Für diese Altersgruppe hat Corona sicherlich eine ganz andere Bedeutung, als für meine Kinder im Alter zwischen 4 und 12 Jahren. Für die tut es mir auch echt leid, was da nicht möglich gewesen ist und noch folgt....
Hatten wir das hier im Forum schon? Vermutlich....
Ich muss heulen! Genauso ist es und es lässt mich so sehr auf alle wütend werden, deren eigene Befindlichkeiten wichtiger sind als das Leben derer, die so viel erleiden mussten und noch müssen. ende nicht abzusehen.
Ich hab nicht alles gelesen, aber ich hab unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Meine Große war glücklicherweise gerade im Dezember 19 von einem Auslandssemester zurück. Sie hatte nur die Schwierigkeit, sich ein Praktikum zu suchen und natürlich die ganzen abgesagten Partys.Uni online war auf Dauer auch sehr belasteten. Nun ist es wieder fast komplett online (Studium in Bayern, 2G-Regel). Sie ist zwar geimpft, nutzt aber nun auch wieder vermehrt die Online-Veranstaltungen, weil sie Angst hat, dass sie uns Corona ins Haus bringt. Die Corona-Warn-App schlägt nun öfter bei ihr an, aber das ist kein Wunder, wenn man im Wohnheim wohnt.
Den Kleinen hat es leider direkt in seiner schwierigen Phase der Pubertät getroffen. Im Frühjahr 2020 fand ich es auch sehr entschleunigend und es war völlig ok für uns alle. Wir waren viel draußen (das Wetter war ja auch gut) und haben alles mögliche im Garten gemacht.
Blöd war, dass Klassenfahrten abgesagt wurden. Nun auch die Skifreizeit, auf die er sich so sehr gefreut hat, weil er Ski fährt, seit er 3 ist. Er war noch nie auf einer Klassenfahrt über Nacht. Diese ganzen Erlebnisse kommen nie wieder. Der Online-Unterricht war für ihn überhaupt nichts. Er hat sich ablenken lassen durch alles mögliche und zwischenzeitlich komplett die Arbeit eingestellt. Davon erfahren haben wir nach 2 Monaten. Das Zeugnis sah dementsprechend aus.
Ich finde das so furchtbar, dass die Altersgruppe 10-25 einfach einen ganz wichtigen Teil ihrer Entwicklung verpasst. Es wird nicht alles nachgeholt, sondern vieles ersatzlos gestrichen. Das frustriert. Mittlerweile habe ich eine riesen Wut auf alle, die zum impfen gehen könnten, es aber nicht tun. Bei mir ist es zB meine Mutter, die ich für Weihnachten ausladen werde. Ich kann nicht mit ihr gemütlich am Tisch sitzen, während ich daran denken muss, dass sie eine derjenigen ist, die den Schlamassel unnötig verlängern! Ich bin mega frustriert, dass wir wahrscheinlich Silvester auf der Almhütte stornieren müssen. Dass wir unsere ca. 15 Tickets für diverse Veranstaltungen am Kühlschrank hängen haben und einfach nie hingehen können, weil es wieder und wieder verschoben wird. Ich mag nicht mehr, aber um die Kinder tut es mir am meisten leid!