OBAS - Erfahrungsaustausch

  • Hallo zusammen,


    ich habe auch schon an anderer Stelle ein paar Beiträge geschrieben, aber jetzt würde ich gerne mal einen neuen thread zum Thema OBAS aufmachen.


    Ich bin selber promovierter Biologe und beginne ab 23. August meine Stelle für Biologie und Chemie an einer Gesamtschule (Sek I+II). Natürlich bin ich schon total aufgeregt und freue mich wahnsinnig auf die neue Herausforderung. Andererseits bin ich natürlich schon sehr nervös und angespannt, da ich nicht weiß was genau auf mich zukommt und wie groß der Aufwand wirklich ist.


    Von daher, dachte ich dass es anderen vielleicht ähnlich geht und dass dieser Thread zum Erfahrungsaustausch vielleicht für alle ganz hilfreich sein kann. Die "OBAS-Pioniere" sind ja hier im Forum recht ruhig geworden, was wohl darauf hindeuted wie stressig die Ausbildung ist. Vielleicht findet ihr ja trotzdem gelegentlich kurz Zeit euch hier an diesem Thread zu beteiligen.


    An anderer Stelle habe ich schon gelesen, dass diese Ausbildung ein 7-Tage-Job ist (das habe ich so auch erwartet). Bleibt da überhaupt noch Zeit für die Kinder und den/die Partner/in? Wie wurdet ihr so vom Kollegium und den SuS aufgenommen? Und wie ist der Ablauf am Seminar (eigene Veranstaltungen, oder gemeinsam mit den "normalen" Referendaren? Ist mir klar, dass das von Seminar zu Seminar unterschiedlich ist).


    Natürlich würde mich auch die Erwartungen anderer OBASler, die ebenfalls erst im August beginnen interessieren und wie ihr euch so vorbereitet. Natürlich würde ich mich auch über Beiträge/Tipps von "gestandenen" Lehrkräften freuen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und hoffe auf rege Beteiligung.


    Lg, Daniel.

  • Hallo Daniel,


    ich mache die OBAS Ausbildung seit Feb 2010.
    Leider kann ich Dir nicht ganz so viel positives berichten und ich für meinen Teil kann sagen, dass es extrem grenzwertig ist, und ich nur eine Chance habe, weil die Schule und die Kollegen so super hinter mir stehen.
    OBAS ist eine fixe Idee, um Lehrer zu generieren, ist aber nicht wirklich durchdacht und auch nicht so richtig praxistauglich. Wir laufen halt mit den "normalen" Refs mit, müssen aber nebenbei viel mehr unterrichten und haben auch noch Zusatzseminare (Päda)
    Ich komme aus der freien Wirtschaft und kann sagen, dass ich es gewohnt bin, unter Druck zu stehen und arbeitsmässig ranzuklotzen, aber, diese OBAS Nummer ist schon heftig.
    Man tanzt auf sehr vielen Hochzeiten, muss bei der einen Veranstaltung früher gehen, während man zur nächsten zu spät kommt. Man kann es sich so vorstellen, dass man selber in der Mitte steht und die Schule, die Schüler, das Studienseminar und Deine Familie und Freude ziehen jeweils an Dir. Und niemandem kann man richtig gerecht werden.
    Ok, ich habe schon 2 Jahre Unterrichtserfahrung - das hilft enorm, dafür habe ich allerdings ein kleines Kind, was es dann schon wieder sehr schwierig macht.
    Das erste Zusammentreffen aller (ca. 20 OBAS Kandidaten) in unserem Studienseminar lief so ab, dass sich 2,5 Std. lang alle mal den ganzen Frust von der Seele geredet haben, einige an Aufgabe denken und wir auch ein entsprechendes Papier zur Weitergabe verfassen werden. Vielleicht hilft das dann den kommenden OBAS Generationen?
    Jeder OBASler hat andere Bedingungen und die ganz individuellen Bedingungen (Schule, Mentoren, Kollegen, Fächerkombi, Unterrichtserfahrung, Familienbedingungen) entscheiden über die "Machbarkeit" von OBAS.


    Ich für meinen Teil habe seit einigen Jahren nun meinen Traum-Job gefunden und deshalb will ich mich auch weiter durch wühlen.
    Ich mache das nicht aus Mangel an Alternativen - ich hatte einige Angebote aus der Wirtschaft.
    Die Arbeit mit den Kindern gibt mir ganz viel und ich bekomme tolle Rückmeldungen. Ich gehe jeden Tag gerne in die Schule, aber Seminare, Referate, Hausaufgaben, Hausarbeiten usw. hängen wie das Schwert des Damokles über einem.


    Den wirklich guten Weg, wie man da durch kommt, kann ich hier leider nicht mitteilen, da ich selber noch nach dem richtigen suche. Wahrscheinlich geht es um Konzentration auf das Wesentliche, enger Dialog mit den Fachleitern, bitten um Verständnis, enger Kontakt zur Schulleitung, Freimachen vom Perfekt sein, Freimachen von guten Noten??? Ich weiss es nicht!


    Insofern wünsche ich allen OBASlern ganz, ganz viel Power.
    illubu

  • So, damit es hier nicht bei einem Beitrag bleibt, habe ich auch gleich selber eine konkrete Frage! :D


    Wie sieht es eigentlich mit der Einstufung bei den Entgeltgruppen aus. Also an der Gesamtschule bekomme ich ja auf jeden Fall TV-L 12 - aber welche Stufe?


    Ich war 3 Jahre während der Promotion als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und danach noch 5 weitere Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität angestellt. Wird das als "relevante Erfahrung" gewertet und ich damit in Stufe 4 eingestuft? Hat hier vielleicht jemand mit ähnlichem Lebenslauf Erfahrung?


    Macht ja doch ein paar hundert Euro Unterschied. Bin dankbar für jede Auskunft. ;)

  • Ich würde sagen ja - ich bin entsprechend meiner Unterrichtserfahrung im ausser - und innerschulischen Bereich eingestuft worden....
    Gruss, illubu

  • Vielen Dank illubu für den ersten Beitrat. Hört sich eigentlich genauso an, wie ich das auch erwarte (ich habe allerdings KEINE Unterrichtserfahrung UND ein kleines Kind ;)). Ich bin aber auch durch meinen jetzigen Beruf schon einiges gewohnt.


    Du schreibst, du kannst nicht viel Positives berichten, aber auch, dass du deinen Traumberuf gefunden hast - das ist doch was sehr positives. OBAS ist auch irgendwann vorbei und dann kannst du stolz sein, dass du das geschafft hast.


    "Freimachen von Perfekt-Sein" habe ich mir auch schon als ganz wichtig vorgenommen (was nicht leicht wird, da ich eigentlich sehr perfektionistisch bin). "Freimachen von guten Noten" wird etwas leichter, da wir ja die Planstelle im Anschluß schon sicher haben.


    Wie sieht denn der zeitliche Aufwand konkret aus? Täglich abends noch mal von 7 bis 10/12 Uhr sitzen (wenn das Kind im Bett ist) und am Wochendende jeden Tag 8 Stunden (oder mehr, oder weniger)?

  • Hallo illubu,


    Danke für die Ausführungen.


    Ich glaube jeder von uns wußte, dass OBAS kein Zuckerschlecken wird.
    Gerade Ihr, als "erster Jahrgang" seid beim besten Willen nicht zu beneiden.


    Ihr gestaltet quasi mit den Weg, damit die Ausbildung in Zukunft "glatt" läuft.
    Auf Euren Schultern wird das leider ausgetragen...


    Ich bin gespannt, was mich ab Sommer erwartet, wahrscheinlich genau wie alle anderen, die bereits eine Stelle zum Sommer haben.

    Was die Frage von Thunderdan nach den Zeiten betrifft, wäre es schön eine Einschätzung zu bekommen, wieviel Zeit das Seminar nebenbei kostet...


    Schule wird in der ersten Zeit eh' viel Vorbereitung sein, weil man noch keine Routine oder vorbereitete Unterrichtsreihen zur Verfügung hat...


    Aber irgendwie freue ich mich trotzdem oder gerade deswegen sehr darauf, denn ich kann es kaum erwarten, endlich in meinem Traumberuf anfangen zu können, auch wenn die ersten 2 Jahre sicherlich hart werden.


    LG
    Dopamin

  • Zitat

    Original von Dopamin82
    ...
    Was die Frage von Thunderdan nach den Zeiten betrifft, wäre es schön eine Einschätzung zu bekommen, wieviel Zeit das Seminar nebenbei kostet...


    Das interessiert mich natürlich auch, aber ich vermute, dass das sehr von dem zuständigen Studienseminar abhängt!



    Zitat

    Original von Dopamin82
    Aber irgendwie freue ich mich trotzdem oder gerade deswegen sehr darauf, denn ich kann es kaum erwarten, endlich in meinem Traumberuf anfangen zu können, auch wenn die ersten 2 Jahre sicherlich hart werden.
    ...


    Damit sprichst du mir aus der Seele!!! Da wir ja die gleiche Fächerkombination haben, bin ich mal gespannt, ob wir vergleichbare Erfahrungen machen werden.

  • Ja, richtig, abends zwischen 20 h (Kind im Bett) und 23/24 Uhr sitze ich und bereite meinen Unterricht vor. Meistens leider immer nur von dem einen auf den anderen Tag. Längerfristig schaffe ich nicht.
    In der Woche bleibt alles liegen, was Haushalt und Familie angeht und es muss irgendwie laufen. Putzfrau ist unumgänglich.
    Am Wochenende versuche ich dann etwas zu schaffen, aber auch für das Kind da zu sein. Wenn nicht gerade Päda Seminar ist. Riesenproblem: Sa, 10 - 17 Uhr, 2 x im Monat.
    Die Seminare sind bei mir dienstags nachmittags 3 Stunden und Mittwochs nachmittags 3 Stunden. Manchmal gibt es hier Hausaufgaben und Referate. Das ist dann ganz, ganz mühsam und ich versuche auch weitgehend davon verschont zu bleiben. Klappt aber nicht immer. Dann muss man hoffen, dass irgendwie ein langes Wochenende oder wie bei mir die Osterferien einen retten. Hilfreich auch so Aktionen, dass die ganzen 11er Kurse 3 Wochen lang nicht in der Schule sind und ihr Praktikum gemacht haben.
    Wenn man 8 Stunden Schule gestemmt hat, dann direkt zum Studienseminar hetzt, dann abends um 7 nach Hause, Kind ins Bett, Unterricht vorbereiten, am nächsten Morgen wieder Schule, nachmittags Seminar, naja...!


    Ja, sicher, ich habe sehr viel Spaß am Lehrer sein, aber, es ist verdammt hart - man muss dauerhaft präsent sein. Die Studieseminare sind ja auch kein Absitzen, sondern auch hier ist aktive Mitarbeit gefragt.


    Ich hoffe, mir geht die ganze Freude an der Arbeit mit den Kindern über diesen ganzen Stress nicht verloren... in diesem Sinne!


    Grüsse, illubu

  • Hi Illubu,


    das hört sich in der Tat stressig an.
    Von dem Pädagogikseminar am Wochenende habe ich bislang noch nichts gehört. Ist das grundsätzlich so vorgesehen?


    Welche Fächer unterrichtest Du denn in welchen Stufen?
    Hast Du an der Schule keine Unterstützung vom Kollegium? Ausgearbeitete Unterrichtsreihen und Materialien etc... Oder ist es dennoch viel Vorbereitungszeit?
    Danke, dass Du trotz deines Stresses hier im Forum uns Neulingen "Rede und Antwort" stehst...


    VG und halt die Ohren steif!!
    Dopamin

  • Vielen Dank illubu für die ausführliche Ausführung. Hört sich zumindest so an, als könntest du am Wochenende an etwas anderes denken (vermutlich außer Sonntag-Abend, weil da der Montag naht! ;) ).


    Naja, hört sich alles in etwa so an, wie ich es erwartet hätte (wobei ich ein wenig überrascht bin, dass das Seminar wohl doch einiges an Arbeit verursacht).


    Dann drücke ich dir die Daumen und wünsche gutes Durchhaltevermögen und würde mich freuen, wenn sich auch noch andere hier beteiligen ;).

  • Achso, ich habe noch ne (doofe?) Frage. Ich habe am Montag meine Einstellungsunterlagen eingeschickt (also Personalbogen und noch gefühlte 100 weitere Formulare).


    Die Bezirksregierung sollte jetzt also alle Unterlagen von mir haben. Wann kann ich denn etwa mit der Nachricht zur Vertragsunterzeichnung rechnen?

  • Hallo Thunderdan,


    ich habe die Unterlagen bereits Anfang März geschickt und der Schule wird der Vertrag wahrscheinlich Mitte Mai zugesandt werden...


    Mir wurde gesagt: Da haben wir ja keinen Druck, die Stelle beginnt ja erst im August.


    Ich rufe dennoch im mind. 2 wöchigen Rhythmus bei meiner Sachbearbeiterin an, um mich auf dem Laufenden zu halten - nicht zuletzt, weil ich auch sicher sein wollte, dass alles gut geht. Immerhin musste ich meinen derzeitigen Job bereits zum Ende April offiziell kündigen und wollte auch schon früher fairerweise Bescheid sagen.


    Mache Dir also keine zuuuu großen Hoffnungen, dass es sehr schnell geht, weil die gefühlten 100 Formulare anscheinend noch in gefühlte 100 Abteilungen gehen, dort weiterbearbeitet werden und die Sachbearbeiterin/der Sachbearbeiter von allen Abteilungen eine Rückmeldung erhalten muss.


    Ruf aber einfach an, die werden Dir sicherlich auch Auskunft geben.


    LG
    Dopmain

  • Hallo illubu und alle anderen OBAS "Kämpfer",


    wie einige von euch vielleicht wissen war ich ein OVP-B ler (OVP-B = Vorgänger der OBAS) der ersten Stunde. Falls es jemanden interessieren sollte wie es mir damals ergangen ist - hier eine Zusammenfassung:


    http://www.referendar.de/referendariat/ovpb.html


    Es kommt eine SEHR harte Zeit auf euch zu! Haltet aber durch und ganz wichtig - vergesst überall perfekt sein zu können / wollen. Perfekt sein heißt im Ref VIEL Zeit übrig zu haben. Genau dies ist aber in eurer Situation nicht der Fall. Ihr solltet genau überlegen wann ihr 100% geben müsst... .
    Schaut euch doch mal die Zusammensetzung der Endnote mal an. Es ist zwar noch SEHR früh aber vielleicht lässt sich so ein "vergeigter" UB relativieren:


    8,33 % Vornote Fachleiter 1. Fach - 5 UBs = 1,66% pro UB !!!
    8,33 % Vornote Fachleiter 2. Fach - 5 UBs = 1,66% pro UB !!!
    8,33 % Vornote Hauptseminar - 3 UBs = 2,77% pro UB !!!
    => Die Anzahl der Unterrichtsbesuche kann je nach Seminar variieren
    25 % Beurteilung der Schulleitung kurz vor dem Examen
    10 % Hausarbeit


    10 % Prüfung 1. Fach -> UPP
    10 % Prüfung 2. Fach -> UPP
    20 % Kolloquium


    => 100% (Note darf nicht schlechter als 4,0 sein)



    Dabei sind aber folgende Bedingungen einzuhalten:


    1. die Gesamtnote der beiden UPPs dürfen nicht schlechter als 4,0 sein
    2. Vornote 1. Fach und UPP 1. Fach dürfen nicht schlechter als 4,0 sein
    3. Vornote 2. Fach und UPP 2. Fach dürfen nicht schlechter als 4,0 sein
    4. Kolloquium + UPP 1. Fach + UPP 2. Fach dürfen nicht schlechter als 4,0 sein.


    Infos sind ohne Gewähr und gelten nur für NRW!!


    Hier ein guter Examensnotenrechner:
    http://www.metastabil.de/public3/refnote.php


    Textmarker


    P.S. Traut euch auch NEIN zu sagen. Ich kenne viele Kollegen die die Refs und "reguläre" Kollegen sehr gerne ausnutzen. Diese Kollegen möchten meistens etwas im letzten Moment erledigt haben. Sagt ihnen einfach - dass ihr ihnen helfen wollt aber leider geht es nicht im Moment.... . Versteht mich nicht falsch ihr solltet schon hilfsbereit sein aber es gibt in eurer Situation auch klare Grenzen!

  • Hi Dopamin82 und thunderdan,


    habe meinen Vertrag für Aug. von meiner Schule Ende März bekommen. Zu diesem Zeitpkt. hatte die BR aber noch nicht mal alle Unterlagen von mir ?!


    Es scheint also etwas Voodoo dahinter zu stecken. Wollte schon im Januar alles über die Bühne bringen (Amtarzt, Führungszeugniss etc.). Die Dame von der BR war bei einer Nachfrage daraufhin etwas überrascht und meinte das es wohl noch Zeit hätte. Aber anscheinend reicht der BZ die Unterlagen von der Bewerbungfür den Vertrag aus.
    Vielleicht werden diese aber nicht immer vom Schulleiter kompl. weitergeleitet?


    Ich denke nachfragen ist hierbei wohl die beste Lösung. Habe die Erfahrung gemacht das die Damen aus Arnsberg bzw. NRW bis jetzt die freundlichsten und ach die informativsten waren, die ich am Telephon hatte. Nicht mit denen aus Rheinland-Pfalz zu vergleichen.


    Diesen Thread finde ich klasse und würde mich freuen, wenn man den Erfahrungsaustausch auch weiterhin am laufen halten könnte. Sei es über das Forum oder privat z.B. per Mail.
    Von ehemaligen Kollegen, die den Seiteneinstie in RLP gemacht haben, wurde mir berichtet, das sie der rege Austausch mit Gleichgesinnten sehr geholfen hat.
    Fange wie Thunderdan im August in einer Gesamtschule mit Bio/Ch an und bin gerade dabei meine Promotion abzuschließen.


    Gruß
    James Ross

  • Hallo JamesRoss,


    bist Du denn in NRW? Weil Du im Profil Rhnld-Pfalz stehen hast...


    VG Dopamin

  • Hi Dopamin82,


    noch wohnhaft in RLP, schauen uns aber schon nach Wohnungen um und ziehen Aug. mit Sack und Pack nach NRW :)


    Und wie gelesen gibt es wohl einiges wo man sich durchbeissen muß in den nächsten zwei Jahren. Noch bin ich eher gespannt und voller Tatendrang, als eingeschüchtert.


    Gruß
    James Ross

  • Ja, so geht es mir auch...


    Da ich mental mit meiner derzeitigen Arbeit schon total abgeschlossen habe und nicht zuletzt dadurch momentan eher unterfordert als überfordert bin, drängt alles in mir, endlich meine neue Aufgabe anzufangen und endlich wieder volle Tage zu haben, an denen man am Ende des Tages weiß, was man getan hat und wofür man es tut!!


    Hospitiere gerade in meinen freien Urlaubstagen an der Schule und bin total begeistert von Kollegium, Bereitschaft mir Hilfestellung zu geben und gelebtem Schulalltag. Von der Seite habe ich keine Steine in meinem Weg zu befürchten, eher andersherum!!
    Ich freue mich einfach jeden Tag mehr!! Und jedes Mal, wenn ich so einen Hospitationstag hinter mir habe, will ich einfach nur noch da bleiben!


    LG
    Dopamin


    P.S. Ach ja, und im Studienseminar habe ich auch schon vorbeigeschaut und auch der dortige Leiter ist quasi "eine Wellenlänge" und voll ok.

  • Hallo zusammen,


    an den Ausführungen zum Erfahrungsaustausch bin ich sehr interessiert.
    Ich trage mich seit längerem mit dem Gedanken, in den Lehrerberuf zu wechseln.


    Vor allem interessiert mich der Arbeitsaufwand während der OBAS-Ausbildung. Zwar kenne ich 60/70-Stunden-Wochen zur Genüge aus meinem Arbeitsleben (knapp 9 Jahre tätig in einer großen Unternehmensberatung), bin aber längerfristig daran interessiert, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Dabei betrachte ich selber Lernen oder Unterricht vorbereiten daheim auch als Zeit mit der Familie. Zurzeit bin ich arbeitstechnisch sehr viel unterwegs, so dass ich selten und wenn, meist nur abends zu Hause bin. Ich habe 3 Kinder, das jüngste gerade ein halbes Jahr alt und die Ausführungen von illubu schrecken mich schon ein wenig auf.


    Mir macht die Arbeit mit Menschen riesigen Spaß, Informationsvermittlung und Mitwirkung an deren Weiterentwicklung - sei es im Beruf oder bei den eigenen Kindern. Einen deutlichen Einbruch des Gehaltes nehme ich da in jedem Fall in Kauf, zumal ich kaum einen kenne, der meinen Job gesundheitlich wohlbehalten bis Mitte 55 schafft, wenn überhaupt.


    Wäre also fein, wenn der ein oder andere auch noch seine Erfahrungen aus den Seminaren, den Unterrichtsbesuchen und den Beratungsgesprächen beschreiben könnte. Offiziell ist es sehr mühsam, sich verbindliche Informationen einzuholen.


    Danke und liebe Grüße


    SKeller

  • Hi Dopamin82


    leider trennen mich noch 300 kilometer von meiner Schule, deswegen fehlt mir leider die Möglichkeit einmal zu hospitieren.
    Da ich aus einer Gesamtschulfamilie komme hoffe ich, dass das Klima und das Konzept ähnlich gut ist wie ich es kenne. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es an Gesamtschulen oftmals persönlicher und flexibler zu geht. Den Eindruck habe ich auch von der GeS in NRW, bei meinem Vorstellungsgespräch, gemacht.


    Habe einige altgediente Lehrerstimmen über meinen Vater gehört und miterlebt, dass der Altag nicht immer Zuckerschlecken ist und manche Eltern sehr einnehmend sein können - man aber mit Engagement sehr viel von den Schülern zurück bekommen kann. Was bei Kursen mit Studenten schon miterlebt habe. Ein gutes Gefühl, wenn man jemanden etwas beibringen kann.


    Habe dementsprechend wie du geistig schon meine momentane Arbeit hinter mir gelassen und bin schon ein paar Monate weiter. Habe jetzt eine Bücherliste und mögliche Jahrgänge, die ich übernehmen könnte und fange schon mit der Suche von Unterrichtsmaterialien an.


    Kann diesbezüglich nur Arte empfehlen.


    Gruß
    James Ross

  • Das ist echt lustig.
    Das hört sich echt genauso wie bei mir an.
    Kenne auch den Lehreralltag von meinem Vater und meiner Großfamilie, in der es nur von Lehrern "wimmelt".
    Und auch ich sammle gerade Unterrichtsmaterialien und habe mir schon sämtliche Bücher gesucht... Nur das mit den Klassen ist wohl leider noch nicht so richtig absehbar. Da muss ich noch bis zum Juni warten :(

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