Beiträge von Sissymaus

    Da ist, ohne Wertung, ein riesiger Unterschied im fachlichen Anspruch erkennbar.

    1. Hast Du denn beides studiert, dass Du Dir ein Urteil erlauben kannst?

    2. Soll es also ein "oben" und "unten" innerhalb von Akademikern geben, weil ein Studium anspruchsvoller als das andere ist? Wo stehe ich da als Maschinenbauerin? Darf ich mich mit dieser Hilfe/Pseudowissenschaft (nicht meine Worte, war Tenor bei alten weißen Männern a der Uni) so in etwa mittig einordnen?

    Für mich wäre übrigens höchstwahrscheinlich das Anglistik-Studium anspruchsvoller gewesen.

    Das nicht, aber ein Entwicklungshelfer oder Sozialarbeiter hätte wellenlängentheoretisch besser zu ihr gepasst. Wahrscheinlich konnte der Wirtschaftsjurist besser zuhören, wenn sie ihm von ihrem Jahr in den Favelas erzählt hat.

    Ah. Du weißt also, was besser zu ihr gepasst hätte. Prima. Das hat sie bestimmt auch gern, dass Du als Kollege sich ein Urteil über sie bildest.

    Bevor Du Dich ungefragt über Ehen und Partnerwahl anderer äußerst, solltest Du vielleicht mal an Deinem Selbstwertgefühl arbeiten, da Du Dich als Grundschullehrer anscheinend anderen Lehrämtern unterlegen fühlst.

    Eine ehemalige Kollegin, Mittelschule und Ende 20, war Brasilienfan, hatte dort bei den Ärmsten der Armen ein Sozialjahr gemacht, kochte in der wöchentlichen Kochrunde brasilianischen Eintopf statt Lachs oder Rouladen, und heiratete am Ende den promovierten Wirtschaftsjuristen („Ich steh total auf Anzugträger.“)

    Nervig, dass Frauen immer ein berechnendes Vorgehen unterstellt wird. Sollte sie jemanden aus den Favelas heiraten, nur weil sie da ein soziales Jahr gemacht hat?

    Ach ja, ich hab übrigens tatsächlich Ansprüche an meinen Partner: Ich möchte schon auch ordentliche Gespräche mit ihm führen können. Alles andere interessiert mich nicht und dafür benötigt man auch kein Studium. Darauf lege ich keinen Wert.

    Es gibt für mich daher kein "nach oben" oder "nach unten". Leben wir im vorletzten Jahrhundert? Was soll der Standesdünkel?

    Geniale Dokumentation! Wieviel Rückgrat die Frauen damals hatten! Ihre eigene politische Karriere haben sie beendet, um ihren Werten treu zu bleiben.

    Und was für bedeutende Persönlichkeiten es waren und sind. Wenn man sich mal vor Augen führt, was diese Frauen an Errungenschaften für uns heute erreicht haben, dann kann man nur mit dem Kopf schütteln, wenn sich Frauen auf Instagram als Tradwives profilieren.

    Beeindruckend. Danke für den Tipp!

    Ist es der richtige Blickwinkel, nur das Ende der Ehe und eine Scheidung vor Augen zu haben? Eine Ehe ist grundsätzlich angelegt "bis dass der Tod euch scheidet".

    130.000 Scheidungen allein in 2024. Man kann hier nicht von Einzelfällen sprechen.

    Außerdem kann es auch andere Probleme geben: Der Mann verunglückt oder wird krank.

    Das alles auszublenden ist naiv. Und ich gebe zu, dass auch ich bei meiner Eheschließung vieles nicht bedacht habe. Heute würde ich wohl eher nicht mehr heiraten, sondern unverheiratet zusammenleben. Ich habe jedenfalls schon ganz viel meiner heutigen finanziellen Bildung an meine Tochter weitergegeben und versuche auch meinen Sohn zu der Einsicht zu bewegen, dass er es als ein gutes Modell ansieht, wenn beide gleichermaßen im Job zurücktreten.

    Langfristig ist fürs Familieneinkommen sinnvoller, dass zB beider 30 Stunden machen, statt einer 20 und der andere 40. Von der drohenden Altersarmut mal abgesehen.

    1. Ist gegenseitige Abhängigkeit (oder positiver formuliert: Verbundenheit, Verantwortung) nicht ein grundlegendes Element der Ehe?

    2. Sind sich Frauen dieser Abhängigkeit nicht bewusst, wenn sie eine Ehe unter entsprechenden Vorzeichen eingehen, und tun sie dies nicht freiwillig?

    3. Ist es - ohne Ehevertrag - für den potenziellen Fall einer Scheidung nicht eher für den Mann riskant?

    1. Ja, wenn sich anschließend beide Partner auch nach einer Ehe fair verhalten.

    2. Leider kenne ich viele, die sich der Gefahr nicht bewusst sind. Das Modell der "Versorgerehe" hat (zum Glück!!) ausgedient, aber ich kenne viele, die sich darauf verlassen. Oft sind sie auch naiv und ziehen zb in das Haus des Mannes ein, tragen Kredite mit ab - ohne im Grundbuch zu stehen - und stehen bei dem Ehe-Aus vor dem Nichts. Das ist sehr oft Unwissenheit und fehlende finanzielle Bildung.

    3. Nein, denn der Unterhalt für Frauen muss nur noch so lange gezahlt werden, solange Kinder klein sind. Was ich auch völlig in Ordnung finde. Frauen verpassen aber Möglichkeiten der Beförderung und Weiterbildung. Das ist ein finanzieller Schaden, den sie nie aufholen können. Und es gibt auch viele Männer, die einfach ihrer Unterhaltsverpflichtung nicht nachkommen.

    Ich sehe es so: Solange die Ehe funktioniert mag das ein passendes Modell sein. Wenn aber Frauen zB nicht über eigenes Geld für eine Altersvorsorge verfügen ist das ein Ungleichgewicht.

    Oder auch zB wie oben beschrieben der Mann von seinem Konto Kredite bedient und die Frau Kinderklamotten bezahlt und davon nichts übrig bleibt, da kein Zugriff auf das Haushaltsgeld da ist, dann kann sie bei einer Trennung nicht mal die Kaution für eine Wohnung bezahlen.

    Sind leider keine Einzelfälle.

    Vielleicht löst sich das "Problem" in ein paar Jahren von selber. Seit ein paar Jahren liegt der Anteil an Frauen mit Abitur- und Hochschulabschluss über dem von Männern, Gender Education Gap.

    Und dann bekommen sie Kinder und landen, dank fehlender Bereitschaft der Männer, in der Teilzeit-Falle.

    Wir hatten auch so einen mitwachsenden Ergobag. Der hat die Grundschule bis zur dritten Klasse geschafft, dann war er uncool und die nächste Größe musste her. Die war ok bis klasse 7. seitdem benutzt er (bis heute, Klasse 11) ein Billo-Ding, das es mal als Werbegeschenk gab 🤣

    Aber 270€ hat der nicht gekostet. Sind die so teuer geworden? 😱

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