Beiträge von Sissymaus

    Erasmus+ Gelder sind ja nochmal ein Thema für sich... In NDS fragt die Behörde zum Ende eines jeden Jahres die Höhe der Bestände auf dem (selbstverständlich vorhandenen) Schulgirokonto ab. Wenn da ein 6-stelliger Betrag lagert, werden die sehr hellhörig. Die Sachbearbeiterin sagte dann, dass Projekte immer nur eine Laufzeit von einem Jahr haben dürften und nicht verbrauchte Restgelder am Ende des Jahres zurücküberwiesen werden müssten.

    So ist es eigentlich nicht. Die Gelder werden für einen längeren Zeitraum als ein Kalenderjahr und auch nicht im Januar ausgezahlt. Man muss eine Übertragung ins nächste Jahr zwar beantragen/anzeigen, aber sie muss gemacht werden. Das klappt auch ohne Probleme.

    Wobei diese Abhängigkeit nicht für jedes Kind schön ist. Gerade das schlechte Gewissen, bei jeder Ausgabe zu überlegen, was der Vater davon halten würde und der Druck, in der Regelstudienzeit fertig zu werden. Bei einer Freundin war das ständig Thema, da ist BAföG plus Job tatsächlich mal ein Vorteil.

    Mag sein. Ich habe das mit meiner Tochter hinreichend geklärt, dass sie solche Gedanken nicht haben muss. Und so wie meine Eltern das gemacht haben, wollte ich es nicht machen. Das hat mich ziemlich geprägt, dass ich so rechnen musste, als alleinerziehende Studentin. Ich stehe daher voll hinter unserem Weg, auch wenn einige hier das anders sehen.

    Was aber höchstwahrscheinlich nichts anderes ist als ein "offizielles Konto" auf den Namen des Schulleiters. Also auch kein schulischen Konto, sondern de facto Privatkonto des Schulleiters.

    (Btw: als ich letztens mal wieder nachgefragt habe, wie es mit einem Konto der Stadt aussieht, wurde mir gesagt, dass das aus steuerrechtlichen Gründen nicht geht. Also: ein Konto über die Stadt.

    Ne, es gibt auch kein schulisches Konto. Es gibt nur ein Konto des Schulträgers. Der muss dann dementsprechend die Gelder verwalten.

    Sobald Erasmus+-Gelder fließen, geht es absolut nicht mehr ohne. Die EU überweist nur auf Konten von Institutionen oder Schulträgern. Die müssen dann entsprechende Kostenstellen einrichten. Geht alles! Man muss den Schulträger dazu auffordern. Ich hab auch lange bohren müssen, aber irgendwann ging' dann auch. Alles andere wäre nicht möglich, da solche Gelder gern mal 6-stellige Beträge annehmen.

    Was möchtest du damit erreichen?

    Ich kann jetzt sagen, Gruß zurück, von jemandem dessen Eltern auf Unterhalt gepfiffen haben, mir nichtmal das komplette Kindergeld überwiesen haben, Bafög stand mir nicht zu. Jobs und irgendwann Studienkredit +Jobs haben mich durchs Studium gebracht.

    Und nein, ich hatte nicht die Muße meine sogenannten Eltern auf Unterhalt zu verklagen.

    Schön, wenn Eltern ihrer Pflicht nachkommen und es sich auch leisten können ihr Kind entsprechend zu unterstützen und dies sogar gerne tun. Es erleichtert vieles und vielleicht unterstützen irgendwann die Kinder ihre Eltern, wenn es notwendig ist (und dies muss ja nicht immer finanziell sein).

    Danke, so sehe ich das ebenfalls.

    An diejenigen, die hier meinen, 1000€ wäre zuviel für das Studierende Kind: Sagt ihr wirklich, hier hast Du 500/600/700, verdien Dir den Rest dazu? Obwohl damit lediglich die Wohnung und maximal das Essen bezahlt werden kann?

    Ich bin doch verpflichtet, mein Kind in der Ausbildung zu finanzieren. Wenn ich es nicht kann: klar, dann muss man andere Möglichkeiten suchen.

    Ich hab übrigens keine weiteren Kinder, weil ich genau das wollte: Mein Kind auskömmlich finanzieren, wenn es in der Ausbildung ist und ich wusste, dass ich mich doch dann irgendwann mal stark einschränken muss, wenn man das mit gleich mehreren machen muss. Dazu bin ich dann doch ein Stücken zu egoistisch.

    Das weiß ich doch vorher? Kollegin mit drei Kindern bekommt selbst in Niedersachsen deutlich mehr Bezüge. Den Luxus hat sonst niemand. Wenn ich normal arbeite, gibt es zur Geburt eine Aufmerksamkeit und das war es. Der Staat soll Familien mit Kindern unterstützen. Lieber mit Leistungen als mit Kindergeld. Aber der Versuch Beamte mit Kindern finanziell mit Beamten ohne Kindern gleich zu stellen geht nach hinten los.

    Ich habe als Single auch Mehrkosten. Wenn ich eine Kreuzfahrt buche, zahle ich deutlich mehr pro Person als als Paar. Bekomme ich da auch mehr Gehalt? Wenn ich eine Krankheit bekomme und Mehrkosten habe, bekomme ich dann mehr Gehalt? Wenn ich auf dem Land ein Auto brauche, bekomme ich mehr Gehalt? Wenn ich körperliche Einschränkungen habe und dadurch Mehrkosten, werde ich besser versorgt?

    Klar weiß ich das. Hab ich mich beschwert? Ich wollte erläutern, was das so kostet, wenn das Kind auswärts studiert.

    Natürlich habe ich zusätzlich die ganze Zeit mindestens einen, tws. mehrere Jobs gehabt, weil selbst der Baföghöchstsatz vorne und hinten nicht ausreichte.

    Und wir können es bezahlen und haben dafür plädiert, dass sie lieber schneller fertig wird, als mit Jobs das Studium in die Länge zieht. Wenn man sich ausrechnet, was 1-2 Semester längere Studienzeit kostet, muss man abwägen, ob sich der Job lohnt. Sie hat daher maximal ein paar Stunden in Jobs gearbeitet, die sie fachlich weitergebracht haben.

    Naja dann geh halt nicht nach München studieren. Oder wenn doch dann brauchst halt die Kohle. Da brauchst halt gut situierte Eltern die das leisten können/wollen.

    Meine Tochter hat nicht in München studiert. Sicher findet man auch ne Uni in Pusemuckel. Kannst Deine Kids gern hinschicken. Ich freue mich, dass wir uns das leisten können und habe ihr gern bezahlt, denn sie ist sehr fleißig und hat zügig studiert und nie überzogen viel Geld ausgegeben. Meine Eltern haben mich da kürzer gehalten, obwohl sie es konnten und das hat mich wirklich geprägt, dass ich jahrelang als alleinerziehende Studierende so sparen musste. Ich wollte nie, dass es meiner Tochter so geht.

    Ich wollte damit nur klarstellen, dass das normale Kosten sind, die bei einem auswärtigen Studium entstehen. Sie hatte ein Zimmer im Wohnheim und am Ende in einer WG.

    O. Meier Ich find es schade, dass Du Deine Beiträge immer löschst, wenn das Gegenüber eventuell nicht Deiner Meinung ist oder Dir nicht zustimmt. Vielleicht liest jemand anderes Deine Beiträge und nimmt sich davon etwas an. Ein Forum lebt ja auch von den Diskussionen, die es nicht gäbe, wenn wir alle gleicher Meinung wären.

    Oder gibts einen anderen Grund, warum Du deine Beiträge löschst?

    Das zahlt ihr alles? Auto? Urlaube? Wow.

    Ja. Die Bahnverbindung nach Hause ist unterirdisch. Nach einigen Malen, bei denen sie im Nirgendwo gestrandet ist, haben wir uns für ein Auto entschieden. Ist übrigens auch günstiger, als Bahn fahren.

    Ich wollte damit auch eher sagen, dass die 1000€ schon anfallen (können), wenn die Kinder nu nicht am Ort studieren. Auto und Urlaub ist sicher eher Luxus und wurde auch zum Teil durch Jobs finanziert.

    Wenn ich das generische Maskulinum verwende, dann meine ich Frauen auch nicht mit. Ich meine auch nicht-binäre Menschen nicht mit. Das generische Maskulinum meint alle, ohne das Geschlecht explizit nennen zu müssen, da wird niemand einfach mitgezogen. Das ist ja gerade der große Vorteil. Im Wort Lehrer gibt es keinen Bestandteil, der ausschließlich Männer meint.

    Mag sein, dass es grammatikalisch oder wie auch immer so ist. Bei Ingenieur oder Lehrer denke ich nicht an mich. Ich bin Ingenieurin oder Lehrerin.

    Ich sags mal so: Es ist schon ein nachvollziehbares Ärgernis, wenn der Staat eine bestimmte KLientel über jedes angemessene Maß hinaus materiell bevorzugt. Wobei sich "angemessen" definiert im Vergleich zum Umgang mit all jenen, die eben nicht zu dieser Klientel gehören, aber für diese Leistungen aufkommen müssen.

    Richtig, aber nützt es was, das Klientel anzufeinden oder sollte man sich einbringen in Verbände und Politik, um diesen Misstand zu beheben? Was genau können die Menschen in Düsseldorf mit 4 Kindern dazu, dass der Dienstherr das entschieden hat?

    Das wird, glaube ich, häufig vergessen, dass diese Zuschläge ja auch wieder wegfallen, sobald das Kind die Schule/Ausbildung beendet hat, genauso wie das Kindergeld.

    So ist es. Und die Kinder sind womöglich noch nicht fertig mit der Ausbildung. Die letzten 2 Jahre waren mit der Großen bei uns richtig teuer. Dafür hätte ich mir einen Kleinwagen leisten können.

    Also: Wer aus finanziellen Motiven Kinder bekommt, hat nicht ansatzweise auf dem Schirm, was das bedeutet. Ich kapiere null, was diese Diskussion schon wieder soll. Es gibt Lebensentscheidungen, die gewissen Vorteile mit sich bringen, aber deswegen bestimmte Dinge zu tun, ist doch völliger Humbug. Was passiert, wenn die nächste Landesregierung diese Zuschläge anpasst oder streicht, weil jemand geklagt hat? Kinder wieder weg? Wegziehen aus Düsseldorf, wo man ggf seinen Lebensmittelpunkt hat?

    Also: Ich bin Beamtin: schön, denn da bekomme ich extra Geld für meine Kinder und meinen Mann. Bin ich deswegen aus der Industrie in den ÖD gegangen? Nein! Und ich hätte wegen der absurden Zuschläge auch nicht noch 2 Kinder bekommen und wäre nach Düsseldorf gezogen.

    Ja, die Familie in Düsseldorf mit 4 Kindern hat womöglich mehr Kohle auf dem Konto als ich. Das haben auch viele, die geerbt haben. Hab ich alles nicht. Ich schaue auf mich. Ich effektiviere meine Arbeitszeit, das das NOCH geht im Lehrerberuf. Damit kann ich gut leben. Und bis das geändert wird, bin ich in Pension. Ich bin auch nicht wegen der Kohle A15 geworden. Sondern wegen der größeren Entscheidungsbefugnis und Einflussnahme auf meine Arbeitsumgebung.

    Also: Der ÖD hat keine Leistungsanreize. Das war schon immer so und wird sich in naher Zukunft auch nicht ändern. Warum diskutieren wir schon wieder darüber?

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