weswegen die Zugehörigkeit bei vielen Schulen kein hartes Kriterium mehr ist, sondern der Einklang mit den christlichen Werten (und Verpflichtung zum Besuch des Reliunterrichtes, auch bei keinem / muslimischen Glaube)
Beiträge von chilipaprika
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Wie Bolzbold sagt (und ich bin wirklich kein Fan von konfessionellen Schulen ... gewesen).
Ehrlich: die meisten sind mittlerweile nur ganz normale Schulen ohne die Möglichkeit, Ethik zu wählen. Das war's. Vielleicht ein Gottesdienst mehr im Jahr. -
Soso. Und die Kirche finanziert diese Schulen und bevorzugt getaufte Katholiken ganz ohne eigene Erziehungsvorstellung, is klar.
Von "Finanzieren" kann keine Rede sein, wenn man ehrlich ist.
Diese Schulen sind an vielen Orten um jedes Kind froh
und wählen dann entsprechend aus (Ich spreche von den Ersatzschulen). Bei den Bekenntnisschulen (NRW-Besonderheit, plus ein paar in NDS) sind sie natürlich auch froh, wenn sie durch eine vergrößerte Auswahl einige Kids dazunehmen (und andere nicht mehr nehmen "müssen") -
Andere BL sind aber nicht so arschig und orientieren sich eben am Schuljahr / Schulhalbjahr, so dass man vollständige 18 Monate hat. Dann kann man genauso direkt wechseln.
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Und damit tragen diese Eltern zur Misere bei. Auf individueller Ebene verstehe ich dich als Mensch, auf systemischer Ebene darf das eigentlich nicht sein. Denn das führt zu einer schiefen Verteilung, einer Verschlechterung von Integration und befeuert den gesamten von dir beklagten Kreislauf.
Um es mal konkret zu machen: In meiner Klasse haben wir eine sehr bunte Mischung, 40% ohne Migration, der Rest zum Großteil 3. Generation (wo der Unterschied echt klein wird) und ein paar 2. Generation. Ganz wenige Kinder aus der 1. Generation. Letztgenannte müssen sich integrieren, wenn sie Fußball oder so mitspielen wollen. Das läuft. Der einzige, der regelmäßig mit den hier kritisierten Verhaltensweisen (gerade was misogynistische Sachen angeht) auffällt, kriegt ordentlich verbal was ab von den Klassenkameraden und kann von uns gehandhabt werden.
In Klassen, wo durch Ghettoisierung und ähnliche Effekte aber die genannten 40% und die 3. Generation wegfällt, da fehlen diese Korrekturen relativ schnell. Meine Klasse, so anstrengend sie sein kann, belächelt "Talahons" und wenn einer von denen das macht, gibts soziale Korrektur. Wenn die gesamte Klasse aber so ist, wird das als Normalität empfunden und die Jugendlichen reagieren dann sehr irritiert (und mithin oft aggressiv) wenn jemand ihr "Normal" angreift.
Die Beobachtung mache ich auf der Ebene meiner Schule alleine selbst. Wir haben durch eine - meiner Meinung nach - schulintern fehlgeschlagene Schulentwicklungspolitik ganz unterschiedlich geartete Klassen. Das selbe Kind kann in der einen Klasse von den Mitschüler*innen komplett "eingenordet" werden, in der Parallelklasse wird er zum Mitläufer bzw. Mittäter (ja, das Wort ist bewusst gewählt).
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Kurzer Exkurs übrigens, warum wir unser Kind trotzdem an die Grundschule hier lokal geschickt hatten: Weil wir in einer hoch privilegierten Situation leben, mit vielen hochgebildeten Erwachsenen im Haus, von den Großeltern (u.a. mit einem Philologie-Studium) angefangen und daher genau wussten, dass wir eventuelle Bildungsdefizite komplett abfangen konnten. Und genau wussten, dass wir aus sozialen Gründen bei den Lehrkräften einen Persilschein haben werden, auch was die spätere Schulempfehlung angeht. Auch das ist ein Problem!
aber auch das hängt vom jeweiligen Kind und seinem Charakter ab. Denn nicht jedes Kind gerät "trotz" guter Erziehung und hohem Bildungshintergrund gut. Bei einem leicht beeinflussbaren Charakter reichen ein zwei "falsche Freunde" (und sie müssen nicht kriminell sein, es reicht auch nur "kein Bock auf Schule"), dass der Fokus woanders ist, und dann kann es relativ schnell gehen

Ich beobachte das bei meiner besten Freundin, deren Tochter auch in so einem sehr ähnlichen Mischgebiet aufwächst (und in Frankreich sind die Sprengel viel strenger, die einzige Alternative ist wirklich die Privatschule). Die Eltern kämpfen seit 4 Jahren, dass sie von einem anderen Mädchen getrennt wird. Sie waren zusammen in der Vorschule und das Mädchen ist sehr dominant. Die Tochter ist von ihr fasziniert und würde alles machen, obwohl sie selbst sagt, dass sie böse ist. Da in Frankreich Klassen jedes Jahr neu gemischt werden (fragt nicht, was das pädagogische Konzept dahinter sein kann), jedes Jahr ein Zittern. Mit den anderen nicht besonders privilegierten Kindern läuft es okay, wobei sich die Frage der weiterführenden Schule eben immer stärker stellt (und sie ist im französischen Gesamtschulsystem deutlich schwerwiegender. Da schwanken die Eltern zwischen Ideologie ("Öffentliche Schule") und Absicherung des Wohls des Kindes...) -
das war RLP.
Landeskinder-Bonus. -
Ich finde diese Aussage so pauschal nicht haltbar. Es hängt dann doch zu sehr von der politischen Führung der jeweiligen Länder ab. Die CDU stellt derzeit in 10 (!) Bundesländern das Kultusministerium und auch wenn man im Einzelfall in die Regierungsprogramme schauen müsste, positionieren sie sich überwiegend unterstützend gegenüber dem Erhalt und der Ausweitung an sonderpädagogischen Schulformen. Ja, es gibt in der Regel auch noch einen Koalitionspartner, aber wie kann dieser grundsätzliche Zusammenhang an der Stelle argumentativ ausgeblendet werden?
Ach so. Und nur weil es irgendwo vereinzelt sonderpädagogische Schulformen gibt, sind alle Kinder, die diese in Anspruch nehmen könnten, nicht in meinen Klassen?
Und was ist mit allen, die noch nicht oder bewusst nicht diagnostiziert sind?
Ist die (ggf. zielgleiche) Beschulung von Kindern mit ADHS, Autismus, LRS, Dyskalkulie, Hör- oder Sehbeeinträchtigung, mentalen Problemen, usw.. nicht meine Aufgabe? Interessant, ich werde wohl ein Gespräch mit meiner Schulleitung sprechen.
SELBST, wenn es - in einzelnen Fällen - eine Kontaktperson aus einer Förderschule gibt oder gar eine Schulbegleitung, bleibt es meine Aufgabe, dieses Kind zu unterrichten und da schadet es nicht, Kenntnisse über die verschiedenen Störungen und Beeinträchtigungen zu haben. -
ich bin nicht Bolzbold, aber ja, so funktioniert es.
Teufelskreis und Gentrifizierung bzw. umgekehrte Gentrifizierung an Schulen in Deutschland. -
es war sarkastisch, es ist aber gelebte Realität.
Kenne ich aus mehreren Städten, aus mehreren Stadtteilen.
Die rumänischen und bulgarischen Kinder (also nicht die türkischstämmigen Bulgaren) aus dem Hochhaus sind christlich und haben einen Anspruch auf Beschulung an der katholischen Bekenntnisschule (im Rahmen der Plätze) oder wollen auf die konfessionelle Privatschule.
Ich wohne in einem Stadtteil, in den ich NICHT gezogen wäre, hätte ich Kinderpläne gehabt. Wäre ein Kind durch ein Wunder trotzdem gekommen, hätte ich meine katholische Ader eindeutig reaktiviert (und hätte meinem Kind erklärt, dass Religion trotzdem Privatsache ist). Nichts gegen andere Religionen. Sondern gegen Schulindex 9 vs. Schulindex 5 oder 2 (mein Mann hätte das Kind auf dem Weg zur Arbeit gebracht oder wir wären umgezogen). Wenn es um die Kinder geht, ist man sehr kreativ. -
Am Ende musst du alles machen, Inklusion, aber auch ein 3. und ein 4. Fach, gerade in der Grundschule.
Genau das.
Inklusion ist schon jetzt, aber in 10-20 Jahren noch weniger keine Aufgabe für einzelne Personen, sondern für Alle.
Das gilt schon jetzt in der weiterführenden Schule aber natürlich noch stärker an der Grundschule.
Denn "bis das Kind einen "Status" hat (oder woanders hingeht)", ist es nunmal in deiner Klasse. Da stelle ich es mir äußerst hilfreich vor, zu wissen, wie ich mit dieser Heterogenität umgehe. Und zwar mehr als irgendeine bildungswissenschaftliche Vorlesung. -
Gäbe es - rein theoretisch - auch die Möglichkeit eines Doppelstudiums, wenn du Sachunterricht, viertes Fach UND Inklusionspädagogik machen würdest? (Das gab es an der einen oder anderen Uni auch mal).
Ich würde zwar immer das studieren, was mich interessiert und wo ich eine fundierte Ausbildung haben möchte, was ich mir weniger selbst beibringen könnte (also hier vermutlich Inklusion und Diagnostik), habe aber im Schulsystem gelernt, dass die Welt sich manchmal zu schnell dreht oder gegen mich wendet.
Will heißen: am Ende interessiert entweder keinen mehr, oder du bist DER Experte und darfst nichts Anderes machen. Deswegen: NIE NIE NIE ein Fach studieren, um eine Stelle zu bekommen, am Ende könnte man 90%-Fachlehrkraft des Faches werden. -
Das heißt vermutlich auch, dass besagter Sohn keine Freundschaften mit den Kindern in der unmittelbaren Nachbarschaft pflegt, oder?
Hahaha.
Was glaubst du denn, wer sonst noch alles auf die konfessionelle Schule geht? -
Wir haben die Toilettensanierung am Gymnasium damals nur unter der Voraussetzung bekommen, dass die Eltern eine Toilettenaufsicht bezahlen. Funktionierte gut, kostete (glaube ich) 15 oder 20€ im Jahr. Ein paar asoziale Eltern, die nicht zahlen, gibts immer, die Mehrheit hat den Mehrwert aber eingesehen.
Same here, andere Beträge, ohne Sanierung.
Vor dieser Toilettenaufsicht hatten wir auch regelmäßig (ja, mehrfach!) Kothaufen außerhalb der Toilette, Bündel von aneinandergeketteten Tampons in der Toilettenschüssel (sowohl bei Jungs als auch Mädchen), von Malereien (ja, auch mit Kot) und Pinkeln an den Wänden spreche ich nicht.
ja, am "Gymnasium".
(Und bei uns gibt es keine Sanierung, die Grundreinigung gibt es auch nicht mehr. Dafür kriegt die Gesamtschule ein komplettes neues Gebäude mit Fengshui-Malfarben, an den Geburtstagen der Klassenlehrer ausgerichteten Wänden. Ach, sowohl in der Hauptschule als auch in einigen unserer Räume regnet es rein. Jeden Tag eine große Regenpfütze wegmachen. Sorry, ist kein Schulformbashing, sondern Luftmachen über "Schulentwicklung", die kein Cent ausgeben will, oder nur für bestimmte Prestigeprojekte) -
- das, was Tom sagt.
- Ich würde einen (großen) Bogen um einen Makler machen, der mit solchen Ideen kommt.
- Du hast Vorerkrankungen, die so schwerwiegend sind, dass du dich um die PKV-Entscheidung gedrückt hast und die Fristen versemmelt hast, willst jetzt aber drei Jahre nicht zum Arzt gehen?
Abgesehen davon: Willst du jetzt jedem Arzt deine Vorerkrankungen verschweigen? Die Diagnosen tauchen dann ggf. auf den Rechnungen mit auf, weil sie relevant sind, oder auf Arztbriefe, die man zum Beispiel braucht, um später Kosten für Behandlungen zu erhalten (also bei einem Antrag auf Genehmigung von bestimmten Behandlungen*).
*Da kann es wirklich sehr weit bzw. sehr schnell gehen. Ich hatte dieses Jahr mehrere solche Arztbriefe und alles, was je relevant war, taucht da auf. Und es ist medizinisch oft "teilrelevant". Immer wieder in der Angst leben, dass etwas auffliegt, weiß ich nicht ... (zusätzlich zu dem Punkt, dass es auch etwas über die charakterliche Eignung aussagt.)
UND: Wenn du noch nie privat versichert warst, hast du wohl wenig Ahnung, wie teuer die meisten Behandlungen sind ... -
Ich habe mehrere Übergaben hinter mir (in beiden Richtungen) und habe schon solche Aussagen getätigt. Komplett wertfrei.
"Wir arbeiten im Jahrgang einigermaßen parallel und versuchen die selbe Arbeit zu schreiben".
"In dem Fach sind alle Materialien hochgeladen, da kriegst du ganz sicher sofort Unterstützung"
"In dem Fach gibt es kaum Kommunikation, du bist total frei und kannst machen, was du willst".
Also absolut wertfrei.
Und ich glaube - vom Forumlesen - dass eine solche Aussage / Information in der Grundschule total schnell fällt, weil es eben die ganz grundlegende pädagogische Arbeit ist. -
Ach, in meinem Kopf bezog ich mich auf eben solche Fälle, weil hier Empfehlungen kamen, obwohl ich es total unverantwortlich finde.
Und in den wenigsten Fällen geht es im Forum um vernünftige Fälle, sondern eher um die Zweifelnden, die abbrechen wollen.
Genau zweifelhaft für mich: „du bist im Ref unglücklich? Findest keine Beziehung zu den SuS? Die Planung zerstört dich? Keine Angst, bei der Planstelle wird alles besser. Du bist doch schon so weit gekommen“
Nicht alle, die ein Lehramtsstudium anfangen, werden gute LuL oder damit glücklich. Genauso wenig sind die Umstände der Schule DAS Problem (Lass dich versetzen!).Wohlwollende Beratung oder Antwort solltenicht ausschliessen, dass einige mit ihren eigenen Bauchschmerzen richtig liegen
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In dem Fall finde ICH es verwerflich (2. Semester abgeschlossen, gar kein Interesse an einem Fach, beim zweiten Fach nur an den praktischen Anteilen).
Was soll der TE machen? Englisch unterrichten? Oder (in NRW total normal) im Brennpunkt an der Grundschule eine Co-Klassenleitung übernehmen? -
können wir nicht, aber es klingt nicht abwegig, genau diese Information zu haben, auch wenn es natürlich ratsam ist, sich nicht beeinflussen zu lassen.
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Es gab ein Gespräch mit der abgebenden Kollegin.
Und sie wird wohl genau das gesagt haben.
Es wäre eine der wichtigsten / einzelnen Infos, die ich bei einer Übergabe geben würde "Halt dich an die Partnerkollegin" oder "Du bist frei, sie hat kein Interesse"
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