Ich bin ja eine von diesen in der Inklusion eingesetzten Förderschullehrer:innen. Ich hatte auch schon den einen oder snderen Thread zum Thema und muss wirklich sagen, ich bin mit meiner Rolle auch nicht zufrieden. Als Sonderpädagoge/ Förderschullehrer gibt es in meinen Augen kaum etwas wichtigeres als Beziehungsarbeit. Dafür fehlt aber sn allen Ecken und Enden die Zeit. Mir ist ganz oft auch nicht klar, was die Regelkollegen von mir erwarten bzw. oft weiß ich es, kann das aber gar nicht leisten, weil ich dafür nicht ausreichend Kapazitäten habe. Ich übernehme fast alles an Papierkram (Zeugnisse, Förderpläne, jährliche Überprüfungen, oft auch Berichte zur Einleitung von Verfahren, usw), ich kann aber definitiv nicht den gesamten Unterricht für jedes Kind in jeder Klasse vorbereiten. Ich stelle oft Material für Deutsch und Mathe (und bin dabei deprimiert, weil die Kinder eigentlich ganz was anderes bräuchten, als Arbeitshefte und Arbeitsblätter abzuarbeiten). Ich bin in sehr, sehr vielen Eltern- und Kollegengesprächen beratend dabei, ich mache Diagnostik bei auffälligen Kindern auch ohne Förderbedarf, versuche eng mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten und mich möglichst regelmäßig auszutauschen. Ich werde vom Schulamt mit Gutachten an anderen Schulen beauftragt. Ich organisiere an meiner Stammschule die Schuleingangsdiagnostik, leite auch hier Verfahren ein, und organisiere die Klasseneinteilung. Aktuell kommen noch die Elternberatungen der Viertklässler zim Übergang in die Sek I dazu, inklusive Übergangsberichten. Zudem bin ich noch für 2 Stunden an eine andere Schule abgeordnet. Ich habe ganz bestimmt noch etliches vergessen, was ich so mache. Ich hab nicht das Gefühl, nicht ausgelastet zu sein. Und trotzdem weiß ich, das reicht alles eigentlich nicht. Ich verstehe auch die Regelschulkollegen, dif das Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Ja, das stimmt. Nur, das sind die Rahmenbedingungen. Sie sind schlecht und wir Förderschullehrer sind genauso unzufrieden. Trotzdem müssen wir uns abgrenzen, auch nein sagen. Weil unsere Arbeit genauso wenig schaffbar ist, wie die von euch Regelschullehrern. Mit diesen Bedingungen kann tatsächlich eigentlich niemand zufrieden sein.
Edit: Tippfehler und seltsame Autokorrekturen