Beiträge von chilipaprika

    Also sowohl die Sekretärinnen als auch die Schulsozialarbeiterin (zwei andere Arbeitgeber*innen als das Land) können sich regelmäßig auf ihre Aufgaben und Vorgesetzten berufen, wenn auch nur im Kollegium gemunkelt wird, was sie doch machen könnten. Da käme keine Schulleitung auch nur auf die Idee... (kamen bei uns schon durchaus, aber nein... Auch die Frage der Pause war bei uns schon mal Thema, die geklärt wurde.)

    1. Ich verstehe das nicht, du könntest ins Referendariat gehen? Dann kannst du nicht in der selben Schulform in den OBAS-Einstieg.
    2. Deutsch/Englisch? muhahaha... Wir haben Vertretungslehrkräfte in diesen Fächern, sie sind seit mehreren Jahren mit dem Ref fertig. Der Markt ist am Gym nicht leer in den Fächern. Da wird keine Stelle geöffnet. Ich bezweifle es stark für die Gesamtschule, selbst Sek1 müsste Sek2-Leute priorisieren. Wie es am Berufskolleg ist (von der Nachfrage), weiß ich nicht (also ob sie im Zweifel noch genug Sek2-Bewerbungen haben).

    Es (Auslastung der Jugendämter und Sozialdienste) ist in F ähnlich. Ich habe ‚Grund‘ geschrieben, nicht ‚Attest‘.

    Es ist albern, die Hälfte von Frankreich fährt in den Urlaub an inoffiziellen Brückentagen, ich bin gespannt, wie meine Schwester es machen wird. Bisher hat sie immer mit offenen Karten gespielt ‚ich werde Sie nicht anlügen, Sie werden eh die ganze Woche von Tata Chili hören, wir fahren ans Meer und besuchen ein Piratenschiff“. „Wir fahren wandern, er wird wilde Tiere und Bäume und Wege kennenlernen“

    Ob man jetzt das Kind zum Anlügen anstiftet? (Oder meine Schwester Schule als wichtiger nimmt?)

    Ich glaube es wäre hilfreich, nicht ständig andere dafür verantwortlich zu machen, dass unsere Arbeit anstrengend ist. SuS zu unterrichten und zu bewerten ist herausfordernd, die Burnoutrate nicht umsonst sehr hoch in unserem Beruf.

    Wenn man über die Bedingungen, Eltern oder die Kolleg*innen klagt, ist die eigene Hilflosigkeit, Unzulänglichkeit oder Überforderung vielleicht kurzfristig besser zu ertragen, weil man dann selbst nicht "Schuld" ist, keine Verantwortung dafür hat. Aber ich fürchte, die Herausforderungen sind dadurch nicht besser zu bewältigen.

    Wer die Leistungsanforderungen senkt, muss damit leben, dass die Leistung sinkt und wer nicht die Geduld hat, alles 100x zu erklären sollte sich fragen, wie er den Beruf trotzdem weiterhin gesund ausüben kann, die Bedingungen ändern sich nämlich nicht.

    Ich fürchte es ist total egal, ob und wer früher irgendwas in der Erziehung verbockt hat, am Ende muss man die Kinder und Jugendlichen unterrichten, die morgens den Raum betreten und selbst Entscheidungen treffen, wie man das tut.

    und we würdest du es in einer allgemeinbildenden Schule tun? Du kannst es mit dem "Ohr" lesen "alle beschweren sich" oder mit dem "Ohr" "Beschreibung der veränderten Situation".

    Das klingt nach nicht aufeinander abstimmten Übergängen Elementarbereich - Primarstufe und Primarstufe - Sekundarstufe.

    Tingelteacher : Ich nehme mal an, ihr seid im Kontakt mit abgebenen Grundschulen im Umkreis. Ist dir bekannt, dass an diesen die Schüler (m/w/d) schon einmal in Klasse 4 auf die anstehenden Veränderungen in Klasse 5 vorbereitet werden?

    warum sollen sie an der Grundschule auf die weiterführende Schule vorbereitet werden?
    Kann die weiterführende Schule nicht selbst neue Regeln einführen?
    Schließlich gehen die GS-Kids an viele unterschiedliche weiterführende Schulen mit vielen unterschiedlichen Arbeitsweisen...

    ich tue mir selbst sehr schwer damit, wenn einige SuS (Stufe 9,10, aufwärts auch) aufstehen. In der 5. sowieso, weil es da oft noch selbstverständlich ist.
    und dann schalte ich kurz mein Gehirn ein und versuche mir vorzustellen, den GANZEN Tag in einem festgelegten Rhyhmus sitzen zu müssen. Wenn ich arbeite (jenseits der Schule) tun mir alle Bewegungspausen gut, um wortwörtlich meine Gedanken zu ordnen. Meinem Körper tut es weh, auf einem (sündhaft teuren, guten!) Sessel länger zu sitzen, im Unterricht selbst laufe ich ständig hin und her und sammle Schritte ohne Ende, erwarte aber von den Kindern, dass sie 45 Minuten sitzen, 5 Minuten Brötchen essen, 45 Minuten sitzen und dann 15 Minuten "Bewegung" haben?
    Ich frage mich im Nachhinein, wie ich durch die Schulzeit gekommen bin (ich weiß es: nie gestilltes Verlangen nach Wissen, positiv. Und überdimensioniertes Bedürfnis nach "Anerkennung", die man sich nur holt, indem man alle Regeln befolgt. Negativ.)
    Schule ist nicht natürlich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

    Der Vermögende soll aber verpflichtet werden, immer größere Beträge abzuführen, obwohl er dieses Netz nicht benötigt und keinen Nutzen davon hat.

    Er braucht sie nicht, weil er irgendwas geerbt hat (NICHTS selbst gemacht) und / oder soviel Geld (selten nicht auf Kosten Anderer) verdient, dass sein Geld sich einfach so vermehrt.
    Diese Menschen werden womöglich kein Arbeitslosengeld erhalten, aber nutzen die Straßen, können ihre Kinder in die Schule schicken, profitieren von staatlichen Zuschüssen, wenn sie fliegen, profitieren von allen Gesetzen, die ihnen ermöglichen, ihr Geld anzulegen und zu vermehren, gehen auch zum Arzt, usw..
    Sie SIND im Netz.

    Du magst es am Beispiel konkret wissen,

    viele Schüler lernen das Einmaleins wirklich intensiv und vergessen es doch immer und immer wieder. Bei wenigen weiß ich, dass sie es gar nicht behalten und sich jede Aufgabe herleiten müssen oder immer wieder die Reihen hochzählen - was mir nicht reicht, was auch in Teilnoten deutlich wird. Bei vielen weiß ich, dass sie es zwischenzeitlich konnten, aber dann mehr als die üblichen 4 schwierigen Aufgaben vergessen, nur die wirklich Guten lernen es oder können es bereits, bevor es im Unterricht Thema wird.

    Aber war das früher anders? Ist die Merkfähigkeit oder die Menge an konstantem Wissen weniger oder hat es sich verlagert auf andere Themen, sodass die grundständigen Sachen nicht mehr so gut beherrscht werden? Oder war früher dafür mehr Zeit im Unterricht, es zu üben, weil andere Inhalte kaum oder nicht relevant waren?

    klar doch! Ich wollte aber nicht auf die Schiene "und dann kommt es dazu, dass Viele sich einiges nicht so langfristig merken können", sondern: was passiert, wenn man - aus welchem Grund auch immer, zum Beispiel in meiner jetzigen Argumentation, weil es nie auf für das Kind relevante Art und Weise abgeprüft wird /NRW, - nicht lernt.

    Dass man heutzutage vieles anpassen müsste: Geschenkt.
    Dass die Schule nie zeitgemäß war und es heute noch weniger ist? Bingo!

    (Ich habe am Freitag mit meinem Pädakurs darüber gesprochen, was die physiologischen Voraussetzungen für Entwicklung sind. Zum Beispiel auch die Fähigkeit, eine gewisse Zeit am Stück ruhig zu sitzen, sich zu konzentrieren, usw.
    und habe denen gesagt: Schule ist contra unsere Körper. Wir bräuchten viel mehr Pausen, viel mehr Abwechslung, usw.. und das noch in der Sek2, aber es ist viel früher noch schlimmer. Wir passen nur innerhalb eines Rahmens, was uns möglich ist, aber sinnvoll ist einiges nicht :(

    Aber war das früher anders? Ist die Merkfähigkeit oder die Menge an konstantem Wissen weniger oder hat es sich verlagert auf andere Themen, sodass die grundständigen Sachen nicht mehr so gut beherrscht werden? Oder war früher dafür mehr Zeit im Unterricht, es zu üben, weil andere Inhalte kaum oder nicht relevant waren?

    Meine Einschätzung ist natürlich gebiast, weil ich eine Vorschule mit "richtigem" Bildungsauftrag besucht habe (ob es sinnvoll ist oder nicht, bespreche ich nicht), aber klar braucht man heute mehr Zeit für Sachen, für die man vorher weniger Zeit gebraucht / genommen hat.
    Ob es sinnvoll ist, heute (ich spreche jetzt über die französische Schule, ich kenne zwar einige deutsche Grundschüler*innen, bekomme aber mehr Einblicke in Frankreich) mehr Zeit zu nehmen, bis die Kinder es schaffen, 20 Minuten am Stück zu arbeiten? Oder war es besser, "früher" die Kinder zu zwingen und diejenigen zu bestrafen, die es nicht können (bis hin zur Fixierung mit Kabelbinder, gelebte Erfahrung...). Ist es sinnvoll, dass es heutzutage (formal) verboten ist, schriftliche HA aufzugeben oder war es "früher" besser, sich um 18uhr anzuschreien, weil sie noch nicht fertig waren?

    Da wo "ich" in der Oberstufe erstmal noch kurz die Basis im Politikunterricht legen muss, obwohl "es doch längst da sein sollte", musst "du" in der Grundschule erstmal Kindern beibringen, richtiges Deutsch zu sprechen (und ich spreche von ALLEN, nicht von Migrantenkindern spezifisch!), die Schuhe zu binden und mit der Schere umzugehen, obwohl es "früher" anders war. Den Schritt kannst du nicht überspringen und dann ist es so. Dafür erlebe ich Grundschulkinder als viel aufgeweckter, viel mutiger, viel "kritischer" als wir es mal früher waren.

    Es ist einfach unanständig, Individuen noch Geld mehr aus der Tasche zu ziehen und umzuverteilen. Es braucht Steuererhebungen für den Grundbetrieb eines Landes, darüber hinaus muss aber das Prinzip Eigenverantwortung gelten. Wir haben uns davon systemisch leider so weit entfernt, dass man aus überbordenden Sozialleistungen, Subventionen, Zuschüssen, Förderprogrammen usw. kaum wieder raus kommt.

    Jaaa (grundsätzlich, wirklich, ja), aaaaaaaber: diese "Sozialleistungen" (lasst und froh und dankbar sein, in einem Land zu leben, das das hat und lasst uns hoffnungsvoll sein, die nie zu brauchen, aber wenn ...) sind so lächerlich im Vergleich zu dem, was einige Menschen besitzen und jeden Monat "einnehmen" (ob über "Gehalt" oder Zinsen, Vermietungen, usw..)

    Jede*r sollte regelmäßig dieses Video schauen wo auf einem A4-Blatt die Einkommens- bzw. Vermögensverhältnisse dargestellt sind und dann verhältnisgerecht die "RICHTIGE" reiche Schicht irgendwo ganz oben in der Luft zu finden ist. (Spoiler: Merz ist NICHT mit uns auf dem A4-Blatt ...)
    Ich finde es auf die Schnelle nicht, empfehle das Instagram-Konto (oder die Bücher) von Martyna Linartas und in der ZDF-Mediathek ganz frisch die ZDF-Aspekte Sendung vom 11.09 zu "[Über]Reiche - ist das ein Problem?"

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