Ich finde die Arbeit daheim anstrengender, als mich im Unterricht zu entspannen.
Ich ebenfalls, daher hab ich nie verstanden, warum so viele Frauen so gern so lange zuhause bleiben bzw. nicht in Betracht ziehen, dass der Mann einen Teil dieser Arbeit übernimmt. Diese ätzende, nie enden wollende Hausarbeit! Furchtbar!
Das sehe ich generell auch als Problem, es betrifft aber nicht automatisch nur Frauen.
Wo steht, dass Frauen diejenigen sind, die sich zwischen Kindererziehung und Arbeit entscheiden müssen? Frauen sind nicht qua Geschlecht irgendwie besser geeignet, um häusliche Arbeiten zu erbringen oder aus irgendwelchen anderen Gründen alleine für die Kinder zuständig. Das ist eine Entscheidung, die Frauen bzw. Partner treffen.
Weil viele Frauen gar nicht auf Idee kommen, dass es anders gehen könnte. Weil das eben die Gesellschaft so vorlebt. Und es gibt auch immer "gute" Gründe dafür, das so zu machen (Mann verdient mehr, Stillen, ...). Langfristig schadet das der Frau erheblich.
Ich bin nach meinem Maschinenbau-Studium übrigens als Alleinerziehende in den ÖD gegangen, weil ich das sonst nicht anders hinbekommen hätte. Die Jobs in der freien Wirtschaft in diesem Bereich sind sehr Männerlastig. Da wäre es sehr viel schwieriger geworden mit berechenbaren Arbeitszeiten. Ich habe also den schlecht bezahlten Job im ÖD genommen, während meine Mit-Studierenden gehaltsmäßig ruckzuck enteilt sind.
Bin ich daran also auch selbst Schuld?
Das ganze ist übrigens über 20 Jahre her. Ich hatte einen von 3 U3-Plätzen für meine Tochter in unserer Stadt (ca. 60.000EW zu dem Zeitpunkt). Ich hoffe so sehr, dass meine Tochter das bald anders erleben darf, wenn sie mit dem Studium fertig ist!