Beiträge von Sissymaus

    Ich glaube es gibt in Deutschland sehr wenig Menschen, die noch nie eine Rucksack hatten. Wie ging man denn zur Schule? Mit Einkaufstüten?

    Wir haben durchaus Bildungsgänge, da kommen die Mädchen mit normalen Handtaschen. Da passt dann kein Stift mehr rein wegen der ganzen Beauty-Produkte.

    Moebius aber in diesem Fall war doch die Stelle ausgeschrieben und er wurde ordnungsgemäß auf diese Stelle gesetzt.


    07/24 wird Peter zum Schulleiter bestellt und verliert damit seine Vertretungszulage. → Bis heute Bezahlung A13+AZ.

    Ist es denn in BaWü so, dass man als Schulleitung während der Bewährung nicht die Besoldung der Stelle bekommt?

    In NRW ist es bei A15 so, dass man erst nach der Bewährung auch so bezahlt wird. Dann gibts auch erst die Urkunde Bei einer A16 Schulleitung dauert die Bewährung 2 Jahre. Die Urkunde gibts aber sofort. Ich gehe daher davon aus, dass dann auch direkt mit A16 besoldet wird.

    Rechtliche Schritte unternehmen ist ja erst möglich wenn man weiß was daran rechtens ist und was nicht. Ob das nun schlau war das so lange hinzunehmen sei definitiv mal dahingestellt..

    Nun, es ist sicher nicht rechtens, dass jemand die Arbeit einer Schulleitung macht und nicht danach besoldet wird. Ich wundere mich, wieso man denken kann, das sei rechtskonform. Wenn es das sein sollte, wäre mein Hintern schneller aus dem Schulleitungsbüro verschwunden, als man bis 3 zählen kann.

    07/24 wird Peter zum Schulleiter bestellt und verliert damit seine Vertretungszulage. → Bis heute Bezahlung A13+AZ.

    Ab diesem Zeitpunkt würde ich nur noch mit der passenden Besoldung zum Amt arbeiten. Wenn die Stelle so ausgeschrieben war (welche Besoldung ist das in BaWü?) und man sie nicht bekommt, dann muss man sie einklagen.

    Welche rechtlichen Schritte hat Peter denn bis heute unternommen? Da sind ja schon einige Monate und fast Jahre ins Land gegangen...

    In Berufsschulklassen dürfen SuS, die aktuell keinen Ausbildungsplatz haben, nicht beschult werden ("Ansage von oben" = RLSB). Wir müssen sie daher leider - auch nach den Herbstferien oder noch später - nach Abbruch der Ausbildung in eine Berufsfachschulklasse aufnehmen, auch wenn sie dort häufig keine Chance mehr haben, den Bildungsgang erfolgreich abzuschließen, weil das Schuljahr bereits so weit fortgeschritten ist.

    Bei uns ists anders herum: Um die SuS zu motivieren, wieder eine Ausbildung zu beginnen, belässt man sie in den Berufsschulklassen.

    Im Prinzip könnte man mit etwas Fleiß natürlich die verpassten Unterrichtsinhalte noch nachholen. Wir mussten aber leider feststellen, dass das nur recht wenigen SuS, die eine Ausbildung abgebrochen haben und dann in eine BFS gehen, gelingt.

    Ja, so ist es. Das sind ja in der Regel nicht die besten Schüler, die eine Ausbildung abbrechen. Natürlich gibts auch Ausnahmen. Hab ich persönlich erst einmal erlebt. Alle anderen tun sich dann im nächst höheren Bildungsgang schwer und man tut ihnen keinen Gefallen.

    Wie geht das denn? Sind die Noten dann so schlecht, dass es nicht mal für den HSA nach der 9. reicht?

    2 Mal sitzengeblieben im Laufe des Schullebens und nach 10 Jahren die allgemeinbildende Schule verlassen. Dann ist man erst in der 8 und hat keinen Schulabschluss.


    EDIT: Das haben schon andere vor mir beschrieben. Danke

    SuS, die das Gymnasium ohne jeglichen Schulabschluss verlassen haben, hatte ich übrigens bislang auch nur äußerst selten.

    Die gibts bei uns tatsächlich in fast jedem Jahrgang.


    Diese jungen Leute kommen bei uns nicht in die Berufsvorbereitung, sondern gehen in die Berufsfachschulklassen, weil sie i. d. R. ja schon einen Schulabschluss haben.

    Das hängt davon ab, wie weit das Schuljahr fortgeschritten ist. Das macht nach den Herbstferien kaum noch Sinn.
    Wenn die gleiche Ausbildung oder eine fachverwandte Ausbildung angestrebt wird, dann lassen wir sie auch in der Berufsschulklasse.

    Das ist interessant, gibt es etwas, das du Haupt-/ Förderschulen empfehlen würdest, um ihren SuS dazu zu verhelfen, sicherer in Arbeit zu kommen später? Sollten Schulen mehr Praktika organisieren, oder...?

    Die Frage ist ja, ob die Verdoppelung (von 3 auf 6 Wochen, bzw 1 Tag pro Woche) begünstigt hat, dass die Kids in die Ausbildung gefunden haben oder ob das andere Gründe hatte.
    Das nach einem Erfolgreichen Jahrgang als Grund zu nennen, ist mE zu früh. Der erste Jahrgang ist für mich wenig aussagekräftig, da in dem Jahr die Betriebe nicht so mitgespielt haben. Man hat sie und uns mal wieder erst kurz vor den Sommerferien informiert, dass im nächsten Schuljahr mehr Praktika Pflicht sind. 🙄


    Ein Grund könnte auch einfach der Fachkräftemangel sein. Und die Einsicht der Betriebe, dass man nun mal an den vorhandenen Schülern nichts ändern kann. Sie sind eben so, es ist eine andere Generation.

    Aber schaden kann es sicher nicht, die Anzahl der Praktika zu erhöhen. Und auch gut darauf vorzubereiten. Und natürlich auch nachbereiten. Das kann Schule leisten.

    Wie "erfolgreich" ist dieser Bildungsgang denn bei euch? Also kommen davon viele danach in Ausbildung? Bei uns wird dieser Bildungsgang ständig geändert, die nächste Änderung steht schon wieder an. Scheinbar wird hier das Ziel oft nicht erreicht. Wie ist das bei euch?

    In diesem Jahr waren wir sehr erfolgreich und haben viele in die Ausbildung vermittelt. Vielleicht hat das mit der Verdopplung der Praktika vor 2 Jahren zu tun oder der Jahrgang war besonders.

    Ansonsten wollen viele gern in den nächsten Bildungsgang für den nächsten Schulabschluss. Und wieder in den nächsten. Ist halt warm und kuschelig bei uns. Und man kennt alles und hat ab Mittag frei.

    Treffer, versenkt!

    Das ist die Ausbildungsvorbereitung. Da versammeln sich zum großen Teil Schüler, die die Hauptschule ohne Abschluss verlassen haben und die die unser Staat noch irgendwie in eine (sozialversicherungspflichtige) Beschäftigung bekommen will, weil ein Leben lang Bürgergeld einfach unbezahlbar teuer ist, wenn es viele Bürger in Anspruch nehmen.

    Ich präzisiere: Da sind auch Schüler drin, die das Gymnasium oder andere allgemeinbildende Schulen ohne Abschluss verlassen. Oder die nach einer abgebrochenen Berufsausbildung etwas ganz anderes machen wollen und noch schulpflichtig sind. Oder die Schüler mit Fluchthintergrund, die aufgrund ihrer Sprachkenntnisse noch keinen Schulabschluss erlangt haben.

    AV in NRW bedeutet "Ausbildungsvorbereitung". In diesem einjährigen Bildungsgang am BK wird der Erste Schulabschluss (Hauptschulabschluss Kl. 9) erworben. Hier ist auch immer ein berufsbildender Teil mit drin. Gibts also auch für Soziales, Gesundheit etc. Nicht nur für Technik

    Eine Freundin in der Pflege erzählte, dass die Krankenhäuser mittlerweile Angebote machen, dass man alle Ferien frei haben kann. Es sind also auch mittlerweile die Arbeitgeber, die den Eltern entgegen kommen.

    Warum Schule immer alles auffangen soll, verstehe ich nicht. Als meine Tochter klein war, gab es einige wenige Hortplätze. Ich hatte keinen. Ich musste es auch anders organisieren in den Ferien. Und ja, es hat mich am meisten gestruggelt, dass die Schule "sanft" anfing, mit 3 Stunden in der ersten Woche und dann langsam steigend. Ich war Vollzeit berufstätig und alleinerziehend und dachte, ich falle vom Stuhl beim Elternabend vor den Ferien. Es hat sich daher in vielen Gegenden schon einiges getan.

    Welches Tätigkeitsfeld wäre denn da möglich? Denn dies ist der Kern der Frage, was könnte er machen, um nicht ständig die Sultane und verschleierten Gespenster sehen zu müssen? Und zwar bald.

    Vielleicht braucht er ja eine Brille. Eventuell seht ihr beiden etwas, was gar nicht da ist. Soll schon mal vorgekommen sein https://www.faz.net/aktuell/gesell…s-15133542.html


    Ich sehe jedenfalls keine Sultane und verschleierte Gespenster in der Schule. Was soll letzteres eigentlich sein? Ist das nicht doppelt gemoppelt?

    Für Dich als Feedback: Ich freue mich, dass Du den Jugendlichen so positiv gegenüberstehst! Die haben oft viele Päckchen in ihrem Leben zu tragen. Diese Kids merken sofort, wenn man sie nicht ernst nimmt. Respekt haben alle Schüler verdient und das scheinst Du ja auch zu haben. Ich glaube, dass das die halbe Miete ist. Jedenfalls erlebe ich im Alltag einen Zusammenhang zwischen Kollegen, die sich abfällig über Schüler äußern und den "Zuständen" in den Klassen.

    Wenn die Klassenlehrkräfte gut mit den Kids klarkommen, schau Dir alles ab, was geht. Mein Rezept ist eigentlich in allen Klassen:

    Höchstmögliche Transparenz bei Notengebung, Regeln und Konsequenzen bei Verletzung der Regeln. Fehler, die ich mache, eingestehen. Feedback der Klasse annehmen.

    Bei "wilden Haufen" ist eine lückenlose Beschäftigung wichtig. Classroommanagement als Stichwort ist Dir ja auch schon bekannt. Da gibts hier aber Menschen, die da mehr zu sagen können. Das ist eindeutig nicht mehr mein Berufsalltag.

    Vielleicht sollten wir mal benennen, wer sich hier so bescheuert verhält: Nicht Bayern. Sondern Söder. Als Person. Dieses DNA-Gequatsche ist jawohl mehr als peinlich.

    Und was eben auch manchen passiert und daher deswegen hier und da persönliche Befindlichkeiten entstehen: So manchmal gibt es bayrische Landsleute, die anderen gegenüber arrogant auftreten. So ist es meiner Tochter gegangen, die mit ihrem "zweitklassigen" (O-Ton!) NRW-Abi an der Uni in Bayern anfangs nicht für voll genommen wurde. Fun fact: Sie war die Zweite in ihrem Jahrgang, die den Master abgeschlossen hat.

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