Korrekturtage und andere Entlastung

  • Hallo,


    mich würde mal interessieren, welche Modelle zur gerechten Verteilung der Arbeit an den jeweiligen Schulen so praktiziert werden.
    Gibt es Korrekturtage für Abiturklausuren? Entlastung für Korrekturfachlehrer? Stunden / Ausgleich für Zusatzaufgaben (Klassenlehrer, Fachleitung, Austauschfahrten, Arbeitsgemeinschaften, ...)?


    Oder das Gegenmodell: Gibt es "Punktabzug" für die "Faulpelze"? Minusstunden für diejenigen, die ihre Abiturkurse nicht mehr unterrichten (weil die Abiturienten ja nicht mehr im Unterricht sind, sondern nur noch als Häufchen auf dem Schreibtisch liegen)?


    Was gibt es sonst noch so (s)pannen-des in der Schullandschaft zu dem Thema?

  • Hallo,
    ich unterrichte zwar an der Hauptschule und nicht am Gymnasium, aber bei uns finden auch jedes Jahr in vielen Fächern Abschlussprüfungen statt. Da an der HS der Klassenlehrer viele Fächer unterrichtet, müsste der das dann alleine (mit einem Zweitkorrektor) korrigieren. Das ist natürlich Wahnsinn und deshalb kenne ich es von allen Schulen, an denen ich bisher unterrichtet habe so, dass das komplette Kollegium eingespannt wird und die Korrekturen entsprechend gerecht verteilt werden. An macnhen Schulen entfällt dafür für die Kollegen auch der Nachmittagsunterricht.
    Zum Thema Mehrarbeit Klassenlehrer: Nein, da gibt es nichts, aber in der HS hat ein KL viele Vorteile im Erzieherischen, somit nehm ich die Verwaltung gern in Kauf.
    Und du hattest gefragt, was mit den Lehrern ist, deren Klassen schon "fertig" sind: Bei und haben die 9. Klassen ca. 4 Wochen vor Schulschluss (nach den Prüfungen) keine richtige Anwesenheitspflicht mehr. D.h. Lehrer bieten etwas an und die Schüler entscheiden sich vorher, ob sie da mitmachen. In dieser Zeit werden Lehrer, die keine Schüler unterrichten/Ausflüge machen, sehr gezielt zur Vertretung, Verwaltung und Differenzierung eingesetzt.
    Gruß
    Anna

  • In Sachsen-Anhalt hat man als Lehrer 3 Wochen Zeit die Klausuren zu korrigieren, egal wieviele Schüler im Kurs waren oder wieviele Stunden man hatte. Nach diesem 3 Wochen muss der Zweitkorrektor die Arbeiten bekommen.
    Ab diesem Zeitpunkt hat der Erstkorrektor Minderstunden, da ja die SChüler nicht mehr da sind und der Zweitkorrektor hat gar keine Anrechnung.
    (Bald habe ich 30 Leute im Kurs mit 4 Stunden pro Woche, dh. 4x3 Wochen sind 12 Stunden = dh. 24 min pro Arbeit, die mir angerechnet werden. Unsere Spanischlehrerin hat 2 Kurse mit je 6 Stunden, also 12 Stunden pro Woche, aber nur 9 Prüflinge. Dh. 240 min pro Arbeit, da sie auch drei Wochen Zeit hat. Aber eine gerechte Aufteilung gibt es nicht. Wird es nie geben. Man es einfach schlucken und warten, dass man irgendwann selbst solche Kurse hat!!! Dafür hat sie aber nach den 3 Wochen insgesamt auch 12 Minderstunden die Woche!!!)


    Die durch das Fehlen des Abiturjahrganges aufgelaufenen Minderstunden könnten mit Konsultationen ausgeglichen werden, aber niemals mehr Konsultationen, als man pro Woche normalen Unterricht hat. Dann wird man noch in Aufsichten und Prüfungen eingeteilt.
    Das kann aber auch wieder ungerecht werden, da ja der aufsichtsführende ja nichts machen muss, während der Prüfer die ganze Arbeit im Vorfeld hat. Also auch wieder keine ausgleichende Gerechtigkeit.


    Und wenn man dann immer noch Minderstunden hat, wird man zur Vertretung eingesetzt. So hatte ich im letzten Sommer das Glück insgesamt 12 neue Klassen in der BS kennezulernen, weil das 3 verschiedene Ausbildungsjahre waren die alle keinen WISO Lehrer mehr hatten.


    Und hat man dann immer noch Minderstunden, dann werden diese ins kommende Schuljahr übertragen und zwar werden die bis auf zwei Stellen nach dem Komma berechnet. Hat man also irgendwie 10 Minderstunden in dem Schuljahr, hat man im kommenden Schuljahr 10/40tel Unterricht mehr, also statt 25 Stunden 25,4 Stunden oder so ähnlich. Aber das Rad geht immer weiter.
    Hat wegen diesen Minderstunden nächstes Jahr wieder mehr Stunden, ist man ja wieder in Klassen drin, wo es wieder Prüfungen gibt. Also baut man gar nichts richtig ab.


    Ein Punktesystem für die Anzahl der Prüfungen und der Prüflinge finde ich da schon gerechter als nur eine Verrechnung von Stunden.


    Aber versteht schon als Student im Vorfeld diese Berechnungen und entscheidet dann fürs Studium. Selbst als Ref habe ich das noch nicht verstanden gehabt und erst jetzt nach 3 Schuljahren mit diesem System blicke ich langsam durch!

  • bei uns gibt es einen Punkteschlüssel für Korrekturen - ab soundsoviel Punkten bekommt man eine Entlastungsstunde. Sind weniger Entlastungsstunden im Topf, leidet der/ leiden die mit den wenigsten Punkten. Dann gibt es noch die Klassenlehrerstunde - pro 2 Jahre Klassenleitung gibt es eine Entlastungsstunde.
    Im Abitur/ Fachabitur hat man entweder die Situation, Aufgaben stellen zu müssen/ Klausuren korrigieren zu müssen oder nicht. Ist man in der Situation, dass einem viel Unterricht ausfällt und man nicht korrigieren muss, muss man das im nächsten Schuljahr in Form von soundsoviel Stunden nacharbeiten, also mehr unterrichten.

    Einmal editiert, zuletzt von Micky ()

    • Offizieller Beitrag

    Bei uns gibt es gar keine Entlastungsstunden für Korrekturen!
    In der Mittel-und Unterstufe müssen die Arbeiten korrigiert nach zwei Wochen herausgegeben werden, in der Oberstufe und beim Abitur (da je nach Zeitplan!) sind es drei Wochen.
    Wenn mal eine Klasse weg ist, also z.B. beim Praktikum erhält man Minderstunden bzw. muss in dieser Zeit halt sehr viel vertreten.
    Liebe Grüße
    Hermine

  • Wir haben an unserer Schule ein Jahresarbeitszeitmodell in der Testphase laufen, noch ist nicht alles perfekt, aber es wird daran gearbeitet. Hier sind die Exceltabellen verlinkt, da kann jeder mal seine Daten eingeben und gucken, was rauskommt:
    http://www.nepomucenum-rietberg.de/index.php?a=819

    There is a difference between knowing the path and walking the path. (Matrix)

    • Offizieller Beitrag

    hi,


    interessante tabelle kiray, muss ich mir mal anschauen - bin kein mathematiker, brauche da etwas zeit für.


    hm, zu uns bezüglich der entlastung. die freiräume, die ich da kennen gelernt habe, sind relativ groß an den verschiedenen schulen. es gibt die berühmten 100-minuten-regelungen, d.h. für 100 minuten außerunterrichtliche aktivität, bekommst du eine stunde unterricht ermäßigung. das verteilt natürlich der chef. geht auch nicht bis ins endlose. an manchen schulen geht das nach nase, an anderen nach wirklichem einsatz.


    entlastung kenne ich hauptsächlich als ermäßigungsstunden. die kann es geben für:


    - fachleitung
    - verbindungslehrer
    - praktikumsbetreuung
    - und einiges, wo ich nicht den einblick habe


    das sind keine sachen, auf die man pochen kann. ich kenne schulen, wo es für die fachleitung nix gibt.


    bezüglich korrekturen:


    - abschlussprüfungsfach bekommt einen korrekturtag, direkt nach der prüfung
    - es gilt dasselbe mit korrekturen wie bei hermine: die zeit ist vorgegeben, abschlussprüfungsfächer haben bei uns in der zehnten aber drei wochen zeit (danach muss es dem fachleiter vorliegen)


    bezüglich zeit nach prüfungen:


    - gilt als minusstunden, hat aber nur die konsequenz, dass man die überstunden in diesen monaten oft vergessen kann bei der abrechnung
    - ansonsten viel vertretungen



    bezüglich be- und entlastung allgemein: an unserer schule versuche ich zb (als fachleiter deutsch) mich ein wenig mit der englisch-fachleitung zusammen zu schließen, damit wir sehen können, wie wir auch belastung korrigieren können, z.b. bei der abschlussprüfung. da denke ich, dürfte einiges überall gehen. als fachleiter kann man ja in der regel auch mal zum chef gehen und ein wenig einfluss auf die unterrichtsverteilung nehmen.
    oftmals gehts ja nicht nach schema f. ich zb unterricht gern obere klassen in deutsch und die korrekturen sind für mich ein guter preis dafür, dass ich mich nicht mit den "teppichratten" der unteren klassen rumärgern muss.
    soll heißen, man muss und kann sich im kolleigum wohl auch selbst drum kümmern und immer mal wieder nachhaken.


    grüße


    h.

    • Offizieller Beitrag

    Oh, habe ich noch vergessen:
    Eine Entlastung gibt es für mich dann doch (ist aber leider nur fachschaftsintern bei uns geregelt): Da ich zwei Haupt-und korrekturintensive Fächer habe, bekomme ich eine Deutschklasse weniger als z.B. jemand mit der Kombi Deutsch +Nebenfach.
    Außerdem wird meist meinem Wunsch entsprochen, nicht nur Oberstufe in Deutsch zu bekommen.
    Heißt aber auch andererseits: Ich hab die großen Chaoten und die "Teppichratten". Aber ich persönlich mag das!
    Liebe Grüße
    Hermine

  • die Frage der Arbeitszeit, bzw. -gerechtigkeit.
    Auch in NRW wird seitens des Ministeriums Richting Jahresarbeitszeitmodellen geschielt, Minden (BBS) als Beispiel empfohlen und Hamburger Modell gemeint. Die Hamburger haben inzwischen >als 5 Jahre Erfahrung, HamburgerInnne, meldet Euch!!
    Habe mal die Erfahrungen eines HH-Kollegen aus dem Personalrat verfolgt. Er kam zu dem Facit, dass unter dem Segel von mehr "Arbeitszeitgerechtigkeit" unter dem Strich die allermeisten KollegInnen -schulformübergreifend- 2 Unterrichtsstd./Woche mehr zu unterrichten hatten als nach dem Pflichtstundenmodell!!
    Was ich dabei gelernt habe: Vorsicht bei Jahresarbeitszeitmodellen! Sie versprechen mehr "Gerechtigkeit", erbringen aber im Endeffekt mehr Arbeitszeitleistung von den meisten. Und wem nutzt das???
    Möchte mal kurz am Beitrag von KIRAY ein paar Fragen zu den AZM aufwerfen.
    -Die Beispiele von Rietberg und HH kommen auf einen Berechnungsfaktor von 1,6, bzw. 1,76. Wird in Rietberg anders unterrichtet als in HH?
    - Die Korrekturzeit einer Klausur wird mit ca. 1/2 Std. angesetzt. Schafft Ihr das auch ???
    - in HH werden 36 UWochen zugrunde gelegt, in Euerm "eigenen Ansatz" 38 UWochen. Erhalten HH SchülerInnen weniger Unterricht?
    -- Haben LehrerInnen auch unterrichtsfreie Feiertage wie alle ArbeitnehmerInnen, wer korrigiert in den "Ferien" keine Klausuren? Ist die letzte Ferienwoche nicht auch schuljahresvorbereitenden Konferenzen vorbehalten?
    Was ich damit sagen will: Berechnungsfaktoren für eine UStd. klingen, da vom Computer bis auf die Stellen hinter dem Komma ausgespuckt, doch sooo objektiv. Und sind in der Realität, sagen wir mal sehr variabel definierbar.
    Schließlich zu den Entlastungsstunden: die sind/waren im Modell der wöchentl. Pflichtstunden vorgesehen, um schulintern für besondere Belastungen zu entschädigen. Das war ein ganz praktikables Modell, solange sie nicht um mehr als die Häfte gekürzt wurden!! (In NRW sollen derzeit aus diesem geringen Topf noch erforderliche Std. für Lehrerratsarbeit zusätzlich herausgepresst werden).
    Meine Schlussfolgerungen: Bei aller versprochener Objektivität für die Anerkennung der alle belastenden schwierigen Arbeitsbedingungen vergesst nicht das Anliegen unserer Finanz- und Schulministerien. Ihnen geht es darum, mit den bereitgestellten finanziellen Mitteln noch mehr Arbeitsleistung aus uns herauszukitzeln, und sonst garnichts.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Original von Meike.

    WAS zum Teufel ist das denn?? :D :D


    kennst du nicht meinen lieblingsspruch in 5. klassen: "wenn erwachsene sprechen, haben die teppichratten zu schweigen." ?


    muss zugeben, dass er von einem kollegen meiner frau geklaut ist - die hatten bis vor einem jahr auch noch teppichböden in den schulklassen.


    es handelt sich also um bevorzugt kleine schüler, die auf höhe des teppichs umher laufen.


    grüße


    h.

  • Ich finde es sehr interessant, wofür es bei manchen Entlastungsstunden gibt. Bei uns ist weder für Fachkonferenzleitung, Klassenleitung (das können schon auch mal 3 zeitgleich sein), Praktikantenbetreuung, Korrekturen etc. irgendwas vorgesehen. Ganz im Gegenteil, die Stunden für den Wegfall der 13er werden als Minusstunden gerecghnet, ohne des Korrekturaufwand zu berücksichtigen (und da wir nur Oberstufe haben, sind alle Kollegen quasi jedes Jahr mit Prüfungen dabei, ein Ausweichen auf jüngere Klassen gibt es nicht).

  • Zitat

    Bei aller versprochener Objektivität für die Anerkennung der alle belastenden schwierigen Arbeitsbedingungen vergesst nicht das Anliegen unserer Finanz- und Schulministerien. Ihnen geht es darum, mit den bereitgestellten finanziellen Mitteln noch mehr Arbeitsleistung aus uns herauszukitzeln, und sonst garnichts.


    richtig.
    genauso ist es. Und meiner Ansicht nach wird sich da kaum etwas ändern - von Schule zu Schule gibt es sicher Unterschiede und an manch einer Schule herrscht mehr Gerechtigkeit, aber in der Grundstruktur wird sich nichts ändern. Es ist einfach kein Geld da. Und die Dringlichkeit wird nicht erkannt - trotz aller Erkenntnisse zum Burn-out von Lehrern und Berichten über die Zustände in den Klassenzimmern.


    Ich habe selbst für mich schon längst mit dem Thema "Arbeitszeitmodelle" abgeschlossen und meine eigenen Schlüsse gezogen - vor allem, was meine 800 Klausuren im Jahr angeht.

  • Also, ich kann zu diesem Arbeitszeitmodell in HH nur sagen, dass ich es ziemlich besch.... finde. Laut Modell habe ich eine Wochenarbeitszeit von 46,57 Stunden abzuleisten..darin enthalten sind A-Zeiten (also Aufsichten, Konferenzen..., glaub ich), F-Zeit (Funktionszeiten, Klassenlehrerzeiten etc.) und die U-Zeit, eben die Unterrichtsstunden. Die Verlierer des AZM sind meiner Meinung nach die vollbeschäftigten Grundschullehrer. Grundschulstunden werden nämlich alle gleich faktorisiert...egal welcher Aufwand dahinter steht. Und Förderunterricht wird sogar mit nur 1,0 faktorisiert, obwohl man da mittlerweile einen riesen Aufwand betreiben und zig Tests durchführen, Diagnosebögen und Förderpläne ausfüllen muss. So unterrichte ich trotz mehrerer Funktionen den Stundenplan rauf und runter und habe immer noch ein Minus auf meinem Konto...prima! und wie man in der dafür vorgesehenen Zeit (die genauen Zeitangaben sind mir gerade entfallen) ein zweiseitiges Berichtszeugnis schreiben soll oder die Klassenarbeiten nachsehen und bewerten soll, soll mir mal einer von denen, die sich das ausgedacht haben, vormachen.
    Ich glaube für die Grundschullehrer, die an einer reinen Grundschule arbeiten, hat sich nicht viel geändert, die, die ich kenne, arbeiten weiterhin ihre 28 Stunden. Aber wenn man, wie ich an einer GHR-Schule arbeitet, ist die Schule eben auf alle Lehrerstunden angewiesen.
    Also, ich hoffe, dass dieses AZM nochmal gründlich überarbeitet wird...

  • Zitat

    rauscheengelsche schrieb:
    Ich finde es sehr interessant, wofür es bei manchen Entlastungsstunden gibt. Bei uns ist weder für Fachkonferenzleitung, Klassenleitung [...], Praktikantenbetreuung, Korrekturen etc. irgendwas vorgesehen. Ganz im Gegenteil, die Stunden für den Wegfall der 13er werden als Minusstunden gerechnet, ohne des Korrekturaufwand zu berücksichtigen


    Ja, ähnlikch sieht es bei uns auch aus - wobei das System im Moment uneinheitlich ist, manch einer bekommt Stunden angerechnet, andere nicht. Bisher gab es wenigstens für alle bei Klassenfahrten 4 Plusstunden (eigentlich völlig unangemessen, wenn man den damit verbundenen Aufwand und die Kosten (die ja nunmal nicht / nur anteilig ersetzt werden) betrachtet). Aus diesen Gründen soll das ganze überarbeitet werden.
    Wir hatten den Grundgedanken, schlicht und ergreifend mit dem Zählen aufzuhören - weder Plus- noch Minusstunden. Die Arbeit (also auch Zusatzaufgaben) muss sowieso erledigt werden, liegen bleibt sie bestimmt nicht. Wenn man darauf achtet, dass dies gerecht im Kollegium verteilt ist (Frage ist nur: was ist gerecht???), könnte man sich doch die Erbsenzählerei sparen. Reaktion der SL: Prima Gedanke, zählen wir nicht mehr - aber die Abitur-Minusstunden können wir nicht unter den Teppich fallen lassen. Konsequenz daraus wäre, dass jeder Kollege, der im Abitur ist, nur noch Minusstunden sammeln kann, aber diese nicht mehr ausgleichen könnte (außer durch Mehrarbeit im nächsten Schuljahr - eigenlich ein genialer Plan...).
    Das wir das so nicht akzeptieren können, ist klar, insofern schonmal ein zwischenzeitliches (?) :danke: an alle, die hier ihre Tipps, Erfahrungen etc. beigesteuert haben!

  • Auch ich sehe Arbeitszeitmodelle absolut kritisch, vor allem deshalb, weil sie (so nett und objektiv sie auf dem Rechner auch aussehen) nicht praktikabel und nicht objektiv sind. Man kann die Realität nicht entsprechend abbilden ohne zu dem Ergebnis zu kommen, dass man die anfallenden Arbeiten nicht ins vorhandene Stundenkontingent pressen kann. Viele Lehrer arbeiten MEHR als sie müssten.
    Solche Modelle schaffen Unzufriedenheit im Kollegium und Unzufriedenheit mit dem eigenen Job, weil man plötzlich anfängt zu bemerken wie viel man arbeitet und jede Stunde, die nicht im Modell abgebildet wird, in Frage stellt... X(

    There is a difference between knowing the path and walking the path. (Matrix)

  • Zitat

    Original von Kiray
    Solche Modelle schaffen Unzufriedenheit im Kollegium und Unzufriedenheit mit dem eigenen Job, weil man plötzlich anfängt zu bemerken wie viel man arbeitet und jede Stunde, die nicht im Modell abgebildet wird, in Frage stellt... X(


    Das ist doch eine gute Sache, Bewußtseinsbildung ist immer der erste Schritt.


    Nele

  • @ Meike. :


    Danke für den Hinweis, die Threads waren mir bekannt, als ich die neue Anfrage startete. Mir geht es nicht nur um Korrekturen, sondern auch um das viel weitere Feld all der anderen Be- und Entlastungen, die man in der Schule so finden kann. Dass man bei den Korrekturen eigentlich wenig machen kann und kaum eine gerechte Lösung findet, ist klar (wenn auch bitter).
    Aber man hat ja auch noch andere Aufgaben in der Schule: Gibt es dafür anteilig Plusstunden? Oder macht man solche Dinge aus reiner Menschengüte?

    • Offizieller Beitrag

    Achso. Ich bekomme 1 Anrechnungsstunde für meinen Job als Beratungslehrerin - der etwa (je nach Andrang) 4- 10 Stunden zusätzliche Arbeit die Woche bedeutet. Für die Personalratsarbeit bekomme ich eine weitere Anrechnungsstunde, die ist ähnlich symbolisch, wenn es sich da auch eher im Verhältnis 1:3 die "Waage hält". Für meine Arbeit im Gesamtpersonlrat bekomme ich 6 Anrechnungsstunden. Die allmittwochlichen Sitzungen sind allein schon 8 Stunden lang und da hab ich noch nichts gelesen, verfasst, telefoniert, mich eingearbeitet, ...
    Meine Erfahrung ist, dass es für kein Engagement eine zeitlich wirklich angemessene Entlastung gibt - wenn, dann ist die nur symbolisch.

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