Beiträge von Sissymaus

    auch weil ich sehr viel mehr dadurch arbeite, als der Klassenlehrer.

    Das ist doch völlig normal. Du musst doch erstmal reinkommen.

    Du könntest die SL oder ABBA ansprechen, ob vielleicht ein Mentorenwechsel möglich ist, wenn die Chemie nicht stimmt. Ansonsten sieht man oft erst in der Rückschau, warum erfahrene Lehrkräfte bestimmt Dinge so machen. Lass Dich drauf ein. Man kann da sicher viel lernen.

    Womöglich sind Mathe/Physik-Leute eher weniger fähig, in so was den Fun zu sehen 🙃

    Uh, die Klischeekiste wird geöffnet.

    ilovemypudding du hast dich ja als interessierte/r für den Quereinstieg geoutet. Ich empfehle aber schon mal, dass du Vorurteile vorher ablegst. Das kommt in Kollegien nicht so gut an. Dass du welche hast, ist rein gesellschaftlich betrachtet normal. Aber ich behaupte, dass da nur ein Bruchteil stimmt.

    Ich will nicht, dass es lernt das es sich anpassen muss und dafür die eigene integrität werte und persönlichkeit veliert. Ich möchte, dass es lernt selbst zu entscheiden, ob und in wieweit es sich anpasst.

    Wir leben in einer Gesellschaft. Da muss man sich immer ein Stück weit anpassen. Die, die sich selbst entscheiden, ob sie sich anpassen wollen, sind genau die, die jeden Unterricht sprengen.

    Du hältst Dich doch auch an Verkehrsregeln. Oder entscheidest Du auch selbst welche Du einhältst und welche nicht?

    Und ja: Es ist einigermaßen paranoid, sich als Schwangere über einen eventuellen Ethik-Untericht in 6-10 Jahren Sorgen zu machen. Ich verspreche Dir schon mal, dass es größere Baustellen gibt, über die man sich als Mutter Sorgen macht.

    Ich sehe schon, nur weil ich aus der realen Welt berichte, hält man mich für einen Troll, jäh, ok und der Shitstorm war auch vorhersehbar...auch egal...das sind meine Erfahrungen und dass verbeamtete Kollegen ein paar Hundert Euro mehr im Portmonnaie haben, wenn sie Ihr Gehalt bekommen und dass Angestellte die Pension alleine stemmen, das erwähnt hier keiner, bleibt mal schön in der Blase mit dem Trollglauben und so weiter...

    Nein, hier haben diese Ungerechtigkeit auch schon viele benannt. Aber wir sind hier in einem Forum und können daran nichts ändern. Auch nicht, wenn Du uns alle beleidigst.

    Was tust Du denn, um den Missstand zu ändern? Bist Du Mitglied einer Gewerkschaft und engagierst Du Dich da?

    üblich ist gar nichts, das wirst du dann sehen wo du landest. Ich würde mich eher darauf einstellen, dass du überall eingesetzt werden kannst und auch Dinge unterrichten musst, mit denen du noch nie zutun hattest. Auch in Berufen außerhalb von Wirtschaft (eben der wirtschaftliche Anteil). Im "schlimmsten" Fall auch was ganz anderes fachfremd.

    Stimmt. Ich hab auch schon Politik unterrichtet. Und Deutsch.

    Ich kenne mich nicht mit dem Bereich Wirtschaft aus, da müsste Humblebee was sagen können.

    Aber auf den Bereich Maschinenbau übertragen würde ich vermuten, dass man grundsätzlich erstmal für alle Themen in Frage kommt. Das hängt dann auch davon ab, an welcher Stelle Mangel herrscht. Man muss sich dann ggf. in Themen einarbeiten. Ich hab zB aus meinem Studium und der Berufstätigkeit kein CNC gekannt und auch keine Automatisierung. Beides hab ich aber schon unterrichtet.

    Sissymaus okay das klingt alles plausibel und nachvollziehbar. Die Erfahrung macht es wahrscheinlich einfach aus. Aber das lernen „normale Lehramtsstudenten“ ja auch nicht und fangen im Ref von vorne an.

    Ja, das ist wohl so und beobachte ich bei den LAAs auch.

    Ich denke gerade mit Kindern muss man auch immer schauen, was ist die Alternative. Und in der Wirtschaft war es für dich bzw mich wahrscheinlich auch oft schwierig Zeiten abzudecken oder auch anstrengend, wenn auch ganz anders

    Grundsätzlich ist es für mich in der Schule einfacher gewesen, als in der Industrie in einem männerdominierten Bereich. Aber: bitte nicht auf das Märchen der Familienfreundlichkeit in Schule hereinfallen. Wenn Du nämlich nicht eine Schule erwischt hast, die Dir da entgegen kommt, kann das Ganze auch nach hinten losgehen. Dann ist es nur in den Ferien ein Vorteil. Es gibt Schulen, die jeden Monat eine Gesamtlehrerkonferenz haben (das ist in NRW zB eine verpflichtende Konferenz für alle), wöchentliche Teamsitzungen, Fachkonferenzen, vielen außenunterrichtlichen Kram etc.

    Teilzeit ist eigentlich immer ein Minusgeschäft. Ich rate daher immer dazu, nicht zu reduzieren. Es gibt dazu einfach zu viele unteilbare Aufgaben.

    Ach ja: Fachlich musste ich auch am Anfang sehr viel und nun jedes Jahr immer ein bißchen nacharbeiten. Ich hab zwar selbst eine Ausbildung, aber wenn man in anderen Berufen eingesetzt wird, muss man sich das dann erstmal aneignen. Und insgesamt hab ich nahezu jedes Jahr einen Kurs, den ich noch nie gemacht hab --> das erfordert dann immer neue Vorbereitung.

    Manche nervt das. Mich nicht, so bleibt man fit.

    Sissymaus vielen Dank! Ich habe auch Tutorien gehalten und das hat mir echt Spaß gemacht.

    Hut ab, dass du das alleinerziehend durchgezogen hast.

    Darf ich fragen, was das schwierige war? Mein Studium ist ja nun mehr als 10j her, etwas Bammel habe ich natürlich, aktuell kann ich gerade gar nicht einschätzen, ob es mir was ausmacht, vor so vielen Leuten zu stehen und auch fachlich müsste ich mir schon nochmal Sachen anschauen (Praxis und Theorie fällt ja schon etwas auseinander). Wie alt warst du und wie war das bei dir so?

    Naja, es ist einfach was völlig anderes, den Anforderungen in Schule gerecht zu werden, als an der Uni.

    Meine Schwierigkeiten waren folgende:

    • Fehlende Anleitung im Unterricht ("Mach einfach so, wie Du denkst"), aber auch insgesamt: Wann Scheibe ich eine Klausur, was muss alles ins Klassenbuch, wie verfährt die Schule mit Konferenzen, welche gibt es, welche muss ich besuchen......(Liste unvollständig)
    • Fehlendes Classroom-Management. 30 Schüler einer Metall-Klasse haben mich an den Rand des Wahnsinns gebracht, weil ich die Routine nicht hatte und keine Strategie gegen Unterrichtsstörungen etc

    Ich war da einfach kein Naturtalent und hab im ersten Jahr gedacht, dass ich nicht geeignet bin für den Job. Aber dann ging's besser und heute würde ich von mir behaupten, dass ich im Unterricht ganz gut bin. Man benötigt einfach Erfahrung.

    Auch das Ref war anstrengend für mich, aber auch sehr lehrreich.

    Ich würde es auch wieder machen, aber es hat mich schon altern lassen.

    Ich frage mich bei der Inklusion Körperbehinderter (klassisch: Schüler im Rollstuhl) immer, wie wir die evakuieren sollen, wenn der Fahrstuhl nicht benutzt werden darf?

    Dafür gibts extra Tragesitze. Wie im Krankenhaus auch.

    Ich hab schon im Studium Kurse für Studierende gegeben, daher wusste ich, dass mir das Spaß macht. Dann war ich alleinerziehend und in der Industrie in meinem Bereich (Maschinenbau) sah es mit Stellen, die sich mit meinem Status als Alleinerziehend vereinbaren ließen, schlecht aus. Irgendwann hat meine Mutter vom Seiteneinsteiger-Programm gelesen und ich habs gewagt und nie bereut.

    ABER: Es war die ersten Jahre auch echt hart, da ich nicht die jüngste war und mich auch anfangs schwer getan habe.

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