Beiträge von Sissymaus

    Ich komme zeitnah drauf zurück...

    Morgen? Morgen ist Mittwoch.

    Ich bin so gespannt!

    OT: Schade, dass ich schon fertig bin mit dem Quereinstieg. Ich hätte mich auch zur Verfügung gestellt. Ist bei mir aber einfach schon zu lange her. Das Dossier werde ich jedenfalls gern lesen.

    Aber offenbar windet man sich seitens der Bezirksregierung extrem, mich einfach wieder zurück zu bringen.

    Die Gründe dafür haben Dir hier schon einige gesagt. Warum glaubst Du sie nicht?

    Denn es ist ja nicht so, dass an den Gymnasien, Berufskollegs etc. gar keine Stellen mit den Fächern der abgeordneten Kollegen mehr ausgeschrieben würden. Dann könnten die ja erst mit den internen (abgeordneten) Kollegen besetzt werden, bevor der Rest in den Markt kommt, auf den sich die fertigen Referendare etc. bewerben können.

    Wird denn tatsächlich kein Abgleich gemacht? Ich meine, es wird vor Ausschreibung geprüft, ob es nicht eine Abordnung / Versetzung geben kann.

    Ich kann mir nur vorstellen, dass irgendwas vorgefallen ist, das Dir den Ruf versaut hat und nun will Dich keiner mehr haben.

    Auch finde ich es interessant - das war mir gar nicht bewusst -, dass in NRW der mittlere Schulabschluss in nur einem Jahr nachgeholt werden kann. Das war - siehe oben - in NDS bislang noch nie möglich und soll erst im übernächsten Schuljahr geändert werden (dazu läuft derzeit ein Modellversuch bzw. "Innovationsvorhaben" an acht nds. BBSn; siehe u. a. hier: Berufsfachschule dual – BFSdual – Walter-Gropius-Schule (bbs-walter-gropius.de))

    Ja, wenn man mit Hauptschulabschluss Klasse 10 kommt, kann man in einem Jahr den Realschulabschluss erwerben.

    Ach, das ist ja wirklich interessant! Hier gehen - wie gesagt - gerade in den Vollzeitbildungsgängen, die den Haupt- oder den Realschulabschluss als Eingangsvoraussetzung haben, vermutlich aufgrund der geburtenschwachen Jahrgänge die SuS-Zahlen seit mehreren Jahren zurück.

    Moment: Ich rede von den Bildungsgängen, die zum Abschluss einen Realschulabschluss und alles darunter als Ziel haben. Nicht als Voraussetzung.

    Wir haben Not eine Klasse des beruflichen Gymnasiums vollzubekommen. Insbesondere in der Technik. Für Fachhochschulreife gehts ganz gut, da sind wir stabil mit 2 Klassen Technik und 3 Klassen Soziales.

    Hm, ok. Finde ich merkwürdig, dass ihr da trotz rückläufiger SuS-Zahlen (oder ist dem bei euch nicht so?) "voll" seid. An den mir bekannten BBSn in NDS gehen die Zahlen der Bewerber*innen seit einigen Jahren insbesondere in den Vollzeitbildungsgängen (abgesehen u. a. vom BG und der FOS Klasse 11) zurück.

    In diesem Bereich sind wir tatsächlich mehr als voll. Also alles bis mittlerer Schulabschluss. Wir eröffnen schon eine Klasse mehr. Und noch eine mehr geht einfach nicht. Der mittlere Schulabschluss kann bei uns in einem Jahr erworben werden.

    Warum sollten sie nicht? Es wird doch in beruflichen Schulen keine Altersbeschränkung geben?! Gerade in den Fachschulen oder auch zwei- bis dreijährigen BFSn - wie der BFS "Sozialpädagogische/r Assistent/in" - gibt es viele SuS, die über 30 sind. Ob man allerdings als deutlich ältere Person in einer Klasse mit vielen jüngeren Mitschüler*innen sitzen möchte, um bspw. an einem BG das Abitur zu machen/nachzuholen, ist natürlich eine andere Frage.

    Also, um einen mittleren Schulabschluss nachzuholen, nehmen wir keine Schüler über 30 an. Wir sind da nämlich voll und nehmen daher nur schulpflichtige Schüler auf, die zudem auch noch aus unserem Einzugsgebiet kommen müssen.

    An unserem BK wäre daher nur die Möglichkeit gegeben, das Abitur fachbezogen nachzuholen.

    Grundsätzlich ist die Aussage, dass es psychischen Druck im Vorbereitungsdienst gibt, natürlich auch richtig. Ich habe das ebenfalls als Druck empfunden, jedoch nicht zwangsläufig durch die Fachleiter ausgeübt, sondern eher entstanden aufgrund der Systematik des Vorbereitungsdienstes für Quereinsteiger.

    Zudem muss man in der Lage sein, sich auf Ratschläge der Fachleiter einfach mal einzulassen und sie anzunehmen und auszuprobieren. Manchmal erkennt man die Sinnhaftigkeit erst später, manchmal sind die Ratschläge nicht passend zur Lehrerperson. All das kann man nur beurteilen, wenn man es nicht mal versucht. Das ist ja mitunter nicht leicht, wenn man davon zunächst nicht überzeugt ist.

    Ich stelle jedenfalls bei unseren Reffis oft fest: Wenn es Schwierigkeiten gibt, dann meist berechtigt, weil diese Personen auch in der Schule durch diverse Dinge auffallen.

    Jedoch hatten wir neulich auch den Fall, dass die SL immer mit zu den UBs gekommen ist, weil der Fachleiter vom Reffi derart unmögliche Dinge verlangt hat und zudem in den Nachbesprechungen unfair war, dass wir gesagt haben, hier muss jemand geschützt werden. Die Anwesenheit eines Mitglieds der SL hat da gut geholfen und das Ref wurde gut abgeschlossen.

    Wie immer gibts zwei Seiten, aber wenn es tatsächlich solche Zustände gibt, dann wird es Zeit, die zu beenden.

    Die Erteilung einer Inflantionsprämie in Höhe von 3000€ wurde von der Bezirksregierung schon 2022 veranlasst.

    Du hast das nicht ganz verstanden: Die Regierung hat die Möglichkeit geschaffen, dass Arbeitgeber Ihren Mitarbeitenden eine Inflationsprämie steuerfrei und sozialabgabenfrei in 2 Jahren auszahlen können. Etliche Arbeitgeber tun das. In meinem Bekanntenkreis hat tatsächlich fast jeder in diesem Jahr 1500€ bekommen und die nächsten folgen in 2024. Hier handelt es sich meist um mittelständische Unternehmen.

    Wir sind Landesbeamte. Das Land als Arbeitgeber hat sich bisher nicht entschlossen, diese Möglichkeit zu nutzen. Es ist möglich, dass das in den Tarifverhandlungen beschlossen wird.

    Das ist etwas völlig anderes als die Auszahlungen, die durch die Bundesregierung zB während Corona veranlasst wurden oder dieser Energiezuschuss, der da auch mit 300€ oder so an alle ausgezahlt wurde.

    Vor drei Jahren stand diese Tabelle nicht auf der Webseite. Man hat uns angeworben mit der Aussicht auf Gleichstellung, d.h. E bzw. A13. Da ich bereits E12 bin (durch meinen Master) hat sich das natürlich lukrativ angehört. Das im Nachhinein diese ganze Zusatzbelastung (jede zweite Woche 4 Stunden nach Rostock fahren) umsonst war, hat man uns erst kurz vor der Abschlussprüfung mitgeteilt. Ja, es war also intransparent!!! Und für mich hat sich diese ganze MQR Geschichte mit Lehrbefähigung damit erledigt. Da bleibe ich lieber Seiteneinstieger seit nun mehr als 8 Jahren. Irgendwann reicht es auch!

    Sowas hat man auch mal mit unseren Quereinsteigern versucht: Mittendrin wurde die Altersgrenze zur Verbeamtung runtergesetzt. Die Kollegen haben den Klageweg beschritten. Kurz, bevor der Termin beim Verwaltungsgericht war, wurden alle schnell verbeamtet. (NRW so um 2008 herum, Verbeamtung war dann 2011 oder 12).

    Die Fahrzeit von der sowie zur Dienststelle zählt nicht als Arbeitszeit. Diese Frage stellt sich in meinen Augen überhaupt nicht.

    Nun, bei Abordnungen sehe ich das etwas anders. Schließlich ist der eigentlich Dienstort meine Stammschule.

    Eine Dienstreise und der Weg dahin zB ist für mich ebenfalls Arbeitszeit.

    Ich sehe es durchaus auch kritisch an, wenn man aufgrund der Unzuverlässigkeit des ÖPNV bei Regelbetrieb für alle Eventualitäten eine Stunde oder noch länger als Puffer einplanen muss. Das ist ja durchaus auch Lebenszeit, die dafür drauf geht - und das in Zeiten eines größeren Bewusstseins für Work-Life-Balance. Klar, man sollte die Strecken nicht so knapp kalkulieren, dass man gerade so mit dem Gong in die Klasse reinstolpert. Bis zu 20 Minuten Puffer finde ich legitim, es sei denn, man möchte freiwillig früher kommen, was hier ja auch teilweise praktiziert wird.

    Naja, ein bißchen ist die Wahl des Wohnortes in Bezug zum Arbeitsort ja auch selbstgewähltes Schicksal. Wenn jemand eine Stelle sucht, bei der man 2 Std fahren muss, dann muss man eben dementsprechend früh losfahren.

    Bei nicht gewollten Abordnungen sähe die Sache für mich etwas anders aus. Da würde ich tatsächlich auch mal öfter drauf ankommen lassen. Ich glaube kaum, dass es zumutbar ist, auf Dauer um 5 Uhr täglich seinen Arbeitsweg anzutreten.

    Meine Situation: Schule auf dem Dorf. Massig Lehrer- und Schülerparkplätze. Großes Einzugsgebiet bis ins tiefste Sauerland, daher fahren meine SuS auch gern mal 1-1,5 Stunden. Schulbeginn ist aber um humane 7:50 Uhr. Also machbar.

    Es kommen übrigens meist die zu spät, die nah dran wohnen.

    Ich bin immer gg 7 Uhr da und arbeite schon einiges weg. Hab um diese Uhrzeit 5-7 Minuten Arbeitsweg.

    Ein erster Ansatz wäre vielleicht ein exzellent ausgebildeter, festangestellter IT Mensch pro Schule, der seinen Job über alles liebt.

    Hier scheitert es aber meistens schon an der Bezahlung und jedes noch so kleine Druckerproblemchen und das abgebrochene HDMI Kabel sollte dann nicht mit in den Aufgabenbereich so einer Person fallen. Also müsste jede Schule dann noch einen festen "Systemelektroniker" haben.


    Das wird aber zu teuer und die werden schliesslich auch mal krank.

    Uh. Jetzt haust du aber wirklich völlig neue Gedankengänge raus. Die hatte hier wirklich noch keiner auf dem Schirm. Danke. Bitte mehr davon.

    Sorry, ich werde zynisch. Aber ganz ehrlich: wir wissen sehr gut, was an Schule in diesem Bereich nicht gut läuft. Wir sind aber nicht in der Position, das ändern zu können. Wir müssen im Rahmen der Vorgaben und der Zustände an Schule unseren Dienst erfüllen. Und Unterricht besteht nicht hauptsächlich aus Digitalem. Ich arbeite am BK im technischen Beruf, der ausschließlich mit PCs arbeitet, so dass wir gut ausgestattet sind, aber der ganze Kram ist nur ein Hilfsmittel.

    Ich weiß daher nicht genau, was du mit deinen (für mich zusammenhanglosen) Beiträgen erzielen willst. Über Digitalisierung, der Umsetzung und Sinnhaftigkeit dieser haben wir uns schon seitenweise ausgetauscht. Bemühe mal die Suche.

    Zudem würde ich einen externen Berater wie dich wohl eher nicht bestellen. Nimm es nicht persönlich, aber du wirkst mir zu unstrukturiert. Von dieser Sorte wurden uns in den letzen Jahren zahlreiche Leute / Angebote / Fortbildungen durchs Kollegium gejagt. Nutzen war immer gleich Null.

    Mein erster Chef hat zur Problematik der systembedingten Mehrbelastung (Konferenzen, Fahrten, etc.) von beamteten TZ-Kolleg*innen sinngemäß gesagt: "Beihilfe und sämtliche Gimmicks bekommen sie aber auch in gleicher Höhe wie die VZ-Kolleg*innen. Da können sie auch ein bisschen mehr machen." Finde ich immer noch plausibel - und das sage ich als baldiger TZ-Lehrer.

    Was ist das denn für eine Aussage? Was hat die Beihilfe mit Teilzeit zu tun?

    TZ heißt: Ich arbeite weniger und bekomme weniger Geld! Hätten wir eine Arbeitszeiterfassung, würde über sowas keiner diskutieren, dann wäre einfach am Ende des Monats keine Zeit mehr für eine Fahrt oder Konferenz.

    Aber das Okay für die Lebenszeitverbeamtung kam noch immer nicht und langsam werde ich echt nervös.

    Zudem hatte ich kürzlich den Termin beim medizinischen Gutachteninstitut wegen der Anerkennung des Dienstunfalls, den ich als so schrecklich empfunden habe, dass ich fürchte, dass es auf eine Ablehnung hinausläuft.

    Und all diese "Hintergrund-Sorgen" belasten gerade zusätzlich in der eh schon stressigen Zeugniszeit.

    Das klingt ja furchtbar. Da passiert im Dienst etwas und man muss noch solche Dinge aushalten. Hab den Thread jetzt nicht im Kopf: Warst Du schon bei einem Anwalt für Verwaltungsrecht?

    Es tut mir sehr leid, dass Du das durchmachen musst. Ich wünsche Dir von Herzen, dass diese dienstrechtliche Sache gut ausgeht und Du den Vorfall gut verarbeiten kannst.

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