Beiträge von Sissymaus

    Unser aktueller Minister war einige Zeit an einer beruflichen Schule tätig (ist aber kein Berufler), daher wir der Minister das nicht. Ein Großteil des Ministeriums aber schon, die kennen das nur vom Hören-sagen.

    In NRW kamen Corona-Briefe vom Ministerium an alle Schulen. Die BKs wurden mit keinem Wort erwähnt. Das kam dann ein bis zwei Tage verzögert bei uns an, so dass wir Schülern und Betrieben immer nur sagen konnten: Ja, die anderen Schulen wissen bereits, wie es weitergeht, wir leider noch nicht. Und selbst dann waren nicht alle Besonderheiten bedacht, da wir ja eine Vielzahl an unterschiedlichen Schulen unter einem Dach sind.

    Erst ab Brief 20 oder so waren wir direkt mit dabei.

    Aber das ist OT :)

    War jetzt so meine Vermutung. Aber ich vergesse die beruflichen Schulen immer. ;)

    Da bist Du nicht der einzige. Das schaffen auch alle mir bisher bekannten Bildungsministerinnen.

    Zum Thema Ausgaben an Schulen:

    Wir haben vor 2 Wochen eine Lernfabrik als Anschauungsmaterial bekommen. Der Schulträger hat hier 1,2 Mio investiert, allerdings an 2 BKs in seiner Trägerschaft. Davon kann sicher sehr viel an Anschauungsmaterial für Grundschulen ausgegeben werden. Und es sollte auch getan werden. So schade, dass am wichtigsten Zweig der Bildung so viel gespart wird. Eigentlich müsste da am meisten Geld reingesteckt werden!

    dass die GS von der Kommune getragen werden und die Berufskollegs vom Kreis. Da scheint deutlich mehr Geld im System zu sein.

    Es gibt auch kreisfreie Städte, die ebenfalls Träger der BKs sind, wie zB Dortmund, Köln usw

    Pfeife würd ich auch noch am ehesten einsehen, wobei ich auch da finde, dass je eine für jede Sportlehrkraft von der Schule gestellt werden muss.

    Alles andere: No way!

    Ich kenne diesen Anfängerfehler auch von mir, deswegen bin ich umso verwundert, dass es Lehrkräfte mit Jahrzehnten Unterrichtserfahrung gibt, die das immer noch so machen und anscheinend erst jetzt hinterfragen. Jeder einzelne von uns muss sich an die Nase fassen und darf diesen Kram einfach nicht mehr mitmachen, dann geht das auch. So lange es jedoch noch Leute gibt, die einen Teil ihrer Besoldung verschenken, wird das leider nichts.

    Und man benötigt eine Schulleitung, die zäh ist und das immer wieder beim Schulträger einfordert. Das dauert manchmal, aber es zahlt sich langfristig aus.

    Mein Schulträger ist da auch eher immer "geizig". Wir haben die Strategie, dass wir größere Projekte langfristig anbahnen, indem wir immer mal wieder in verschiedenen Gesprächen auf den Missstand hinweisen, die Eltern- und Schülervertreter in der Schulkonferenz bitten, den Missstand zur Sprache zu bringen, die SV ins Boot holen usw. Und wenn wir dann irgendwann den Antrag stellen, das anzugehen, haben sich die Personen schon darauf eingestellt und ggf. sogar bereits Gelder blockiert dafür.

    Wir haben nun Toiletten an der Schule, mit denen manch teures Hotel nicht mithalten kann.

    Zustimmung.

    Aber ich würde schon sagen, dass man in der Grundschule (Förderschule) aufgrund von eher viel Anschauungsmaterial eher in die Situation kommt, dass man mehr Geld ausgibt als in anderen Schulformen.

    Das würde ich bestreiten. Was unser Schulträger an Technik investiert, davon kann man mehrere Grundschulen locker ausstatten. Unsere Werkstätten kaufen Verbrauchsmatierial wie Metallprofile, Stoffe, Kabel für E-Technik usw. Allein unsere Lizenzen kosten ca 20.000€ pro Jahr.

    Und jetzt muss keiner argumentieren, dass an berufsbildenden Schulen mehr kosten durch höhere schülerzahlen entstehen. Mag sein, aber dafür gibts davon ja auch weniger. Die Grundschulen müssten absolut gesehen, die meisten Schüler haben, da da ja nahezu alle durch müssen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht: wenn man nichts fordert, bekommt man auch nichts. Also ab zur Schulleitung und er auf den Geist gehen. Es ist ihr Job, sich beim Schulträger für eine angemessene Ausstattung stark zu machen.

    Sitze grade am PC und rechne meine Ausgaben beim großen Online-Lieferanten aus. 2024 habe ich bis jetzt - ohne Klassleitung - 500 Euro nur für Schulmaterial ausgegeben 😩 Und da ist noch gar nicht dabei, was ich auf anderen Materialanbietern gekauft hab... Wie geht es da euch? Es kann doch nicht sein, dass man so viel Geld ausgeben muss? Wir löst ihr das?

    Liebe Grüße und danke für Tipps

    Und warum machst du das? Ich löse das so: ich kaufe nichts. Was mir nicht zur Verfügung gestellt wird, benutze ich nicht.

    Warum sie das machen weiß ich nicht. Aber ich hatte mit ca 10 BKs in meiner Region Kontakt und alle meinten, dass sie das Duale Studium nicht anbieten.

    Nur OBAS war immer möglich.

    Welches BK kann sich das denn leisten? 😐 wir haben schon unzählige Leute dadurch bekommen. Seit es die die Möglichkeit gibt, waren es mehr als 10. mich eingeschlossen.

    Wie sieht es denn nun aus bei dir? Hat sich etwas Neues ergeben? Wenn du schreibst, dass es um BR Arnsberg geht: meinst du da den ländlichen Raum oder eher Ruhrgebiet?

    Als KL habe ich immer die Adressenliste der Kids in der Schultasche, in der wir für solche Notfälle am Schuljahresbeginn von den Eltern immer auch "Notrufnummern" von Oma oder Tante eintragen lassen, die nicht berufstätig sind und das Kind abholen können.

    Dass das mit dem RTW Unsinn ist, haben ja schon viele gesagt, ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass es viele gibt, die keinen in der Familie haben, der/die nicht berufstätig ist, aber dass alle Kinder Mama und Papa haben! Die natürlich bei einem Notfall auch ihre Arbeitsstätte verlassen werden. Mir ist schleierhaft, was die Tante da verloren haben soll, wenn sie nicht grad Vormund ist.

    Unsere Schulleitungsperson unterrichtet 4 Stunden, 19 sollten reichen, um die anderen Aufgaben zu erledigen. Sie erhält aber trotzdem A15.

    Ich weiß, dass es nicht um eine Beförderung ging, ich meine nur, dass die Nachfrage, ob eine Tätigkeit eine Zulage erhält, nicht so albern ist.

    Du vergleichst hier aber Äpfel mit Birnen. Hier soll jemand sein Wissen weitergeben. Das ist unser Tagesgeschäft und sollte jeder Lehrkraft geläufig sein.

    Man muss keine Verhandlungen mit Schulträgern führen, keine eskalierten Situationen in der Schule bewältigen, nicht den Kopf hinhalten, wenn in Schule was schief läuft. Die Liste bei Leitungen ist unendlich.

    Das mit einer Moderatorentätigkeit zu vergleichen passt einfach nicht. Da ich beides kenne, erlaube ich mir ein Urteil darüber.

    Als Fachleiter*in bekommt man in Sachsen weder Zulage noch Beförderung, obwohl man sich den Arsch abarbeitet, tausende Kilometer verfährt und Examensprüfungen abnimmt. Finde ich zum Beispiel nicht in Ordnung.

    Ich auch nicht. Ist ebenfalls eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Und auch nicht mit Moderationen vergleichbar.

    Das ist richtig. Man könnte auch die Fragen stellen, weshalb Fachleiter in NRW im Primar- und S1-Lehramt weiter mit A12 besoldet während, hingegen bei S2-Lehramt das eine A15-Stelle ist

    Unbedingt! Das verstehe ich auch nicht. Vollkommen unsinnig.

    Naja, das kannst du bei allen Beförderungsämtern auch sagen. Er/sie wurde Schulleitung, weil er/sie es besonders gut kann. Da ist die Abminderung Dank und Lohn genug.

    Also die Frage ist ja erst mal legitim.

    Welche Abminderung? Die Stunden muss man nicht unterrichten. Also bekommt man Zeit für die Durchführung einer Fortbildung.

    Außerdem ging es nicht um eine Beförderung.

    Und ja: ich bin auch dafür, dass Beförderungen weiter die Entlastung für ihre Leitungstätigkeit bekommen. Denn wir haben alle eine 41/46 Stunden-Woche.

    Danke für deine Antwort. D.h. ich kriege keine extra Vergütung dafür ? Das finde ich seltsam. Ich arbeite mich doch da auch ein und muss mir vieles aneignen.

    Üblicherweise wird man Moderator, weil man etwas besonders gut kann und das soll man an andere weitergeben. Klar, man muss planen, wie man die Fortbildung durchführt, aber das müsstest Du ja auch beim Unterricht.

    Nee dann will ich es doch nicht machen:D

    Das halte ich für eine weise Entscheidung bei deiner Einstellung.

    Hast Du ernsthaft erwartet, dass Dein Dienstherr Dir Zeit gibt, die Moderation zu planen und durchzuführen und Dich gleichzeitig zusätzlich bezahlt?

    Als Beispiel: 2xpro Schuljahr führte Du eine eintägige Fortbildung durch. Macht ca. 16 Zeitstunden ohne Vorbereitung. Du wirst 3 Stunden entlastet. Das sind mit Ferien ca. 1,6 Stunden pro Woche. Bei 46 Arbeitswochen pro Jahr sind das also knappe 74 Stunden. Du hast also 58 Stunden für die Vor- und Nachbereitung der Fortbildung.

    Diese Zeiten minimieren sich auch, wenn Du das mehrere Jahre hintereinander machst.

    Nun klar, warum Du nicht extra vergütet wirst?

    Ich selbst hatte nie Samstags. Ein Kollege hatte aber irgendwie 14 tätig Samstags. Ich hatte Bildungswissenschaften an einem zusätzlichen Nachmittag. Dort aber dann bis 18 Uhr oder so ca.

    mit 8-18 Uhr meinte ich auch, dass dies die generellen Seminarzeiten waren. Es kam dann drauf an, wann die eigenen drei Seminare lagen.

    Und bei uns lag BiWiss im normalen Seminaralltag. Wir hatten üblicherweise morgens BiWiss, dann Kernseminar und anschließend 2-mal Fachseminar.

    Samstags nie, bis 18 Uhr hatten Leute mit exotischen Kombis.

    Liebe Kollegen*innen,

    wo beginnt bei euch die didaktische Freiheit und wo hört sie auf bzw ab wann muss ich mich an Vereinbarungen des Fachbereichs halten, auch wenn diese didaktischer Bullshit sind

    1. so muss ich z.B. parallel Gymnastik/Tanz (Einzelstunde) und Basketball (Doppelstunde) unterrichten
    2. ich muss eine Unterrichtsreihe exakt von Kalenderwoche zu KW durchführen (Orientierung an Schüler: Fehlanzeige)
    3. ich muss in Leichathletik in 7 Einzelstunden (!) erst alle Disziplinen für das Sportabzeichen abarbeiten (die Schule bekommt für Sportabzeichen Geld. Orientierung an Kompetenzen: Fehlanzeige)
    4. alles wird quantifizierbar bewertet, der Unterricht orientiert sich nur an Leistung (Mehrperspektivität: Fehlanzeige)
    5. ...

    Zu 1. In einer Klasse? Ist am BK durchaus üblich. Ich unterrichte in Std 1 das Lernfeld x und in Stunde 2-4 das Lernfeld 2. Diese beiden unterscheiden sich erheblich.

    Zu 2: Wer sagt das? Und wer überprüft das?

    Zu 3: Und das ist zeitlich ungünstig? Oder was ist das Problem?

    Zu 4: Was heißt "alles" wird bewertet? Ich bewerte im Unterricht auch viel. Mündliche Mitarbeit, Zeichnungen, Präsentationen, Projektmappen, Datensätze, Skizzen...
    So gesehen wird auch alles bewertet. Aber das ist doch auch nicht so schlecht für die SuS, da auf vielen Ebenen Leistung gezeigt werden kann.

    Ich verstehe nicht ganz, wer diese Vereinbarungen getroffen hat.

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