Der Preis, den meine Familie und ich für diese Ausbildung bezahlt haben, ist zu groß. Vielleicht ist es in ein paar Jahren anders. Aber momentan ist das mein Statement dazu. Ich stehe kurz vor der Scheidung - mein Mann hat keine Lust mehr eine Frau zu "haben", die faktisch nur am Schreibtisch sitzt und jedes Jahr sagt, dass es besser wird. Es wird aber nicht besser. Welcher Job ist das wert? Der jetzige wohl kaum.
Nein. Auch da gebe ich Dir Recht. Hier haben aber so viele Dir schon geraten, Dich zu professionalisieren, Distanz zu bewahren, Emotionen rauszunehmen. Es geht doch nicht jeder hier am Stock. Ich habe Quereinstieg gemacht mit 1-jährigem Sohn und 12-jähriger Tochter und Mann wochenlang im Ausland. Ich weiß also auch, was das für einen Stress bedeutet. Aber danach muss man zusehen, dass man aus der Spirale rausfindet. Nur hab ich bei Dir immer das Gefühl, dass Du keinen Ratschlag annehmen willst, sondern nach Gegenargumenten suchst, warum das jetzt nicht geht oder doof ist oder der Tippgeber keine Ahnung hat. Irgendwann muss man sich fragen, ob man nicht selbst der Geisterfahrer ist.
Nur wegen der Ferien die Ehe aufs Spiel setzen? Du hast gewechselt wegen der Familie, die nun leidet? Da stimmt doch etwas nicht.
Und wenn der Job wirklich nichts für Dich ist, weil Du Dich zB nicht abgrenzen kannst, dann ist das eben so. Du warst nicht die Erste. Dann sollte man sich das aber lieber eher als später eingestehen und die Reißleine ziehen. Am Ende hast Du eine kaputte Ehe und ein frustriertes Kind und bist womöglich krank.