Beiträge von Sissymaus

    üblich ist gar nichts, das wirst du dann sehen wo du landest. Ich würde mich eher darauf einstellen, dass du überall eingesetzt werden kannst und auch Dinge unterrichten musst, mit denen du noch nie zutun hattest. Auch in Berufen außerhalb von Wirtschaft (eben der wirtschaftliche Anteil). Im "schlimmsten" Fall auch was ganz anderes fachfremd.

    Stimmt. Ich hab auch schon Politik unterrichtet. Und Deutsch.

    Ich kenne mich nicht mit dem Bereich Wirtschaft aus, da müsste Humblebee was sagen können.

    Aber auf den Bereich Maschinenbau übertragen würde ich vermuten, dass man grundsätzlich erstmal für alle Themen in Frage kommt. Das hängt dann auch davon ab, an welcher Stelle Mangel herrscht. Man muss sich dann ggf. in Themen einarbeiten. Ich hab zB aus meinem Studium und der Berufstätigkeit kein CNC gekannt und auch keine Automatisierung. Beides hab ich aber schon unterrichtet.

    Sissymaus okay das klingt alles plausibel und nachvollziehbar. Die Erfahrung macht es wahrscheinlich einfach aus. Aber das lernen „normale Lehramtsstudenten“ ja auch nicht und fangen im Ref von vorne an.

    Ja, das ist wohl so und beobachte ich bei den LAAs auch.

    Ich denke gerade mit Kindern muss man auch immer schauen, was ist die Alternative. Und in der Wirtschaft war es für dich bzw mich wahrscheinlich auch oft schwierig Zeiten abzudecken oder auch anstrengend, wenn auch ganz anders

    Grundsätzlich ist es für mich in der Schule einfacher gewesen, als in der Industrie in einem männerdominierten Bereich. Aber: bitte nicht auf das Märchen der Familienfreundlichkeit in Schule hereinfallen. Wenn Du nämlich nicht eine Schule erwischt hast, die Dir da entgegen kommt, kann das Ganze auch nach hinten losgehen. Dann ist es nur in den Ferien ein Vorteil. Es gibt Schulen, die jeden Monat eine Gesamtlehrerkonferenz haben (das ist in NRW zB eine verpflichtende Konferenz für alle), wöchentliche Teamsitzungen, Fachkonferenzen, vielen außenunterrichtlichen Kram etc.

    Teilzeit ist eigentlich immer ein Minusgeschäft. Ich rate daher immer dazu, nicht zu reduzieren. Es gibt dazu einfach zu viele unteilbare Aufgaben.

    Ach ja: Fachlich musste ich auch am Anfang sehr viel und nun jedes Jahr immer ein bißchen nacharbeiten. Ich hab zwar selbst eine Ausbildung, aber wenn man in anderen Berufen eingesetzt wird, muss man sich das dann erstmal aneignen. Und insgesamt hab ich nahezu jedes Jahr einen Kurs, den ich noch nie gemacht hab --> das erfordert dann immer neue Vorbereitung.

    Manche nervt das. Mich nicht, so bleibt man fit.

    Sissymaus vielen Dank! Ich habe auch Tutorien gehalten und das hat mir echt Spaß gemacht.

    Hut ab, dass du das alleinerziehend durchgezogen hast.

    Darf ich fragen, was das schwierige war? Mein Studium ist ja nun mehr als 10j her, etwas Bammel habe ich natürlich, aktuell kann ich gerade gar nicht einschätzen, ob es mir was ausmacht, vor so vielen Leuten zu stehen und auch fachlich müsste ich mir schon nochmal Sachen anschauen (Praxis und Theorie fällt ja schon etwas auseinander). Wie alt warst du und wie war das bei dir so?

    Naja, es ist einfach was völlig anderes, den Anforderungen in Schule gerecht zu werden, als an der Uni.

    Meine Schwierigkeiten waren folgende:

    • Fehlende Anleitung im Unterricht ("Mach einfach so, wie Du denkst"), aber auch insgesamt: Wann Scheibe ich eine Klausur, was muss alles ins Klassenbuch, wie verfährt die Schule mit Konferenzen, welche gibt es, welche muss ich besuchen......(Liste unvollständig)
    • Fehlendes Classroom-Management. 30 Schüler einer Metall-Klasse haben mich an den Rand des Wahnsinns gebracht, weil ich die Routine nicht hatte und keine Strategie gegen Unterrichtsstörungen etc

    Ich war da einfach kein Naturtalent und hab im ersten Jahr gedacht, dass ich nicht geeignet bin für den Job. Aber dann ging's besser und heute würde ich von mir behaupten, dass ich im Unterricht ganz gut bin. Man benötigt einfach Erfahrung.

    Auch das Ref war anstrengend für mich, aber auch sehr lehrreich.

    Ich würde es auch wieder machen, aber es hat mich schon altern lassen.

    Ich frage mich bei der Inklusion Körperbehinderter (klassisch: Schüler im Rollstuhl) immer, wie wir die evakuieren sollen, wenn der Fahrstuhl nicht benutzt werden darf?

    Dafür gibts extra Tragesitze. Wie im Krankenhaus auch.

    Ich hab schon im Studium Kurse für Studierende gegeben, daher wusste ich, dass mir das Spaß macht. Dann war ich alleinerziehend und in der Industrie in meinem Bereich (Maschinenbau) sah es mit Stellen, die sich mit meinem Status als Alleinerziehend vereinbaren ließen, schlecht aus. Irgendwann hat meine Mutter vom Seiteneinsteiger-Programm gelesen und ich habs gewagt und nie bereut.

    ABER: Es war die ersten Jahre auch echt hart, da ich nicht die jüngste war und mich auch anfangs schwer getan habe.

    Das hatte ich nie behauptet. Aber die Arbeitszeit, die das Einscannen braucht, habe ich "outgesourced". Das ist mir die paar Eumel wert. Bei 2-3 Belegen wäre der Aufwand ja erträglich. Aber im Alter kommt mehr zusammen. Um die BRE musste ich mich nie sorgen. Die Debeka berücksichtigt das direkt.

    Einscannen dauert genau 20 Sekunden inklusive abschicken. Für 10 Rechnungen benötige ich vielleicht 3-4 Minuten. Eintüten mag schneller gehen, aber Porto kaufen und zur Post bringen ist doch dabei nicht berücksichtigt. Und ein Nachweis, was Du alles abgeben hast, fehlt auch.

    An welcher Stelle genau ist Deine Methode besser? Ich verstehe es nicht.

    Es sei denn, Du willst einfach nur Recht haben. Dann bleib gern dabei. Weniger Geld auf dem Konto hast Du trotzdem, auch wenn es für Dich Kinkerlitzchen sind.

    Sissymaus , kontrollierst du den Eingang der Zahlungen irgendwie systematisch? Also wenn etwas nicht übernommen wird, sieht man das ja gleich. Aber ich hab manchmal Sorge, dass ich nicht mitbekomme, wenn die Beihilfe einen Fehler machen sollte.

    Ja, ich hab ne Excel-Liste, die direkt den zu erwartenden Betrag der Beihilfe und PKV auflistet. Aber theoretisch bräuchte ich das nicht, das weist der Beihilfebescheid auch aus.

    Die Versandkosten sind berufsbedingte Werbungskosten. Ob das Abfotografieren und Senden mehr oder weniger Zeit in Anspruch nimmt als das Eintüten? Bei den Summen, die bei euch Jungchen zusammenkommen, kann man vielleicht verschmerzen, wenn mal ein Beleg nicht ersetzt wird, weil er verschütt' ist. Im Alter kommen da schon andere Summen zusammen. Da sind die Kosten für ein Einwurfeinschreiben Kinkalitzchen. Und ja - Kopien werden von der Beihilfe sowieso anerkannt und für die KK kann man es bei Streitfällen mit der Beihilfe verifizieren. Tricksereien wären sowieso nicht ratsam. Als Beamter bekommt man straf- UND dienstrechtlich eine ins Genick, wenn man bescheißt. Das tut doppelt weh. Daher lässt man das besser bleiben. :aufgepasst:

    Was soll das denn mit "Jungchen" und der Behauptung, nur Du hättest "Sümmchen" zu tragen? Woher genau weißt Du, was ich für Kosten habe? Die Abrechnung mit 3 Personen ist sehr aufwändig, erst Recht, wenn was chronisches dazukommt. Ich "verschmerze" sicherlich keinen einzigen Betrag. Ich reiche ALLE Rechnungen bei der Beihilfe ein. Warum sollte ich das tun? Und warum sollte ich weniger gewissenhaft sein, weil ich digital einreiche? Warum bist Du immer so überheblich?

    Deine Rede mit den Werbungskosten ist ja immer ganz nett, aber ich habe nullkommagarkeine Kosten für Porto, während Du das bezahlst, auch wenn Du einen Teil davon zurückbekommst. Ich schätze, von dem Betrag, den Du jährlich aufbringst, kann ich einmal im Jahr mit meiner Familie essen gehen.

    an den TE: Ich mache es so: In einer Tabelle trage ich jede Rechnung ein und lege sie in eine Mappe. Wenn ich einen Wert X zusammen habe oder wenn ich nicht in Kürze eine weitere Rechnung erwarte, nehme ich die Mappe und reiche sie bei der Beihilfe ein per App). Gleichzeitig reiche ich die Kinder bei der PKV ein (ebenfalls per App). Sobald meine Tabelle den Wert Y erreicht hat (BRE überschritten), reiche ich alles bei der PKV ein. Aber alles mit der App. Dauert nur ein paar Minuten.

    Alle Rechnungen behalte ich mindestens 5 Jahre im Ordner und dann schmeiße ich sie weg, wenn die Ordner voll sind.

    Man muss die Belegsammlung zweimal "fotografieren", da man sie nicht einfach von einer zur anderen App schicken kann. Geht das - nur mit diesen Apps - vielleicht auch anders?

    Dafür hab ich auch keine Lösung. Macht mir aber auch nichts aus. Ich reiche erstmal nichts bei der privaten ein, bis ich über der BRE bin. Und beim Kind sammele ich ne Weile, so selten, wie der zum Arzt geht.

    Und die ganzen Kosten für die Einwurfeinschreiben 🫣 das summiert sich ordentlich

    Zusätzlich hab ich auch den Nachweis, was ich alles verschickt hab. Das fehlt mir beim Einschreiben


    App-Nutzung ist so praktisch. In nrw endlich auch mit dem Empfang des Beihilfebescheides in der App.

    Meine Schule kennt das mit den Doppelbesetzungen nicht und wir haben genug Bedarf, dass jede zusätzliche Vertretungsbereitschaft eine echte Entlastung ist.

    Das unterscheidet das BK von anderen Schularten. Wir haben Klassen, die eine Doppelbesetzung unbedingt benötigen. Das ist für alle Beteiligten super. Zb in Klassen für Geflüchtete. Hier sind Schüler*innen drin, die noch nie in einer Schule waren, also alphabetisiert werden müssen. Wie soll das eine Lehrkraft im Klassenverband leisten können?
    Oder Klassen mit SuS Förderschwerpunkt geistige Entwicklung.


    Edit: Das mit der Vertretungsbereitschaft gibts wirklich nur, wenn weniger als 4 Wochen überbrückt werden müssen oder bei Lehrkräften, die wie oben beschrieben nicht eingesetzt werden können aufgrund Fächern oder anderen Einschränkungen.

    Heißt das aber im Umkehrschluss, dass ein Kollege (viele) eine Klasse 4 Wochen vor den Sommerferien abgibt, dafür Minusstunden (oder weniger Mehrstunden, falls es Überhang war), obwohl er das komplette Halbjahr die Arbeit gemacht hat, die Korrekturen sicher abgeschlossen sind, usw?

    Wir haben in vielen Klassen zu wenig Stunden, daher bekommen diese Klassen zusätzliche Stunden. Dann eben Doppelbesetzungen in Klassen, die das benötigen und so weiter. Keiner muss eine Klasse abgeben.

    aber darauf spekulieren, für 3-4 Wochen keinen VZ-Stundenplan zu bekommen - tun sie auch nicht)

    Und ob sie den bekommen. Jedenfalls bei uns.

    Interessiert mich, ob dem stattgegeben wird. Ich schwanke zwischen dem Gefühl. dass das gar nicht geht (geht ja zu Lasten aller) und dass es ok ist, weil ggf. nicht verboten. Ich finde ja, es gibt genug Schlupflöcher für Menschen mit unfassbar viel Geld, da wird nichts gemacht. Hier wird ggf. das Elterngeld (das seit 2007 nicht erhöht wurde) maximiert und es kommt einer Familie zugute.

    Trotzdem hab ich gemischte Gefühle, weil meine Eltern mir immer das Gefühl gegeben haben, dass Zuwendung aus sozialen Kassen nur in den allerletzten Notfällen in Anspruch genommen werden darf. Und ich auch im Umfeld Leute sehe, die durch Unwahrheiten Pflegegeld abgreifen etc.

    Interessiert mich, wie es weitergeht Valerianus halt uns gern auf dem Laufenden

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