Der "klassische Lernbehinderte", z. B. durch Chromosomenanomalien entstandene Retardierung oder durch Alkoholmissbrauch in der Schwangerschaft und Aufwachsen in einer Pflegefamilie ist bei uns jedenfalls unterrepräsentiert.
Gibt es diesen 'klassischen Lernbehinderten' überhaupt oder gab es ihn je in nennenswerter Zahl (von der aus man eine 'Unterrepräsentation' errechnen könnte)?
Dass die SuS der L-Schule größtenteils aus soziokulturell und sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen kommen, ist ja schon immer so. Das diskutiert die Sonderpädagogik (L-Pädagogik) auch seit Jahrzehnten.
Festgestellte genetische Anomalien wirken sich in vielen Fällen so stark aus, dass die Kinder eher im G- oder K-Bereich zu verorten sind.
Oder wenn sie sich schwächer auswirken, dann kämpfen Eltern oftmals darum, dass ihr Kind an die S-Schule gehen kann oder, falls das nicht klappt, inklusiv an eine Grundschule oder Privatschule, jedenfalls keinesfalls an die L-Schule.
So meine Erfahrung.
Mag in Bundesländern, in denen L-, S- und E-Schulen teilweise zusammengelegt wurden (z. B. Bayern mit den DFK) anders aussehen. Das weiß ich nicht.