Wir legen in Bayern am Montag mit der Q12 wieder los und ich habe gestern den ganzen Tag mit der Schulleitung und einigen Kollegen das Schulhaus präpariert. Einbahnstraßensystem in den Gängen (rechts gehen), Einzeltische und Stühle so gestellt, dass jeder Schüler 1,5 m Abstand an seinem Platz hat. Den Bereich des Lehrers vorne mit einer Demarkationslinie aus Klebeband markiert, damit der Abstand zu den Schülern gewährleistet ist. In vier Supermärkten Flüssigseife im Spender besorgt, weil viele Seifenspender in den Klassenzimmern nicht ordentlich funktionieren. In allen Klassenzimmern Hygieneregeln ausgehängt und an allen Waschbecken die Anleitung zum Händewaschen. Dafür ging ein kompletter Arbeitstag drauf. Ich stelle mir die Situation schrecklich vor, es hat mich an ein Gefangenenlager erinnert. 4 - 6 Stunden Unterricht am Tag, wo sie isoliert an ihren Tischen sitzen, selbst in den Pausen. Praktisch kein persönlicher Kontakt zu den Mitschülern, ständig unter Aufsicht. Zum Glück nur für drei Wochen, dann beginnt das Abitur. Ich kann und möchte mir diese Situation aber nicht für die jüngeren Schüler vorstellen. Maske tragen Schüler und Lehrer auf den Gängen, bis alle auf ihren Plätzen sitzen, dann dürfen wir sie abnehmen.
Ich war heute erstmals mit Maske einkaufen und trug sie eine halbe Stunde lang. Danach empfand ich sie als unangenehm und könnte mir die Maske nicht für mehrere Stunden vorstellen.
Als unsere Lehrertruppe gestern im Gang in 1,50 m Abstand rechts an der Wand entlang lief, mussten wir an die 7. Zwerge im Gänsemarsch denken und haben laut "Hei-ho, Hei-ho!" gesungen.
Sarek