Beiträge von Sissymaus

    bei uns wird man doof angeguckt, wenn man nicht minütlich up to date ist, aber sie wissen, dass sie es nicht verlangen dürfen ohne dienstgerät.

    Dann guck doch mal doof zurück. Oder sag: meine privaten Geräte darf ich dafür nicht benutzten. Womit soll ich nun das „up to date“ erreichen?

    Das würde an mir abperlen wie Wasser an Entenfedern.

    Wolfgang Autenrieth Das ist genau das Problem: Es wird dann gesagt, dass das ja nicht alle so handhaben müssen.

    Nein, müssen sie nicht, weckt aber Erwartungen. Diese würden gar nicht erst entstehen, wenn es KEINER machen würde. Idealerweise hättest Du damals gesagt: Ich kann nicht mit Eltern auf Klassenfahrten kommunizieren, weil ich kein Diensthandy habe.

    Ist wie bei "Aufgaben schicken, wenn man krank ist". Es machen x % und damit sind die y%, die es nicht machen, unter Druck.

    Langsam ändert es sich ja, aber sehr langsam. Und Deine Ausführungen sind dabei eben nicht hilfreich, weil Du das Unrecht gar nicht einsiehst, sondern es als Unvermeidbar hinstellst.

    Ich finde es wirklich fürchterlich, wenn private Dinge mit dienstlichen vermischt werden und das dann auch noch so klingt, als wären alle anderen Querulanten, weil sie das nicht ebenso handhaben.

    Diese Selbstverständlichkeit, dem Dienstherrn Geld zu schenken, muss endlich mal aufhören. Wenn von mir gewünscht ist, dass ich mit wem auch immer dienstlich telefoniere, dann gib mir ein Diensthandy! Ansonsten schreib mir ne dienstliche Mail, die ich in der Dienstzeit auf meinem Dienstgerät abrufe und ich rufe zurück, wenn ich in der Schule bin und Zeit dafür habe.

    Ich stelle meinem Dienstherrn auch keine Privaträume zur Lagerung von Zeug zur Verfügung. Ist es gewünscht, dass ich Wackelaugen im Unterricht benutze, kauft das Sekretariat diese und lagert sie in der Schule. Ich hole mir welche ab, wenn ich welche benötige.

    Wir sind ein Lehrerhaushalt. Grund- und Werkrealschule. Alle Klassenstufen von 1-10, (fast) alle Fächer. Ohne Bibliothek und Materialregalen im Keller ginge das nicht. Da stapelt sich alles - von Wackelaugen über Bücher und Arbeitshefte bis zu Arbeitsbeispielen für den Technikunterricht, Gitarremechaniken für den Bau von Instrumenten und Arduinos für "Steuern und Regeln". Sowie ein gut gefüllter Chemikalienschrank - den ich jedoch für meine Hobbies "Radierung und Edeldruckverfahren" - und für "Cyanotypie in der Schule" benötige.
    Ein Schreibtisch in der Schule wäre für uns zu wenig.

    Schön, dass ihr dem Dienstherren Geld schenkt, indem ihr Privaträume für die Lagerung der Schulsachen zur Verfügung stellt. Daraus abzuleiten, dass alle KuK das zu tun hätten, kann man natürlich nicht. Macht aber wie immer die Preise kaputt und sogt dafür, dass sich nichts ändert.

    Ich hab ein paar Bücher zuhause stehen, aber auch die trage ich nach und nach in die Schule, wo sie hingehören. Neue Auflagen gibts nur noch digital.

    Ich hatte einen deutlich ungeraden Weg ins Lehramt, so wie viele in der Berufsbildung. Dort machen ungerade Lebensläufe den Löwenanteil aus. Also: den einen Weg gibts nicht. Und gerade in der letzten Zeit, wird es immer mehr vereinfacht, ohne Lehramtsstudium Lehrkräfte zu gewinnen. Dann gehört natürlich eine weitere Qualifizierung dazu.

    Ich finde, dass nrw da schon einen guten Weg mit OBAS gefunden hat. Ob das in der Grundschule reicht, bezweifle ich zwar, aber für sek II ist das ein absolut guter Weg für alle Beteiligten.

    Ich hab es übrigens nicht als Spaziergang empfunden, aber als Horrorzeit hab ich es nun auch nicht in Erinnerung.

    Das mit der Fertigpizza ist gut. Wie hättet ihr die denn holen wollen? Im Norden ein Höhenzug mit Naturschutzgebiet, im Süden ein großer Fluss und dazwischen ein 1km breiter Streifen mit einer auf 20km zugeparkten Bundesstraße in Ost-West-Richtung. Rund um die Grundschule knapp 50 Häuser. Das war es.

    Pizzataxi kommt doch auch nicht durch und ihr müsstet schon 2x 10km laufen, um Pizzen aus dem Supermarkt zu holen.

    Dann eben keine Pizza. In dem paar Stunden wäre auch keiner verhungert.

    Es war eben eine scheiss-Aktion, wenn sie denn so stattgefunden hat. Wäre das mein Kind gewesen, hätte ich das im Nachhinein noch zur Sprache gebracht.

    Bei uns war übrigens nix bis auf einen kleinen Zug an unserer Schule vorbei. Wir haben das Spektakel angesehen. Es dauerte 10 Minuten.

    Schüler waren nahezu alle da, außer 2 aus dem Hochsauerland.

    Der Sohn ist ins Sauerland zur Klassenfahrt. Ohne Probleme.

    Ist also örtlich sehr unterschiedlich.

    Ich finde, dass man durchaus seine persönliche Situation anlegen darf.

    Für jemanden mit einem abbezahlten Haus sind A14 auch anders einzuordnen, als fit jemanden der gerade frisch gebaut hat.

    Die Bank guckt sich auch sehr genau an was du für Fixkosten individuell hast, wenn du einen Kredit aufnehmen willst.

    Warum ist hier der Individuelle Bezug unseriös.

    Keiner wird gezwungen, über seine Verhältnisse zu leben. Deswegen einen Anspruch an den Dienstherren zu stellen, besser bezahlt zu werden, weil man ein altes Haus saniert, ist völlig unlogisch. Ich passe meine Wohnsituation durchaus an meine finanziellen Möglichkeiten an.

    Ja, wir haben beide ein halbes Jahr zurückerstattet bekommen.

    Was mich ärgert ist, dass die Evalution gar nicht erst dahin geht zu erkennen, wo die Fehler liegen oder wie sie ausgebessert werden können. Meine Kollegen haben nicht selten Schwierigkeiten Fehler der Personalstelle "auszufechten". Das kostet viel Zeit. Dort herrscht absoluter Personalmangel und man arbeitet oft analog mit Aktenordnern, sodass "Mann" gar nicht in der Lage ist, die Qualität zu bringen. Das war auch die Aussage eines Mitarbeiters am Telefon.

    Mich stört auch, dass GEW, Schulaufsicht und Personalrat zu diesen Umständen schweigen.

    Übrigens gibt es offensichtlich mehrere Urteile, durch die hervorgeht, dass eine Mehrvergütung auch noch Ablauf der 6 Monate von der Personalstelle zurückgefordert worden ist.

    Für mich ist das alles nicht verständlich oder anders: Ich kann kein Verständnis entwickeln. Deswegen versuche ich es wenigstens.

    Wenn du Rechtsschutz versichert bist: wende dich doch mal an einen Anwalt. Vielleicht bringt es ja was.

    Bei mir wurde mal der falsche Familienzuschlag gezahlt. War mir auch nicht aufgefallen, da ich vorher Angestellte war und dann auf der Abrechnung Stufe 2 stand. Da wir da noch zwei berechtigte Kids hatten, hab ich das nicht weiter geprüft. Es fiel dem LBV auf, als das große Kind 18 wurde und die Berechtigung für das Kindergeld geprüft wurde. Es wurden dann alle 16 Monate nachgezahlt.

    Seitdem prüfe ich meine Abrechnung immer. kleiner gruener frosch das würde ich an deiner Stelle daher immer machen.

    @TE: blöd für dich. Musst du wohl unter Lehrgeld verbuchen.

    Zum Gedankenexperimemt:

    Für wesentlich weniger Geld würde ich den Job nicht machen. So wie es aktuell ist, passt es für mich.

    Ein ordentlicher Lottogewinn, bei dem ich theoretisch nicht mehr arbeiten müsste, würde mich erstmal nicht vom arbeiten abhalten. Ich würde viel Outsourcen: Garten, Wäsche, kochen, einkaufen… ich mag einen geregelten Tagesablauf.

    Und irgendwann würde ich reduzieren und mir nach und nach mein Näh-Label ohne Druck weiter aus-und aufbauen. Und dann ganz aussteIgen. So lange muss ich ja auch nicht mehr.

    Wenn ich die Antworten auf meinen Betrag lese, dann könnte man meinen, dass die voraussetzungslose Teilzeit ganz abgeschafft werden könnte, weil ja selbst Lehrer größtenteils der Meinung sind, dass die Gesundheit bei voller Stelle nicht mehr gefährdet ist als bei jedem anderen Job.

    Schön, dass es euch allen so gut geht.

    Was genau ist denn an einem Lehrerjob so gesundheitsschädlich? Ich wiederhole gern mein Mantra: Arbeitszeit tracken, Pareto-Prinzip anwenden, effektives Zeitmanagement anwenden, Prioritäten setzen, konsequent Feierabend machen, wenn Zeit erreicht und/oder Akku leer, Wochenenden frei nehmen

    Und und und..

    Ich sehe da wirklich viele Berufsgruppen, die weitaus mehr gefährdet sind, durch Arbeit krank zu werden.

    Mein Mann jedenfalls, telefoniert in jedem Urlaub ständig beruflich. Der grenzt sich nicht ab und ist sehr viel mehr burnout-gefährdet als ich. Ich hab immerhin eine 5-6 Woche Auszeit im Sommer und alle 6-10 Wochen wieder eine kurze Auszeit.

    Von den ganzen Leuten mit körperlicher Arbeit spreche ich jetzt mal gar nicht.

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