Beiträge von Sissymaus

    Ich glaube kaum, dass sich in einem Lehrerforum viele Ausgestiegene tummeln, daher bin ich etwas überfragt, ob das was werden soll. Es geht hier eigentlich mehrheitlich darum, wie man rein-, nicht wie man rauskommt.

    Zum Ausstieg: Man kann natürlich alles mögliche nachher machen, aber das hängt doch stark von den studierten Fächern ab. Ich hab ein Maschinenbau.Diplom und könnte daher sicher auch irgendwo anders unterkommen bei dem aktuellen Fachkräftemangel. Aber ich kenne die andere Seite und die ist trotz vieler systemischer Mängel im Schulsystem durchaus nicht immer so rosig, wie es im verhätschelten Lehramt scheint.

    Ich überlasse das den Klassen selbst. Ich frage, wer Wahlvorstand sein will und die organisieren dann den Rest. Manche Klassen wollen auf Zetteln abstimmen. Manche Klassen wählen per Handzeichen.

    Wie du siehst konnte auch nach zwei Tagen noch niemand eine Aufgabe/Lernsituation konkret angeben, in der der TR wichtig ist. Ich unterrichte in BW und wie mehrfach erwähnt gibt es dort offenbar eine mehrjährige Phase zwischen Grundschule und Oberstufe in denen die Schüler systematisch ihre Kopfrechenfähigkeiten wieder abbauen.

    Was genau erwartest Du denn? Sicher können die meisten Aufgaben auch ohne TR gelöst werden, jedoch bleibt dann weniger Zeit für anderes. Das wurde doch hier schon erläutert. Man hat nun mal eine endliche Zeit in einem Schuljahr.

    Was ich zB meinem Lehrwerk meines Sohnes beobachte: Ganz viele Aufgaben werden mit Dezimalzahlen angegeben. Ich "zwinge" ihn dann immer, das in einen Bruch umzuwandeln, denn es ist schwierig und unnötig, 1,47 durch 8,3 schriftlich oder im Kopf zu teilen. Kostet nur mehr Zeit. Das ist mit Bruchrechnung besser machbar und der sich ergebende Bruch bleibt dann am Ende stehen. Ich finde das ganz fürchterlich, denn so festigt sich der Umgang mit Brüchen erst gar nicht. Es wundert mich also nicht, dass hier Skills verloren gehen, die meist nie richtig saßen.

    Wenn das so ist: Warum dann nicht gleich von Anfang an in der Grundschule den Taschenrechner einführen?

    (Gegen das Erlernens des Schreibens von Hand könnte man ähnlich argumentieren.)

    Ja richtig. In Zeiten von diktier-Apps wird das Schreiben weniger Bedeutung bekommen. Grundschüler diktieren Alexa ihre Hausaufgaben in Mathe. Texte werden durch KI vorgelesen, daher wird ggf Hörverstehen wichtiger. Fremdsprachen werden direkt ins Ohr übersetzt.

    Wenn man sieht, wie heute Nachrichten auf insta dargestellt werden: mit wenig Text, vielen Bildern mit Schlagworten.

    Egal wie wir das finden: Dinge werden sich ändern.

    Richtig! Rechenschieber einführen! Jetzt!

    Ja. Ich stimme Gymshark selten zu ... aber ist bei mir auch so.

    Das verblüfft mich wirklich. Was rechnet ihr denn da so alles mit zB schriftlicher Multiplikation oder Division? Ich überschlage maximal im Kopf und wenn ich es genauer brauche, überlege ich etwas länger oder nehme einfach mein Smartphone oder den Taschenrechner. Bei Gymshark weiß ich ja, dass er keins hat, aber was rechnest Du so alles täglich?

    Hab ich wiederkehrende Rechenoperationen, nehme ich Excel. Ich hab seit der Grundschule meines Sohnes keine schriftliche Rechenoperatioen mehr verwendet.

    Was ich an bayrischen Ferienzeiten mag, sind die Abstände zwischen den Ferien, die so angenehm kurz sind. Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern sowie zwischen Ostern und Sommer finde ich bei uns schon arg lang. Dann dazwischen diese "langen" Wochenenden, die nicht wirklich viel bringen... Ich finde schon, dass Bayern die Feiertags-/Ferienkombination optimal ausnutzt. Ja, manchmal bin ich schon neidisch.

    Das mag ich auch. Die späten Sommerferien würden mir dann nicht ganz so viel ausmachen.

    Neid? Ach ne, so weit gehts nichts. ich fände ganz schön, aber ich wusste ja vorher, worauf ich mich einlasse. So ist das eben, wenn man in NRW arbeitet. Deswegen: Mir Wurscht, mit der Rolliererei, aber Winter- und Pfingstferien wären suuuuper! :tanz:

    Es haben doch nicht alle Einwohner*innen eines Bundeslandes Ferien!?! Das betrifft doch nur diejenigen EW, die Schüler*innen sind und/oder in der Schule arbeiten (wobei die schulischen Mitarbeiter*innen ja normalerweise nicht die kompletten (Sommer-)Ferien Urlaub haben)!

    Aber auch Anwaltskanzleien und Arztpraxen machen während der Sommerferien eine Zeitlang zu, wegen der meist jungen Mütter, die in den Ferien frei nehmen müssen. Die Möbelbranche macht Betriebsferien i.d.R. in den Sommerferien. Es ist ja durchaus so, dass es in den Sommerferienzeiten am vollsten und am teuersten in Europa ist. Zusätzlich zu den Familien der an Schulen Arbeitenden. Also, da kommt schon einiges zusammen.

    (Aber vielleicht ist das wie bei der Elternbeteiligung in den Konferenzen, wer es kennt, findet es gut, und wer es nicht kennt, stellt sich vor, dass es fürchterlich ist.)

    Tatsächlich finde ich genau das ziemlich blöd. Da kann es Unterschiede von 4 Wochen geben. Geht alles, aber schön ists nicht und führt die verlangte Didaktische Jahresplanung mit einem Zeitraum von 40 Wochen ad absurdum.

    Das ändert zwar nicht an meinen Aufgaben als Lehrkraft, es ändert aber ganz massiv etwas an meinem Arbeitsaufwand als Lehrkraft. Ich hatte z.B. im letzten Schuljahr zwei Schüler, die innerhalb des Jahres zweimal den Bildungsgang gewechselt haben und am Ende dann aufgrund miserabler Noten und einer noch bestehenden Schulpflicht ein drittes Mal (jetzt zwangsweise) den Bildungsgang wechseln mußten. Also dreimal Abgangszeugnisse erstellen, dazu noch Mahnungen wegen Fehlzeiten, Teilkonferenzen, ...

    Man muss einen Wechsel des Bildungsganges nicht zulassen. Wieder ein hausgemachtes Problem. Warum zwangsweise Wechseln? Wer zwingt wen?

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