Beiträge von Sissymaus

    Dein Lebenslauf ist aber ein anderer und hatte auch einen kleinen Umweg. physik_ist_toll ist geschätzt noch nicht mal raus aus der Schule und spekuliert schon mit einer Rückkehr.

    Das trifft auf mich, aber nicht unbedingt auf meine KuK zu, die gezielt gefragt haben, was ich gemacht hab und dank dualem Studium während der Ausbildung und anschließendem Quereinstieg 2 Jahre später Kollegen an unserer Schule waren. Da ist die Zeit des Studiums des TE doch länger.

    Ich bin an meiner ehemaligen Schule. Genauso wie viele andere Kolleginnen und Kollegen auch. Ich sehe da kein Problem. Hatte nie das Gefühl, dass ich nicht ernst genommen wurde. Mittlerweile bin ich Abteilungsleiterin. Ich habe übrigens den Quereinstieg nur gemacht, weil ich so gute Erinnerungen an meine Schulzeit hatte.

    Das ist richtig. Die Belastung ist schon enorm. Es gehört auch dazu, sich ein bisschen anzupassen und das, was Fachleiter vorschlagen, einfach mal anzunehmen und auszuprobieren. Ich habe das mit jedem Ratschlag getan und für mich selbst entschieden, ob das zu mir und der Lerngruppe passt oder nicht.

    Natürlich gibt es auch völlige Flachpfeifen, die gibts überall. Trotzdem sind das Leute, die immerhin schon lange unterrichtet haben. Da darf man auch gern mal glauben, was die sagen. Vieles sieht man auch erst Jahre später, wenn man selbst schon länger im Beruf steht. Da merkt man plötzlich, dass da einiges doch richtig war, was die gesagt haben.

    Es ist auch ein großer Aufwand. Ganz klar. Ich habe mega viel gearbeitet. Viele Wochenenden durch. Immer in den Ferien. Ich hab es auch erst ungefähr nach der Hälfte kapiert, was die von mir wollten und hab mich zu Beginn doch etwas schwer getan. Aber am Ende hatte ich einen sehr guten Abschluss und habe sehr viel gelernt.

    Wichtig wäre vllt noch zu erwähnen, dass man mit Nichtbestehen von OBAS aus dem Schuldienst raus ist. Zumindest für die Schulform auf der man OBAS macht

    Ich meine sogar, dass man dann in allen Lehrämtern keine Chance mehr hat. Muss man nicht versichern, dass man nie endgültig durchgefallen oder als nicht geeignet beurteilt wurde?

    Die Gefahr ist natürlich da, jedoch muss man dann auch dazu sagen: Bisher habe ich bei den Leuten, die 2 Mal nicht zur Prüfung zugelassen wurden oder durchgefallen sind, eine grundsätzlich Eignung gesehen. Da haperte es an so vielen Punkten, dass die Nicht-Zulassung und das Scheitern in der UPP schon gepasst haben. So hat man die betreffende Lehrkraft und auch die Schule geschützt, denn keiner der Beteiligten wäre glücklich geworden.

    Das Risiko kann man also getrost eingehen und wenn man scheitert, kann man es als Richtig ansehen.

    Dazu gehört es für mich (und viele andere auch), dass ich Kontakte vermeidet, möglichst zu Hause bleibt und eine Maske trage, wenn ich positiv bin. Ebenso teste ich mich freiwillig, wenn ich einen kritischen Kontakt habe oder ins Pflegeheim gehen. Wenn das alle machen würden, würde uns das viel ersparen. Ich wasche mir sogar die Hände nach dem Toilettengang.

    Nun, ich mache es anders:

    Kontakte vermeiden und möglichst zu Hause bleiben --> Nein danke! Ich bin gern unter Leuten. Ich freue mich so, dass die Zeit vorbei ist, an dem ich bei Geburtstagen zählen musste, wieviele kommen dürfen und an denen Konzerte, Feiern etc ausgefallen sind. Nur weil Du gern allein und zu Hause bist, wirf mir nicht Querdenken vor!

    Den Rest mache ich natürlich auch, aber ich teste mich nicht anlasslos bzw. ohne Symptome. Und stell Dir vor: Hände waschen mache ich auch regelmäßig. Verrückt, ich weiß. Hab ich übrigens auch schon vor Corona getan.

    Ja das war bisschen melodramatisch, man hat ja nicht täglich einen langen Tag plus Konferenz plus Elterngespräche.

    Mir kommt es so vor als würde er sich von jeder Seite einspannen lassen und statt nein zu sagen reagiert er mit Reduktion auf 70%.

    Ja, da hast Du wohl recht. Und durch solche Sachen werden sich die Arbeitsbedingungen nicht ändern. Ich würde jedenfalls kein Geld an meinen Dienstherren verschenken. Ich werde für 41 Stunden pro Woche bezahlt und mehr arbeite ich auch nicht. Dabei ist es egal, welche Besoldungsstufe ich habe.

    Nach 5 Monaten wird Dir sicher keine Verlängerung aufgedrückt, oder um welches BL geht es?

    Ich schließe mich den Vorrednern an: Frage konkret einzelne Punkte nach: Was genau hab ich da falsch gemacht? Können Sie mir eine Möglichkeit nennen, was ich stattdessen besser hätte tun sollen? Wo kann ich noch weiter nachlesen, um mich zu verbessern? etc etc.

    Also manches ist aber auch hausgemacht:

    Nach dem Sport die Halle fit machen: erledigt man das nicht gemeinsam mit den SuS?

    Fachfremd Sport? Gibts in NRW nicht! Ist das überhaupt erlaubt?

    Jeder Tag ist sicher nicht so voll, also kopiere ich an den Tagen vor, wenn man kein LMS hat und digital hochladen kann.

    Laute Klassen, wenig Pause: Ja, das schlaucht und ich finde auch, dass man einen 9 Stunden-Bürotag gut mit einem 8 Stunden-Unterrichtstag vergleichen kann, wobei der Bürotag je nach Art der Arbeit auch echt chilliger sein kann.

    Wenn man dann auf der anderen Seite liest, dass anscheinend Corona selbst auf Intensivstationen nicht als problematisch angesehen wird

    Nun, die sollten es wissen. Warum dann manche immer noch Panik schieben, erschließt sich mir nicht. In meiner Welt ist das auch kein Thema mehr. Manchmal hört man: Der und der ist krank, hat Corona. Bei den meisten hört man einfach nur: ist krank. Reicht mir auch.

    Dann kann der Kollege den Abendunterricht oder den Berufsschulunterricht nicht mehr machen. Berufsschulunterricht ist oft so speziell, dass es da keinen Ersatz gibt, also wird wohl die Abendschule dran glauben müssen.

    Solche Schüler haben wir auch. Allerdings erscheinen die auch bei uns dann gar nicht mehr. Wie habt ihr es geschafft plattyplus, dass sie überhaupt aufgetaucht sind? Also öfter als einmal, um die schulbescheinigung abzuholen, meine ich. Schüler, die so eine Karriere hinter sich haben, zeichnet ja gerade eben dann aus, dass sie eigentlich nie die Schule besuchen.

    Es ist unglaublich anstrengend in den IK Klassen.

    Ständig neue S, keine Konstanz, oft wenig Freude am Lernen, hohe Störrate, man kann sich nie mal für 15 Minuten zurück nehmen in einer Arbeitsphase, dazu ins kalte Wasser geworden als Englischlehrer. Ein paar DaZ Bücher hingelegt und los geht’s.

    Ich glaube das zeigt auch, wie von Seiten der Bezirksregierung und der Schule der Stellenwert der IK Klassen angesehen wird.

    Stell Dir vor, dass diese geringe Wertschätzung, der fehlende Respekt Dich bereits eine ganze Zeitlang im deutschen Schulsystem begleitet. Wie würde es Dir gehen? Kämst Du gern und regelmäßig an einen Ort, an dem man Dir nur Geringschätzung entgegen bringst? Kommst Du gern in einen Unterricht eines Lehrers, der Dich als Zumutung betrachtet?

    Kinder und Jugendliche haben feinste Antennen. Wenn man ihnen zeigt, dass man Respekt vor ihnen hat und man ihnen helfen will, dann machen sie alles für Dich. Das kannst Du nutzen, indem Du Dich auf ihre Seite schlägst.

    zum Thema Datenschutz: sehr gut anhand der Pläne ist erkennbar, ob eine Kollegin schwanger ist, weil sie auf einmal keine Aufsichten mehr macht.

    Und irgendwann hat sie einen Bauch. Wie bekommt man den bloß datenschutzrechtlich versteckt?

    In Schule ist sowas kaum zu verbergen, wenn jemand plötzlich und direkt auf unbestimmte Zeit (Bis BAD-Termin) aus dem Dienst genommen wird.

    Es kann schon zu Neid führen. Z.B. einzelne Kollegen bekommen trotz voller Stelle Jahr für Jahr einen freien Tag (!), während anderen mit dem gleichen Wunsch gesagt wird, dass sich dies nicht einrichten ließe.

    Das hängt ja auch stark vom Einsatz ab, ob das möglich ist. Bei uns unterrichten Kollegen in dualen Ausbildungsgängen. Die sind jeweils immer nur an einem Tag da, also können sie an diesem Tag nicht frei haben. Das zieht sich nicht selten durch die ganze Woche.

    Ich verstehe den Neid-Gedanken nicht! Oft weiß man doch gar nicht, was dahinter steckt. Wir haben zB das Problem, dass eine große Brücke und damit Hauptverkehrsader im Sauerland gesperrt ist. Die KuK, die diesen Weg fahren müssen, haben 2-3 Tage freigeplant bekommen, je nach Deputat. Sie machen dann an 2-3 Tagen alle ihre Stunden (morgens und abends).

    Ich kenne auch den anderen Fall (wollte ich erst nicht schreiben (siehe Blickwinkel 6 oben):

    Ein Kollege wurde gefragt wie viele Ermäßigungsstunden er für seine Tätigkeit erhält. Dieser Antwortete korrekt "Zähl doch am aushängenden Stundenplan nach, dann kannst du dir ausrechnen, dass ich X erhalte". Diese Zahl wurde beim Schulleiter hinterfragt. Der Kollege wurde anschließend von der Schulleitung als "Verräter von Betriebsgeheimnissen" dargestellt. Erst ein Verweis auf die öffentlich aushängenden Pläne lies den Schulleiter dann kleinlaut werden. Insofern siehe Blickwinkel 1.

    Die Ermäßigungsstunden bzw. deren Verteilung werden in der Lehrerkonferenz beschlossen. Das sollte ohnehin kein Geheimnis sein!

    Ich habe ohnehin Einblick in die Pläne, aber auch wenn ich nicht aufs Programm zugreifen könnte: Bei uns kennt jeder den Plan der anderen, wenn er will. Es werden Klassen/Raum/Lehrerpläne digital veröffentlicht. Ansonsten könnte keiner einen passenden Konferenztermin festlegen, da wir durch Abendunterricht und Abordnungen viele Zwangsbedingungen haben. An einer großen Schule mit vielen Bildungsgängen ist es wirklich ein Muss, dass Pläne veröffentlicht werden. Und wenn jemand wissen will, warum ich Stunden x unterrichte und mein Plan so aussieht, dann erkläre ich es gern. Wer spekulieren will und mich nicht fragt, der lästert sowieso hinter meinem Rücken.

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