lesetagebuch - buchpräsentation? tipps :-)

  • hallo :)


    ich überlege in meiner 2. klasse folgendes zu machen:
    die kids sollen sich ihr lieblingsbuch wählen und dazu einige arbeitsaufträge ausführen und mit den gesammelten blättern/infos/mappe nachher ihr buch kurz vorstellen/präsentieren.


    welche aufträge würdet ihr einer durchschnittlichen bis schwachen 2. klasse geben?


    mir fällt bisher nur folgendes ein:
    - hauptinfos herausschreiben: autor, titel, seitenzahl, buchgattung/-sorte
    - kurze inhaltsangabe (worum geht es in dem buch?/das buch handelt von...)
    - die hauptperson(en) beschreiben/malen
    - begründen, was einem so gut an dem buch gefällt
    - schönste (spannendeste/lustigste...) stelle heraussuchen (und später den mitschülern vorlesen), evtl. malen


    fällt euch noch etwas wichtiges ein, was unbedingt dazu gehört oder für leistsungssatärkere schüler gut wäre?


    lg,
    silke

  • Kennst du eine "Lesekiste"?
    Habe ich schon mal so gemacht:
    Zu jedem Kapitel haben die Kinder etwas Passendes in eine eigens mitgebrachte Kiste getan.
    Wir haben das Sams gelesen und unter anderem waren (ich hoffe ich erinnere mich richtig) eine Dose Würstchen, eine Taucherflosse ...im Karton.
    Die Kinder sollten die mitgebrachten Gegenstände jeweils begründen (sehr spannend!!!) und konnten am Ende die Geschichte mithilfe der vielen "Erinnerungsstücke" gut behalten und nacherzählen.

    am ende wird alles gut und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das ende (oscar wilde)

  • ja, von der habe ich mal etwas gelesen :)


    die könnte prinzipiell auch jedes kind zu seinem lieblingsbuch füllen, denn ich wollte nicht ein gemeinsames buch lesen, sondern jedes kind sein eigenes :)

  • Ich hole diesen Thread mal wieder hoch, da ich auch mit meiner Klasse nach den Ferien Buchvorstellungen machen möchte.
    Momentan bin ich noch etwas unschlüssig, ob ich sie zu ihrem (selbst) ausgesuchten Buch eine Lesekiste erstellen lassen soll.


    Wir haben schon mal im 2. Schuljahr ein Buch gemeinsam gelesen und dazu dann auch gemeinsam eine Lesekiste erstellt bzw. gefüllt. Daher kennen sie das Prinzip bereits.


    Hat jemand von euch schon mal Lesekisten als Mittel zur Buchvorstellung gemacht?


    Oder habt ihr die Kinder ihr Buch anhand eines Kriterienkatalogs (Autor, Titel, Inhalt etc.) vorstellen lassen?


    Mich würden eure Erfahrungen brennend interessieren.


    LG

  • v1981 : Also eine Lesekiste ist im Prinzip genau das, was ritterin_rost weiter oben beschrieben hat : ein Schuhkarton, in den Gegenstände , die mit dem Inhalt des Buches zu tun haben, gelegt werden.Meist haben wir bei der gemeinsamen Lektüre überlegt, welcher Gegenstand jetzt zum Inhalt des Kapitels passen würde - beispielsweise eine Socke, ein Briefumschlag etc.


    Zum jeweiligen Gegenstand können noch kleine Karteikärtchen geschrieben werden, auf denen beschrieben wird, zu welchem Kapitel oder zu welcher Buchpassage es ausgesucht wurde.
    Eine Inhaltsangabe zum Buch , auch mit Autor und Titel usw. , kann man in den Deckel des Kartons kleben.


    Hat jemand schon mal die Schüler auf diese Weise eine Buchvorstellung machen lassen?


    LG


  • ach entschuldige...ich hatte "auf ersten ungelesenen beitrag gehen" geklickt und bin bei deinem gelandet und dabei gar nicht gemerkt, dass der thread schon etwas länger ist!
    das klingt ja toll mit der lesekiste!
    für mich war bisher eine "lesekiste" eine kiste mit büchern zum lesen (zu einem bestimmten thema z.b.) :)

  • Die Idee mit der Lesekiste kannte ich noch nicht.
    Das werde ich evtl. nach Ostern einsetzen, wenn ich mit der Klasse gemeinsam ein Buch lese. Da könnte man sich wirklich für jedes Kapitel etwas zum Reinlegen überlegen.


    Werde aber demnächst auch mit Buchvorstellungen der Kinder beginnen.
    Allerdings bin ich mir noch etwas unschlüssig, wie ich da vorgehe.
    Ich möchte das ganze nicht zu sehr in die Länge ziehen, was die einzelne Vorstellung angeht. Ich lege den Schwerpunkt da auch eher auf das Vorlesen.
    Vielleicht reicht es da auch, wenn man ein Plakat gestaltet und laminiert, wo das Kind zuvor Autor, Titel usw. einträgt. Dann kann das Kind zum Inhalt was erzählen und seine Lieblingsstelle vorlesen.
    Im Anschluss sollen dann Rückmeldungen der anderen Kinder erfolgen und das Buch würde in der Klasse eine zeitlang ausgestellt.
    Aber so ganz zufrieden bin ich mit der Vorgehensweise noch nicht.

  • ich habe letztes Jahr vor den Sommerferien in einer vierten Klasse Lesekisten gemacht. Jeder durfte sich sein Lieblingsbuch aussuchen. In dieser Klasse hatte ich nur eine Stunde Leseförderung pro Woche und vor den Sommerferien fand ich die Idee ganz nett. Wir hatten dann nachher noch Zeit, einige Lesekisten (leider nicht mehr alle, bzw. einige nur ganz kurz), also die Bücher anhand der Lesekisten vorzustellen und die Kinder mussten begründen, warum gerade der Gegenstand für das Buch so wichtig ist. Da hat man dann gesehen, wer sich intensiv mit seinem Buch beschäftigt hat und wer einfach irgendwelche Gegenstände genommen hat. Hat den 4. Klässlern richtig viel Spaß gemacht und einige erzählten, dass sie zuhause schon eine weitere Lesekiste bastelten. ;)
    Insgesamt (mit nur einer Stunde pro Woche) war es aber sehr zeitintensiv, da wir einige Sachen auch im Unterricht erst gebastelt haben und zwischendurch das Basteln in den Vordergrund geraten ist und nicht das Buch, um das es ging.

  • Das Buchvortrag war bei meiner letzte Klasse immer endlos lang. Am Anfang sind alle sehr aufmerksam, aber nach der 5./6./7... Vorstellung wird die Klasse unruhig und es hört kaum einer zu. Deshalb bin ich zur Methode Kleingruppenvorstellung übergegangen. Die Klasse wird per Zufallsprinzip in 4er/5er- Gruppen eingeteilt und die Kinder stellen ihre Büch dann in der Kleingruppe vor. Dann wählt jede Gruppe einen Vortrag aus, der dann noch mal im Klassenverband vorgetragen wird. In den Kleingruppen trauen sich auch die schwächeren/leiseren vorzutragen. Und alle sind eher dabei, weil sie nicht so lange zuhören müssen.

  • Ich habe es zeitlich ganz anders gemacht, wir hatten zweimal in der Woche Lesekreis. Immer ein Kind bereitete sich darauf mit einem selbstgewählten Buch vor. Die Buchvorstellung war eurer ähnlich. Aber es gab dieses "nach der 5. hört keienr mehr zu" nicht, sondern jeder freute sich darauf. 10 - 15 min am Stundenanfang. In 2. und 4. probiert und werd es wieder so machen

  • cubanita:


    Das hört sich prima an - hatten die Kinder denn dann auch etwas schriftlich vorbereitet (also Plakat o.ä. ) oder nur einfach mündlich vorgetragen?


    LG

  • Ich würde es zeitlich gar so anlegen, dass ich nur ein bis zwei Buchvorstellungen pro Woche habe.
    Immer an festgelegten Tagen, so dass sich die entsprechenden Kinder drauf vorbereiten können. Natürlich zieht sich das denn etwas hin, bis alle dran waren. Evtl wäre zu überlegen, doch 4 Kinder pro Woche zu nehmen.
    Aber ich würde es auch keinesfalls "hintereinander weg" machen. ;)

  • Zitat

    Original von wassersprung
    cubanita:


    Das hört sich prima an - hatten die Kinder denn dann auch etwas schriftlich vorbereitet (also Plakat o.ä. ) oder nur einfach mündlich vorgetragen?


    LG


    Es gab mehrere Festlegungen, wie u.a. Autor und Titel zu nennen und 2-3 Fragen für die Zuhörer auszuarbeiten und am Ende zu stellen. Die Schüler wollten gern mehrmals den Lesekreis gestalten, so dass wir für alle auf 2 und für einige auch auf eine dritte Runde pro Schuljahr kamen. Es war einfach ein ganz festes Ritual.
    Man könnte das natürlich noch ausbauen ...

Werbung