Beiträge von Plattenspieler

    refi1

    Die Hinweise von Frau Du finde ich super. Schau dir auf jeden Fall das verlinkte Dokument an und schau bei Motsch und Berg in die entsprechenden Bücher zur Kontextoptimierung.

    Was mir so spontan noch an Ideen einfällt, wo hochfrequent Akkusativformen gefordert sind bei einfachen syntaktischen Strukturen:

    - Quartett ("Hast du den ...?", "Ich habe den ...")

    - Wimmel-/Such-/Rätselbilder ("Ich sehe den ...")

    - Kaufladen ("Ich nehme/möchte den ...", "Willst du den ... oder den ...?")

    - Koffer packen

    Hast du denn dazu einen Lehrplanbezug? In der 2. Klasse unterscheidet man nur Nomen, Verb, Adjektiv. Ich verstehe nicht ganz, was du mit dem Akkusativ vorhast. Du schreibst, es geht darum, dass "der" zu "den" wird .... das habe ich jetzt so in der 2. Klasse noch nie gesehen. Kenne es nur von Klasse 4. Das wäre ja Deklination und eigentlich nicht in der 2. Klasse vorgesehen. Zumindest in BaWü und BY.

    Bei deinem Vorschlag fürchte ich, dass Wortarten und Satzglieder verwechselt werden könnten.

    Hm - ich finde die Thematik ebenfalls fremd für eine 2. Klass

    In NRW ist der Akkusativ in der 2. Klasse auch kein Thema und lässt sich auch nicht im Lehrplan verorten. Wortarten wie in Bayern, Akkusativ in der 4. Klasse ebenso analog zu Bayern.

    Ich finde das Thema gänzlich ungeeignet für eine 2. Klasse und ich würde meiner LAA abraten und wir sind keine GL Schule und haben SuS die durch entsprechende Sprachvorbilder den/dem/der meist richtig verwenden.

    Es geht um den sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Sprache!

    Es geht nicht um eine theoretische, metasprachliche Einführung und Benennung von Fällen oder Satzgliedern, sondern um eine Förderung der konkreten sprachlichen Handlungsfähigkeit.

    Der Akkusativ wird nach Clahsen z. B. im dritten bis vierten Lebensjahr erworben. Wenn Zweitklässler ihn nicht bilden können, besteht da auf jeden Fall ein Bedarf. In der Sprachtherapie werden auch mit Kindern im Vorschulalter Akkusativmarkierungen geübt, wenn der Bedarf besteht (und vorrangig vor z. B. Wortschatz, Artikulation oder grundlegenderen grammatischen Strukturen ist).

    Lehrplanbezug (auf mein Bundesland bezogen):

    "Die Schülerinnen und Schüler

    [...]

    - erkennen und nutzen phonologische, morphologische, syntaktische, semantische, prosodische sowie non- und paraverbale Merkmale zur Bedeutungsunterscheidung;

    [...]
    - erkennen und verstehen morphologische Markierungen und nutzen sie korrekt;
    - artikulieren Laute, Silben, Wörter und Sätze korrekt;

    [...]

    Die Lehrkräfte unterstützen die Entwicklung der syntaktischen und morphologischen Fähigkeiten und stellen dabei sicher, dass sich alle Bildungsangebote am natürlichen Spracherwerb orientieren. Die Schule bietet Lern- und Übungsfelder für den Erwerb, die Erprobung und die Erweiterung morphologischer und syntaktischer Strukturen."

    BPL_Sprachbehinderte_online.pdf (bildungsplaene-bw.de), S. 14 und S. 16

    Ich bereite gerade meine Deutschstunde für meine Revision vor. Ich habe mich für ein Thema aus dem Bereich Rechtschreibung entschieden. Da bieten sich soviele Phänomene an und vielfältigste Möglichkeiten der Er- und Bearbeitung.

    Hättet du UB, Lehrprobe, Revision o. Ä. im Förderschwerpunkt Sprache, müsstest du zusätzlich zu deinem inhaltlichen Thema (Rechtschreibphänomen) ein sprachheilpädagogisches/sprachtherapeutisches Lernziel in den Unterricht integrieren (+ ggf. individuelle sprachliche Ziele für einzelne SuS). Insofern hilft das hier wenig weiter.

    Ich habe damals auch eine Maske getragen. Ich habe [...] dort meine Maske abgelegt.

    Was denn nun?

    Gemeinsamt mit zwei anderen Kolleginnen zu denen ich sowieso Kontakt habe. In diesen Moment wollte ich keinen Kontakt zu Dritten

    Wenn du mit zwei Kolleginnen warst, wart ihr doch bereits zu dritt?

    Ich darf also nicht entscheiden, bei wem ich eine Maske tragen möchte und bei wem nicht?

    Ich habe es so verstanden, dass du den hinzukommenden Kollegen aufgefordert hast, eine Maske aufzusetzen? Das ist doch etwas anderes als für dich selbst zu entscheiden.

    Ich glaube, das mit den Außenklassen gibt es nur in BaWü, Plattenspieler weiß das sicher.

    Ne, da kenne ich die Systeme der verschiedenen Länder nicht alle en detail.

    Ich weiß nur:

    1. Außenklassen heißen mittlerweile Kooperative Organisationsformen.

    2. Außenklassen Kooperative Organisationsformen werden nicht unter Inklusion gefasst. Die SuS verbleiben ja SuS des SBBZ (ehemals Sonderschule), bekommen Zeugnisse von dort und sind generell organisatorisch dort angebunden (auch was Gremien, Statistik usw. anbelangt). Das hat natürlich Vorteile, wie dass immer ein Sonderpädagoge da ist usw., du hast es ja auch als positiv wahrgenommen. Aber es ist eben nicht das, was im eigentlichen Sinne unter Inklusion zu verstehen ist und ist auch rechtlich nicht darunter gefasst.

    3. Der Umfang des gemeinsamen Unterrichts von Außenklassen Kooperativen Organisationsformen mit der Regelschulklasse kann sich stark unterscheiden. Ich kenne Varianten von 2 Stunden pro Woche bis fast die gesamte Stundentafel gemeinsam. Hängt auch vom Förderschwerpunkt ab, und natürlich von den beteiligten Personen vor Ort.

    erfahrene (!!!) Förderschullehrkräfte

    Wann gilt man denn als erfahren?

    Aberkennung des Fö- Status Lernen in Deutsch

    Kann man bei euch einen Förderbedarf nur in bestimmten Fächern haben? Das klingt imho etwas seltsam, aber vielleicht hast du es auch anders gemeint.

    IST DAS NORMAL?

    Ich denke nicht. Es muss doch irgendwelche nachlesbaren Rahmenbedingungen, Zuständigkeitsbereiche, Verantwortlichkeiten o. Ä. geben, oder nicht?

    Happy Birthday und auch von mir vielen Dank an Stefan und das Moderator:innenteam!

    Da die Seite

    primarlehrer.de

    erwähnt wurde, habe ich etwas darauf gestöbert und unter anderem folgende, aus heutiger Sicht amüsant anmutenden Warnungen gefunden:

    Zitat

    Achtung! Die Datei hat eine Größe von ca. 255 KB.

    Zitat

    Der Download ist allerdings etwas größer (500 KB) und kann unter Umständen etwas länger dauern.

    Zum Vergleich der Klassifikationen: ich verstehe es so, dass die aktuelle Forschung das Diskrepanzkriterium gar nicht mehr stützt und die ICD-11 es trotzdem noch vorsieht.

    Ok. Das verstehe ich. Wobei das Diskrepanzkriterium schon mindestens seit meinen Studienzeiten umstritten ist. Unter Sonderpädagogen vermutlich mehr als unter Psychologen und Medizinern - würde ich zumindest annehmen?

    Ich dachte, das würde das Vorgehen verändern. Mir war nicht bewusst, dass jemand bislang eine "Regression" berechnet.

    Das habe ich tatsächlich auf der von dir verlinkten Seite auch das erste Mal gelesen. Ich kenne bislang nur das Verfahren der "einfachen Differenz", wie es dort bezeichnet wird. Ich kann aber die Argumentation nachvollziehen, dass und warum das ungenauer sein soll.

    Ich weiß nicht, ob das Verfahren mit der Regression im medizinischen oder psychologischen Kontext schon weiter verbreitet ist.

    Da ich, wie gesagt, zwar die einzelnen Tests durchführe, aber keine medizinische Diagnose als Schlussfolgerung daraus ziehe, sondern eine solche medizinische oder psychologische Diagnostik höchstens empfehle und ggf. vorliegende Testergebnisse mitgebe, ist das ja auch nicht in meiner Verantwortung und tangiert mich insofern eher weniger, mit welchem Verfahren das dann errechnet wurde.

    IQ-Tests führen bei uns in der allgemeinen Diagnostik nur noch diejenigen durch, die dafür eine Fortbildung gemacht haben. Es wird nur dieser bestimmte Test zugelassen.

    Wir haben eine recht umfangreiche Sammlung von einfachen und eher eindimensionalen (meist nonverbalen) bis hin zu komplexeren Intelligenztest. Je nach Alter des Kindes, Fragestellung usw. finden auch durchaus unterschiedliche Tests Anwendung. Eine regelmäßige Fortbildung dazu ist natürlich sinnvoll notwendig.

    Wenn dich das Thema näher interessiert: Es gibt eine recht aktuelle Dissertation zum Einsatz von Intelligenztests durch Sonderpädagogen, die du hier als E-Book kostenlos herunterladen kannst: Die Anwendung von Intelligenztests im sonderpädagogischen Kontext - Eine empirische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Durchführungs- und Auswertungsobjektivität. Mit Online-Materialien - Torsten Joél | BELTZ

    Sehr interessant dabei sind die deutlichen bundeslandspezifischen Unterschiede, die der Autor herausarbeitet.

    Interessantes Thema. Die ICD-11 hatte ich bislang noch gar nicht im Blick. Für den deutschsprachigen Raum gibt es, so wie ich es sehe, bislang auch erst eine Entwurfsfassung?

    Inwiefern hat sich denn die Definition und Diagnostik von Schulleistungsstörungen in der ICD-11 verändert? Das doppelte Diskrepanzkriterium gab es doch auch schon in der ICD-10.

    Ich führe natürlich Intelligenz- und Schulleistungstests durch. Eine medizinische Diagnose, was die Teilleistungsstörungen bzw. kombinierten Schulleistungsstörungen sind, stelle ich natürlich nicht, sondern verweise Eltern bei Bedarf an die entsprechenden Fachstellen.

    Testtheorie/Teststatistik hatte ich durchaus im Studium. Aber natürlich nicht in dem Umfang und in der Intensität, wie es beispielsweise Psychologen lernen.

    Geht es dir um die Einführung des Sch?

    Da der TE explizit den Förderschwerpunkt Sprache nennt, ging ich eher davon aus, es ginge um die Therapie des Schetismus oder der Vorverlagerung.

    Aber in Klasse 1/2 fällt das ja oft geschickt zusammen bzw. werden die Buchstabeneinführungen generell auch für sprachtherapeutische Zwecke genutzt.

    In diesem Zusammenhang: Ich kenne das Buch nicht, aber bezüglich des Titels sollte man beachten, dass das [sch] hier in beiden Namen in einer Konsonantenverbindung vorkommt, was natürlich anspruchsvoller ist als ein isoliertes [sch] gefolgt von einem Vokal.

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