.

    Die Gesellschaft wandelt sich und wenn sich ein Land für eine natalistische Politik entscheidet: gut so. Aber für das Land und nicht für Auserwählte.
    Dass das Beamtentum bei Lehrkräften quasi nur aus Pfadabhängigkeit und sachfremden Überlegungen (Lehrermangel und Wählerstimmen) erhalten bleibt, sollte hoffentlich jedem klar sein.

    Aber auch eine große Aufgabe und wichtig für die Gesellschaft und damit förderungswürdig und durchaus als Job zu bezeichnen.

    Anders als z.B. bei Hunden, die ebenso Wohnraum, Geld und Ressourcen benötigen. Hundehaltung ist eine Lebensweise, für die man sich aktiv entschieden hat und richtigerweise ohne Forderungen ist.

    Nee, der Hund HAT einen Job, das ist der Unterschied in der Erziehung.
    Allerdings bezahle ich in der Regel dafür, dass er seinen Job macht (also Hobbies) (und Wohnraum braucht kein Hund)

    FLIXE Sehr schön!
    Ich wünsche dir, dass es klappt und ihr an einem guten Schulbegleiter gerät, der sich auch mit deinem Kind gut versteht.
    Ich würde darüber hinaus sanft an den Vorschlag von CDL zur Familientherapie bzw. irgendeinem Familien / Mutter-Kind-Setting erinnern.
    Da du vor Jahren schon über dein Kind als deinen Sohn gesprochen hast, ist es vielleicht mal Zeit, jetzt eher neutral von einem Kind/Teenager zu sprechen und zumindest mit ihm über Pronomen und Transidentität zu sprechen. Ihr habt einen sehr langen, steinigen Weg vor euch (ich beziehe mich auf das Gesamtbild, nicht auf den letzten Satz!!), ich wünsche dir und deinem Kind ganz viele Steinewegräumer, ganz viel Unterstützung, nicht zu viel Regen, aber ganz viele Regenbögen und Sonne auf eurem Weg!

    Ähm, verstehe ich nicht (es ist nach 20 Uhr, meine Denkfähigkeit geht in den Standby-Modus ;) ) . Wie meinst du das?

    Ich gehe davon aus, dass die allermeisten Grundschulen nicht alle ihre Stunden überhaupt abdecken können, dann sind "zusätzliche Förderstunden" zwar mehr als sinnvoll und wünschenswert, aber wenn man kürzt, dann bei Einzelnen, bevor es am Gesamtangebot geht.
    Und wenn man bewusst kürzt, dann fällt es nicht mehr aus? (so meine Vorstellung der Gedankengänge in der Abteilung Statistik und Deputatsverteilung in Düsseldorf.


    Aber ein Wunder, dass ich überhaupt noch lesen und tippen kann, ich bin dann mehr als im Standby-Modus.

    Ich habe in diesem Schuljahr mehrere Doppelsteckungen (zumindest solange bis die ersten Kollegen ausfallen).

    Es ist aber keine Beschäftigungsmaßnahme, sondern Unterrichtserhaltung (ich vermute, spätes Stadium einer Schwangerschaft mit nie planbarem Zeitpunkt des Ausstiegs?), und vermutlich Profil der Schule?

    Man muss dazu unterscheiden: Sind es Förderstunden, die zum Pflichtangebot gehören oder sind es "zusätzliche" Förderstunden. Das muss eine Schule selbst leisten. Da die allermeisten Schulen sicher nicht mal genug Stunden für die Fantasierechnerei des Landes haben, wird es wohl kaum eine Schule geben, die einfach so Angebote schafft, um Leute zu beschäftigen.

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